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Pope
Das bedeutet ja auch, dass die These der kulturellen Überlegenheit sich mit der neueren Forschung immer weiter relativiert. Oder?
Des Weiteren sehen wir die lange postulierte Annahme brökeln, dass es sich bei der Neolithischen Revolution weitestgehend um eine Kolonisierung aus dem Osten gehandelt haben musste. Da dies heute kaum mehr für alle Teile Europas stichhaltig erscheint, muss ich auch hier mal nachfragen: Können/müssen wir uns eine Indoeuropäische Verbreitung auch ohne jeglichen Bevölkerungswandel vorstellen? Ist das plausibel? |
Lieber Pope,
sehr interessante Gedanken, welche Du Dir hier machst. Mir müssen uns tatsächlich diese Fragen stellen.
Ohne Bevölkerungswandel wäre möglich, wenn es es Indogermanen schon immer in Europa gegeben hätte. Aber wie kann es dann sprachliche Zusammenhänge zwischen dem indischen Sanskrit und dem Keltitischen geben?
Eine andere Möglichkeit wäre, dass der Ackerbau und der Beginn der indogermanischen Sprache nichts miteinander zu tun haben.
Die dritte Möglichkeit ist die Kurgantheorie, dass Indogermanen sich nach Süden, Westen, Norden und sogar nach Westchina (Tocharer) ausgebreitet haben.
Vielleicht bringt die Zukunft doch einmal des Rätsels Lösung, ohne ideologische Scheuklappen.
