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Alt 15.10.2008, 21:06   #16
jschmidt
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jschmidt ist einfach richtig nettjschmidt ist einfach richtig nettjschmidt ist einfach richtig nettjschmidt ist einfach richtig nett
Auch von mir aus Dank an Gandolf für den notwendigen Hinweis zu Belgien!

Zitat:
silesia Beitrag anzeigen
Hinweis auf "Mein Kampf"
Es könnte sein, dass Hitler insoweit (unausgesprochen) auf Ludendorff Bezug nimmt, der nicht nur an der Dolchstoßlegende mitwob, sondern auch eine eigene "Propagandalegende" kreierte mit dem Tenor, die feindliche Propaganda habe es verstanden, die deutsche Abwehrkraft entscheidend zu schwächen. "Blockade und Propaganda begannen nach und nach, unsere geistige Kriegsfähigkeit ins Wanken zu bringen und den Glauben an den Endsig zu erschüttern." (Zitat aus Christoph Dipper, "Propaganda", in: Geschichtliche Grundbegriffe, Bd. 5, S. 69-112 [104]).

Ludendorff hatte während des Krieges angeregt, ein "Reichs-Aufklärungsamt" zu schaffen in Kopie der "British War Mission" von Lord Northcliffe, war damit aber auf Mißtrauen gestoßen; Oberstleutnant Bauer warf sich für ihn in die Bresche mit der Erklärung, "daß der Name Propagandaminister ... irreführend sei. Es handelt sich um die Hebung der Stimmung in der Heimat und um geschickte Propaganda im Ausland" (ebd.)

Richtig ist jedenfalls nach Meinung von Peter Grupp (Voraussetzungen und Praxis deutscher amtlicher Kulturpropaganda, in: Der Erste Weltkrieg, hg. v. Michalka, Liz. 1997, S. 799-824), dass die an einen kurzen Krieg glaubende deutsche Seite auf eine Propagandaschlacht bzw. auf den "Krieg ohne Waffen" (Thimme) nicht gut vorbereitet war. Was dann "aus dem Stand" getan wurde, beschreibt ein seriöser Kritiker so: "Den erstaunlichen Mangel an Vorbereitungsarbeiten für den Kriegsfall löste ein ebensolches gedankenloses Übermaß an offiziellen, halboffiziellen und inoffiziellen Propagandabüros nach Kriegsausbruch ab" (Epstein, zit. aaO, S. 804).
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There is plenty of law at the end of a nightstick. (Grover Whalen)



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