Zitat:
FoxP2gen
Naja, du vergisst, dass es sich bei slawischen Sprachen eigentlich zumeist um agglutinierende Sprachen handelt, wie eben auch Latein.
Das bedeutet, dass der Hauptteil der Grammatik und des Wortschatzes durch das Hinzufügen von Silben am Anfang oder Ende eines Wortes getragen wird. Dies wiederum macht die Sprachen recht logisch und simpel im Aufbau und sie sind - zumindest, wenn man die Phonetik dieser Sprachen halbwegs auf die Reihe bekommt - recht einfach zu lernen. |
Das Lateinische, Slawische und auch das Germanische sind Sprachen die affigieren und flektieren. Dabei agglutinieren sie zwar auch, das ist aber nicht ihr Hauptmerkmal, es gibt Sprachen, die sehr viel stärker agglutinieren. Das kann also nicht der Grund sein, zumal die durch das Slawische verdrängten Sprachen dieselben Charakteristika in der einen oder anderen Ausprägung aufwiesen.
Zitat:
FoxP2gen
Beispiel wenn ich z.B. als Gegensatz für "gut" nur "ungut" oder "nicht gut" habe und nicht noch eigene Begriffe wie "böse" aneignen muss, macht das doch den Spracherwerb recht einfach... oder seh ich da was falsch? |
Hier kennt das Slawische, wie die meisten indoeuropäischen Sprachen nicht das Gegensatzpaar
gut -
ungut/
nicht gut sondern auch ein eigenes Wort für
böse. Beispielsprache Polnisch:
Dobre -
strasznie. Da aber
gut und
böse eines der wenigen Gegensatzpaare (schön - hässlich, schlau - dumm etc.) sind, die nicht mit Negation arbeiten, würde ich dem in keiner Sprache eine großartige Relevanz für die Druchsetzung zuordnen wollen.