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Lili
Eine Wiedertaufe gibt es zumindest in der römisch-katholischen Kirche nicht, hier spricht man von einer Konditionaltaufe. [...]
Sofern ein Priester da ist, spricht man auch nicht von einer Not- sondern von einer Jähtaufe. |
Wer ist
man?
Der CIC spricht weder von "Wiedertaufe" noch von "Konditionaltaufe". Jone ist/war daher nicht gehindert, den Begriff W. zu verwenden (mit Imprimatur natürlich).
Es gibt für "Nottaufe" mehrere Varianten, u.a. noch "Jachtaufe" oder "Jauch-Taufe". Hauck/Schwinge [1] verweisen bei "Jähtaufe" auf "Nottaufe" und führen "Konditionaltaufe" gar nicht auf.
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Die von dir verlinkte Seite spricht ja erst ab 1825 von einem verbreiteten Einsatz und nicht bereits im Mittelalter.
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Wenn mein Link gemeint ist: "
Noch 1825 gehörten die Taufspritzen zum Inventar jeder Hebammentasche."
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Was mich zusätzlich irritiert, ist der zwingende Einsatz von Weihwasser. Für Nottaufen braucht man nicht zwingend Weihwasser.
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Wenn mein Link gemeint ist: Von "zwingend" ist darin nicht die Rede (vgl. Trier 1310: "Wasser"). Aber zweifellos wird es die Kirche begrüßt haben, wenn die Hebamme sich die Mühe machte, stets ein Gefäß mit Weihwasser mit sich zu führen.
Die Hebamme taufte bekanntlich ausnahmsweise, denn damals wie heute gilt, dass die "ordentliche" Taufe von einem "ordentlichen" Spender" (Bischof, Priester, Diakon) vorgenommen werden muss. Ist ein solcher "nicht anwesend oder verhindert, so spendet die Taufe erlaubt [...] jemand anderer, [...], im Notfall sogar jeder von der nötigen Intention geleitete Mensch" (Can. 861 § 2); letzteres kann übrigens auch ein Häretiker oder Atheist sein. [2]
Interessant finde ich in diesem Zusammenhang die Diskussion um die Befähigung der Hebammen zur "richtigen" Taufe. [3] Offenbar waren deren Kenntnisse mitunter defizitär, weil sie nicht die erwünschte Unterweisung erhalten hatten. Auch mit der in den Kirchenordnungen vorgesehene Vereidigung der Hebammen haperte es. [4]
[1] Theologisches Fach- und Fremdwörterbuch, 10. Aufl. Göttingen 2005
[2] Jone S. 381
[3] Vgl. Labouvie S. 67 ff. -->
Beistand in Kindsnöten: Hebammen und ... - Google Bücher
[4] aaO, S. 70 f