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Alt 08.05.2010, 13:53   #3
silesia
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silesia ist jedem bekanntsilesia ist jedem bekanntsilesia ist jedem bekanntsilesia ist jedem bekanntsilesia ist jedem bekanntsilesia ist jedem bekanntsilesia ist jedem bekanntsilesia ist jedem bekannt
Zitat:
El Quijote Beitrag anzeigen
Das ist der Grund, warum ich versuche, dem Satz auf die Spur zu kommen; so aus dem Zusammenhang gerissen wäre der Satz so zu verstehen: Den Fürsten fehlt aufgrund von Standesdünkeln die Bereitschaft unternehmerischen Geist zu entwickeln, also zu wirtschaften anstatt wie bisher in feudalen Strukturen sich auf die Arbeitskraft der Untertanen zu verlassen. Seit dem späten Mittelalter verarmten immer mehr Adelige, und die wichtigen Adeligen hatten im Prinzip immer Schulden bei Städten, Kaufhäusern und Bürgern, denn diese wirtschafteten und verleihen ihr erwirtschaftetes Geld an den Hohen Adel, der damit diverse kostspielige Unternehmungen finanzieren musste, allerdings Unternehmungen, die i.d.R. keinen Gewinn erbrachten, weil sie nicht zu wirtschaftlichem Nutzen gedacht waren.
Da waren Kriege (die sich evtl. durch Beute decken konnten), Prestigeprojekte (Bauten), Hofhaltung...
Ich sehe wie ElQ auch eher den Bezug auf feudale Strukturen:
Friedrich Engels - Die Mark

"Im 14. und 15. Jahrhundert waren die Städte rasch emporgekommen und reich geworden. Ihr Kunstgewerbe und Luxus blühte namentlich in Süddeutschland und am Rhein. Die Üppigkeit der städtischen Patrizier ließ den grobgenährten, grobgekleideten, plumpmöblierten Landjunker nicht ruhig schlafen. Aber woher die schönen Sachen erhalten? Das Wegelagern wurde immer gefährlicher und erfolgloser. Zum Kaufen aber gehörte Geld. Und das konnte nur der Bauer schaffen. Daher erneuerter Druck auf die Bauern, gesteigerte Zinsen und Fronden, erneuerter, stets beschleunigter Eifer, die freien Bauern zu Hörigen, die Hörigen zu Leibeignen herabzudrücken und das gemeine Markland in Herrenland umzuwandeln. Dazu halfen den Landesherren und Adligen die römischen Juristen, die mit ihrer |327| Anwendung römischer Rechtssätze auf deutsche, meist unverstandne Verhältnisse eine grenzenlose Verwirrung anzurichten, aber doch so anzurichten verstanden, daß der Herr stets dadurch gewann und der Bauer stets verlor. Die geistlichen Herren halfen sich einfacher: Sie fälschten Urkunden, worin die Rechte der Bauern verkürzt und ihre Pflichten gesteigert wurden. Gegen diese Räubereien von Landesherren, Adel und Pfaffen erhoben sich seit Ende des 15. Jahrhunderts die Bauern in häufigen Einzelaufständen, bis 1525 der große Bauernkrieg "

etc.
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