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PolkaPeter
Gewandert wurde mit Sicherheit immer überall auf der Welt. Europa ist aber allen Anschein nach zwei mal Zeuge einer gewaltigen Völkerwanderung gewesen, die sich sehr stark von den anderen Wanderungen abheben. |
Eigentlich gefiel mir die von dir eröffnete Diskussion anfangs gut, weil es sich mE lohnt, die Mobilität von Menschen (und Tieren) in den Blick zu nehmen und damit auch mal andere Gründe für Veränderungen als Herrscher und Schlachten.
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PolkaPeter
Die wahrscheinlich erste gewaltige Völkerwanderung ist ab 5600 v. Chr. mit der Bandkeramischen Kultur verbunden. Hier zogen Völker aus dem Balkan (Starcevo-Kultur & Körös-Kultur) nach Norden und Westen und eroberten Nahezu komplett Europa. |
Hier fängt die Diskussion allerdings schon an, mir verbal gegen den Strich zu gehen.
Die gewaltige Völkerwanderung ist einfach falsche Wortwahl und entspricht nicht den Funden, einer sich entlang der Flüsse ausbreitenden Wanderbauernkultur in einem nur spärlich besiedelten Land. Die Bandkeramiker eroberten höchstens die für sie geeigneten Flächen und zwar von Bäumen und Pflanzen, die diese Flächen vorher besetzt hielten.
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PolkaPeter
Anthropologische Untersuchungen haben übrigens ergeben, dass diese ursprünglich aus dem Orient kamen und über Anatolien nach Europa zogen. |
Was sagt das aus? Dort wurden die bäuerlichen Kulturtechniken entwickelt?
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PolkaPeter
Die zweite beginnt mit dem Einfall der Indogermanen (wohl zuerst Kelto-Italiker), bezeichnend durch die Kultur der Schnurkeramiker. Das was wir in den Schulbüchern als "die Völkerwanderung" bezeichnen war nichts weiter als das kurze "Finale" dieser langwierigen von Osteuropa ausgehenden Völkerwanderung. |
Die Bronzezeit und später die in Europa den Kelten zugeordnete Eisenzeit sind weitere neue Kulturtechniken, die mit einem ganzen Bündel von Veränderungen einhergingen. Wer will dabei jeweils entscheiden, wieviel dieser Neuerungen von Ortsansässigen übernommen und was nur von Migranten eingebracht wurde.
Gesellschaften mit Migration sind meist allgemein innovationsfreudiger.