Zitat:
superbild
Hallo,
hätte mal eine Frage:
wie hängt denn der Gang nach Canossa von Heinrich IV mit dem 1. Kreuzzug zusammen?
Es gab zu dieser Zeit ja zwei Päpste; bedeutete dies einfach mehr Macht für den byz. Papst, oder...?
Danke  |
In Byzanz gab es einen
Patriarchen. Du meinst das
morgenländische Schisma. Von zwei Päpsten (Treffen sich zwei Päpste...., haha...

) sprechen wir hingegen beim
abendländischen Schisma, das kommt aber erst später.
Direkt hat der Gang von Canossa mit den Kreuzzügen nichts zu tun (bedenke, Urban II. rief erst 1095 zum Kreuzzug auf), also knapp 20 Jahre später. Indirekt hat es aber miteinander zu tun, weil Gregor nun mal ein Reformpapst war und Urban ihm gewissermaßen - wenn auch nicht direkt - nachfolgte. Auch Urban ist unter die Refrompäpste zu zählen, wenn auch Gregor quasi
der Reformpapst ist.
Dann ist noch Mathilde von Tuszien mit von der Partie, auf der Seite Gregors und gegen den König. Später, während des Ersten Kreuzzugs, als sie Welf V. von Bayern heiratete - der locker ihr Sohn hätte sein können - war dies auch ein Akt, um Heinrich IV. zu schwächen. Der befand sich, zu Beginn des Ersten Kreuzzugs und vor allem des Bauernkreuzzugs in Italien und kam wegen Mathilde und Welf nicht über die Alpen ins Reich, um dort für Ordnung zu sorgen, was insbesondere für die jüdischen Gemeinden entlang des Rheins fatale Folgen hatte.