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Alt 09.05.2012, 20:34   #17
excideuil
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In dem Tagebuch von Boris Üxkull wird erwähnt das Kriegsgefangene Franzosen für 20 Rubel an die Bauern verkauft wurden und diese die Kriegsgefangenen bei lebendigen Leib rösteten.
Das Tagebuch von Uexküll steht mir nicht zur Verfügung, aber eine Quelle, die darauf Bezug nimmt:

"Die Bauern begannen, den fouragierenden franz. Abteilungen aufzulauern oder sie in trügerischer Sicherheit zu wiegen, um sie dann zu überwältigen. Sie beschafften sich Waffen und waren imstande, es mit kleinen Einheiten aufzunehmen. Ihren Zorn ließen sie in Akten schier unvorstellbarer Grausamkeit an ihren Gefangenen aus, sie verstümmelten sie, begruben sie bei lebendigem Leib oder rösteten sie über dem Feuer. "Als ich in ein Dorf einritt, um Lebensmittel zu requirieren", schrieb Leutnant Uexküll, "habe ich beobachtet, wie ein franz. Gefangener für 20 Rubel an die Bauern verkauft wurde; diese tauften ihn mit siedendem Pech und spießten ihn lebend auf ein zugespitzes Eisenstück." Die Franzosen und ihre Verbündeten zahlten mit gleicher Münze heim und trugen dazu bei, dass sich die wechselseitigen Greuel immer weiter aufschaukelten. "Die Leute waren schlimmer als wilde Tiere und brachten sich gegenseitig mit einer unglaublichen Brutalität um", verzeichnete A,N. Murawjow." [1]

Neben diesen Entsetzlichkeiten des Krieges berichtet der Autor aber auch über Ausnahmen gelebter Nächstenliebe.

Grüße
excideuil

[1] Zamoyski, Adam: 1812, Napoleons Feldzug in Russland, C.H. Beck, München, 2012 (2004), Seite 370
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Wenn der Staat am verdorbensten ist, gibt es die meisten Gesetze. Tacitus, Annales, 3,17,3
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