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Alt 05.02.2015, 19:43   #12
Dion
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Dion befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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El Quijote Beitrag anzeigen
Dem steht natürlich entgegen, dass die Reinheit von 99,9 % bisher bei keinem anderen Artefakt dieses Alters nachgewiesen werden könnte, sondern erst ab dem Frühmittelalter auftaucht. So einfach kann es also nicht sein.
Das ist nicht ganz richtig: In dem von mir angegebenem Dokument (EP 393 Pernicka Echtheit Bernstorf in Gold und Silber 2014.pdf) sagt Pernicka, dass es 9 prähistorische Goldobjekte mit Reinheit 99,9% gebe. Er sagt weiter – Zitat:„Von diesen stammen 5 aus Spanien und datieren in zweite Hälfte des 1.Jts. v. Chr. Zwei stammen aus Susa und zwei weitere vom Griff eines Schwertes, das sich im Dänischen National Museum in Kopenhagen befindet und aus Dendra auf der Peloponnes stammen soll. A. Perea u.a. (2010) haben an ca. 170 prähistorischen Goldobjekten mehr als 1600 Analysen mit Rasterelektronenmikroskop durchgeführt. Nur ein einziges Objekt der Periode III wies durchgehend ähnlich hohe Goldgehalte auf (Punico, Iberico meseta, Castreno; ca. 550 – 100 v.Chr.). Insofern wäre es sehr erstaunlich, wenn ein ganzes Ensemble von Goldobjekten der mitteleuropäischen Spätbronzezeit, wie jenes von Bernstorf, aus höchstreinem Gold bestehen sollte.“

Das ist nichts als Vermutung. Ich meine, bis man die Himmelsscheibe von Nebra gefunden hat, hat auch niemand gedacht, so etwas könnte es so weit im Norden Europas geben bzw. hergestellt worden sein.
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