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Alt 13.05.2016, 15:00   #15
Dieter
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Zaza sind ethnische Kurden. Kulturell und äußerlich sind sie wie die irakischen Gorani Kurden von den Kurmanc kaum zu unterscheiden. ... Es macht absolut keinen Sinn die Zaza von den anderen Kurden zu trennen, alleine schon weil sie zur Unkenntlichkeit durchmischt sind. Sie waren an der Gründung des kurdischen Volkes beteiligt und haben zu ihrer Identität maßgeblich beigetragen. Viele erste kurdische Nationalbewegungen gingen von den Zazas aus.
Wenn die Zaza eine kurdische Identität entwickelt haben und sich als Kurden fühlen, so sind sie Kurden - unabhängig davon, ob Sprachwissenschaftler nun eine eigenständige nordwestiranische Sprache proklamieren oder nicht.

Allerdings herrscht selbst unter den Zaza keine Einigkeit über ihre Zugehörigkeit zu den Kurden. Die Zaza im Süden sind Sunniten und betrachten sich daher wie die benachbarten Kurden gleicher Religion als Kurden. Die im Norden lebenden Zaza sind Aleviten, betonen daher oft eine ethnische Eigenständigkeit und verbinden sich sogar eher mit Türken als mit Kurden. Und somit gibt es einen Riss innerhalb der Zaza-Bevölkerung.

Was das Zazaki angeht, so neigen einige Sprachwissenschaftler dazu, es nicht mehr als kurdischen Dialekt, sondern als eigenständige kurdische Sprache zu klassifizieren.

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Auch wenn es keine Beweise dafür gibt, bin ich überzeugt das die Kurden die Erben der Parther sind. Sie waren ein großes Volk und lebten teilweise auf dem heutigen Gebiet der Kurden, ihre Sprache gehörte ebenfalls dem nordwestiranischen Zweig an und sie sind als Volksgruppe spurlos vollständig verschwunden, wie ausgestorben. Wie kann ein Volk wie das der Parther einfach spurlos verschwinden und wenige Jahrhunderte später im Zuge der arabisch-islamischen Invasion ein anderes wie das der Kurden einfach auftauchen?
Zum nordwestiranischen Sprachzweig zählen zahlreiche Völker bzw. Bevölkerungsgruppen. Daher kann man nicht pauschal sagen, dass die Kurden Nachfahren der Parther sind, nur weil sie ebenfalls zu diesem iranischen Sprachzweig zählen. Die Parther haben wie die Meder und andere iranische Völker irgendwann ihre Identität aufgegeben und sind in anderen Bevölkerungsgruppen aufgegangen. Eine Kontinuität Meder-Parther-Kurden lässt sich kaum belegen.

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Was die Sassaniden angeht, deren Sprache war schlicht eine frühere Version des Persischen. Und wie schon erwähnt wurde, der Begriff Zaza ist eine abwertende Fremdbezeichnung und keine Volksbezecihnung
"Sassaniden" bezeichnet kein Volk. sondern ist abgeleitet von einer persischen Dynastie. "Sasan" war der Name eines legendären Vorfahren des Reichsgründers Ardaschir I. Die Bevölkerung des Sassanidenreichs sprach persisch https://de.wikipedia.org/wiki/Mittelpersische_Sprache
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