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Alt 13.05.2016, 22:42   #16
Kurde
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Beiträge: 105
Kurde ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Die Diskussion hatten wir doch schon einmal, gerne wieder

Zitat:
Dieter Beitrag anzeigen
Allerdings herrscht selbst unter den Zaza keine Einigkeit über ihre Zugehörigkeit zu den Kurden. Die Zaza im Süden sind Sunniten und betrachten sich daher wie die benachbarten Kurden gleicher Religion als Kurden. Die im Norden lebenden Zaza sind Aleviten, betonen daher oft eine ethnische Eigenständigkeit und verbinden sich sogar eher mit Türken als mit Kurden. Und somit gibt es einen Riss innerhalb der Zaza-Bevölkerung.
Mit Aleviten und Sunniten hat das nichts zu tun. Von beiden Seiten gibt es Spinner die sich von Türken und irgendwelchen Sprachwissenschaftlern einen Floh ins Ohr gesetzt haben lassen und ihre Geschichte leugnen. Immerhin, mehr als 90 Prozent fühlen sich immernoch als Kurden und gehören sogar zu den aktivsten Aktivisten der kurdischen Freiheitsbewegung. Seltsamerweise gibt es diese Identitäsleugner auch bei einigen Kurmanci-Kurden.

Zitat:
Was das Zazaki angeht, so neigen einige Sprachwissenschaftler dazu, es nicht mehr als kurdischen Dialekt, sondern als eigenständige kurdische Sprache zu klassifizieren.
Kurdischer Dialekt, kurdische Sprache, eigenständige Sprache. Völlig irrelevant. Die kurdische Identität war nie durch eine Sprache allein definiert. Welche Sprache kurdisch ist, das hängt allein davon ab welche Volksgruppen sich zu den Kurden zählen .

Zitat:
Zum nordwestiranischen Sprachzweig zählen zahlreiche Völker bzw. Bevölkerungsgruppen. Daher kann man nicht pauschal sagen, dass die Kurden Nachfahren der Parther sind, nur weil sie ebenfalls zu diesem iranischen Sprachzweig zählen.
Mit Ausnahme der Kurden gibt es nur noch die Belutschen und eine Hand voll kleiner unerwähnenswerter Volksgruppen, deren Sprachen ebenfalls aus parthischen Dialekten hervorgegangen sein können. Die Belutschen selbst berichten nicht selten von einer Herkunft aus der Region Kurdistans und dem heutigen Armenien, wo einst kurdische Fürstentümer existierten. Zumindest deren Sprache, die am engsten mit dem kurdischen verwandt sein soll, scheint aus der Region zu sein.

Über das Meder Volk wird ja noch gestritten ob sie überhaupt existiert haben. Aber ich finde es einfach unglaubwürdig, wenn behauptet wird, das die Parther vollständig verschwunden sein sollen, mit Sprache, Kultur und Identität. Die Kurden sind nicht rein zufällig wenig später nach ihrem Verschwinden erst erschienen, am selben Ort und einer oder mehreren sehr eng verwandten Sprachen. Mit geschätzten 40 Millionen sind sie auch kein ganz so kleines Völkchen das irgendwann im frühen Mittelalter spurlos vom Himmel gefallen ist..

Zitat:
Eine Kontinuität Meder-Parther-Kurden lässt sich kaum belegen.
Da hast du Recht. Noch nicht. Es fällt mir aber wirklich schwer anderes zu glauben. Die logischen Zusammenhänge lassen doch kaum eine andere Schlussfolgerung zu. Zumindest keine wahrscheinliche

Zitat:
"Sassaniden" bezeichnet kein Volk. sondern ist abgeleitet von einer persischen Dynastie. "Sasan" war der Name eines legendären Vorfahren des Reichsgründers Ardaschir I. Die Bevölkerung des Sassanidenreichs sprach persisch https://de.wikipedia.org/wiki/Mittelpersische_Sprache
Das ist mir bewusst. Sassan ist der Name einer Dynastie und genau wie mit dem Begriff Zaza nicht der Name einer Volksgruppe.

Geändert von Kurde (13.05.2016 um 22:45 Uhr).
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