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Alt 18.05.2016, 17:06   #31
Dieter
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Womöglich weil parthisch mangels Material noch nicht gut genug erforscht werden konnte. Und auch weil kurdische Literatur nur bis in das 16 Jahrhundert verfolgt werden kann.
Sollte Kurdisch ein Fortsetzer des Parthischen sein, hätten das die Linguisten längst festgestellt. Auch von einem parthischen Substrat im Kurdischen ist nicht die Rede.

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Das eine wiederspricht dem anderen aber nicht. Die früh iranisierten Völker können später ziemlich unproblematisch von anderen iranischen Völkern noch einmal assimiliert worden sein und Spuren hinterlassen haben, die die oben genannten Wissenschaftler im kurdischen Sprachkontinuum entdeckt haben wollen.
Nach Aussage der beiden Wissenschaftler wird vermutet, dass die Vorbevölkerung der Kurden zu Beginn des 1. Jahrtausends v. Chr. - also noch vor Medern und Achämeniden - iranisiert wurde. Diese Iranisierungswelle erfolgte durch nordwestiranische Sprachträger. Es ist doch Unfug anzunehmen, viele Jahrhunderte später hätten die Parther die Kurden iranisiert. Dafür gibt es weder linguistische noch quellenkundliche oder archäologische Hinweise.

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Obwohl nordwestiranisch, enthält es viele südwestiranische Elemente.
Alle iranischen Völker haben durch Kontaktzonen Lehnwörter übernommen. Das kann nicht verwundern.
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