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| | #1 |
| Mitglied Registriert seit: 08.2012 Ort: Mainz
Beiträge: 1
![]() | Ich geb mal verkürzt wieder, was mich beschäftigt:
Diesen Weg würde ich gerne weiter verfolgen. Da ich nicht nur historisch, sondern auch wissenschaftlich (Physik) interessiert bin, beschäftigt mich zudem die Frage, ob die Wissenschaft in der damaligen Zeit nicht einen zu harten Schnitt gemacht hat, und das - durchaus positive - geistige Gut (aus dem Mittelalter) aus dem wissenschaftlichen Ansatz herausgenommen hat. So, dabei belasse ich es erst einmal. Freue mich über jegliche Reaktionen. Klaus |
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| | #2 |
| Mitglied Registriert seit: 08.2008
Beiträge: 77
![]() | Also ich will mal eine Antwort versuchen, weil ich das Thema auch interessant finde, auch wenn ich die Parallelen zur heutigen Zeit eher im Kalten Krieg und nicht in so frühen Epochen suchen würde (hoffentlich habe ich Unrecht) Also.... ich rolle das ganze mal von hinten auf: zu 4. ich glaube nicht, dass die materielle Orientierung zu einem Verdrängen der Religion geführt hat. Zum Einen gaukelt einem die Wissenschaft vor, wir könnten den Tod eines Tages besiegen, und darauf hoffen auch Menschen, die sich heutzutage schon künstlich jung halten. Aber diese machen sich dann keine Gedanken um die Religion, das liegt wohl eher an der Überheblichkeit der Menschen und der Lebenseinstellung in unserer Gesellschaft. Außerdem jetten die Menschen von a nach b ohne innezuhalten, und wenn man mal ruhige Sekunden hat plärrt irgendwo Musik oder der Fernseher, so dass das Nachdenken irgendwie verdrängt wird, damit eben auch die Religionen. Auf gut deutsch: wir haben zuviel Ablenkung für unseren Geist! zu 3. sehe ich nicht so, nicht alles was erforscht wird ist auch begreifbar. Gerade nicht in der Physik, sieh dir nurma die Streiterein um Higgs / Gottesteilchen an. Übrigens sagt selbst Lesch, dass nicht alles begreifbar ist. Auch in Zeiten des internet darfst du nicht davon ausgehen, dass jeder alles verstehen kann, so gesehen ist der Ansatz wohl falsch... Den Ansatz der Wissenschaft in der Aufklärung zu suchen ist mir zu begrenzt. Ich denke du musst die Summe der Ereignisse bis heute nehmen, dann hast du die Grundlage der heutigen Wissenschaft. Soll heißen: man kann die Entwicklung der Wissenschaft nicht an einem einzigen Punkt festmachen, denn Entwicklung ist ein Prozess aus Versuch und Irrtum.... 2. und 1. Ich glaube auch hier kannst du wieder nicht pauschalisieren. Richtig ist wohl dass die Aufklärung und Renaissance den Menschen veränderte. Aber du kannst nicht davon ausgehen, dass früher die Religion vorherrschte. Das kommt einem nur so vor, weil die Kirche damals noch mehr Macht hatte als heute. Aber umgekehrt war den Menschen schon das materielle wichtiger, sie suchten eben nur einen Trost um das irdische Leben zu ertragen. Umgekehrt kannst du heute nicht sagen, dass die Religion ins Hintertreffen gerät. Das ist eine individuelle Sache, außerdem von Ort zu Ort verschieden (es gibt durchaus noch Länder in denen die Religion das tägliche Leben bestimmt). Abgesehen davon haben gewisse Glaubensgemeinschaften Hochkonjunktur, ich denke es verschiebt sich nur alles weg vom Konventionellen Glauben. Warum sind Meditationstechniken und Ähnliches auf dem Vormarsch? Der Mensch sucht durchaus die Verbindung mit Gott, nur auf anderem Wege. Außerdem ist das eine so persönliche Sache, dass kaum darüber geredet wird, ganz zu schweigen davon, wenn man Mitglied einer ungewöhnlichen Glaubensgemeinschaft ist. Ich bekomme zur Zeit ständig Werbung von diversen Glaubensvereinigungen, das könnte natürlich auch am Kalenderjahr 2012 und dem Hype um den Mayakalender liegen. |
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| | #3 |
| Premiummitglied | Ein Teil dieser Überlegungen wird im Rahmen der postmodernen Ansätze in den unterschiedlichen Fachdisziplinen diskutiert. Postmoderne ? Wikipedia Zwei m.E. wichtige und interessante Vertreter sind Gehlen und Anders. Arnold Gehlen ? Wikipedia Günther Anders ? Wikipedia Sein wohl wichtigstes zu dem Thema ist die "Antiquiertheit....". Die Antiquiertheit des Menschen 1: Über die Seele im Zeitalter der zweiten ... - Günther Anders - Google Books
__________________ "Nicht lachen, nicht trauern, nicht verachten, sondern verstehen." Spinoza |
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| | #4 | |
| Mitglied Registriert seit: 07.2006 Ort: Neuerdings in der wiedervereinigten Hauptstadt
Beiträge: 1.108
![]() ![]() | Ich würde sagen, daß die Frage für einen so großen Jahrhundertebogen zu allgemein formuliert ist. Betrachtet man alleine die Philosophiegeschichte, so läßt sich die Frage jedenfalls selbst relativieren. Auch läßt sie sich, wie du selbst auch feststellst, nicht wirklich ohne soziale Veränderungen klären. Was den Materie-Geist Dualismus alleine betrifft, ließe sich vielleicht ein Schwanken zwischen den Polen feststellen, aber auch die Definitionen über einen so langen Zeitraum veränderten sich. Zitat:
Ich würde gerne auf so allerleit noch eingehen, habe dafür aber z. Zt. leider keine Zeit, werde die Diskussion aber weiter verfolgen.
__________________ Warum auch sollte der Zwang einer logischen Entwicklung größer sein als die sanfte Gewalt der Sympathie? (Paul Feyerabend) | |
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| Stichworte |
| geist, materie, neuzeit, physik, wissenschaft |
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