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Alt 20.05.2010, 20:24   #1
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Fineglin ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Tagesablauf/Rolle 14/15 Jahre altes Mädchen

Hallo,

werde am 25.5 die Verteidigung (im Grunde genommen ein längerer Vortrag mit Thesen aufstellen und beweisen/widerlegen) meiner Facharbeit (10. Klasse) über die Schlacht von Dresden im Jahre 1813 halten. Publikum ist eine 8. Klasse (14/15) die die napoleonische Zeit letztes Jahr in den Grundzügen schon mal kennengelernt hat.
Als Einstieg wollte ich nochmal kurz in Zeit "zurückführen" und einige Dinge (z.B. Lebenserwartung, Familienleben, Bildung, also Dinge die doch heute ziemlich anders sind) vergleichen um hoffentlich Interesse zu wecken.

Wenn ich mich richtig erinnere war es im einfachen Volk als 14 jähriger Junge durchaus normal auf dem Feld/in der Fabrik mitzuarbeiten, doch wie sah es damals bei den Mädchen in diesem Alter aus? Habe gefunden, dass verheiratet sein nicht selten war, doch haben sie auch auf dem Feld mit geholfen oder sich vielleicht um die jüngeren Geschwister gekümmert? War es vielleicht auch normal schon eigene Kinder zu haben?


Vielen Dank für eure Antworten im Voraus
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Alt 20.05.2010, 20:34   #2
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Zitat:
Fineglin Beitrag anzeigen
,,,, doch haben sie auch auf dem Feld mit geholfen oder sich vielleicht um die jüngeren Geschwister gekümmert?
,,,
Beides, und in Stall und Scheune. Außerdem; kochen, spinnen, stricken, nähen, weben,,,

Geändert von Liborius (20.05.2010 um 20:37 Uhr).
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Alt 20.05.2010, 20:47   #3
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Etwas extrem, aber auch wieder nicht allzu ungewöhnlich
Schwabenkinder ? Wikipedia
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Alt 22.05.2010, 15:35   #4
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Fineglin ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Vielen Dank, ist zu dem Alter der Mütter bei der Geburt auch etwas bekannt oder war das damals nicht viel anders als heute?
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Alt 22.05.2010, 15:51   #5
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In den letzten Jahren ist das Alter, in dem Frauen ihr erstes Kind gebären, erheblich angestiegen. Wie das Durschnittsalter vor 200 Jahren war, weiß ich nicht auswendig. Aber es dürfte um die 20 Jahre gelegen haben. Wenn du eine Zahl von vor 100 Jahren findest, kannst du davon ausgehen, dass sie auch auf die 100 Jahre davor übertragbar ist. Vielleicht findest du in dem Statistikwust etwas
Statistisches Bundesamt Deutschland - Bevölkerung

Da gibt es zumindest etwas zum Heiratsalter. Zwar gab es auch früher eine erhebliche Zahl an nichtehelichen Geburten. Aber die weitaus meisten gab es doch erst nach der Heirat.
http://de.wikipedia.org/wiki/Heiratsalter

Geändert von Liborius (22.05.2010 um 15:57 Uhr).
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Alt 23.05.2010, 12:18   #6
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El Quijote ist ein wunderbarer AnblickEl Quijote ist ein wunderbarer AnblickEl Quijote ist ein wunderbarer AnblickEl Quijote ist ein wunderbarer AnblickEl Quijote ist ein wunderbarer AnblickEl Quijote ist ein wunderbarer AnblickEl Quijote ist ein wunderbarer AnblickEl Quijote ist ein wunderbarer Anblick
Ich finde es gut, dass du versuchen willst, deinen Vortrag für deine Zuhörer interessant zu gestalten, indem du versuchst Parallelen zwischen deinen 14 - 15jährigen Zuhörern und ihren Altersgenossen vor 200 Jahren zu ziehen. Die geplante Umsetzung halte ich jedoch für nicht sehr gelungen. Sie sollte mehr auf dein Thema bezogen sein. Wenn du also etwas zu Soldaten in diesem Alter in Erfahrung bringen könntest, so es sie denn gab.

Joseph Bara und andere Kindersoldaten in der französischen Revolutionsarmee
__________________
Chi vuku zik Ah xel roxa ru camay zak yuhuh.

Und darum Kinder eins bedenket: Wer Trollen respondieret Zeit verschenket!
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Alt 23.05.2010, 16:49   #7
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Melchior ist jedem bekanntMelchior ist jedem bekanntMelchior ist jedem bekanntMelchior ist jedem bekanntMelchior ist jedem bekanntMelchior ist jedem bekannt
@fineglin

Die links die ich Dir nachfolgend gebe, sind keine wissenschaftliche und nur tw. zitierfähige links, aber zur Illustration geeignet:

Haupttext

Kinderarbeit im 19. Jahrhundert

Volksschule ? Wikipedia (zitierfähig)

Virtuelle Übungen - Wandel der Kindheit (zitierfähig)


M.
__________________
Hic Rhodus, hic salta!

Geändert von Melchior (23.05.2010 um 16:52 Uhr).
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Alt 17.04.2011, 10:26   #8
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Beiträge: 2
Connemara ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Hallo,
ich fange gerade an, mich in die verschiedenen Themen einzulesen.
Durch meine Ahnenforschung weiß ich, dass Männer und Frauen Anfang des 19. Jahrhunderts meist mit Ende Zwanzig bis Mitte Dreißig geheiratet haben und vorher sehr oft als Knechte/Tagelöhner und Dienstmägde gearbeitet haben.

Das ist vielleicht für Fineglin ein bißchen spät, aber für andere noch interessant.

LG,
Connemara
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Alt 19.04.2011, 08:37   #9
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Mitgliederbild von Cécile
 
Registriert seit: 12.2006
Beiträge: 239
Cécile ist ein sehr geschätzer MenschCécile ist ein sehr geschätzer Mensch
Das war auch schon im 18.Jh. nichts ungewöhnliches!
Wenn man in Diensten war musste man sich ja die Mitgift selbst ersparen.
Viele Mägde heirateten verwittwete Handwerker und stiegen somit gesellschaftlich auf. Es gibt aber auch genügend Beispiele von Frauen die ihr Leben lang Magd blieben und im Alter auf die Mildtätigkeit ihrer Herrschaft angewiesen waren.

Ich habe aus Schwäbisch Hall ein extremes Beispiel: eine Tochter aus einer Bürgerfamilie arbeitete als Haushälterin eines Ratsherren und hat erst mit 41 Jahren geheiratet (da hatte sie wohl viel Geld angespart) einen zwanzig Jahre jüngeren Mann. Sie hat auch tatsächlich noch einen Sohn geboren (er starb allerdings schon im Kleinkindalter) und wurde noch fröhliche 78 Jahre alt.
__________________
Wir leben in einem Jahrhundert, wo man Dinge sagt und schreibt, die sich unsere Vorfahren kaum zu denken getraut hätten. (Joseph Richter 1785)
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