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Alt 05.10.2016, 19:18   #1
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Frage Württemberg bei Waterloo 1815

Hallo an alle hier

War Württemberg auf Seiten der Alliierten in der Schlacht dabei?

Bei einer History-Sendung wurde von Archäologen bei Waterloo ein Knopf eines Württemberger Schützen gefunden, der scheinbar auf Seiten der Alliierten gegen Napoleon kämpfte.
Bisher dachte ich, dass das Königreich Württemberg im Rheinbund an der Seite Napoleons stand und nach Napoleons Niederlage keinerlei Soldaten mehr stellte.
Wer kann mir dazu Auskunft geben? Ich danke im voraus.

Peter
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Alt 05.10.2016, 19:29   #2
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Zitat:
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War Württemberg auf Seiten der Alliierten in der Schlacht dabei?
Hallo Peroklos,

Württemberg war nach Leipzig 1813 auf die Seite der Alliierten gewechselt, der Rheinbund løste sich auf.
Bei Napoleons Rückkehr von Elba stellten wohl alle Teilnehmer des Wiener Kongresses Soldaten gegen Napoleon ab, sicher auch Württemberg.
Allerdings nahmen sie nicht bei Waterloo teil, sondern waren irgendwo im Elsass zu finden. Da gab es m.E. nach einige Scharmützel.

Gruss, muheijo
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Alt 05.10.2016, 19:35   #3
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Peroklos ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Dankeschön.....

...für diese prompte Erklärung.
Selbiges hätte ich vermutet bis auf den Hinweis des gefundenen
Uniformknopfes auf dem Schlachtfeld bei Waterloo. Das hat mich ins
grübeln gebracht. Könnten Freiwillige 1815 an der Schlacht beteiligt
gewesen sein?

LG
Peter
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Alt 05.10.2016, 20:35   #4
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Zitat:
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... bis auf den Hinweis des gefundenen
Uniformknopfes auf dem Schlachtfeld bei Waterloo. Das hat mich ins
grübeln gebracht. Könnten Freiwillige 1815 an der Schlacht beteiligt
gewesen sein?
Denkbar (aber unwahrscheinlich) ist vieles, aber genauso denkbar ist, dass jemand den Württembergischen Knopf an seine eigene Uniform genäht hat. Oder der Knopf war vielleicht doch kein Württembergischer? Eine Verwechslung, oder Unkenntnis. Wie ist's denn im Film erklært worden?
Jemand, der das Fachwissen hat, um württembergische Knøpfe auf dem Schlachtfeld von Waterloo erkennen zu kønnen, muss eigentlich auch eine Erklærung dazu haben.

Gruss, muheijo
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Alt 06.10.2016, 10:00   #5
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Peroklos ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Der besagte Knopf würde in der Nähe vom Schauplatz La haye sainte
gefunden, auch eine französische Kugel. Nun wurde in der Sendung
gemutmaßt, dass dieser Württemberger ebenda sein Leben verloren
hatte. Weiters wurde nicht darauf eingegangen. Ich weiß nun nicht,
ob in der britischen Königlich Deutschen Legion auch diese Soldaten
mitgekämpft haben. Schon interessant, wie manche Kleinigkeiten aus
der Geschichte noch heute Fragen aufwerfen, nicht? Danke jedenfalls
für die Antwort.

LG
Pero

Geändert von Peroklos (06.10.2016 um 10:04 Uhr).
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Alt 06.10.2016, 10:21   #6
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Bei der KGL wohl eher nicht, das waren Hannoveraner und Braunschweiger die schon länger in britischen Diensten standen. Während des Krieges hatte man auch zahlreiche Kriegsgefangene in den Reihen aufgenommen. Zeitweilig stammten zwar ein fünftel der Truppen der KGL aus ehemaligen Deserteuren oder Kriegsgefangenen aber das waren m.W. überwiegend Norddeutsche und Dänen. Und die liess man garantiert nicht in feindlichen Uniformen herumlaufen.

In Spanien haben sich zudem KGL und Würtenberger in französischen Diensten ganz schön heftig in die Wolle bekommen. Ich weiss nicht ob sie Süddeutsche danach so einfach aufgenommen hätten.

Bei den Truppen deutscher Staaten die zwischen 1812 und 1815 aufgestellt wurden gab es dagegen schon einige Soldaten die vorher in den nun aufgelösten Armeen der Rheinbundstaaten gedient hatten.

Fragt sich auch ob eventuell noch Würtenberger bei den Franzosen verblieben sind, oder ob nicht die Lösung eine ganz andere ist und jemand schlicht die Knöpfe der Würtenbergischen Armee "aufgetragen" hat. Wurden die eventuell in Frankreich hergestellt?

Fragt sich auch ob eventuell noch Würtenberger bei den Franzosen verblieben sind, oder ob nicht die Lösung eine ganz andere ist und jemand schlicht die Knöpfe der Würtenbergischen Armee "aufgetragen" hat. Wurden die eventuell in Frankreich hergestellt?
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Geändert von Bdaian (06.10.2016 um 10:30 Uhr).
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Alt 06.10.2016, 10:58   #7
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Ich habe gerade etwas gefunden das zumindest teilweise meiner eigenen Ausführung widerspricht:

" Es ist hier zu erwähnen, dass die Lücken, welche in die Reihen der Legions-Bataillone namentlich durch die Kämpfe auf der Halbinsel entstanden waren, seit einigen Monaten durch Werbung ergänzt wurden, die man auf den Schiffen anstellte, auf welchen Kriegsgefangene aus den deutschen Contingenten zur französischen Armee sich befanden, es waren vorzüglich Rheinländer und Westphalen, auch Hessen."

Heinrich Dehnel, Rückblicke auf meine Militair-Laufbahn 1805-1849, Hannover 1859

Die haben also auch ganz gezielt ihre ehemaligen Gegner geworben.
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Alt 06.10.2016, 12:10   #8
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Zitat:
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Der besagte Knopf würde in der Nähe vom Schauplatz La haye sainte
gefunden, ...
Und es war nicht zufällig der Knopf eines Reenactment-Teilnehmers?
Nee, ich muss da passen. "Eigentlich" dürfte es den Knopf da nicht geben,
wenn er denn wirklich zweifelsfrei ein württembergischer ist.

Kann aber auch sein, dass ein Preusse*, ein Franzose, ein KGLer, wer auch immer, z.B. den Mantel eines Württembergers hatte...

Was wir wohl ausschliessen kønnen, ist, dass es Soldaten in kompletter württembergischer Uniform bei Waterloo gab.

Ohne Abbildungen kommen wir aber da nicht weiter. Hætte man das, kønnte man auch im Forum von napoleon-online.de gezielt nachfragen, dort sitzen die richtigen Uniform-Experten. Ohne Abbildungen bleibt aber alles Spekulation.

Gruss, muheijo

* in der Nähe von La Haye Sainte eher unwahrscheinlich
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Alt 06.10.2016, 12:21   #9
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Hat der Rhein und gar Knöpfe an Frankreich abgeben müssen?
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Alt 06.10.2016, 19:09   #10
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Hm, wenn ich diesen Faden so mit einigen Fäden aus der Römerzeit vergleiche, hätten wir hiermit den eklatanten Beweis, dass das, was die Historikerweltverschwörung als den Schauplatz der Schlacht von Waterloo ausgibt, in Wirklichkeit der Schauplatz des Übergangs des Dritten Armeekorps über die Beresina ist und die Schlacht von Waterloo damit ganz wo anders (irgendwo bei Niedrigwasser?) stattgefunden hat.
*Duck und Wech*

Ernsthaft: Die einzelnen Kontingente aller bei Waterloo beteiligter Armeen dürften doch ziemlich hastig ausgehoben worden sein und man dürfte für die Ausrüstung genommen haben, was gerade zur Hand war - insbesondere irgendwelche privaten oder öffentlichen Beuteknöpfe, -mäntel, -nähzeuge, -württemberger.
Ein Knopf macht noch keine Schlacht auf der Achalm... . Wenn in dreihundert Jahren jemand in meiner Studentenbude meinen VfB-Kochtopf findet, hat er doch auch nicht nachgewiesen, dass hier der VfB anlässlich seines Auswärtssieges beim HSV in der Saison 2017/18 genächtigt hat.
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The past is a foreign country: they do things differently there. (L. P. Hartley)
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