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| | #1 |
| Mitglied Registriert seit: 03.2008 Ort: Wien/ Österreich
Beiträge: 71
![]() | Durchschnittliche Kolonie Guten Morgen! Da ich ein Referat über den Imperialismus in Afrika schreiben muss, will ich ein Beispiel einbinden, damit es nicht so trocken bleibt. Im Buch erwähnen sie Deutsch Südwest und den Kamerun. Das größte Problem am kolonialen Namibia und Kamerun ist, dass meine Mitschüler das Exempel schon kennen (Lehrstoff vor 3 Jahren). Jetzt suche ich nach einer anderen durchschnittlichen Kolonie. Südafrika kann man ja nicht durchschnittlich nennen, v.a. aufgrund der heutigen Lage. Belgisch Kongo will meine Lehrerin nicht, da es die einzige große Kolonie von Belgien war. Welche Kolonie fällt euch dazu ein? lg Maurius P.S.: Was bedeutet bei mir durchschnittlich: Halbwegs einfaches Eindringen der Kolonialmächte Nicht zu viele Aufstände "Normale" Ausbeutung Keine überdurchschnittliche Stellung im Mutterland (z.B.: Südafrika)
__________________ Nec scire fas est omnia- Horaz Es ist unmöglich, alles zu wissen. |
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| | #2 |
| Mitglied Registriert seit: 09.2009
Beiträge: 2.196
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | @Maurius Ich würde Deutsch-Ostafrika und die britische Kolonie Kenia nehmen. Die sind nach Deiner Definition ziemlich "durchschnittlich", waren keine Siedlerkolonien aber auch nicht vollkommen bedeutungslos (Vergl.: Vertrag zwischen Deutschland und England über die Kolonien und Helgoland ? Wikipedia ) o.t. Außerdem könntest Du Dein Referat mit einem Filmausschnitt aus "Jenseits von Afrika" auflockern. Nur so als Anregung. M.
__________________ Hic Rhodus, hic salta! |
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| | #3 |
| Mitglied Registriert seit: 07.2008
Beiträge: 4.582
![]() ![]() ![]() ![]() | Kenia halte ich für weniger geeignet, da es auch eine Menge europäischer Siedler (ca. 20.000) anzog, auch wenn es keinen Dominion-Status erhielt, außerdem kamen viele Inder ins Land. Außerdem gab es dort den Mau-Mau-Aufstand und eine relativ aktive Unabhängigkeitsbewegung. Weiters kamen die Europäer in Kenia mit dem Klima (wegen des verbreiteten Hochlandes) recht gut zurecht, was in den wenigsten anderen Kolonien der Fall war. Eine "durchschnittliche" Kolonie gab es nicht - schon deshalb nicht, weil sich die Kolonien der verschiedenen Kolonialmächte voneinander strukturell und organisatorisch deutlich unterschieden. Die Briten z. B. gewährten Kolonien mit vielen weißen Siedlern schnell eine teilweise Selbstverwaltung (mit gewählten Räten, in denen freilich fast nur Weiße saßen), in anderen Kolonien versuchten sie, sich bei der Verwaltung auf die einheimischen Eliten zu stützen (z. B. die Sultanate im Norden Nigerias). Die Franzosen hingegen verwalteten ihre Kolonien viel direkter und zentralistischer. Ebenso wie die Portugiesen betrachteten sie ihre Kolonien als Fortsetzung des Mutterlandes - freilich ohne den Einheimischen gleiche Rechte zu gewähren wie den weißen Staatsangehörigen. |
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| | #4 |
| Mitglied Registriert seit: 01.2009
Beiträge: 977
![]() | Es gab auch Kolonien wo Einheimische weitgehend selbstständig warn siehe Ruanda wo die alte Elite der Tutsis gefördert wurde. Die Europäer haben auch die Rassenkomponente in die Beziehungen zwischen Hutu und Tutsi gebracht. Dieser Konflikt hat in ganz Zentralafrika einige Millionen Menschenleben gefordert. |
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| | #5 |
| Mitglied Registriert seit: 07.2008
Beiträge: 4.582
![]() ![]() ![]() ![]() | Faktisch haben die deutschen und belgischen Kolonialherren nichts geändert, die Unterdrückung der Hutu durch die Tutsi bestand schon in vorkolonialer Zeit. Z. B. verboten die Tutsi den Hutu die Haltung von Großrindern, und sie stellten natürlich die Aristokratie und den König. Eine rassische Komponente brachten die Kolonialherren ins Spiel, indem sie die Tutsi zu den Hamiten rechneten, die sie als den Negroiden überlegen betrachteten. Aber auf die faktisch bestehende Unterdrückung der Hutu hatte das wohl nur insofern Auswirkungen, als sie von den Kolonialherren zementiert wurde. |
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| | #6 | |
| Mitglied Registriert seit: 01.2009
Beiträge: 977
![]() | Zitat:
Obwohl es die Tutsi und Hutu einteilung schon früher gab. | |
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| | #7 |
| Mitglied Registriert seit: 03.2008 Ort: Wien/ Österreich
Beiträge: 71
![]() | Danke vielmals für eure Antworten. @ Melchior. Habe mich schlussendlich für Deutsch-Ostrafrika entschieden. Den Film werde ich leider nicht verwenden können, da mir nicht so viel Zeit zur Verfügung steht. ![]() @Ravenik Ich weiß, dass man fast nie in der Geschichte von etwas durchschnittlichem sprechen kann, gleicht aber das Schema, mit welchem man z.B. DOA erobert hat, circa dem, mit welchem man auch andere Kolonien eingenommen hat, verglichen mit v.a. Südafrika. Trotzdem danke für den Hinweis, nur habe ich etwas gebraucht, was jeder leicht versteht und nicht zu umfassen bzw. einmalig ist. Btw: Tutsi und Hutu, Grundstein fürs blutige Ruanda... ![]()
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| | #8 |
| Mitglied Registriert seit: 01.2009
Beiträge: 977
![]() | Nicht nur Ruanda Maurius auch Demokratische Republik Kongo, Uganda und Burundi. |
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| | #9 |
| Mitglied Registriert seit: 07.2008
Beiträge: 4.582
![]() ![]() ![]() ![]() | Wieso Uganda? Mir fällt dazu nur ein, dass es als Rückzugsgebiet für die Tutsi-Armee "Ruandische Patriotische Front" diente. Aber so wirklich selbst betroffen war es nicht. Oder übersehe ich etwas? |
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