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Alt 07.06.2016, 08:49   #1161
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Besten Dank.

Und es schließt sich die nächste Studie zur Frage der Nachkommen von HSS/HSN an:

Harris/Nielson: The genetic cost of Neanderthal introgression
The Genetic Cost of Neanderthal Introgression | Genetics
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Alt 25.06.2016, 21:10   #1162
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Peppermint Pig befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Neandertaler: Vulkanausbruch als Todesstoß? - Eruption der Phlegräischen Felder vor 40.000 Jahren löste einen vulkanischen Winter aus - scinexx | Neandertaler: Vulkanausbruch als Todesstoß?: Eruption der Phlegräischen Felder vor 40.000 Jahren löste einen vulkanischen Winter aus


Tiefgreifender Bevölkerungswandel am Ende der letzten Eiszeit - https://www.mpg.de/9920206/bevoelker...europa-eiszeit
Vorstoß in ein menschenleeres Europa - Mit Wollnashorn und Mammut starb hier zu Lande vielleicht auch der Mensch aus - Paläogenetik: Vorstoß in ein menschenleeres Europa - Spektrum der Wissenschaft

Geändert von Peppermint Pig (25.06.2016 um 21:14 Uhr).
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Alt 06.07.2016, 19:33   #1163
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Da das Stichwort Kannibalismus hier gefallen ist, eine weitere Studie:

http://www.nature.com/articles/srep29005.pdf

Rogier et. al., Neandertal cannibalism and Neandertal bones used as tools in Northern Europe
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Alt 22.07.2016, 10:51   #1164
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Und eine neue Studie der Uni Köln (vom 21.7.) zur Populationsentwicklung und dem Niedergang in Norddeutschland:

Richter, J. (2016). Leave at the height of the party: A critical review of the Middle Paleolithic in Western Central Europe from its beginnings to its rapid decline
Neanderthals in Germany ? first population peak, then sudden extinction[news]=4191&tx_news_pi1[controller]=News&tx_news_pi1[action]=detail&cHash=d870fd16be0102250919f9f3ead8bb2d

Dort ist der link zum Aufsatz angegeben. Derzeit online abrufbar.

Aus den Schlussfolgerungen, dort Punkt 6.:

"The German Neanderthals must have disappeared around 43 (cal.) ka B.P. just shortly after having reached the absolute maximum of their demographic evolution around 50,000 years ago"

Die maximale Population wird damit um 50.000 BP angesetzt, ihr Verschwinden 7000 Jahre später, somit für prehistorische Massstäbe "relativ" kurz nach dem peak.

Interessant ist auch das Überblicks-Kartenmaterial im Aufsatz.
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Alt 21.09.2016, 16:49   #1165
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Zitat:
Themistokles Beitrag anzeigen
Eine Einhändigkeit findet sich bei vielen Säugetieren, weil es in bestimmten Situationen wertvolle Zeit spart, wenn man sich nicht erst für eine Hand entscheiden muss.
Ob dabei Rechts- oder Linkshänder statistisch überwiegen ist hier imho eher unwichtig.
Interessant ist dabei, dass das 90:10 Verhältnis von Rechtshändern zu Linkshändern offenbar ähnlich schon bei Neanderthalern bestand. Siehe aktuell:

Vergisson 4: a left-handed Neandertal - Condemi - 2016 - American Journal of Physical Anthropology - Wiley Online Library

Oder zuvor zB
Ancient Humans Were Mostly Right-Handed, Too
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Alt 11.11.2016, 07:23   #1166
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Zum Absinken des genetischen Neandertaler-Erbes:

"Hybridization between humans and Neanderthals has resulted in a low level of Neanderthal ancestry scattered across the genomes of many modern-day humans.

After hybridization, on average, selection appears to have removed Neanderthal alleles from the human popu- lation. Quantifying the strength and causes of this selection against Neanderthal ancestry is key to understanding our relationship to Neanderthals and, more broadly, how populations remain distinct after secondary contact.

Here, we develop a novel method for estimating the genome-wide average strength of selection and the density of selected sites using estimates of Neanderthal allele frequency along the genomes of modern-day humans. We confirm that East Asians had somewhat higher initial levels of Neanderthal ancestry than Europeans even after accounting for selection.

We find that the bulk of purifying selection against Neanderthal ancestry is best understood as acting on many weakly deleterious alleles. We propose that the majority of these alleles were effectively neutral—and segregating at high frequency—in Neanderthals, but became selected against after entering human populations of much larger effective size. While individually of small effect, these alleles potentially imposed a heavy genetic load on the early-generation human–Neander- thal hybrids. This work suggests that differences in effective population size may play a far more important role in shaping levels of introgression than previously thought."

PLOS Genetics: The Strength of Selection against Neanderthal Introgression
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In der Theorie sind Theorie und Praxis das Gleiche. In der Praxis sind sie es nicht (Yogi Berra). Der Unterschied ist Unsicherheit (Stephen Ross).
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Alt 11.11.2016, 18:44   #1167
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Nach der Erklärung der Reduktion des ursprünglich wohl höheren Neandertaler-Anteiles nun HSN als Vorposten und sozusagen Wegbereiter der HSS-Expansion durch Geneinträge:

Gittelman et. al.: Archaic Hominin Admixture Facilitated Adaptation to Out-of-Africa Environments
http://www.cell.com/current-biology/...822(16)31267-2

Abstrakt:

"As modern humans dispersed from Africa throughout the world, they encountered and interbred with archaic hominins, including Neanderthals and Denisovans. Although genome-scale maps of introgressed sequences have been constructed, considerable gaps in knowledge remain about the functional, phenotypic, and evolutionary significance of archaic hominin DNA that persists in present-day individuals. Here, we describe a comprehensive set of analyses that identified 126 high-frequency archaic haplotypes as putative targets of adaptive introgression in geographically diverse populations. These loci are enriched for immune-related genes (such as OAS1/2/3, TLR1/6/10, and TNFAIP3) and also encompass genes (including OCA2 and BNC2) that influence skin pigmentation phenotypes. Furthermore, we leveraged existing and novel large-scale gene expression datasets to show many positively selected archaic haplotypes act as expression quantitative trait loci (eQTLs), suggesting that modulation of transcript abundance was a common mechanism facilitating adaptive introgression. Our results demonstrate that hybridization between modern and archaic hominins provided an important reservoir of advantageous alleles that enabled adaptation to out-of-Africa environments."
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Alt 28.11.2016, 16:34   #1168
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Und zu den Anpassungsstrategien eine Meldung der Senckenberg-Gesellschaft / Uni Tübingen über Forschungsergebnisse:


NEANDERTALER: MODERNER ALS GEDACHT

SENCKENBERG world of biodiversity | Senckenberg Gesellschaft.. | Kommunikation | Presse
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Alt 08.12.2016, 07:30   #1169
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Zitat:
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Besten Dank für den link.

Ich habe den Hinweis in der Überblicksdarstellung von Smith/Ahern so verstanden, dass hier gewissermaßen zwei (getrennte) Hypothesen kombiniert werden. Die älteren statistischen Überlegungen von Green/Pääbo und die Fortsetzung von Cochran 2009 werden herangezogen, um die Spannbreite von 1 bis 4 % rückzurechnen.

Die damalige Überlegung bzw. statistische Berechnung (bis 25% ursprünglicher "Beitrag" ergibt heute bis 5% Übereinstimmung) wird also nachträglich benutzt, um das nun konkretisierte Intervall zu erläutern.
Wie komplex die statistischen Berechnungen sind, welche Bedeutung "eingespielte" bottle-necks und generell Annahmen zur Veränderung von Populationen in den Simulationen spielen, welche Bereiche des Genoms (statistisch) und in welchen "Funktionen" betroffen sein könnten, lässt der neuste Aufsatz erahnen:

Signatures of archaic adaptive introgression in present-day human populations
Racimo/Marnetto/Huerta-Sanchez:
Signatures of archaic adaptive introgression in present-day human populations
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Stichworte
epidemien, höhlen

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