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Alt 15.07.2014, 18:38   #21
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Neues zur Clovis-Kultur:
scinexx | Älteste Relikte von Clovis-Menschen entdeckt: Fund in Mexiko enthüllt Neues über den Ursprung der rätselhaften Eiszeit-Kultur - Clovis-Kultur, Eiszeit, Jäger - Clovis-Kultur, Eiszeit, Jäger, Sammler, Mammut, Mastodon, Gomphoteren, Werkzeug,

"Älteste Relikte von Clovis-Menschen entdeckt
Fund in Mexiko enthüllt Neues über den Ursprung der rätselhaften Eiszeit-Kultur

Woher stammte die Clovis-Kultur? In Mexiko haben Archäologen einige der ältesten Werkzeuge dieser eiszeitlichen Kultur entdeckt. Gleichzeitig ist dies das erste Mal, dass Relikte dieser Kultur so weit südlich gefunden wurden. Sie zeigen zudem: Zur Jagdbeute der Steinzeitmenschen gehörte neben Mastodon und Mammut noch ein weiteres Urzeit-Rüsseltier, wie die Forscher im Fachmagazin "Proceedings oft the National Academy of Sciences" berichten."

http://www.wissenschaft.de/home/-/jo...elefantenjagd/
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Alt 04.07.2015, 13:43   #22
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Ein weiterer Fund zur frühen Besiedlung:


Archaeologists Find 16,000-Year-Old Stone Flake Tool in Oregon | Archaeology | Sci-News.com

"A group of archaeologists from the University of Oregon and the Bureau of Land Management has found an at least 15,800-year-old orange agate tool at a rockshelter site near Riley, Oregon – a tool that points to one of the earliest human occupations in the western United States."
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Alt 14.05.2016, 09:00   #23
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Nun eine Vordatierung der Pre-Clovis-Kultur in Florida um 1500 Jahre nach Fund von Steinwerkzeugen:

"The discovery of stone tools alongside mastodon bones in a Florida river shows that humans settled the southeastern United States as much as 1,500 years earlier than scientists previously believed, according to a new research. This site on the Aucilla River -- about 45 minutes from Tallahassee -- is now the oldest known site of human life in the southeastern United States. It dates back 14,550 years."

Halligan et. al.: Pre-Clovis occupation 14,550 years ago at the Page-Ladson site, Florida, and the peopling of the Americas
Pre-Clovis occupation 14,550 years ago at the Page-Ladson site, Florida, and the peopling of the Americas | Science Advances
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Alt 15.05.2016, 17:16   #24
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Die Datierung war zunächst, wie so oft bei Radiocarbon, nicht unumstritten, siehe:

Ancient stone tools are ?best? evidence yet for early peopling of the Americas | Science | AAAS

The site, called Page-Ladson, was once an ambiguous case itself. In the 1990s, excavations there turned up a handful of stone tools and some mastodon bones that appeared to have been butchered. Radiocarbon-dating suggested the tools and bones were 14,400 years old, but the results weren’t conclusive, and many archaeologists remained unconvinced.

Zur Vorgeschichte auch hier:

https://en.wikipedia.org/wiki/Page-L...rehistory_site

Excavation of the Page-Ladson site spanned the period from 1983 until 1997. As the project progressed, the team developed new methods of recording the stratigraphic placement of all material in an underwater environment.[9][10] This excavation yielded 8 lithic artifacts associated with mastodon butchering.[2] This excavation dated the artifacts to around 14,400 BP.[2] However, this pre-Clovis dating was questioned, so researchers later returned to perform another excavation and dating of the site.[2]

In 2012, archaeological excavation at Page-Ladson resumed with the intention of validating the dating of human artifacts obtained in the earlier work, and of finding the oldest dates for human remains and artifacts at the site. The excavations continued until 2014.[2] This excavation yielded 6 lithic artifacts (bifaces and flakes) made from local coastal plain chert from layers dating before Clovis.[2] This excavation dated the site to around 14,200 to 14,550 BP, reaffirming the earlier dating from the previous excavation.[2] The 2012-2014 excavation was funded by the Center for the Study of First Americans, and carried out by archaeologists from Texas A&M University and Indiana University of Pennsylvania and local volunteers.
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Alt 16.05.2016, 08:45   #25
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Der Streit an sich (um die Clovis-first/pre-clovis-Hypothesen) ist nichts Neues.

Interessant ist an dem Wikipedia-Artikel nur, dass er so rasant auf die wenige Tage alte Fachpublikation "reagiert" (dort die zitierte FN 2).

Hier ein instruktiver Abriss des Streits:
http://lib.dr.iastate.edu/cgi/viewco...2pre-clovis%22
Neff: An assessment of the Chesrow complex (older than Clovis?) in southeast Wisconsin

Neben älteren Fehlern oder Ungenauigkeiten bei den c14-Datierungen ging es vor allem um die korrekten archäologischen Bestimmungen der Funde in pre-Clovis-Layer, bei denen früher eben Fehler oder falsche Ausgrabungen behauptet wurden.
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Alt 13.01.2017, 10:04   #26
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Ein neuer Aufsatz, der den derzeitigen Erkenntnisstand zur Besiedlungsgeschichte zusammenfasst:
The first Americans: How and when were the Americas populated? | EARTH Magazine
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In der Theorie sind Theorie und Praxis das Gleiche. In der Praxis sind sie es nicht (Yogi Berra). Der Unterschied ist Unsicherheit (Stephen Ross).
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Alt 17.01.2017, 08:53   #27
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... und schon wieder überholt sein könnte.

Seit einigen Tagen gibt es Aufregung über einen neuen Artikel in der PLOS One, der sich mit Funden in den Bluefish Caves, Kanada, beschäftigt, und die Datierung der ersten Einwanderungen 10.000 Jahre vor Beringia verlegen möchte:

Earliest Human Presence in North America Dated to the Last Glacial Maximum: New Radiocarbon Dates from Bluefish Caves, Canada

http://journals.plos.org/plosone/art...type=printable

Dazu die Presse, zB
Humans arrived in North America 10,000 years earlier | Daily Mail Online
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Alt 30.03.2017, 19:34   #28
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Hier nun eine Spezies, die nicht im Verdacht steht, Kanus benutzt zu haben:

Froese et. al., Fossil and genomic evidence constrains the timing of bison arrival in North America, PNAS März 2017, 113/13
Fossil and genomic evidence constrains the timing of bison arrival in North America

Mindestens bei den zwei "Wellen" kann man eine Landbrücke und den Weg über Beringia voraussetzen.

Die erste Welle wird grob 195 - 135 ky BP angesetzt.

Interessant ist nun, dass im Zeitfenster der zweiten Welle 45 - 21.000 BP einige Jäger ihren Hufen gefolgt sein könnten. Oder umgekehrt: wenn das Zeitfenster für den Bison zum Eintritt nach Nordamerika offen war, dann sicher auch für den in Ostasien angekommenen Menschen (über Beringia).
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Alt 06.04.2017, 09:01   #29
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Seid Tagen wird nun ein Journalbeitrag durch die internationale Presse gewälzt, der sich mit der Frage des "flutings" bei den Speer- und Pfeilspitzen der Clovis-Kultur beschäftigt.

"Fluting" betrifft das "Riffeln" bzw. die Rillen der Spitzen, wohl "kannelieren" genannt. Es geht dabei u. a. um Vorteile der Herstellung und Standkraft zB bei Auftreffen der Spitzen auf Knochen.

https://www.sciencedaily.com/release...0404160022.htm

Sogar Wirtschaftsblätter (IBT) haben sich schon geäußert: die erste amerikanische "Innovation" der Weltgeschichte
The first American invention: How Clovis people made fluted arrow tips
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Alt 27.04.2017, 06:39   #30
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Jetzt gibt es vermutlich eine Explosion in der Diskussion, und das wird durch die Internationale Presse wirbeln:

In der Nature wird berichtet, dass aufgrund von archäologischen Funden die Erstbesiedlung Nordamerikas auf 130.000 BP datiert wird, das wären rd. 100.000 früher als die bislang früheste angenommene Besiedlung.

Außderdem wäre man bei möglichen Neandertalern angelangt.

Controversial study claims humans reached Americas 100,000 years earlier than thought : Nature News & Comment
https://www.newscientist.com/article...SS%7CNSNS-news

https://www.nature.com/nature/journa...l/544420a.html
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Alt 27.04.2017, 08:49   #31
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Taurus befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
gibt es auch in Deutsch: Amerika: Mammutfund deutet auf deutlich frühere Besiedlung hin - SPIEGEL ONLINE
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Alt 27.04.2017, 09:30   #32
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War vielleicht alles viel früher?

Ein neuer Aufsatz in NATURE deutet die Möglichkeit einer viel früheren Besiedlung Amerikas durch Homo an.
https://www.nature.com/nature/journa...ture22065.html
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"Más vale malo conocido que bueno por conocer."
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Alt 27.04.2017, 10:13   #33
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Sorry, die Amerika-Beiträge waren irrtümlich ins Australien-Thema gerutscht.
Sind nun richtig zugeordnet.
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Alt 27.04.2017, 16:31   #34
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Es gibt durchaus Kritik an der Interpretation der Funde in San Diego:

Ausbreitung des Menschen: Sensation oder Quatsch: Lebten Neandertaler in Amerika? - Spektrum der Wissenschaft
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Alt 28.04.2017, 16:39   #35
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Wenn ich das Recht verstanden habe ist der größte Kritikpunkt, dass zwischen dem Fund und den anderen Funden im Kontinent 130.000 Jahre liegen. Kann man sich das eigentlich erklären außer vielleicht, dass eine kleine Gruppe Homo Amerika erreichte und relativ schnell wieder ausgestorben ist.

Das wäre für mich einzige Erklärung, neben der Variante das ein Fehler in der Interpretation aufgetaucht ist.
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Alt 28.04.2017, 16:44   #36
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Zitat:
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Wenn ich das Recht verstanden habe ist der größte Kritikpunkt, dass zwischen dem Fund und den anderen Funden im Kontinent 130.000 Jahre liegen. Kann man sich das eigentlich erklären außer vielleicht, dass eine kleine Gruppe Homo Amerika erreichte und relativ schnell wieder ausgestorben ist.

Das wäre für mich einzige Erklärung, neben der Variante das ein Fehler in der Interpretation aufgetaucht ist.
Das Aussterben einer frühen Population (130.000 BP) ist eine Möglichkeit, eine andere ist, dass man noch nichts gefunden hat. Es kann auch sein, dass die jetzt gemachten Funde falsch datiert worden sind. Dazu steht einiges im von mir verlinkten Artikel im Spektrum der Wissenschaften.
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Alt 28.04.2017, 17:09   #37
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Die wahrscheinlichste Erklärung ist mE eine Mißinterpretation der Funde (wie ja auch im Artikel steht): Es wurden keine menschlichen Fossilien gefunden, sondern Überleibsel, die man auch als menschliche Schlachtabfälle sehen kann. Andere Deutungen scheinen aber ebenfalls möglich zu sein. Aus Carolus Link:
Zitat:
Denn es ist den Forschern zwar gelungen, die Spuren an den Überresten experimentell zu reproduzieren, als sie frische Knochen mit Steinwerkzeugen bearbeiteten – irgendeine alternative Ursache aber hat das Team gar nicht erst angesprochen, monieren die Kritiker. "Es ist eine Sache, wie Holen und seine Kollegen zu zeigen, dass gebrochene Knochen und Schlagsteine von menschlicher Hand entstehen können. Etwas ganz anderes ist aber der Nachweis, dass Menschen – und nur Menschen! – dafür verantwortlich sind. Diesen Nachweis haben Holen [und Co] sicher nicht geführt – und so ist ihre Behauptung eben auch problemlos zurückweisbar", der Archäologe Donald Grayson von der University of Washington.
__________________
"Humans need fantasy to be human. To be the place where the falling angel meets the rising ape."
Death / Terry Pratchett
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Alt 25.05.2017, 06:00   #38
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Wieder zurück zum bislang "gewohnten" Rahmen:

Peru, 15.000 BP, Meeresspiegel minus 100 Meter:
Simple technologies and diverse food strategies of the Late Pleistocene and Early Holocene at Huaca Prieta, Coastal Peru | Science Advances

Beringia ist derzeit die weit und breit favorisierte Variante: wenn das also die Zugangstür war, wären Menschen in wenigen 1000 Jahren durch die zwei Kontinente gezogen.
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Alt 25.05.2017, 10:56   #39
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zaphodB. ist ein LichtblickzaphodB. ist ein LichtblickzaphodB. ist ein LichtblickzaphodB. ist ein LichtblickzaphodB. ist ein LichtblickzaphodB. ist ein Lichtblick
was angesichts der amerikanischen Geographie gar nicht so unwahrscheinlich ist
Es gibt nämlich wenige größere geographische Hindernisse,die den Wanderweg blockieren konnten,Schließlich fehlen größere in Ost-West-Richtung verlaufende Gebirge und die größeren Fluss-Systeme in Nordamerika laufen in Nord-Süd-Richtung
Amerika erstreckt sich in seiner Nord-Süd-Achse auf ca,15.000 Kilometer vom 84. Breitengrad Nord bis zum 56. Breitengrad Süd .Bei einer durchschnittlichen täglich zurückgelegten Entfernung von 10km und 200 Wandertagen im Jahr (Wochenenden und Feiertage sind frei ) ist man da lässig in 8 Jahren durch,
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- Mitglied im Club der Zeitzeugen des Wembley-Tors-

Geändert von zaphodB. (25.05.2017 um 11:12 Uhr).
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Alt 26.05.2017, 12:20   #40
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Lukullus wird schon bald berühmt werden
Zitat:
zaphodB. Beitrag anzeigen
Amerika erstreckt sich in seiner Nord-Süd-Achse auf ca,15.000 Kilometer vom 84. Breitengrad Nord bis zum 56. Breitengrad Süd .Bei einer durchschnittlichen täglich zurückgelegten Entfernung von 10km und 200 Wandertagen im Jahr (Wochenenden und Feiertage sind frei ) ist man da lässig in 8 Jahren durch,
Demzufolge wären zum Tourfinale am Lagerfeuer in Feuerland beim Genuss von Pinguin-Wings die kulinarischen Highlights unter den diversen Sonn- und Feiertagsbraten weitgehend unverklärt resümierbar gewesen. Was die Geschmackssinne wohl am meisten beeindruckt haben mag?
Truthuhn-Brustfilet, Faultier-Lendchen, Anaconda-Roulade, Tapir-Frikadellen wohl eher nicht, die wurden ja nicht ausgerottet...
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Gedanken springen wie Flöhe von einem zum anderen, aber sie beißen nicht jeden. (George Bernard Shaw)
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