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Alt 13.08.2012, 00:05   #1
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Erstes Feuerzeug?

Moin darauf bin ich vor kurzem gestoßen:
PLoS ONE: The Earliest Matches

Was ich seltsam finde, falls die Interpretation richtig ist, dass hier sowohl Bohrer als auch Brett aus gebranntem Ton sind.
Ich kenne Feuerbohren bisher nur mit Holz auf Holz wo das Bohrbrett direkt die Glut entstehen lässt und dann auf den Zunder aufgebracht wird.

Hier müsste man noch extern ein Material zum Glut erzeugen einfügen.
Wäre also die Frage warum diese komplizierte Methode?

Kann es aus rein praktischen Gründen geschehen sein, weil Holz in der Region MAngelware gewesen ist?

Die Idee von nem rein rituellen Feuerbohrer ist mir auch schon gekommen aber dagegen sprechen die Abnutzungsspuren.

Vielleicht ist diese Art des Feuerbohrens wirklich effektiver, wenn man erst mal das verwendete Zundermaterial kennen würde.

edit: wie ich eben lese sind die Bohrbretter aus Stein, was aber nix am Zunderproblem löst.
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Geändert von Wsjr (13.08.2012 um 00:12 Uhr).
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Alt 13.08.2012, 00:09   #2
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Um Ton zu brennen muss man zunächst mal Feuer haben
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Alt 13.08.2012, 00:11   #3
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Zitat:
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Um Ton zu brennen muss man zunächst mal Feuer haben
Und? um nen Hammer zu schmieden braucht man auch erst mal nen anderen Hammer und sei er aus Stein.
Die werden vorher das Feuer mit einer primitiveren Methode anbekommen haben.
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Alt 13.08.2012, 00:30   #4
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Ich hab ja auch gar nichts ausgeschlossen. Nur das erste Feuerzeug wird's nicht gewesen sein, deshalb der Smilie.

Der Artikel passt im Übrigen zum Witz von Archäologen über Archäologen: Wenn ein Archäologe ein Artefakt nicht zu deuten weiß, ist es kultisch:

Zitat:
These objects were deemed phalli on the basis of their shape and interpreted as cultic in purpose. [...] Stekelis, the first to discuss this category of object, suggested that they were cultic in function,
Nun, immerhin versucht man, die kultische Erklärung zu untermauern, allerdings kann ich die Deutung der Stäbe als Phalloi nicht so recht nachvollziehen.
Miniaturansicht angehängter Grafiken
angebliche-phalloi.png  
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Alt 13.08.2012, 08:43   #5
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Weiß vielleicht jemand ob bereits Experimente mit exakt dieser Kombination, Tonbohrer und Bohrbrett aus Stein gemacht wurden zur Feuererzeugung?

Die Literatur zu Experimenten zum Feuerbohren und die ethnologischen Untersuchungen, die im Link zitiert wird, befassen sich nur mit Holz auf Haolzbohrern.
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Alt 16.08.2012, 13:51   #6
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Ob das schon mal jemand gemacht hat, weiß ich nicht. Ich würde es aber für wenig zweckmäßig halten: Man müsste sicherlich ein durch Wärme leicht entzündliches Material zwischen Bohrer und Steinbrett mahlen und auf die Entzündungstemperatur bringen. Das Gleiche macht aber mit Holz viel mehr Sinn, schlicht, weil die Wäreme nicht so schnell abgeleitet wird. Vermutlich ist auch die Reibung stärker. Zudem macht es ungleich mehr Arbeit Stein so weit zu bearbeiten als Holz. Das beginnt schon damit, dass man Holz bereits in Stabform vorfindet und "nur" ablängen muss. Stein muss man dagegen erst einmal in diese Rundform bekommen. Das ist ungleich aufwändiger.

Vielleicht handelt es sich ja um die ersten Gewürzmörser.
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Alt 18.11.2012, 11:18   #7
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Zitat:
Hans forscht Beitrag anzeigen
Ob das schon mal jemand gemacht hat, weiß ich nicht. Ich würde es aber für wenig zweckmäßig halten: Man müsste sicherlich ein durch Wärme leicht entzündliches Material zwischen Bohrer und Steinbrett mahlen und auf die Entzündungstemperatur bringen. Das Gleiche macht aber mit Holz viel mehr Sinn, schlicht, weil die Wäreme nicht so schnell abgeleitet wird. Vermutlich ist auch die Reibung stärker. Zudem macht es ungleich mehr Arbeit Stein so weit zu bearbeiten als Holz. Das beginnt schon damit, dass man Holz bereits in Stabform vorfindet und "nur" ablängen muss. Stein muss man dagegen erst einmal in diese Rundform bekommen. Das ist ungleich aufwändiger.

Vielleicht handelt es sich ja um die ersten Gewürzmörser.
Aber wsjr spricht doch von gebranntem Ton, nicht von Stein.
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