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Alt 13.10.2004, 10:43   #1
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Göbekli Tepe

Ich interessiere mich sehr für Neuigkeiten vom Göbekli Tepe, einer Tempelanlage, die in der Altsteinzeit von Jägern und Sammlern erbaut wurde. Es wird dort seit Sommer 1993 wieder gegraben. Hat jemand Informationen zu neuen Entwicklungen?
Besten
Dank
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Alt 13.10.2004, 10:47   #2
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Leopold Bloom hat die Renommee-Anzeige deaktiviert
Hier mal das Google-Ergebnis:

http://www.google.de/search?sourceid...3%B6bekli+tepe


http://www.dainst.org/print.php?id=642


mehr?
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"G'schmacksach", hot dr Aff gsait ond hot en d' Soif bissa.

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Alt 13.10.2004, 10:51   #3
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Lukrezia Borgia ist einfach richtig nettLukrezia Borgia ist einfach richtig nettLukrezia Borgia ist einfach richtig nett
Hier noch eine Seite, die zwar nur spärliche Infos, dafür aber schöne Bilder enthält:

http://www.urgeschichte.org/DieBewei...obeklitepe.htm
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Though this be madness, yet there is method
Lukrezia Borgia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.10.2004, 19:21   #4
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Besten Dank Euch Beiden für die prompte Reaktion. Leider hatte ich mich vertippt. Statt Sommer 1993 wird natürlich seit Sommer 2003 dort wieder gegraben. So kannte ich die von Euch aufgeführten Links auch schon. Ganz Aktuelles scheint es wohl also noch nicht zum Thema zu geben.
Der Gast
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Alt 13.10.2004, 20:18   #5
unvergessen
 
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Mercy hat die Renommee-Anzeige deaktiviert
Zitat:
Gast
Besten Dank Euch Beiden für die prompte Reaktion. Leider hatte ich mich vertippt. Statt Sommer 1993 wird natürlich seit Sommer 2003 dort wieder gegraben. So kannte ich die von Euch aufgeführten Links auch schon. Ganz Aktuelles scheint es wohl also noch nicht zum Thema zu geben.
Der Gast
Dann luk mal hier:
http://www.gik.uni-karlsruhe.de/projekte/urfa/index.htm
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Wer kann was Dummes, wer was Kluges denken,
Das nicht die Vorwelt schon gedacht?

Faust II, Vers 6809 f.
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Alt 14.01.2005, 22:11   #6
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murat ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Jäger und Sammler bauen keine Tempelanlage
murat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.01.2005, 03:17   #7
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Mitgliederbild von askan
 
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askan befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Ja, ist schon merkwürdig, aber das Ding ist uralt.

Ich glaube sogar Catal Hüyük war eine Siedlung von Jägern (im grossen Stil). Man fand dort jedenfalls keine landwirtschaftlichen Werkzeuge.
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Mensch sein heißt, an dem Ort zu stehen, wo ein neugieriger Affe einem stürzenden Engel begegnet.

Gevatter Tod in Terry Pratchetts: Hogfather
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Alt 02.02.2005, 14:49   #8
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Beiträge: 25
pomfritz ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Bericht über Ausgrabungen in Anatolien

Um Ausgrabungen in Anatolien geht es in "Terra X" am morgigen Donnerstag (3.Februar 2005) um 20.15 Uhr auf 3 SAT. Die Folge heißt "Jenseits von Eden" und ist wirklich sehr zu empfehlen. Ob auf Göbekli Tepe speziell eingegangen wird, habe ich nicht mehr in Erinnerung, da die Erstausstrahlung schon eine Weile zurückliegt.

Gruß

Fritz
pomfritz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.02.2006, 11:03   #9
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Widukind ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Zitat:
murat
Jäger und Sammler bauen keine Tempelanlage
Anscheinend doch!
Widukind ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2006, 12:46   #10
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Mitgliederbild von aquilifer
 
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Beiträge: 940
aquilifer sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Schmidt, Klaus: Sie bauten die ersten Tempel. Das rätselhafte Heiligtum der Steinzeitjäger

erschienen 2006 im Beck-Verlag
__________________
Fair Greece! sad relic of departed worth!
Immortal, though no more! though fallen great!

Lord Byron, Childe Harold’s Pilgrimage II 73.
aquilifer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.05.2006, 16:13   #11
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Mitgliederbild von askan
 
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Ort: Am Arsch der Welt, aber nicht in Bielefeld.
Beiträge: 3.656
askan befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Hier ist ein Interview mit dem Ausgräber von Göbekli Tepe:

http://www.eurasischesmagazin.de/art...kelID=20060404
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Mensch sein heißt, an dem Ort zu stehen, wo ein neugieriger Affe einem stürzenden Engel begegnet.

Gevatter Tod in Terry Pratchetts: Hogfather
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Alt 02.05.2006, 10:27   #12
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Mitgliederbild von Dieter
 
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Beiträge: 9.617
Dieter ist jedem bekanntDieter ist jedem bekanntDieter ist jedem bekanntDieter ist jedem bekanntDieter ist jedem bekanntDieter ist jedem bekanntDieter ist jedem bekannt
Das steinzeitliche Heiligtum besteht aus Stelen, die 7 m hoch und 50 t schwer sind. Wie gelang es den Großwildjägern um 10 000 v. Chr., so etwas zu errichten?

Ein Vergleich mit mit den Megalithleuten am Atlantik und in Nordeuropa 6000 Jahre später ist nur sehr bedingt möglich. Die waren bereits sesshaft, wohnten in bäuerlichen Siedlungen und verfügten somit über stets präsente personelle Ressourcen und wohl auch fortgeschrittenere Techniken. Das ermöglichte ihnen den Bau der Megalithgräber und auch großer Monumente wie Stonehenge. – Aber steinzeitliche Jäger 10 000 v. Chr. ???
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Alt 02.05.2006, 10:31   #13
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Pope sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Ich habe soeben das Buch von Schmidt fertig gelesen.

Zum Stil muss ich leider sagen, dass es kein literarisches oder journalistisches Meisterwerk ist. Man kämpft sich irgendwie durch, folgt mal seinen Ausführungen, mal kommen einem Zweifel. Dabei wiederholt er nach jeder Spekulation, dass es sich verbietet, zu spekulieren. Man hätte es sicherlich flüssiger haben können.

Ein Fehler liegt wohl in der Ausrichtung des Büchleins. Der Grabungsbericht ist noch nicht heraus, die unteren Schichten der Anlage können scheinbar erst ergraben werden, wenn die Bauelemente aufwendig fixiert worden sind, und zu vieles ist noch zu frisch, als dass man Schlüsse in diese oder jene Richtungen ziehen könnte. Das Büchlein soll demnach einen Rundumschlag darstellen: etwas für die Kollegen, etwas für die Hobby-Archäologen, und etwas für den völlig Unwissenden. Ein krampfhaftes Unterfangen ...

Kern des Buches ist die These vom frühneusteinzeitlichen Tempel. Eine nicht-religiöse Verwendung der Anlage wird von Schmidt abgelehnt. Daran schließt sich die Behauptung an, dass eben die Religion der Landwirtschaft vorausging. Interessant ist ebenso seine Andeutung, dass es immer wahrscheinlicher wird, dass "Stadt" und "Dorf" keine verwandten oder sukzessive Phänomene darstellen, sondern getrennt beobachtet werden müssen: Das Dorf als Mittelpunkt bäuerlichen Arbeitens, die Stadt als spirituelles (oder andere gemeinschaftliche Funktionen ausübendes) Zentrum.

Das "Highlight" des Buches ist das Bildmaterial, welches die Fundbeschreibungen begleitet. Alleine dafür lohnt sich die Anschaffung, will man nicht etliche Jahre auf die Zugänglichkeit des Ortes für die Öffentlichkeit warten.
__________________
Whatever

Geändert von Pope (02.05.2006 um 10:38 Uhr). Grund: der/die/das Highlight??
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Alt 24.07.2006, 09:09   #14
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Mitgliederbild von Pope
 
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Pope sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Zitat:
Lukrezia Borgia
Hier noch eine Seite, die zwar nur spärliche Infos, dafür aber schöne Bilder enthält:

http://www.urgeschichte.org/DieBewei...obeklitepe.htm
Leider ist diese Quelle ansonsten kaum zu empfehlen:

Das ist jedenfalls Fakt - und Sitchin erläutert: Das Zweistromland war durch die Sintflut zerstört und unbewohnbar. Die Überlebenden siedelten sich auf den umliegenden Höhen an. Enlil übergibt den überlebenden Menschen der Sintflut Geräte und Samenkörner. Im Hochland beginnt die Landwirtschaft. Enki zähmt Tiere.

Oder dieses:

Diese Interpretationen basieren hauptsächlich darauf dass wir heute - wieder - von Gentechnologie, Fliegerei und Weltraumfahrt wissen.[...] Die Chronik von Alford deckt noch den Zeitraum zwischen der nuklearen Katastrophe in Sumer (2024 b.C.) und dem letzten Durchgang von Nibiru (ca. 200 b.C.) ab.
__________________
Whatever
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Alt 30.10.2007, 10:34   #15
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urvo sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Die eiszeitlichen Jäger Eurasiens bauten die ersten Tempel

„Die eiszeitlichen Jäger Eurasiens bauten die ersten Tempel“

Im Südosten Anatoliens hat der deutsche Archäologe Dr. Klaus Schmidt die älteste Tempelanlage ausgegraben, die jemals von Menschen errichtet wurde. Ihre Schöpfer waren hochspezialisierte Eiszeitjäger, die vom Atlantik bis an den Pazifik das Mammut jagten und von deren Kultur noch kaum etwas bekannt ist.

http://www.eurasischesmagazin.de/artikel/?thema=Altertum&artikelID=20060404
__________________
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft.
Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916)
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Alt 30.10.2007, 17:16   #16
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lynxxx hat die Renommee-Anzeige deaktiviert
das Thema Göbekli Tepe hatten wir auch schon mal im Forum besprochen.

Sogar mit deinem Artikel, aber sehr interessant so ein Thema.

Siehe hier zum weiter lesen:

http://www.geschichtsforum.de/f22/goebekli-tepe-2728/

Zivilisation vor 12.000 Jahren: Ohne Fell und Keule

http://www.geschichtsforum.de/f104/d...li-tepe-10139/

Wiege der Zivilisation

Tschüss, und LG lynxxx
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Alt 28.02.2008, 23:57   #17
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Beiträge: 4.378
lynxxx hat die Renommee-Anzeige deaktiviert
Moin,
Ansonsten habe ich einen schönen Artikel auf geo.de entdeckt.

Schön deshalb, weil die Bilder toll sind, gelesen habe ich ihn noch nicht, ist aber recht neu.

Bitte schön:

Text von Martin Meister
Die ersten Tempel

Vor 11000 Jahren bauten Jäger und Sammler auf einem Plateau in Südostanatolien eine monumentale Tempelanlage mit gewaltigen Steinpfeilern. Wozu? Das versucht der deutsche Archäologe Klaus Schmidt zu ergründen

Geändert von El Quijote (15.10.2013 um 15:59 Uhr). Grund: Absatz zur Zusammenführung zweier Threads - Threads wurden zusammengeführt - gelöscht.
lynxxx ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.02.2008, 22:50   #18
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lynxxx hat die Renommee-Anzeige deaktiviert
dann lege ich nochmal einen drauf:

(kann sein, dass ich es schon in den anderen Threads tat, wer weiß... )

"Göbekli Tepe, Türkei
Ein frühneolithisches Bergheiligtum im südosttürkischen Taurusvorland


Der 15m mächtige und etwa 300m im Durchmesser messende frühneolithische Göbekli Tepe liegt etwa 15 km nordöstlich der Stadt Şanlıurfa auf dem höchsten Punkt eines langgestreckten Bergzugs. Er ist von weither als dominierende Landmarke wahrzunehmen. Von hier aus reicht der Blick im Norden und Osten bis zum Taurusgebirge und zum Karaca Dağ, im Süden öffnet sich die Harranebene bis nach Syrien. Allein im Westen wird der Horizont schon bald durch nahe Höhenzüge begrenzt, die sich zwischen Şanlıurfa und das weiter im Westen gelegene Tal des Euphrats schieben.
"

weiter:

Göbekli Tepe, Türkei

hier ein kleiner Artikel:
http://www.dainst.org/medien/de/istanbul2007_dt_1.pdf
und hier ein klein bischen längerer Artikel:
http://www.dainst.org/medien/de/istanbul2005_dt.pdf

hier weitere kostenlose Hefte des DAI Istanbul:

Abteilung Istanbul <a href="abteilung.php?id=266&sessionLanguage=tr">(tà ¼rkçe)</a>

Nun habt ihr fürs Wochenende was zum Schmökern...
lynxxx ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.03.2008, 18:31   #19
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Ort: Marburg (Lahn)
Beiträge: 974
DerGeist ist ein sehr geschätzer MenschDerGeist ist ein sehr geschätzer Mensch
War jemand in der Ausstellung in Karlsruhe ?
Der Ausstellungsband dazu ist auf jeden Fall für das Thema nicht uninteressant.
__________________
Der Geist ist was uns vom Tiere trennt
DerGeist ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.03.2008, 23:55   #20
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Registriert seit: 02.2008
Beiträge: 4.178
rena8 ist ein Lichtblickrena8 ist ein Lichtblickrena8 ist ein Lichtblickrena8 ist ein Lichtblickrena8 ist ein Lichtblickrena8 ist ein Lichtblick
Zitat:
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War jemand in der Ausstellung in Karlsruhe ?
Der Ausstellungsband dazu ist auf jeden Fall für das Thema nicht uninteressant.
Ja, ich war vor ca. einem Jahr dort und seither fasziniert mich das Thema. Gut waren auch die zeitlich nachfolgenden Orte dargestellt, die kleinere Kultbauten in Dorfern mit Ackerbauánfängen gewesen sein sollen.
rena8 ist offline   Mit Zitat antworten
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göbekli tepe, türkei

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