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| | #141 | |
| Gast
Beiträge: n/a
| Zitat:
Liebe Kurdistan, damit, wie was in der Türkei heute dargestellt wird, magst du durchaus Recht haben. So in etwa ist es mir auch im Sinn und ich kenne Menschen, deren Sichtweise dieses undifferenzierte Bild ebenfalls bestätigt. Gleichfalls kann ich deine Reaktion darauf (dieses letzte Wort) nachvollziehen. Aber empfinde ich erstens gerade dieses Wort als persönlich provozierend, wenn nicht gar beleidigend. Auf jeden Fall aber ungerecht, denn wer kann etwas für das, was ihn gelehrt wird? Und zweitens ist die Diskussion über die heutige Vorgehensweise in der Türkei wohl eher politisch denn historisch. Beides allerdings finde ich in diesem Forum fehl am Platze. Schau dir doch nochmal das eine,etwas längere Posting von lynxxx an und nimm dir seine Worte zu Herzen. Und du @lynxxx beeil dich mit deinem Thread, bin schon sehr gespannt... ![]() | |
| | #142 |
| Mitglied Registriert seit: 05.2007
Beiträge: 14
![]() | lynxxx@ was soll das jezt heissen? ich glaube nicht das ich hier einen grund habe rum zu lügen ich selber bin kurdin aus Kurdistan (ost-türkei) und kenne die türkei und türken einfach besser als du! in den türkischen geschichtsbücher steht das die menschheit von den türken stammt.. das alle sprachen dieser welt vom türkischem stammen... usw.... und das nur weil es atatürk so wollte.. das wird sogar den kindern in der schule erzählt... hier, das ist die sonnen theorie der türken http://www.tdk.org.tr/TR/BelgeGoster...C44E48D9FD67C0 hier behaupten sie wieder alle sprachen würden vom türkischem stammen.... und hier behaupten sie das amerika von den türken endeckt wurde http://www.networld.at/index.html?/a...5/144928.shtml bei www.milliyet.com behaupten sie das der prophet muhammed in wirklichkeit türke war ( obwohl er araber war, und das jeder weiss)... und in allen türkischen geschichtsbücher steht das wir kurden "berg-türken" sind..... das kurdisch ein türkischer dialekt ist... mal behaupteten türken auch das die germanen türkisch sind.. in den türkischen nachrichten berichtet man darüber das die indianer auch türken sind.. in der türkei würde man sich strafbar machen wenn man sagt das man KEIN TÜRKE ist oder das dies und das nicht türkisch sind.... oder wenn man sagt das man kurde ist... viele kurden wurden schon verhaftet.. das sieht man in den nachrichten.... und sogar kurdisch sprechen ist auch verboten... kannst ja selber mal googln..... |
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| | #143 | |
| Mitglied | Zitat:
Da reicht es nicht, zu sagen, ich bin Ostfriese, also kenne ich die Geschichte Ostfrieslands. Du kennst mich nicht, und du kennst nicht meinen Kenntnisstand. Also keine voreiligen Schlüsse, keine Unterstellungen, und nicht persönlich werden! Deine erste Quelle ist von 1935, und das bestreitet auch niemand. Deine anderen Links funktionieren nicht. Ausserdem beantworte doch mal die Fragen an dich: Z.B. diese: Wer hat denn hier solche lächerlichen Theorien vertreten? Soll ich auch irgendwelche Theorien hier verbreiten, nachdem die Inkas Aliens waren. Und diejenigen vorstellen, die sowas behaupten? Was bringt das? Schade, ich hatte eigentlich gehofft, hier im Bereich Nahen Osten einen kompetenten Diskutanten hinzugewonnen zu haben, aber diese Hoffnung trügt anscheinend nach deinen ersten Post... Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Vielleicht... Insallah... Hosca kal, lynxxx PS: Rede doch mal zur Abwechslung von den Kurden, oder Iranern, oder Inder, wieso von den Türken? Geändert von lynxxx (13.05.2007 um 03:54 Uhr). | |
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| | #144 | |||
| Mitglied | Tut mir leid! Ich kenne nicht einen Türken der behauptet, Adam und Eva wären Türken gewesen! Zitat:
Zitat:
Zitat:
In diesem Sinne Grüsse Seldschuk P.S.: Ich habe nichts gegen Kurden. Mein bester Freund, mit dem ich viel Zeit verbrachte war Kurde und Alevit im Gegensatz zu mir, der ich damals Türke war und der sunnitischen Glaubensrichtung angehöre. Zu einem Bruch in unserer Freundschaftsbeziehung kam es allerdings, als unsere Frauen aufeinander trafen. - Ein Schelm, der jetzt böses denkt!
__________________ „Die Türken mit ihren flitzen Pfeyl,Sie schossen heraus mit schneller Eil,Als ob es mit Pfeylen her schnibe.“ Geändert von Seldschuk (14.05.2007 um 04:12 Uhr). | |||
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| | #145 |
| Mitglied | Speziell zu der Entwicklung der türkischen (aber auch kurdischen, serbischen, etc.) Historiographie/Geschichtsschreibung habe ich hier einen eigenen Thread eröffnet: http://geschichtsforum.de/showthread.php?p=249497 Dort kann man breiter erörtern, welche Ziele z.B. Atatürk hatte, evtl. Vorfahren der türk. Staatsbürger zu erforschen (Hethiter, usw.). denn unter "Hochkulturen Mesopotamiens" passt es so langsam nicht mehr... ![]() Im Übrigen wird nicht alles, was noch Gesetz scheint, auch in der Praxis angewendet, so wurde in Deutschland erst 1997 (!) die Vergewaltigung in der Ehe offiziell strafbar, wurde in der Praxis aber schon zuvor anders gehandhabt. LG lynxxx |
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| | #146 |
| Mitglied Registriert seit: 05.2005
Beiträge: 377
![]() | Hallo, na, so wichtig ist das Thema doch nicht, dass man immer separate Theads eröffnen muss. Ich habe nur vor einiger Zeit einen Artikel darüber gelesen, daher komme ich darauf. Ansonsten denke ich, dass man die vielen verschiedenen Ethnien irgendwie zusammenbringen musste unter einer "einheitlichen" Gesichte und Ideologie. War wohl in dern 1930ern und da waren Rassentheorien Mode. Soweit ich das beobachtet habe in der aktuellen Presse gibt es wohl einige Gummiparagraphen in der Türkei, die je nach Bedarf angewendet werden. Aber dazu müssten qualifiziertete Leute was dazu sagen. Grüße |
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| | #147 |
| Mitglied | Hallo, darf ich daran erinnern, dass wir hier im Bereich Hochkulturen Mesopotamiens befinden? Ich meine, wenn jemand was zu den Türken sucht, wird er sicher im Bereich "Osmanisches Reich" schauen und nicht hierein. Z.B. in den Thread "Ethnogenese der Türken". Lasst uns doch bitte dort weiterdiskutieren. Nicht immer diese doppelten Threads... Ich finde es sowieso ein bischen verwunderlich, dass wir hier solch eine Theorie der Sumerer-"Türken" so lange beleuchten. Bei anderen abstrusen "Theorien" wird doch auch nicht intensiv auf alle möglichen Facetten eingegangen? Stellt euch nur mal einen peruanischen "Wissenschaftler" vor, der Däniken-mäßigen Schwachsinn verbreitet, würden wir dann eine solche Diskussion wie hier führen? Nein? Warum denn bei den Türken? Ich bin dafür, den Thread zu schließen, denn zu den Sumerern als Nachkommen der Türken wurde schon alles gesagt. dazu abschließend ein Zitat, um diese Theorie in ihren historischen Kontext zu stellen: Udo Steinbach, Die Türkei im 20. Jahrhundert. Bergisch-Gladbach 1996. "Für den islamischen Vielvölkerstaat der Osmanen hatten "türkische" Truppen jahrhundertelang an vielen Fronten Krieg geführt. Immer mehr waren sie damit überfordert gewesen. Der Laizismus war aber auch eine Absage an die Visionen jener Träumer wie Enver Pascha, die auf den Ruinen des osmanischen Vielvölkerstaates das Großreich der Türken zwischen Bosporus und Zentralasien zu errichten gedachten. Die Türken würden des Türken einziger Freund sein - wie ein türkisches Sprichwort sagt -, nachdem sie von ihren nichttürkischen Untertanen so schnöde verlassen worden waren. Davon hielt Atatürk nichts. Für ihn waren Anatolien und sein europäisches Vorland der geographische und politische Raum, in dem die Türken ihren neuen Staat aufbauen würden. Atatürk war kein Mann für abenteuerliche Visionen. Er stand realistisch auf dem - anatolischen - Boden. »Ne mutlu Türküm diyene - Wie erhaben ist es zu sagen: Ich bin ein Türke« - dieses Zitat schmückt landauf, landab die türkischen Städte, ja die Landschaften, wie der Reisende in Anatolien nicht selten beobachten kann. Es bringt die Selbstversicherung der Türken [als Staatsbürger] zum Ausdruck. Damit hoben sie ihr Haupt und reklamierten ihren Platz in der internationalen Gemeinschaft. Aus dem von Europa herumgeschubsten und entwürdigten »kranken Mann am Bosporus« war eine Nation geworden, die sich mit den europäischen Nationen auf eine Stufe zu stellen beanspruchte. Politik sollte sich ausschließlich am nationalen Interesse der Türken orientieren. Sie würden sich um ihr eigenes Wohl kümmern, sich nicht mehr durch religiöse Visionen oder fremde Interessen verführen lassen. »Friede daheim, Friede in der Welt« wurde der außenpolitische Leitsatz, dem die Türkei künftig verpflichtet sein sollte. So ganz sicher schien sich freilich der Staatsgründer seiner Sache nicht zu sein. Nicht nur, weil der nationale Gedanke vor dem Hintergrund der islamischen Geschichte einer breiten Öffentlichkeit, die noch jahrzehntelang weiter in islamischen Traditionen ver harrte, schwer zu vermitteln war. Auch der Blick auf die anatolische Geschichte, in der sich viele Kulturen abgelöst hatten, ließ Zweifel nicht unberechtigt erscheinen, daß Anatolien tatsächlich die Nationalheimat der Türken war. So wurde eine Geschichtsideologie geschaffen, die den Anspruch der Türken auf Anatolien begründen sollte. 1931 wurde die Gesellschaft zum Studium der Türkischen Geschichte (Türk Tarihi Tetkik Cemiyeti, später Türk Tarih Kurumu) ins Leben gerufen. Die Vorgeschichtsforschung hatte gerade in jenen Jahren auf antolischem Boden bedeutende Fortschritte gemacht. Auch die Türkische Geschichtskommission beteiligte sich nun an Grabungen und stieß in Alaca Hüyük auf aufsehenerregende Funde aus der Frühzeit der Hetiter. Diese Entdeckungen, nicht allzuweit von Ankara, regten die historische Phantasie zu kühnen Höhenflügen an. Gelang es, eine Verwandtschaft zwischen Türken und den Trägern jener alten Kulturen nachzuweisen, so waren die Türken auf anatolischem Boden nicht späte Einwanderer und Erben einer alten Kultur, sondern vielmehr Autochthone, anatolischem Boden entsprossen. Mit Hilfe einer oberflächlichen Etymologie nahm man aber auch die sumerische Kultur in Mesopotamien, ja sogar die ägyptische, griechische, etruskische und keltische als Gründungen türkischer Volksgruppen an, die durch die Austrocknung der innerasiatischen Steppengebiete zu Wanderungen nach allen Randländern, nach China, nach Indien und nach dem Westen gezwungen gewesen sein sollten. Gab es eine bessere Möglichkeit, das durch die Verwestlichung unsicher gewordene Selbstgefühl wiederherzustellen? Holte man nicht nur zurück, was einst aus türkischer Wurzel erwachsen war? Diese »türkische Geschichtstheorie«, die 1932 zum ersten Mal verkündet wurde, hat sich jedoch nicht lange gehalten und mußte schnell revidiert werden. Für einen Augenblick aber wurde sie - sogar vom Staatsgründer selbst - propagiert. Der kulturelle "Turanismus" (Pantürkisimus) ersetzte den politischen, den man rechtzeitig beiseite gelegt hatte, weil man spürte, daß dieser nicht zu verwirklichen wäre. " Ciao und LG, lynxxx |
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| | #148 |
| Moderator Registriert seit: 04.2005 Ort: En un lugar de la Mancha de cuyo nombre no quiero acordarme...
Beiträge: 29.741
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Nach so geeigneten Schlussworten komme ich nicht umhin, dem Antrag auf Threadschließung zu folgen. Thema geschlossen!
__________________ Chi vuku zik Ah xel roxa ru camay zak yuhuh. Und darum Kinder eins bedenket: Wer Trollen respondieret Zeit verschenket! |
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