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Alt 30.01.2014, 20:20   #1
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Churriter

Im 2. Jahrtausend v. Chr. wanderten die Churriter aus ihrer Heimat, die Gegend des Wan- Sees, in das Zweistromland. Ist irgendwas darüber bekannt, mit wem die Churriter vorher in ihrer alten Heimat kämpften oder mit welchen Völkern sie in ,,Kontakt" standen? Und warum verließen sie überhaupt ihre Heimat?
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Alt 31.01.2014, 14:47   #2
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Im 2. Jahrtausend v. Chr. wanderten die Churriter aus ihrer Heimat, die Gegend des Wan- Sees, in das Zweistromland. Ist irgendwas darüber bekannt, mit wem die Churriter vorher in ihrer alten Heimat kämpften oder mit welchen Völkern sie in ,,Kontakt" standen? Und warum verließen sie überhaupt ihre Heimat?
Die Hurriter wanderten nicht aus, sondern breiteten sich allmählich im Verlauf mehrerer Jahrhunderte von ihren Sitzen südlich des Van-Sees Richtung Süden aus. Es ist also anzunehmen, dass ein Teil der Hurriter nach wie vor in seinen alten Sitzen verblieb.

Über die Geschichte der Hurriter in ihren Stammsitzen ist nur wenig bekannt. Erst als sie sich ab etwa 2200 v. Chr. nach Nordmesopotamien und Syrien ausbreiteten und damit in den Gesichtskreis der mesopotamischen Staaten traten, fließen die Quellen reichlicher.

Wie die Machtverhältnisse der antiken Bergstämme in Ostanatolien im 3./2. Jahrtausend aussahen, zu denen auch die Hurriter zählten, ist kaum bekannt. Benachbart waren dort im Westen seit etwa 1800 v. Chr. die Hethiter und die Luwier.

Einen interessanten Artikel, der u.a. über die Ausgrabung der hurritischen Resiedenzstadt Urkisch berichtet, habe ich hier gefunden: http://www.wissenschaft.de/archiv/-/...-Alten-Orient/,

Geändert von Dieter (31.01.2014 um 15:05 Uhr).
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Alt 24.01.2017, 08:33   #3
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Eine neue Studie zu den Kurden, die eine weitläufige genetische Verwandschaft (zB auf Basis des HLA- bzw. Immunsystems) zu den Hurritern - vor der Ethnienbildung der Kurden, und als einen Faktor - anspricht.

Dieses würde für die zeitlich langandauernde Ansässigkeit der Bevölkerung bzw. Siedlungskontinuität zumindest eines Bevölkerungsteiles sprechen.
Genetic HLA Study of Kurds in Iraq, Iran and Tbilisi (Caucasus, Georgia): Relatedness and Medical Implications

Arnais-Villena et. al., Genetic HLA Study of Kurds in Iraq, Iran and Tbilisi (Caucasus, Georgia): Relatedness and Medical Implications
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In der Theorie sind Theorie und Praxis das Gleiche. In der Praxis sind sie es nicht (Yogi Berra). Der Unterschied ist Unsicherheit (Stephen Ross).
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Alt 15.02.2017, 12:59   #4
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Arnais-Villena
Bei dem Typen wäre ich vorsichtig. Arnaiz Villena hat schon so einige ...hmmm... schräge Thesen publiziert. Mir ist er das erste Mal untergekomen, als er Ägyptisch als Baskisch identifiziert haben wollte, aber auch anderweitig ist er sehr umtriebig. Auch in seinem eigentlichen Fachgebiet, der Immunologie ist er ...sagen wir mal... umstritten.
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Chi vuku zik Ah xel roxa ru camay zak yuhuh.

Und darum Kinder eins bedenket: Wer Trollen respondieret Zeit verschenket!
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Alt 15.02.2017, 13:11   #5
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Eine interessante Information, die ich eben erst entdeckt habe.

Sie weist auf autochthone kaukasische Bergstämme wie die Hurriter hin, die im 2./1. Jahrtausend v. Chr. iranisiert wurden. Sie bilden zusammen mit anderen antiken Stämmen des südlichen Kaukasus ein altes genetisches Substrat, das eine Wurzel der modernen kurdischen Bevölkerung ist.

Ähnliches wurde schon immer angenommen, und diese genetische Studie scheint das zu konkretisieren.
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Alt 15.02.2017, 13:14   #6
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Danke für den Hinweis, war mir nicht bekannt.

Der scheint dann aber unter dem Radar der Qualitätskontrolle von PLOS-One durchgeflogen zu sein, und außerdem ein Genie der Drittmittel-Akquise:

"This work was supported in part by Grants from the Spanish Ministry of Health and Economy (PI11/00807 and PI14/01067), European FEDER funds and three different Mutua Madrileña Automovilista grants."

https://en.m.wikipedia.org/wiki/Antonio_Arnaiz-Villena
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Alt 15.02.2017, 13:46   #7
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Zitat:
silesia Beitrag anzeigen

Der scheint dann aber unter dem Radar der Qualitätskontrolle von PLOS-One durchgeflogen zu sein, und außerdem ein Genie der Drittmittel-Akquise:
Ja, mit der Verlässlichkeit solcher Studien ist es so eine Sache.

Betrachtet man allerdings die Bevölkerungsgeschichte des südlichen Kaukasus - soweit uns überhaupt bekannt - , wäre diese umstrittene Studie eine logische Konsequenz.
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