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Alt 18.03.2014, 15:52   #1
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Ieyasu ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Lächeln Vorstellung Philipp II. über den Perserkrieg.

Hallo allerseits! ich bin neu im Forum
Mir brennt hier die Frage welche sich auf meine Hausarbeit bezieht: und zwar versuche ich den Zusammenhang zwischen Alexander dem Großen und seinem Pappa Philipp im Bezug auf den Feldzug gegen Perser, herzustellen. So zu sagen eine Konzeption, eine Vorstellung. Ich versuche Quellen, Dokumente oder Ähnliches zu finden, wie sich Philipp II. seinen Krieg gegen die Perser vorgestellte hatte. Und auch was mit der Landverteilung passieren sollte, ob er versuchte lediglich eine Bufferzone zwischen Makkedonien und Persien zu errichten, Großteile Persiens anzugliedern oder eine vollommene Vernichtung des Perserreichs vorgesehen war. Wollte er auch wie Alexander, Pharoh werden?
Wäre cool wenn mir jemand bei der Suche meiner Fragen helfen könnte
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Alt 18.03.2014, 16:48   #2
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Mitgliederbild von El Quijote
 
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El Quijote ist ein wunderbarer AnblickEl Quijote ist ein wunderbarer AnblickEl Quijote ist ein wunderbarer AnblickEl Quijote ist ein wunderbarer AnblickEl Quijote ist ein wunderbarer AnblickEl Quijote ist ein wunderbarer AnblickEl Quijote ist ein wunderbarer AnblickEl Quijote ist ein wunderbarer AnblickEl Quijote ist ein wunderbarer Anblick
Ich wage mal eine Prognose. Zu Philipps Lebzeiten war Makedonien allenfalls eine Hegemonialmacht über Griechenland, die hoffen konnte an der Peripherie des riesigen persischen Reiches sich von der Zentralmacht mehr oder minder unbemerkt wie die makedonische Made in den persischen Speck zu legen. Pharao zu werden wäre eine absolute Utopie gewesen. Gaugamela, Issos etc. waren keine voherzusehenden Siege. Erst die machten es möglich, dass ein charismatischer und risikobereiter Hasardeur wie Alexander nach den Sternen greifen, das Unmögliche möglich machen konnte. Dementsprechend wird man auch keine entsprechenden Planungen Phillips finden.
__________________
Chi vuku zik Ah xel roxa ru camay zak yuhuh.

Und darum Kinder eins bedenket: Wer Trollen respondieret Zeit verschenket!
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Alt 18.03.2014, 17:27   #3
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Mitgliederbild von Joinville
 
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Joinville hat die Renommee-Anzeige deaktiviert
Bezüglich Philipps II. Pläne für den Asienfeldzug könnte in erster Linie die von ihm Bestimmte Programmatik des Hellenenbundes von Korinth Aufschluss geben. Der wurde ja letztlich unter der makedonischen Hegemonie stehend mit der Vorgabe gegründet, einen Vergeltungszug gegen Persien zur Vergeltung des Angriffs Xerxes' I. durchzuführen. Erste makedonische Vorauskommandos unter Parmenion, Attalos und Kalas standen ja schon in Kleinasien und hatten zeitweilig die ionische Küste bis zum Mäander hinunter erobert, waren dann aber bis zum Tod Philipps II. 336 v. Chr. von einer persischen Gegenoffensive unter Memnon wieder an den Hellespont zurückgedrängt wurden.

Eine vollstänige Eroberung des Perserreichs, wie es Alexander schlussendlich gelungen war, hatte bei Philipp II. offenbar keine Rolle gespielt. Sein Primärziel war die Befreiung der ionischen Städte von der perischen Oberhoheit.


https://de.wikipedia.org/wiki/Korinthischer_Bund
__________________
"...aber ich begehre noch lange nicht Eure Gebeine als heilige Reliquie zu küssen." (Joinville zu dem im Staube sitzenden König)
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Alt 18.03.2014, 19:34   #4
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Registriert seit: 03.2014
Beiträge: 3
Ieyasu ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
dankeschön! Mehr als im Bezug mit dem Korinth habe ich auch nichts entsprechendes mehr finden können. Steht halt auch dass die Perser griechische Heiligtümer entweiht hatten, Tempel zerstört, etc.. In Ägypten war es nicht anders. Scheint ein echtes Rüpelvolk zu sein, die Perser
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Alt 21.03.2014, 16:24   #5
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Mitgliederbild von Beaker
 
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Beaker ist ein sehr geschätzer MenschBeaker ist ein sehr geschätzer Mensch
Zitat:
Ieyasu Beitrag anzeigen
Scheint ein echtes Rüpelvolk zu sein, die Perser
Bauen die einfach Städte, die von Alexander niedergebrannt werden, diese Rüpel.
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Die Sonne geht am Himmel auf und manchmal geht sie unter
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Alt 23.03.2014, 16:18   #6
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Ravenik ist jedem bekanntRavenik ist jedem bekanntRavenik ist jedem bekanntRavenik ist jedem bekanntRavenik ist jedem bekanntRavenik ist jedem bekanntRavenik ist jedem bekannt
Da wir keine Informationen aus erster Hand haben (nicht einmal konkrete antike Spekulationen darüber), was Philipp genau plante und wie weit er seine Ziele steckte, sind alle Mutmaßungen darüber relativ spekulativ.

Die Schlacht von Kunaxa hatte gezeigt, dass es durchaus möglich war, ins Herz des Perserreiches vorzustoßen und dort eine persische Armee zu schlagen - wenngleich die griechischen Söldner da zunächst in Diensten eines Persers standen. Auch der Spartanerkönig Agesilaos II. soll nach seinen mit vergleichsweise geringen Kräften erzielten Erfolgen in Westkleinasien einen Vorstoß nach Mesopotamien geplant haben, wenngleich sich natürlich die Frage stellt, wie zuverlässig die Informationen über seine weiteren Pläne sind.
Insofern würde ich nicht ausschließen, dass auch Philipp über Kleinasien hinaus strebte. Dafür spricht meiner Meinung nach auch, dass er, wie von Joinville schon erwähnt, bereits ein Vorauskommando nach Kleinasien geschickt hatte, das dort schon einmal damit beginnen sollte, die Griechenstädte zu befreien. Er selbst wollte später mit der Hauptmacht nachkommen. Hätte Philipp nicht mehr angestrebt als bloß die Befreiung der ionischen Griechenstädte, wäre es aus seiner persönlichen Sicht relativ unklug gewesen, ein Vorauskommando zu schicken. Denn wenn dieses mit der Befreiung Erfolg gehabt hätte, dann hätte es den Ruhm eingeheimst und für Philipp wäre nichts mehr zu tun geblieben außer das befreite Gebiet gegen einen persischen Gegenschlag zu sichern. Außerdem soll er in Delphi angefragt haben, ob er den Perserkönig schlagen könne. Falls das stimmt, scheint er es doch auf eine größere Konfrontation angelegt zu haben. Weiters hatte er als Kriegsziel den Griechen gegenüber nicht nur die Befreiung der Griechenstädte angegeben, sondern auch Rache für die Schändung griechischer Tempel in den Perserkriegen. Eine derartige Rache würde auch einen Vorstoß ins persische Kernland erfordern.
Das heißt aber natürlich nicht, dass seine Pläne so weit gingen wie die Alexanders (bei dem sich aber ohnehin auch die Frage stellt, was er anfangs wirklich plante und inwieweit sich seine Pläne erst mit seinen Erfolgen erweiterten). Hätte Philipp in Kleinasien und vielleicht auch Mesopotamien Erfolg gehabt, wer weiß, auf welche Ideen dann auch er noch gekommen wäre.
Außerdem wäre nach einer raschen Beendigung des Perserkrieges auch die Existenzberechtigung des Korinthischen Bundes wieder fraglich worden. Es wäre durchaus naheliegend gewesen, die Griechen möglichst lange mit einem Krieg gegen den gemeinsamen Feind zu beschäftigen, um sie davon abzuhalten, wieder ihre eigenen Süppchen zu kochen und gegen die makedonische Hegemonie aufzubegehren.

Aber, wie gesagt, wir wissen im Grunde genommen nichts. Insofern ist die Beantwortung der Eingangsfrage nicht möglich. Brauchbare Quellen, Dokumente oder Ähnliches dazu gibt es leider nicht.

Geändert von Ravenik (23.03.2014 um 16:30 Uhr).
Ravenik ist offline   Mit Zitat antworten
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