| Fernsehtipp | |||
| Leptis Magna | Sa | 20:15 Uhr | |
| Die letzten Römer | Sa | 21:05 Uhr | |
| | #1 |
| Mitglied Registriert seit: 01.2007 Ort: Leipzig
Beiträge: 1.422
![]() | Leinenpanzer im Test Lest selber: Archäologie-Experiment: Antiker Leinenpanzer schützt so gut wie Kevlar - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
__________________ Quid quid agis prudenter agas et respice finem. اطلبوا العلم من المهد إلى اللحد |
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| | #2 |
| Premiummitglied Registriert seit: 02.2006 Ort: Z' Minga
Beiträge: 3.963
![]() | Hätt ich nicht gedacht! Nett finde ich ja, das gleich ein Rezept zur Anfertigung dieser antiken Schutzweste mitgliefert wird. |
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| | #3 |
| Moderator | Wenn du dich wirklich fürs Leinenpanzer-Selbermachen interessierst: Bau eines Linothorax - Hetairoi Website
__________________ Sorpe, Banfe, Schobse, Milz Erdmöbel |
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| | #4 | |
| Premiummitglied Registriert seit: 02.2006 Ort: Z' Minga
Beiträge: 3.963
![]() | Zitat:
Was soll ich mit dem Ding? Angriffe mit Bogen oder Streitaxt sind ja doch etwas selten geworden in unserer Zeit... ![]() Aber interessant ist es allemal! | |
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| | #5 |
| Mitglied Registriert seit: 07.2008 Ort: Niederösterreich
Beiträge: 862
![]() ![]() | Der Linothorax schützt aber auch gegen Messerstiche von Messerstechern ... ![]() Davon, dass auch die Römer sie trugen, wie im Spiegel-Artikel behauptet wird, ist mir aber nichts bekannt.
__________________ Homo homini lupus. |
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| | #6 |
| Mitglied Registriert seit: 01.2007 Ort: Leipzig
Beiträge: 1.422
![]() | Dieser sagenumwobene Muskelpanzer könnte ja ein Linothorax gewesen sein.
__________________ Quid quid agis prudenter agas et respice finem. اطلبوا العلم من المهد إلى اللحد |
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| | #7 |
| Mitglied Registriert seit: 08.2009
Beiträge: 65
![]() | Mal wieder eine nette Spielwiese für die sogenannte 'experimentelle Ärchäologie'. Um nicht falsch verstanden zu werden, für ernsthafte experimentelle Archäologie empfinde ich größte Hochachtung. Aber was im SPON Artikel beschrieben wird, kann man nun wirklich nicht ernst nehmen. Beschußversuche mit 25# und 45# Zuggewicht sind nicht aussagefähig! Ein englischer Langbogen - der zugegebenermaßen erst 15 Jahrhunderte später zum Einsatz kam - hatte üblicherweise zwischen 120# und 180# Zuggewicht; im Artikel wird beschrieben, daß 'erst' bei 60# Zuggewicht eine ernsthafte Gefahr für den Träger bestanden hätte. Schon zu Zeiten Alexanders hatte ein im Krieg verwendeter Bogen sicherlich deutlich mehr als 60# Zuggewicht; für einen gut trainierten Bogenschützen ist dies auch heute noch kein besonders hoher Wert.
__________________ Ich habe zwar keine Ahnung, aber davon jede Menge! |
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| | #8 | |
| Mitglied Registriert seit: 01.2007 Ort: Leipzig
Beiträge: 1.422
![]() | Zitat:
Wer hat verlässliche Daten über die Zugkraft von antiken Bögen?
__________________ Quid quid agis prudenter agas et respice finem. اطلبوا العلم من المهد إلى اللحد | |
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| | #9 |
| Moderator | Das wird z. B. hier diskutiert (und im allgemeinen über Leder als Rüstungsmaterial). Leider sind die einzigen Anhaltspunkte die sogenannten "Panzerstatuen"; ich habe mir mal eine sehr fein gearbeitete Statue des Titus daraufhin angesehen und muss gestehen: Weiss nicht. Einerseits waren die Fransen der Pteryges säuberlich herausgearbeitet, dass man fast den an den Lederpterypges angeknoteten Stoff fühlen konnte, andererseits wies der Panzer keinen Hinweis auf seine Stofflichkeit auf. Ich zweifle allerdings heftig be, dass man einen Linothorax formschön an sein Sixpack angepasst bekommt …
__________________ Sorpe, Banfe, Schobse, Milz Erdmöbel |
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| | #10 |
| Mitglied Registriert seit: 02.2010 Ort: Unterallgäu
Beiträge: 34
![]() | @ BigBen Du solltest nicht vergessen, das sie aus nächster nähe auf ein Stück Leinenpanzer mit einem Pfeil schießen. Und das, auf einer starren Auflage für den Panzer. Gruß |
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| | #11 |
| Mitglied Registriert seit: 09.2009 Ort: Germania Inferior
Beiträge: 1.094
![]() | Hallo Zusammen Hab mir folgende Frage gestellt: Warum ist der Leinen-Panzer aus der Mode gekommen, wo er doch so gut war, billiger in der Anschaffung und angenehmer zutragen, laut dem Artikel im Spiegel? Vielleicht war er doch nicht so doll. Billiger in der Anschaffung? Vielleicht. Die Schutzwirkung kam nur im neuen Zustand so gut gewesen sein. Wen der Panzer schon durch Pfeilbeschuss oder Speerstösse beschädigt war, war sie auf jeden Fall nicht mehr so gut. Den Leinenpanzer wird man nur schwer Instandsetzen können. Einen metallenen Panzer wird man bei einem Schmied wieder Instandsetzen können. Dann ist er fast wieder wie neu. Ein Alexander der Große wird wohl genug Sklaven zum schleppen gehabt haben, so das er in jedes Gefecht mit einem neuen Panzer ziehen konnte, so das er immer gut geschützt war. Die Verklebung, wie Wasserresistent war sie in der Antike? Oder lösste er sich im Laufe der Zeit bei Regen auf? Bis die Tage Apvar |
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| | #12 |
| Mitglied Registriert seit: 05.2007 Ort: Berlin
Beiträge: 758
![]() | Wurden keine bronzenen Muskelpanzer gefunden? Bin ich von ausgegangen, kanns aber nicht nachprüfen; zumindest der vorher gängige Glockenpanzer war mE ein Metallpanzer, eine Art bronzener Küraß. Warum soltle das für besagte Muskelpanzer nicht gelten? Zum Linothorax: Viele der mir bekannten Rekonstruktionen zeigen diese Panzer mit Bronzeplättchen verstärkt; auch hier würde ich erwarten, dass es hierfür archäologische Nachweise gibt. Solche Metallverstärkung weist wohl darauf hin, dass die Dinger durch zusätzliches Metall zumindest nicht schlechter wurden... Die Römer werden schon gewusst haben, warum sie ihre Legionäre mit Kettenpanzern bzw später der lorica segmentata ausrüsteten, würde ich sagen.
__________________ "Klug hat der Mann gehandelt, der die Menschen lehrte, den Worten auch der Anderen Gehör zu schenken." Euripides |
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| | #13 |
| Mitglied Registriert seit: 07.2008 Ort: Niederösterreich
Beiträge: 862
![]() ![]() | @ Apvar: Die Herstellung des Linothorax war doch ziemlich aufwendig. Was die Wasserresistenz betrifft: Er wurde durch den Schweiß des Trägers sicher auch oft nass. Vielleicht war das der Grund - vielleicht hat er schnell zu schimmeln begonnen. (So wie das Leder in unseren Helmen beim Bundesheer ...) Der Muskelpanzer war schon aus Metall. So muskulös wie durch den Panzer suggeriert waren wohl nur die wenigsten Träger - der Panzer war reine Angeberei. Der Linothorax war ohnehin viel zu steif um sich dem Körper total anzuschmiegen.
__________________ Homo homini lupus. |
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| | #14 | |
| Mitglied Registriert seit: 10.2008 Ort: Kastalien
Beiträge: 621
![]() ![]() | Zitat:
![]() Während seines Indien-Feldzuges ließ Alexander angeblich 25 000 Rüstungen verbrennen und ließ sie durch Metallrüstungen ersetzen. (Das antike Zahlen übertrieben sind, dürfte ja bekannt sein.) Sprich das Ende der organischen Linothorax-Rüstungen fällt mit dem Beginn der hellenistischen Epoche zusammen. Hochwertige orientalische Rüstungen ersetzten den billigen Linothorax.
__________________ "Je mehr Bücher man liest, desto dümmer wird man" Mao Zedong | |
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| | #15 |
| Mitglied Registriert seit: 07.2008 Ort: Niederösterreich
Beiträge: 862
![]() ![]() | Der Linothrax war aber nicht die einzige in Griechenland gebräuchliche Rüstung. Daneben gab es sei je her den Glockenpanzer, meist aus Bronze.
__________________ Homo homini lupus. |
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| | #16 |
| Mitglied Registriert seit: 02.2010 Ort: Unterallgäu
Beiträge: 34
![]() | @ Apvar Ich denk Leinenpanzer lassen sich bei nicht allzugroßen Schäden leichter selbst reparieren. Einfach ein paar neue Lagen Leinenstoff draufkleben und fertig. Leinen und Kleber kann man leicht selber mit führen. Bei einem Brustharnisch aus Metal brauchste schon einen Schmied mit Werkzeug. Und der muß dann auch bei der Truppe sein, im Einsatz. Und dann noch Zeit haben. Und wenn ich mich recht erinner, hatt Alexander seine Truppen ihre Ausrüstung selber tragen lassen. Er maschierte am Meer entlang (Welche Marsch das war oder wohin er wollte, weiß ich leider nicht mehr.) Zug und Lasttiere hatt er schlachten lassen, da diese mehr Futter verbrauchten als sie selber ziehen oder tragen konten. Die Verpflegung wurde über Schiffe zugeführt. Gruß Geändert von Darius Meder (08.02.2010 um 19:36 Uhr). |
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| | #17 | ||
| Mitglied Registriert seit: 02.2008 Ort: Berlin
Beiträge: 450
![]() ![]() | Zitat:
Zitat:
So erreichte man z. B. mit auf- oder eingenähten und vielleicht auch mit zwischen den Leinenschichten verleimten Metallplättchen, eine ähnliche Schutzwirkung wie beim Glockenpanzer. Für bestimmte Teile – z. B. Schulterklappen - kamen auch andere Materialien wie Leder infrage. Auch hier konnte man Plättchen zwischen zwei dünnen Lederlagen einnähen bzw. das Material Trägerschicht benutzen. Es spricht sogar einiges dafür, dass Kompositpanzer verbreiteter waren als Glocken- oder Leinenpanzer. Sie boten mehr Schutz als der reine Leinenpanzer, ließen aber ein gleiches Maß an Flexibilität - welches dem Glockenpanzer ohnehin fehlte. Der Materialwert und der Fertigungsaufwand eines Glockenpanzers werden wahrscheinlich etwas über denen eines Kompositpanzers gelegen haben, was unter Umständen auch ausschlaggebend für die Wahl der Rüstung war.
__________________ Sticking feathers up your butt does not make you a chicken. Geändert von Der Korinther (08.02.2010 um 20:26 Uhr). | ||
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| | #18 | |
| Mitglied Registriert seit: 08.2009
Beiträge: 65
![]() | Zitat:
Aus welchem Grund hätte man denn in der Antike darauf verzichten sollen, die Leistungsfähigkeit der Bogenschützen auszunützen? Die Altvorderen waren auch nicht dümmer als wir und gerade in der Waffentechnik hat man doch immer das Bestmögliche genommen?
__________________ Ich habe zwar keine Ahnung, aber davon jede Menge! | |
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| | #19 |
| Mitglied Registriert seit: 08.2009
Beiträge: 65
![]() | Sorry Darius, mir ist nicht ganz klar, was du damit ausdrücken willst? Die Aussagekraft des Tests wird doch dadurch eher noch verschlechtert, wenn ich eine ungeeignete Auflage verwende?! Ein Ballen gepreßtes Stroh wäre vermutlich passender gewesen.
__________________ Ich habe zwar keine Ahnung, aber davon jede Menge! |
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| | #20 | |
| Mitglied Registriert seit: 07.2008 Ort: Niederösterreich
Beiträge: 862
![]() ![]() | Zitat:
__________________ Homo homini lupus. | |
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