| Fernsehtipp | |||
| Leptis Magna | Sa | 20:15 Uhr | |
| Die letzten Römer | Sa | 21:05 Uhr | |
| | #21 |
| Mitglied Registriert seit: 02.2010 Ort: Unterallgäu
Beiträge: 34
![]() | Hmmm. Wie soll ichs beschreiben. Für mich sagt der Test mehr aus. Ich sehe, das unter ungünstigen Bedinungen (Sehr nah am Ziel und starre Auflage) dieser Panzer doch einiges aushält. Gepresstes Stroh ist nicht wirklich eine Alternative. Ist genau so hart. Für aussagekräftige Tests müßte man einen Block Ballistische Gelatine in die Rüstung packen, diese freistehend aufstellen und dann auch auf größere Entfernung (25m, 50m 75m 100m) mit Bögen verschiedener Zugstärken darauf feuern. Das sollte in etwa zeigen wie ein Pfeil trifft und vielleicht eindringt in Rüstung und Gelatine. Gruß |
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| | #22 | |
| Mitglied Registriert seit: 08.2009
Beiträge: 65
![]() | Zitat:
Selbstverständlich spielt es eine sehr große Rolle, in welchem Winkel ein Pfeil auftrifft; je stärker allerdings der Bogen ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, daß er auch bei einem ungünstigen Aufschlagwinkel eindringt. Daß die Durchschlagskraft natürlich mit zunehmender Entfernung abnimmt, ist klar. Aber aus wenigen Metern Entfernung wie im Test gibt es kein Halten!
__________________ Ich habe zwar keine Ahnung, aber davon jede Menge! | |
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| | #23 |
| Mitglied Registriert seit: 07.2008 Ort: Asel-Süd
Beiträge: 245
![]() | Ich tippe mal darauf das das Leinenpanzer vor allem von Zeugiten getragen wurde, die Bürger mit einem Gespann. Die konnten sich kein metallernes Panzer leisten, aber schon einen Leinenpanzer. Da nach Alexander Berufsheere und Söldnertum an bedeutung gewannen anstatt von freien Bürgerheeren, wie es sie in die Demokratien und Aristokratien in Griechenland gab, verloren auch die Leinenpanzer an bedeutung.
__________________ "Wer fragt, ist ein Narr für fünf Minuten. wer nicht fragt, bleibt ein Narr für immer" - Chinesische Weisheit |
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| | #24 |
| Mitglied Registriert seit: 01.2007 Ort: Leipzig
Beiträge: 1.422
![]() | Du missverstehst. Der hypotetische leinerne Muskelpanzer würde nicht amTräger anmodelliert, sondern auf einer schön muskelbepackten Form auf der man die durch den Leim noch feuchten und formbaren Leinenbanen anpassen kann. Nach dem trocknen sollte der leinerne Muskelpanzer dann schön muskelig sein.
__________________ Quid quid agis prudenter agas et respice finem. اطلبوا العلم من المهد إلى اللحد |
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| | #25 | |
| Mitglied Registriert seit: 07.2008 Ort: Niederösterreich
Beiträge: 862
![]() ![]() | Zitat:
__________________ Homo homini lupus. | |
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| | #26 | |
| Mitglied Registriert seit: 02.2008 Ort: Berlin
Beiträge: 450
![]() ![]() | Zitat:
In der zweiten Hälfte des 5. Jh. lässt sich sogar ein Trend zu leichter und billiger bewaffneten Hopliten erkennen. Diese Entwicklung ging sogar so weit, dass viele Hopliten ohne Brustpanzer in die Schlacht zogen. Später könnten dann bessere Fertigungsverfahren und teilweise „Standardisierung“ der Rüstungen dazu geführt, dass der Leinenpanzer weniger verwendet wurde bzw. verschwand.
__________________ Sticking feathers up your butt does not make you a chicken. | |
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| | #27 |
| Mitglied Registriert seit: 02.2010 Ort: Unterallgäu
Beiträge: 34
![]() | @BigBen Das mit dem Stroh als Gelantineersatz kenne ich leider nicht. Ich habe zwar schon gesehen wie sie in Galileo und Co. auf Strohpuppen und ähnliches mit Schwertern und allerlei andern scharfen Sachen eingedroschen haben. Sie zeigen das die Waffen sehr scharf sind und auch Schaden anrichten. Aber im Endeffekt kann man am Stroh nicht zeigen, wie diese Tests sich an Menschen auswirken. Ich hab leider auf die Schnelle nur eine Doktorarbeit eines Herrn Sebastian Kunz gefunden und aus diesem, die beiden erklärenden Zitate entnommen. Den Link kann ich dir gerne zukommen lassen, wenn du möchtest. Zitat: Um den physikalisch – ballistischen Ansprüchen der Wundballistik gerecht zu werden, muss das Zielmedium die gleiche Dichte p besitzen wie das zu untersuchende organische Gewebe. Die Dichte von Muskulatur (p = 1,06 g/cm3) [66, S.226] lässt sich in etwa mit der von Gelatine oder Seife vergleichen. Zitat: Um das Geschossverhalten beim Durchschlagen von Knochen zu simulieren, wird Polyurethan verwendet. Dieser Kunststoff gehört zu den Polyestern und wird durch Polyaddition von Isocyanaten und Alkoholen hergestellt. Eine Reihe von Modifikationen bei der Verwendung von Grundstoffen und Katalysatoren in der Produktion führt zur Herstellung von Weich- und Hartschaumvarianten aus Polyurethan. Als Kunstknochen ist Polyurethan bestens geeignet, da man mit diesem Material sowohl die trabekuläre Struktur im Inneren echter Knochen als auch ihre harte Hülle nahezu perfekt nachahmen kann [75]. Die Verwendung von mit Gelatine gefüllten Hohlkugeln aus Polyurethan ist für die wundballistische Untersuchung von Kopfschüssen besonders geeignet [76]. Das oben Beschriebene, halte ich persönlich für die bestmögliche Methode um den Leinenpanzer zu testen. Allerdings auch die Teuerste. Gruß Geändert von Darius Meder (09.02.2010 um 15:57 Uhr). |
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| | #28 | |
| Premiummitglied Registriert seit: 10.2007 Ort: Wo de Oostseewellen trekken an den Strand...
Beiträge: 7.445
![]() ![]() ![]() ![]() | Zitat:
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__________________ Semper aliquid haeret. | |
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| | #29 |
| Mitglied Registriert seit: 02.2010 Ort: Unterallgäu
Beiträge: 34
![]() | Stimmt, aber deswegen eine arme Sau abschlachten, muß doch nicht sein ![]() |
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| | #30 | |||
| Mitglied Registriert seit: 07.2008 Ort: Asel-Süd
Beiträge: 245
![]() | Zitat:
Zitat:
Interressant ist es vieleicht zu wissen wie es so mit den Städtebunde auf dem griechischen Festland aussah. Ich habe mal gehört das die viele Peltasten einsetzten, aber schwerere Infanterie mussten die auch gehabt haben, oder? Waren das Hopliten oder Sarissaphoren?Zitat:
__________________ "Wer fragt, ist ein Narr für fünf Minuten. wer nicht fragt, bleibt ein Narr für immer" - Chinesische Weisheit Geändert von Zananga (09.02.2010 um 16:33 Uhr). | |||
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| | #31 | |
| Mitglied Registriert seit: 10.2008 Ort: Kastalien
Beiträge: 621
![]() ![]() | Zitat:
Daher müsste er preislich irgendwo zwischen Bronzepanzer und einfachen Linothorax liegen. Auf bildlichen Darstellungen haben einige Linothorax ein deutliches Schuppenmuster, Bronzeschuppen sind wohl auch archäologisch nachgewiesen. Andere Darstellungen zeigen den Linothorax rein weiß und unbesetzt. Die Rüstung des Alexanders auf dem berühmten Mosaik aus Pompei zumindest meiner Ansicht nach einen reich verzierten und mit hellen Schuppen (Leder? Horn? Leinen?) besetzen Linothorax, also ein Kompositpanzer. Wenn es eine "Standardisierung" der Hopliten geben sollte, wäre ja mal gut zu wissen, wer die Hopliten ausgestattet hat und wem die Rüstungen gehörten. Die Zeugiten Athens musssten sich als durchaus wohlhabende Bürger ihre Bewaffnung und Rüstung selbst finanzieren, während ärme Bevölkerungsschichten nur als leicht bewaffnete oder Ruderer dienten. Gleiches gal für die spartanischen Hopliten. Wenn die Hopliten ihre Rüstungen selbst finanzieren, muss doch eher von einer individuellen Ausrüstung ausgegangen werden?
__________________ "Je mehr Bücher man liest, desto dümmer wird man" Mao Zedong | |
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| | #32 |
| Mitglied Registriert seit: 07.2008 Ort: Niederösterreich
Beiträge: 862
![]() ![]() | Zumindest bei den Schilden scheint es individuelle Varianten gegeben zu haben. Sokrates erwähnte einmal, dass, als er und Alkibiades gemeinsam als Hopliten dienten, Alkibiades einen ziemlich prächtigen Schild getragen habe. Andererseits wird es zumindest Mindestanforderungen gegeben haben, was die Ausrüstung betrifft.
__________________ Homo homini lupus. |
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| | #33 | ||
| Mitglied Registriert seit: 02.2008 Ort: Berlin
Beiträge: 450
![]() ![]() | Zitat:
Zitat:
„Der Brustpanzer [...] wurde von vielen Hopliten durch Schutzkleidung ersetzt oder [...] ganz weggelassen. [...] Selbst bei Söldnerhopliten gehörte der Brustpanzer nicht mehr zur Standardbewaffnung.“ schreibt J. P. Franz in „Krieger, Bauern, Bürger – Untersuchungen zu den Hopliten in archaischer und klassischer Zeit“. In „Wehr und Waffen im antiken Griechenland“ von A. M. Snodgrass kannst du zum Beispiel nachlesen, dass „... weder die Männer der Phalanx noch die Hypaspisten [...] Brustpanzer trugen.“ Andererseits hättest du auch gar kein Buch durchstöbern müssen. Wikipedia hätte ausgereicht, um das gesagte zu bestätigen. Zu deiner Frage im gleichen Abschnitt: Im griechischen Mutterland wurden, bis zur Unterwerfung durch die Makedonen, weiterhin Hopliten als schwere Infanterie eingesetzt. Im Übrigen nennt man die Männer in der makedonischen Phalanx Phalangiten und nicht Sarissaphoren. Der Begriff Sarissophoren bezeichnet eine leichte Reitertruppe. 3. Deine Rückfrage zum Rüstungsstandard impliziert, dass ich allgemein von einer standardisierten Herstellung des Leinenpanzers ausgehe, was ich aber gar nicht tue. Bei der griechisch/makedonischen Armee kämpfte zumindest die Infanterie weitgehend ohne Brustpanzer. Die Phalangiten trugen als Rüstung nur noch Helm, Beinschienen und einen kleinen, mit Bronze überzogenen Schild. Diese Ausrüstung würde ich als Standard für Phalangiten bezeichnen. Diese Ausrüstung ließ sich schneller und (ganz wichtig) auch kostengünstiger herstellen als die eines Hopliten, da neben den Materialkosten an sich auch das individuelle Anpassen des Brustpanzers an seinen Träger entfiel. Das wiederum begünstigte die Einbindung der verstreut lebenden bäuerlichen Bevölkerung unter Philipp II - oder auch schon früher – in das Militär. Anmerkung: Smileys, wie kannst du dir in Verbindung mit dem dazugehörigen Satz echt sparen.Schönen Gruß
__________________ Sticking feathers up your butt does not make you a chicken. | ||
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| | #34 |
| Mitglied Registriert seit: 12.2008
Beiträge: 268
![]() | Schon etwas her seit dem letzten Post, aber dennoch... Zum Leinenpanzer: Wir wissen kaum etwas über die Konstruktion. Insbesondere die Verwendung von Leim ist nicht überliefert, sie beruht auf einer spekulativen Interpretation von Bildquellen (dem angeblichen Verhalten der Schulterklappen, dem Fehlen von Absteppungen). Aus der sonstigen Rüstungsgeschichte sind mir zwar sehr viele Stoffpanzer bekannt, aber kein einziger geleimter Stoffpanzer. Im Mittelalter galt als Geheimnis für Stoffpanzer "je weicher, desto besserer Schutz", das Leimen erzeugt dagegen einen eher starren Panzer. Falls der so toll war, wieso ging das Geheimnis verloren und wurde nie wieder belebt? Insofern ein netter und zulässiger Rekonstruktionsversuch, aber recht wenig aussagekräftig. Der Titel des Artikels geht mir übrigens auf die Nerven, Kevlar dient nicht der Abwehr von Pfeilen... Zur Panzerentwicklung: Ob Hopliten oder Phalangiten wirklich auf Körperpanzer verzichteten, wie das oft in der Sekundärliteratur (wie oben teilweise zitiert) beschrieben wird, weiß man nicht genau. Die Bildquellen deuten darauf hin. In den schriftlichen Quellen wird bei Hopliten im Kampf eigentlich durchgehend ein Panzer erwähnt (wenn denn überhaupt eine Beschreibung oder Erwähnung erfolgt), auch in der Zeit angeblicher Abrüstung im Peloponnesischen Krieg und bis zur Mitte des 4. Jhr. v. Chr., z.B. bei Xenophon. Manches könnte bei den frühen Phalangiten auf das Fehlen von Panzern hindeuten. Man fragt sich allerdings, wer die vielen Brustpanzer getragen hat, die Alexander verbrannte. Ich denke, wenigstens die ersten Reihen dürften auch Panzer getragen haben, ähnliches kann man auch bei den Schweizer Spießhaufen des 15. Jhr. n. Chr. beobachten. |
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