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#21 |
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Hmmm. Wie soll ichs beschreiben.
Für mich sagt der Test mehr aus. Ich sehe, das unter ungünstigen Bedinungen (Sehr nah am Ziel und starre Auflage) dieser Panzer doch einiges aushält. Gepresstes Stroh ist nicht wirklich eine Alternative. Ist genau so hart. Für aussagekräftige Tests müßte man einen Block Ballistische Gelatine in die Rüstung packen, diese freistehend aufstellen und dann auch auf größere Entfernung (25m, 50m 75m 100m) mit Bögen verschiedener Zugstärken darauf feuern. Das sollte in etwa zeigen wie ein Pfeil trifft und vielleicht eindringt in Rüstung und Gelatine. Gruß |
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#22 | |
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Registriert seit: 08.2009
Beiträge: 35
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Zitat:
Selbstverständlich spielt es eine sehr große Rolle, in welchem Winkel ein Pfeil auftrifft; je stärker allerdings der Bogen ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, daß er auch bei einem ungünstigen Aufschlagwinkel eindringt. Daß die Durchschlagskraft natürlich mit zunehmender Entfernung abnimmt, ist klar. Aber aus wenigen Metern Entfernung wie im Test gibt es kein Halten!
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Ich habe zwar keine Ahnung, aber davon jede Menge! |
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#23 |
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Registriert seit: 07.2008
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Ich tippe mal darauf das das Leinenpanzer vor allem von Zeugiten getragen wurde, die Bürger mit einem Gespann. Die konnten sich kein metallernes Panzer leisten, aber schon einen Leinenpanzer. Da nach Alexander Berufsheere und Söldnertum an bedeutung gewannen anstatt von freien Bürgerheeren, wie es sie in die Demokratien und Aristokratien in Griechenland gab, verloren auch die Leinenpanzer an bedeutung.
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"Wer fragt, ist ein Narr für fünf Minuten. wer nicht fragt, bleibt ein Narr für immer" - Chinesische Weisheit |
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#24 |
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Registriert seit: 01.2007
Ort: Leipzig
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Du missverstehst. Der hypotetische leinerne Muskelpanzer würde nicht amTräger anmodelliert, sondern auf einer schön muskelbepackten Form auf der man die durch den Leim noch feuchten und formbaren Leinenbanen anpassen kann. Nach dem trocknen sollte der leinerne Muskelpanzer dann schön muskelig sein.
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Quid quid agis prudenter agas et respice finem. اطلبوا العلم من المهد إلى اللحد |
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#25 | |
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Registriert seit: 07.2008
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Zitat:
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Homo homini lupus. |
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#26 | |
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Registriert seit: 02.2008
Ort: Berlin
Beiträge: 368
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Zitat:
In der zweiten Hälfte des 5. Jh. lässt sich sogar ein Trend zu leichter und billiger bewaffneten Hopliten erkennen. Diese Entwicklung ging sogar so weit, dass viele Hopliten ohne Brustpanzer in die Schlacht zogen. Später könnten dann bessere Fertigungsverfahren und teilweise „Standardisierung“ der Rüstungen dazu geführt, dass der Leinenpanzer weniger verwendet wurde bzw. verschwand.
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#27 |
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Registriert seit: 02.2010
Ort: Unterallgäu
Beiträge: 14
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@BigBen
Das mit dem Stroh als Gelantineersatz kenne ich leider nicht. Ich habe zwar schon gesehen wie sie in Galileo und Co. auf Strohpuppen und ähnliches mit Schwertern und allerlei andern scharfen Sachen eingedroschen haben. Sie zeigen das die Waffen sehr scharf sind und auch Schaden anrichten. Aber im Endeffekt kann man am Stroh nicht zeigen, wie diese Tests sich an Menschen auswirken. Ich hab leider auf die Schnelle nur eine Doktorarbeit eines Herrn Sebastian Kunz gefunden und aus diesem, die beiden erklärenden Zitate entnommen. Den Link kann ich dir gerne zukommen lassen, wenn du möchtest. Zitat: Um den physikalisch – ballistischen Ansprüchen der Wundballistik gerecht zu werden, muss das Zielmedium die gleiche Dichte p besitzen wie das zu untersuchende organische Gewebe. Die Dichte von Muskulatur (p = 1,06 g/cm3) [66, S.226] lässt sich in etwa mit der von Gelatine oder Seife vergleichen. Zitat: Um das Geschossverhalten beim Durchschlagen von Knochen zu simulieren, wird Polyurethan verwendet. Dieser Kunststoff gehört zu den Polyestern und wird durch Polyaddition von Isocyanaten und Alkoholen hergestellt. Eine Reihe von Modifikationen bei der Verwendung von Grundstoffen und Katalysatoren in der Produktion führt zur Herstellung von Weich- und Hartschaumvarianten aus Polyurethan. Als Kunstknochen ist Polyurethan bestens geeignet, da man mit diesem Material sowohl die trabekuläre Struktur im Inneren echter Knochen als auch ihre harte Hülle nahezu perfekt nachahmen kann [75]. Die Verwendung von mit Gelatine gefüllten Hohlkugeln aus Polyurethan ist für die wundballistische Untersuchung von Kopfschüssen besonders geeignet [76]. Das oben Beschriebene, halte ich persönlich für die bestmögliche Methode um den Leinenpanzer zu testen. Allerdings auch die Teuerste. Gruß Geändert von Darius Meder (09.02.2010 um 16:57 Uhr). |
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#28 | |
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Premiummitglied
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#29 |
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Mitglied
Registriert seit: 02.2010
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Stimmt, aber deswegen eine arme Sau abschlachten, muß doch nicht sein
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#30 | |||
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Registriert seit: 07.2008
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Zitat:
Zitat:
Interressant ist es vieleicht zu wissen wie es so mit den Städtebunde auf dem griechischen Festland aussah. Ich habe mal gehört das die viele Peltasten einsetzten, aber schwerere Infanterie mussten die auch gehabt haben, oder? Waren das Hopliten oder Sarissaphoren?Zitat:
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"Wer fragt, ist ein Narr für fünf Minuten. wer nicht fragt, bleibt ein Narr für immer" - Chinesische Weisheit Geändert von Zananga (09.02.2010 um 17:33 Uhr). |
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#31 | |
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Mitglied
Registriert seit: 10.2008
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Daher müsste er preislich irgendwo zwischen Bronzepanzer und einfachen Linothorax liegen. Auf bildlichen Darstellungen haben einige Linothorax ein deutliches Schuppenmuster, Bronzeschuppen sind wohl auch archäologisch nachgewiesen. Andere Darstellungen zeigen den Linothorax rein weiß und unbesetzt. Die Rüstung des Alexanders auf dem berühmten Mosaik aus Pompei zumindest meiner Ansicht nach einen reich verzierten und mit hellen Schuppen (Leder? Horn? Leinen?) besetzen Linothorax, also ein Kompositpanzer. Wenn es eine "Standardisierung" der Hopliten geben sollte, wäre ja mal gut zu wissen, wer die Hopliten ausgestattet hat und wem die Rüstungen gehörten. Die Zeugiten Athens musssten sich als durchaus wohlhabende Bürger ihre Bewaffnung und Rüstung selbst finanzieren, während ärme Bevölkerungsschichten nur als leicht bewaffnete oder Ruderer dienten. Gleiches gal für die spartanischen Hopliten. Wenn die Hopliten ihre Rüstungen selbst finanzieren, muss doch eher von einer individuellen Ausrüstung ausgegangen werden?
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#32 |
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Registriert seit: 07.2008
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Zumindest bei den Schilden scheint es individuelle Varianten gegeben zu haben. Sokrates erwähnte einmal, dass, als er und Alkibiades gemeinsam als Hopliten dienten, Alkibiades einen ziemlich prächtigen Schild getragen habe.
Andererseits wird es zumindest Mindestanforderungen gegeben haben, was die Ausrüstung betrifft.
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#33 | ||
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Registriert seit: 02.2008
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Zitat:
Zitat:
„Der Brustpanzer [...] wurde von vielen Hopliten durch Schutzkleidung ersetzt oder [...] ganz weggelassen. [...] Selbst bei Söldnerhopliten gehörte der Brustpanzer nicht mehr zur Standardbewaffnung.“ schreibt J. P. Franz in „Krieger, Bauern, Bürger – Untersuchungen zu den Hopliten in archaischer und klassischer Zeit“. In „Wehr und Waffen im antiken Griechenland“ von A. M. Snodgrass kannst du zum Beispiel nachlesen, dass „... weder die Männer der Phalanx noch die Hypaspisten [...] Brustpanzer trugen.“ Andererseits hättest du auch gar kein Buch durchstöbern müssen. Wikipedia hätte ausgereicht, um das gesagte zu bestätigen. Zu deiner Frage im gleichen Abschnitt: Im griechischen Mutterland wurden, bis zur Unterwerfung durch die Makedonen, weiterhin Hopliten als schwere Infanterie eingesetzt. Im Übrigen nennt man die Männer in der makedonischen Phalanx Phalangiten und nicht Sarissaphoren. Der Begriff Sarissophoren bezeichnet eine leichte Reitertruppe. 3. Deine Rückfrage zum Rüstungsstandard impliziert, dass ich allgemein von einer standardisierten Herstellung des Leinenpanzers ausgehe, was ich aber gar nicht tue. Bei der griechisch/makedonischen Armee kämpfte zumindest die Infanterie weitgehend ohne Brustpanzer. Die Phalangiten trugen als Rüstung nur noch Helm, Beinschienen und einen kleinen, mit Bronze überzogenen Schild. Diese Ausrüstung würde ich als Standard für Phalangiten bezeichnen. Diese Ausrüstung ließ sich schneller und (ganz wichtig) auch kostengünstiger herstellen als die eines Hopliten, da neben den Materialkosten an sich auch das individuelle Anpassen des Brustpanzers an seinen Träger entfiel. Das wiederum begünstigte die Einbindung der verstreut lebenden bäuerlichen Bevölkerung unter Philipp II - oder auch schon früher – in das Militär. Anmerkung: Smileys, wie kannst du dir in Verbindung mit dem dazugehörigen Satz echt sparen.Schönen Gruß
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