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Alt 08.11.2004, 15:40   #1
catii
Gast
 
Beiträge: n/a
Frage Vertretung der Griechischen Kultur

Hallo Liebe Geschichtsprofis

Könnt ihr mir bei folgendem Problemchen weiterhelfen? Wo findet man ausserhalb Griechenlands eindeutige Merkmale der Griechischen Kultur. In welchen Ländern ist z.B. beweisbar, dass die Bauart von den Griechen abstammt? Oder wo findet man noch alte Gegenstände die eindeutig von den Griechen stammen? Irgendwelche Gebäude, Relikte oder so.

Gibt es da gute Seiten, die mir zu dieser Thematik weiterhelfen können? Leider habe ich mit Google nichts gefunden.

Vielen Dank für Eure Hilfe!
Gruss Cati
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Alt 08.11.2004, 15:56   #2
Moderatorin
 
Mitgliederbild von Lukrezia Borgia
 
Registriert seit: 06.2004
Ort: Berlin
Beiträge: 7.918
Lukrezia Borgia ist einfach richtig nettLukrezia Borgia ist einfach richtig nettLukrezia Borgia ist einfach richtig nett
Zitat:
catii
Hallo Liebe Geschichtsprofis

Könnt ihr mir bei folgendem Problemchen weiterhelfen? Wo findet man ausserhalb Griechenlands eindeutige Merkmale der Griechischen Kultur. In welchen Ländern ist z.B. beweisbar, dass die Bauart von den Griechen abstammt? Oder wo findet man noch alte Gegenstände die eindeutig von den Griechen stammen? Irgendwelche Gebäude, Relikte oder so.

Gibt es da gute Seiten, die mir zu dieser Thematik weiterhelfen können? Leider habe ich mit Google nichts gefunden.

Vielen Dank für Eure Hilfe!
Gruss Cati

Auf die Antike beschränkt oder auch auf die Neuzeit übertragen? Den griechischen Baustil findest du überall dort, wo die Griechen Kolonien hatten. Auch die Römer holten sich Anregungen aus der griechischen Architektur.

Was die Neuzeit betrifft, denk an die vielen klassizistischen Bauten in ganz Europa.

Liebe Grüße
__________________
Though this be madness, yet there is method
Lukrezia Borgia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.11.2004, 16:08   #3
Mitglied
 
Mitgliederbild von Tib. Gabinius
 
Registriert seit: 07.2004
Ort: CCAA / Bonna
Beiträge: 2.949
Tib. Gabinius ist ein sehr geschätzer MenschTib. Gabinius ist ein sehr geschätzer Mensch
Mein Tipp dazu: schnapp dir einen historischen Atlas (etwa den Putzger) und schlag unter griechischer Kolonisation nach (bei Putzger Seite 29). Dort findest du die Gründungen. Auf dieser Grundlage kannst du dann gezielt nachforschen (etwa Syrakusai, das heutige Syrakus oder Tarentum, das heutige Tarent).
__________________
Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der anderen, noch von der eigenen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen.
Theodor W. Adorno
Tib. Gabinius ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.06.2016, 06:35   #4
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Mitgliederbild von El Quijote
 
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El Quijote ist ein wunderbarer AnblickEl Quijote ist ein wunderbarer AnblickEl Quijote ist ein wunderbarer AnblickEl Quijote ist ein wunderbarer AnblickEl Quijote ist ein wunderbarer AnblickEl Quijote ist ein wunderbarer AnblickEl Quijote ist ein wunderbarer AnblickEl Quijote ist ein wunderbarer AnblickEl Quijote ist ein wunderbarer Anblick
Wir neigen ja dazu, unter griechischer Kolonisation immer nur an den Mittelmeerraum zu denken, vergessen dabei aber gerne die makedonisch-hellenistische Ausbreitung, die über den engeren syrischen Raum weit über den mittelmeerischen Horizont nach Osten hinausgeht. In Baktrien (etwa Afghanistan) hat sich eine Zeit lang ein Diadochenreich halte können und Archäologen sprechen durchaus von einer graeco-buddhistischen Kultur. Erst jetzt ist wieder in Pakistan eine als "griechisch" angesprochene Stadt archäologisch untersucht worden.
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Alt 29.06.2016, 10:52   #5
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Beiträge: 180
Caro91 wird schon bald berühmt werden
In der klassischen Antike waren die Handelsnetze häufig schon sehr weitreichend und stabil. Außerdem war die römische Oberschicht häufig sehr von der griechischen Kultur fasziniert. Dadurch gibt es auch dort Bauwerke griechischer Art, wo keine Kolonien errichtet worden sind, etwa am Rhein oder in Britannien. Dazu kommt dann noch die von El Quijote genannte Expansion des Alexanderreiches und die griechische Prägung der Diadochenreiche. Geht es Dir um eine spezielle Region?
Caro91 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.06.2016, 12:30   #6
Mitglied
 
Registriert seit: 10.2014
Beiträge: 615
balkanese befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
"Geht es dir um eine spezielle Region?" ist gut, der Thread ist 12 Jahre alt^^
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Alt 29.06.2016, 14:04   #7
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Mitgliederbild von Dieter
 
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Beiträge: 9.630
Dieter ist jedem bekanntDieter ist jedem bekanntDieter ist jedem bekanntDieter ist jedem bekanntDieter ist jedem bekanntDieter ist jedem bekanntDieter ist jedem bekannt
Zitat:
El Quijote Beitrag anzeigen
. In Baktrien (etwa Afghanistan) hat sich eine Zeit lang ein Diadochenreich halte können und Archäologen sprechen durchaus von einer graeco-buddhistischen Kultur. .
Das graeco-baktrische Reich in Afghanistan und NW-Indien währte etwa 200 Jahre: vom seleukidischen Statthalter Diodotos I., der 239 v. Chr. den Königstitel annahm, bis etwa zur Zeitenwende, als die nomadischen Kuschana bzw. Yüeh-chih die Reiche der indischen Griechen eroberten und auch die iranischen Saken vordrangen.

Für mich zeigt das nicht so sehr eine militärische Stärke der Graeco-Baktrer, als vielmehr eine Schwäche der nordindischen Fürsten, die der überlgenen griechischen Kriegstaktik nicht gewachsen waren. Und eins ist noch zu bedenken: Solange das hellenistische Seleukidenreich im Rücken der Indogriechen Bestand hatte, lagen diese im politischen und militärischen Windschatten, was die Expansion der Indogriechen über den ganzen Raum Nordwestindiens und Afghanistans außerordentlich begünstigte.

Mit dem Zurückweichen der Seleukiden vor den vordringenden iranischen Parthern war zunehmend auch das graeco-baktrische Königreich gefährdet, sodass es den um 100 v. Chr. eindringenden nomadischen Kuschana und Saken wenig entgegensetzen konnte. Man muss sich im Gegenteil wundern, dass die indischen Griechen in ihrer totalen Abgeschiedenheit überhaupt an die 200 Jahre staatlich überleben konnten.

In diesen zwei Jahrhunderten herrschten über 40 griechische Könige und Fürsten in Nordwestindien und dem Grenzgebiet von Afghanistan. Leider ist ihre Geschichte besonders im 1. Jh v. Chr. oft nur in Umrissen bekannt und die Namen mancher Könige sind nur durch Münzfunde überliefert. Nur zwei Inschriften geben auf indischem Boden über sie Auskunft, weiterhin existieren wenige, meist vage Hinweise über die "Yavanas" in der indischen Literatur sowie kurze, aber wichtige Angaben in der klassischen, abendländischen Literatur - dabei stellten die Indo-Griechen den östlichsten Außenposten des Hellenismus dar und überlebten als Herrscherelite in nahezu völliger Isolation.
Dieter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.06.2016, 16:35   #8
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Mitgliederbild von El Quijote
 
Registriert seit: 04.2005
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Zitat:
Dieter Beitrag anzeigen
als vielmehr eine Schwäche der nordindischen Fürsten, die der überlgenen griechischen Kriegstaktik nicht gewachsen waren.
Das glaube ich noch nicht... Alexander hat seine herbste militärische Niederlage am Indus erlitten.
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Alt 29.06.2016, 23:12   #9
Mitglied
 
Registriert seit: 08.2013
Ort: Am schönen Bodensee
Beiträge: 180
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Zitat:
balkanese Beitrag anzeigen
"Geht es dir um eine spezielle Region?" ist gut, der Thread ist 12 Jahre alt^^
Stimmt, das ist mir gar nicht aufgefallen.
Caro91 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.06.2016, 17:54   #10
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Joinville hat die Renommee-Anzeige deaktiviert
Zitat:
El Quijote Beitrag anzeigen
Das glaube ich noch nicht... Alexander hat seine herbste militärische Niederlage am Indus erlitten.
Welche soll das gewesen sein?
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"...aber ich begehre noch lange nicht Eure Gebeine als heilige Reliquie zu küssen." (Joinville zu dem im Staube sitzenden König)
Joinville ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.06.2016, 19:51   #11
Moderator
 
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Oh... Ich meinte die Schlacht am Hydaspes. Die war aber tatsächlich keine Niederlage sondern nur ein besonders schwer errungener Sieg.
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