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Alt 01.08.2013, 23:36   #301
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Joinville Beitrag anzeigen
Dann waren da noch die beiden Scipio-Brüder die in Spanien gegen Hasdrubal fielen oder Crassus Untergang bei Carrhae.



Das glaub ich auch nicht. In der Regel führten die Befehlshaber ihre Infantrie hinter der Linie stehend in den Kampf, dass war bei Alexander und den Diadochen auch nicht anders.
Das was Alexander von den anderen Feldherren der Antike vielleicht unterscheidet war das er immer die Kavallerie anführte und so an deren Spitze immer in die Schlacht einstieg, was im Vergleich zu einem der eine Phalanx in deren Rücken stehend in dem Kampf führt spektakulärer und gefährlicher erscheint.

Längst verjährt der Thread, aber war es nicht so, dass Crassus erst nach der Schlacht von Carrhae ums Leben kam, als er mit den Parthern Kapitulationsverhandlungen führte oder führen wollte? Ich meine, die Parther nötigten, ihn mit ins Lager zu kommen,und als Crassus sich weigerte, wurde er niedergemacht.
Nach Carrhai erwarb sich der spätere Caesarattentäter c. Cassius Longinus militärischen Ruhm, da es ihm gelang, sich mit den resten der geschlagenen Legionen nach Syrien abzusetzen.
Crassus Kopf schickte Surenas nach Ktesiphon, wo der "König der Könige" sich gerade eine Aufführung der Bachantinnen des Euripides ansah.

In dem Stück wird Pentheus, König von Theben von den Mänaden zerrissen. Als die griechische Theatergruppe diese Szene vorführte, zeigte man Crassus präpariertes Haupt.
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Alt 17.08.2013, 20:13   #302
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robrich Beitrag anzeigen
Zudem bleibt fest zu stellen, dass die Griechen allgemein in den vohrigen 100 Jahren gegen die Perser ohnehin jede Schlacht gewonnen hatten. Egal unter welchem Feldherrn.
Da Dir die Schlacht von Knidos nicht passt, wie wäre es damit: 391 wurde der spartanische Feldherr Thibron in Kleinasien vom persischen Satrapen Struthas vernichtend geschlagen, auch Thibron selbst kam um.
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Alt 27.06.2016, 20:39   #303
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inti zeigte ein beschämendes Verhalten in der Vergangenheit
Philipp II von Mazedonien gilt unter Experten unstreitig als der am meisten unterschätzte Feldherr der Antike. Er allein hat die makedonische Grossmacht erschaffen, er hat die zur damaligen Zeit weltbeste Armee, das unschlagbare makedonische Heer, respektive die unbesiegbare Phalanx, das effektive Offiziers-korps und den überragenden Generalsstab um Antipater, Attalos und den später auf Anweisung AdG ermordeten genialen Parmenion kreiert, und sogar persönlich den persischen Feldzug geplant und vorbereitet. Allein auf seinen Erfolgen beruhte der spätere Erfolf von AdG. Das hat auch General Kleitos ausgesprochen, wofür er von AdG ermordet wurde. Jeder am damaligen Hof wusste, dass er, mit Anfang 40, allein wegen seiner Heirat mit einer echten Mazedonin aus erstem Adel, der blutjungen Kleopatra, auf Veranlassung von einer seiner 7 oder 8 Ehefrauen, der abgehalfteterten, eifersüchtigen, irren und rachesüchtigen Psycho Migrantin aus Epirus, Olympias und ihrem Sohn Alexander, einem Halb-Makedonen, von P. heimtückisch von hinten ermordet wurde. Sie hat diesem feigen Meuchelmörder sogar noch Pferde bereit gestellt, und zur Flucht verholfen. Und das konnte nicht mal die spätere offiziellen Hof-Lügen-Propaganda-Presse des makedonischen Hofes um AdG ganz vertuschen.

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Alt 27.06.2016, 21:08   #304
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Ganz schön viel Emotion für ein Ereignis, welches über 2300 Jahre her ist.
Egal, was die tatsächlichen Hintergründe für die Ermordung Philipps waren - eine Beteiligung Alexanders und der Olympias daran wird erst von Quellen insinuiert, die mehrere Jahrhunderte später entstanden, ist aber selbstverständlich nicht ganz unwahrscheinlich - so muss man Alexander bei all seinen Charakterfehlern doch zugestehen, dass er politisch wie militärisch äußerst erfolgreich war. Er war es schließlich, der die Perser in mehreren wichtigen Schlachten besiegte und bis an den Indus zog. Dazu bedurfte es Charismas und Erfolg. Denn ohne beides wären ihm seine Leute nicht jahrelang immer weiter von zuhause weg gefolgt. Irgendwann waren sie es dann ja auch leid - und trotzdem gelang es ihm da noch einmal, sie mit seinem Charisma zu überzeugen weiter zu ziehen.
Auch politisch war Alexander nicht so ungeschickt... Dass er die Perser durch Heirat und Rekrutierungen in sein Herrschaftssystem einband und nicht einfach unterjochte, machte zwar einen Teil seiner Leute wütend, ersparte ihnen aber sicher auch manche Ungemach. Perser, die unter der makedonischen Herrschaft eine Perspektive sahen, ihren gewohnten Lebensgang weiter zu verfolgen, waren leichter zu beherrschen als solche, die mit dem Verlust all dessen, was sie vor Alexander genossen hatten, rechnen mussten.
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Alt 28.06.2016, 11:55   #305
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Zitat:
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Ganz schön viel Emotion für ein Ereignis, welches über 2300 Jahre her ist. Egal, was die tatsächlichen Hintergründe für die Ermordung Philipps waren - eine Beteiligung Alexanders und der Olympias daran wird erst von Quellen insinuiert, die mehrere Jahrhunderte später entstanden...so muss man Alexander bei all seinen Charakterfehlern doch zugestehen, dass er politisch wie militärisch äußerst erfolgreich war. Er war es schließlich, der die Perser in mehreren wichtigen Schlachten besiegte und bis an den Indus zog....
Nein, keine Emotion, ich schildere völlig emotionslos, dafür unverblümt Fakten und Tatsachen. Natürlich gab es zu Lebzeiten Alexanders und seiner Diadochen keinerlei Hinweise auf seine Beteiligung an dem Attentat, galt doch allein die blosse Erwähnung eines Verdachts als Hochverrat, und mit dem Tod zu betrafendes Verbrechen. Alexander hatte ja Dutzende gekaufte,Lügen -Presse-Schmierfinken, pardon offizielle Hofbericherstatter, von denen Kallisthenes der bekannteste war, die natürlich nur wiedergeben durften, was ihrem Herrn gefielen. Und als er ausnahmsweise mal die Wahrheit schrieb, wurde er promt gefoltert und hingerichtet.

Alexander hat zwar die Perser mit einer von seinem Vater erschaffenen, und damit ererbten und vor allem unbesiegbaren Armee und einem genialen Generalsstab in drei grossen Schlachten geschlagen, was vor ihm aber ohnhin fast jedem anderen griechischen General seit Militades bei Marathon gelungen war. Das gelang ja sogar einem militärisch völlig unerfahrenen Anfänger wie Xenophon in der Anabasis.

Nicht umsonst hat der fähigste Heerführer der Perser, der Grieche Memnon von Rhodos, der am Hofe de Mazedonen gelebt und ihre furcherregende Militätmaschine kannte, bereits vor der ersten Schlacht am Granikos den Grosskönnig gewarnt, die Perser hätten gegen die mazedonische Armee in einer offenen Feldschlacht nicht die Spur einer Chance. Und sollten besser ihre Flotte einsetzen, und Alexander den Nachschub abschneiden.

Zwar kämpften auf Seiten der Perser auch viele griechischen Söldner und erfahrene Generäle wie der Mazedone Amyntas und der Phoker Patron, aber unter einem völlig unfähigen persischen Kommando, respektive Grosskönig Dareos III, ein noch nicht mal von allen anerkannter, sondern schwacher und militärich unerfahrener Dilletant , der sich nicht durchsetzen konnte, und noch dazu zweimal vom Schlachtfeld geflohen war, obwohl die Schlachten noch gar nicht verloren waren. Einmalig in der Miltärgeschichte....

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Alt 28.06.2016, 13:04   #306
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Unbesiegbar ist keine Armee. Keiner wird die Vorarbeit von Philipp kleinreden, aber es wäre idiotisch einen so großen Feldherren wie Alexander darauf zu beschränken. Immerhin gewann nicht die Phalanx sondern vor allem der Einsatz der Kavallerie die Schlachten.
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Alt 28.06.2016, 13:33   #307
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Na gut, dann eben eine völlig emotionslose Schwarz-weiß-Malerei...
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Alt 28.06.2016, 13:44   #308
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Zoki55 Beitrag anzeigen
Unbesiegbar ist keine Armee. Keiner wird die Vorarbeit von Philipp kleinreden, aber es wäre idiotisch einen so großen Feldherren wie Alexander darauf zu beschränken. Immerhin gewann nicht die Phalanx sondern vor allem der Einsatz der Kavallerie die Schlachten.
Stimmt, es wäre völlig idiotisch zu verschweigen, dass seit 200 Jahren jede griechische Armee- sogar unter einem Nicht-militär wie Xenophon- jede persische geschlagen hat.
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Alt 28.06.2016, 13:47   #309
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Philipp II von Mazedonien gilt unter Experten unstreitig als der am meisten unterschätzte Feldherr der Antike.
Das wage ich zu bezweifeln.
Da gibt's noch einige andere wie Caesar oder Philipps Sohn Alexander.
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Alt 28.06.2016, 15:48   #310
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Zitat:
Dieter Beitrag anzeigen
Das wage ich zu bezweifeln.
Da gibt's noch einige andere wie Caesar oder Philipps Sohn Alexander.
Du hast da etwas missverstanden. Ganz unabhängig von dem Gehalt seiner Aussage schrieb Inti/Robrich:

Zitat:
inti Beitrag anzeigen
Philipp II von Mazedonien gilt unter Experten unstreitig als der am meisten unterschätzte Feldherr der Antike.
Weder Caesar noch Alexander werden unterschätzt. Insbesondere Alexander nach Intis/Robrichs Auffassung ja sogar überschätzt.
Wie dem auch sei, es ist mir unverständlich, wie man wie inti einen solchen Hass auf Leute hegen kann, die mehr als 2300 Jahre tot sind.
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Alt 28.06.2016, 19:02   #311
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Mitgliederbild von thanepower
 
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thanepower ist jedem bekanntthanepower ist jedem bekanntthanepower ist jedem bekanntthanepower ist jedem bekanntthanepower ist jedem bekanntthanepower ist jedem bekanntthanepower ist jedem bekannt
Zitat:
inti Beitrag anzeigen
Philipp II von Mazedonien gilt unter Experten unstreitig als der am meisten unterschätzte Feldherr der Antike.
Es ist mir nicht klar, wer als "Experte" angesprochen wird. Zur Beurteilung eines Heerführers sollten - zumindest unter militärischen Gesichtspunkten - Militärhistoriker qualifiziert sein.

Mit Liddell Hart möchte ich obiger Einschätzung widersprechen. Sofern es aus seiner Sicht einen Heerführer gab, der in der Beurteilung seiner militärischen Leistung unterschätzt wurde, dann ist es Scipio Africanus (vgl. Link zum Buch)

Insofern trifft obiges Urteil kaum zu, da es durch - anerkannte - Experten bestritten wird

https://books.google.de/books?id=jl4...icanus&f=false

https://de.wikipedia.org/wiki/Publiu...ipio_Africanus
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When the facts change, I change my mind. What do you do, sir? J.M. Keynes

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