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Alt 07.05.2017, 16:48   #1
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IceTea ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Romanisierung

Hallo, ich mal wieder

Wir haben einen Schulaufschrieb verfasst: "Romanisierung, wie muss ein Römer sein?"

Dort steht nur : Bestandteile : Glaube, Justiz, Infrastruktur und Gebäude, Aussehen} Kulturelle Annehmlichkeiten vs Knechtschaft...


Leider sagt mir das garnichts.....
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Alt 07.05.2017, 17:37   #2
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Was haben uns die Römer gebracht?
- Den Aquädukt!
Ach ja, den Aquädukt, den haben sie uns gegeben.
- Die sanitären Einrichtungen!
Also gut, abgesehen von dem Aquädukt und den sanitären Einrichtungen...
- Die schönen Straßen!
- Und die Bäder!
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Alt 07.05.2017, 17:45   #3
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Alt 07.05.2017, 17:50   #4
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Hallo, ich mal wieder

Wir haben einen Schulaufschrieb verfasst: "Romanisierung, wie muss ein Römer sein?"

Dort steht nur : Bestandteile : Glaube, Justiz, Infrastruktur und Gebäude, Aussehen} Kulturelle Annehmlichkeiten vs Knechtschaft...


Leider sagt mir das garnichts.....
War das der Tafelanschrieb oder sind das deine Notizen?

Bzgl. Glaube: Die Römer waren im religiösen Bereich relativ tolerant, an was ihre Untertanen glaubten. Allerdings hatten sie ein Problem mit den Christen, die als Monotheisten nicht am Kaiserkult teilnahmen, dem römischen Staatskult. Hier könntest du mal weiter recherchieren. Ansonsten würde ich mal recherchieren, was es bedeutet ein Bürger zu sein, bzw. welche Unterschiede zwischen Freien und Freigelassenen, Freigelassenen und Sklaven bestanden. Die Infrastruktur wird sich auf "Alle Straßen führen nach" wohin wohl? beziehen einerseits (recherchiere Geteidespenden und wo die Kornkammern Roms lagen) und andererseits zwischen dem Ausbau (siehe Sepiolas Post) im Reich vs. dem Barbaricum.
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Alt 07.05.2017, 18:02   #5
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Riothamus ist ein sehr geschätzer MenschRiothamus ist ein sehr geschätzer Mensch
Und, wenn Du den Film nicht kennst, schau Dir Life of Brian an. (dt. Das Leben des Brian)

Bei der Frage, wie ein Römer sein soll, sind natürlich eher die Werte zu berücksichtigen. Recherchiere mal Pietas, Familia, Virtus, Religio und die Einstellung zu Staat und Berufen.

Dann schaue, was unter Romanisierung gewöhnlich zu verstehen ist, woher die Impulse dazu kamen und ob etwas unternommen wurde, das zu fördern. Und wenn ja, von wem und wie?

Aber nach den Forenregeln gehört doch so eine tagespolitische Frage nicht hier her. und auch als Hinweis.

Geändert von Riothamus (07.05.2017 um 18:04 Uhr).
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Alt 07.05.2017, 18:04   #6
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Nein, es ist unsere Tafelanschrift gewesen.

Aber ich hab mal jemand anderes aus der Klasse gefragt.


Die Römer, wollten ihr wissen und ihren Lebensstil den Britten weitergeben. Die haben denen halt diese Bestandteile (wie zb Justiz oder Aussehen) beigebracht.
-> Kulturelle Annehmlichkeiten.



Aber die haben des unfreiwillig gemacht, die wollten des zwar nicht aber mussten es wenn sie was erreichen wollten - > Knechtschaft.

Aber es wurde niemand sozusagen geknechtet der es net machen wollte.

Der ders angenommen hat wurde gelobt der ders abgelehnt hat wurde getadelt.
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Alt 07.05.2017, 18:11   #7
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Ich glaube, dein/e Gewährsmann/frau aus der Klasse hat das alles auch nur bedingt verstanden oder du das was er/sie dir erzählt hat.
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Alt 07.05.2017, 18:23   #8
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Zitat:
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Die Römer, wollten ihr wissen und ihren Lebensstil den Britten weitergeben. Die haben denen halt diese Bestandteile (wie zb Justiz oder Aussehen) beigebracht.
-> Kulturelle Annehmlichkeiten.
Das bezieht sich offensichtlich auf diese Stelle (Tacitus, Agricola):

[21] Der folgende Winter wurde mit äußerst zuträglichen Plänen verbracht. Um nämlich die Menschen, die verstreut und roh und daher leicht zum Kriege geneigt, an Ruhe und Muße durch Lustbarkeiten zu gewöhnen, ermutigte er sie persönlich zum Bau von Tempeln, Foren und Häusern und unterstützte sie dabei auf öffentlichem Weg, wobei er die Entschlossenen lobte und die Trägen tadelte: So herrschte wetteiferndes Streben um Ehre anstatt Zwang. Ferner ließ er den Söhnen der führenden Männer Unterricht in den freien Künsten zukommen, und zog das geistige Talent der Britannier dem Fleiß der Gallier vor, sodass diejenigen, die gerade noch die römische Sprache ablehnten, bald deren Beredsamkeit begehrten. Von da stand auch unsere Tracht in Ehre und die Toga war oft gesehen. Allmählich wurden sie zu den Lockungen von Lastern geführt, zu Portiken, Bädern und der Feinheit von Gastmählern. Und dies wurde von den Unkundigen „Zivilisation“ genannt, während es in Wahrheit ein Teil der Sklaverei war.

Latein-Imperium.de - Tacitus - Agricola - Kapitel XVIII-XXVIII: Verwaltung Britanniens durch Agricola (77-82 n. Chr.)

Das eigentliche Ziel der Römer steht im letzten Satz: Sie wollten Untertanen haben, die nicht aufmuckten...
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Alt 07.05.2017, 18:54   #9
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Riothamus ist ein sehr geschätzer MenschRiothamus ist ein sehr geschätzer Mensch
Allerdings geschah der Prozess der Romanisierung zum größten Teil freiwillig aufgrund eigener Interessen.

( Natürlich sind das zwei Gegenpole und eine Verbindung ist das wahrscheinliche.)

Interessant dazu die auf der Lyoner Tafel erhaltenen Rede des Kaisers Claudius, in der er dem Senat schmackhaft machen wollte, dass er Bürger gallisches Herkunft zu Senatoren ernannte. Leider habe ich online keine Übersetzung gefunden, der Wikipedia-Artikel zu Claudius verlinkt nur unter Weblinks, den lateinischen Text. (CIL XIII 1668, für die, die besser googeln können, als ich)

Von Tacitus gibt es in den Annalen 11, 23 ff eine eigene Version der Argumente des Claudius. (Die Reden in Geschichtswerken waren damals mit geringen Ausnahmen von den Historikern formuliert und stellen ihre Interpretation der Dinge, sozusagen ihren Kommentar dar, so dass sich der Bericht über die Ereignisse und die Reden in der Geschichtsschreibung in etwa so gegenüberstehen wie heute Bericht und Kommentar in der Presse. Daher handelt es sich um zwei verschiedene Reden. Von den Annalen sollten Übersetzungen online zu finden sein.)

Geändert von Riothamus (07.05.2017 um 18:57 Uhr).
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Alt 07.05.2017, 19:09   #10
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Zitat:
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Interessant dazu die auf der Lyoner Tafel erhaltenen Rede des Kaisers Claudius, in der er dem Senat schmackhaft machen wollte, dass er Bürger gallisches Herkunft zu Senatoren ernannte. Leider habe ich online keine Übersetzung gefunden, der Wikipedia-Artikel zu Claudius verlinkt nur unter Weblinks, den lateinischen Text. (CIL XIII 1668, für die, die besser googeln können, als ich)
Hier mit Abbildung und deutscher Übersetzung:

https://books.google.de/books?id=YyF...0freis&f=false
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Alt 07.05.2017, 23:43   #11
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Zitat:
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Offensichtlich nicht. Sonst wäre das mit der Romanisierung ja klar.
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