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Umfrageergebnis anzeigen: der erfolgreichste Kommandeur des Siebenjährigen Krieges
Friedrich II 13 34,21%
Prinz Ferdinand von Braunschweig- Wolfenbüttel 5 13,16%
Kurt Christoph von Schwerin 1 2,63%
v. Seydlitz 3 7,89%
Gideon Ernst von Laudon 3 7,89%
Leopold Graf Daun 2 5,26%
Victor Francois Duc de Broglie 1 2,63%
Louis de Montcalm 1 2,63%
James Wolfe 1 2,63%
Prinz Heinrich von Preussen 8 21,05%
Teilnehmer: 38. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen

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Alt 13.08.2008, 11:35   #81
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Repo ist einfach richtig nettRepo ist einfach richtig nettRepo ist einfach richtig nettRepo ist einfach richtig nett
Zitat:
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Danke für die Ausführungen Scorpio.

Wenn ich mir so anschaue, welch große Heere im Westen unterwegs waren, dann scheint mir der Kriegsschauplatz im Osten unter Friedrich II. etwas überbewertet. Die Kämpfe zwischen den Franzosen unter Broglie, Soubise, Richelieu, Contades usw. gegen die Verbündeten unter dem Prinz von Hessen-Kassel und dem Herzog von Braunschweig sahen ähnlich große Heere teilw. sogar noch größere. Im Endeffekt ist das nicht verwunderlich. Denn hier konnten die Franzosen dem englischen König konkret schaden, während sich die Niederlage in den Kolonien schon in den späten 1750ern abzeichnete.

Gibt es zu den Feldzügen der Franzosen moderne Standartwerke mit schönem Kartenmaterial? Ich lese manchmal in zeitgenössischen Quellen von Franzosen oder Reichstruppen, welche bis vor Magdeburg oder Halberstadt kamen. Vielleicht waren dies auch leichte oder kleinere Truppen. So ganz kann ich mir von den ganzen Feldzügen aber noch kein Bild machen.
Vielleicht gab es ja doch fähige französische Befehlshaber außer Richelieu in Norddeutschland.

Für sich gesehen, waren einige französische Kommandanten nicht schlecht, aber ein einheitlicher Oberbefehl war scheinbar schwierig und so gab es wie übrigens auch teilweise schon im Österreichischen Erbfolgekrieg heillose Streitereien unter den Marschällen von Frankreich und Generälen. Dass sich obendrein aus Versailles teilweise in die Kriegsführung eingemischt wurde, wird auch nicht gerade das Vorgehen verbessert haben.
Ist eigentlich wahr, das Abend,ahl vor Leuthen kennt man, man glaubt die Brücke zu kenne, unter der sich FdG nach Kunersdorf versteckt hat,

aber vom Westen beschränken sich die Kenntnisse auf Rossbach, und das wars dann...
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Alt 13.08.2008, 11:39   #82
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Zitat:
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aber vom Westen beschränken sich die Kenntnisse auf Rossbach, und das wars dann...
Na und Rossbach würde ich eher im Osten verorten. Aber im Vergleich zu den Schlachten Friedrich II. in Sachsen, Böhmen und Schlesien ist es freilich recht weit im "Westen". Jedenfalls ist es das einzige größere Treffen, in welchem Friedrich II. persönlich den Franzosen gegenüber stand, wenn ich nicht irre. Offen gesagt bin ich auch erst durch das englische Wikipedia und die Veranstaltung in Minden so richtig auf das Thema gekommen.

Im Polnischen Erbfolgekrieg diente zwar Friedrich als preußischer Kronprinz, aber Prinz Eugen ging ja den Wünschen von oben und dem Drängen auf eine Generalschlacht nicht nach. Das bedeutete, dass er auch auf das Bitten der Verteidiger von Philippsburg hin nicht aushalf und den Marschall von Berwick (1670-1734) angriff, der bei der Belagerung getötet wurde.
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Geändert von Brissotin (13.08.2008 um 11:47 Uhr).
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Alt 13.08.2008, 16:15   #83
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Minden 1759 war wirklich ein eindrucksvoller Sieg der Alliierten, wobei die noch nicht einmal auf starke Kavallerieverbände zurückgreifen konnten, um die Franzosen zu verfolgen, da sich Lord Sackville, der Kommandeur der britischen Kavallerie, schlichtweg weigerte, in Stellung zu gehen. Was die Entscheidung brachte, war ein Angriff der Infanterie auf die französische Kavallerie, die durch die Feuerkraft buchstäblich zusammengeschossen wurde.

Mir ist in der Militärgeschichte der Neuzeit kein anderes Beispiel bekannt, dass Infanterieverbände Kavallerie attackierten.
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Alt 02.02.2016, 12:56   #84
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Tja, wirklich bewähren musste er sich nicht, aber wie sieht es mit John Ligonier (1680-1770) aus? Ihm oblag die eventuelle Abwehr einer französischen Invasion 1759 in England. Er war zwar bereits 79, aber das hat bei ihm scheinbar nicht viel zu sagen. 67-jährig ritt er noch eine entscheidende Attacke bei Lauffeld für die er von Freund und Feind hohe Achtung erwarb.
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feldherr daun, friedrich der große

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