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| | #1 |
| Mitglied Registriert seit: 11.2011
Beiträge: 10
![]() | Friedrich der Große Hallo ![]() Im Geschichtsunterricht behandeln wir zur Zeit Friedrich den 2. Unser Lehrer hat uns die Aufgabe gegeben, Thesen über den alten Fritz aufzustellen. Ich habe bislang leider nur 2: Seine harte Kindheit prägte Friedrich sein Leben lang ( Abschaffung Folter) & selbst nach seinem Tod hatte Friedrich großen Einfluss auf die Deutschen. Fallen euch noch welche ein? ![]() Geändert von MariaM (01.05.2012 um 08:55 Uhr). |
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| | #2 | |
| Premiummitglied | Zitat:
Statt dessen eine Anregung: Oft lassen sich aus einer These weitere produzieren - und zwar dann, wenn man die Ausgangsthese präzisiert. Du sagst z. B. nicht, wie genau der Einfluss Friedrichs auf die Deutschen nach seinem Tod ausgesehen hat. Wenn Du das genauer ausarbeitest, kommst Du evtl. auf eine Formulierung wie diese hier: "Friedrichs Wirken beeinflusste die Deutschen auch nach seinem Tod, und zwar (These 1) einerseits in Bezug auf ... und (These 2) andererseits in Bezug auf..." Auch die harte Kindheit lässt sich sicher nicht nur mit der Abschaffung der Folter in Verbindung bringen, so dass sich auch hier weitere Thesen finden lassen.
__________________ hier entsteht in nicht absehbarer Kürze eine neue Signatur | |
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| | #3 |
| Mitglied Registriert seit: 10.2010
Beiträge: 140
![]() | Friedrich führte Preußen in den Kreis der europäischen Großmächte - zum Beispiel. Geändert von Cliomara (01.05.2012 um 15:55 Uhr). |
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| | #4 | |
| Mitglied Registriert seit: 09.2009
Beiträge: 2.618
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Zitat:
Die Tatsachenfeststellung, daß F. II. eine "harte Kindheit" hatte, ist keine These. Die Argumentationskette, daß aufgrund seiner individuellen "harten Kindheit" er die Folter abschaffte wirst Du weder psychologisch, historisch, juristisch noch philosophisch schließen können. Sorry, ich möchte Dich nicht demotivieren*, wenn Du magst lies weiter und entschuldige den saloppen Ton. Gespräch, der spätere F. II. und von Katte. v.K.: Hey Frederic. F.: Hey Henry. v.K.: Was liest Du schon wieder? F.: Il Principe. v.K.: Machiavelli, schon wieder. Total uncool. F.: Henry, das sind die Grundlagen des modernen Staates, aber pervertiert. v.K.: O.K. Du wirst mal der Boß hier sein, aber bis dahin Party! F.: Nein, diese Machtperversion, dagegen möchte ich was schreiben. Warum gibt es so ein angeregtes literarischen Leben in Frankreich? Hier in der Mark nur Ödnis. v.K.: Ödnis? Boah. Schon vergessen, ich bin befördert worden! F.: Du bist albern. v.K.: Oki, ich bin albern, klar und Du der Durchblicker, dann schreib was gegen diesen alten Fiesling. Da kannst Du Deinen Alten gleich mit einbeziehen, der hat bestimmt Dein Il Principe nicht gelesen, der macht das auch so klar. F.: Würde ich gerne, nur wie? v.K.: "Nur wie?", Du schreibst ja auch sonst Briefe ohne Ende, also schreib los und mach Dich locker. F.: Ja schon, nur, mir fällt kein Titel ein. v.K.: Ohh, bist Du langsam, Du magst den verrottetern Fiesling nicht, Deinen Alten magst Du auch nicht, also ist spotan "Anti-" angesagt, keep cool and take "Anti-Machiavelli". F.: Klingt super. v.K.: Mensch leg los und nerv nicht. F.: O.k., ich möchte später einmal ein gerechter Herrscher sein, nicht wie mein Pa ... v.K.: Die alte Leier. v.K.: Quatsch Dich da mit Juristen aus, die sind langweilig und sind interessant wenn Du alt wirst. Die hören Dir sogar zu, insbesondere wenn Du hier der Boß bist. F.: So ein Landrecht kriege ich wohl zu Lebzeiten nicht mehr hin. v.K.: Nöh, Träumer, Juristen haben Zeit, besonders bei grundsätzlichen Fragen, ein "Allgemeines Landrecht", davon träumst Du Alter. F.: In Frankreich wird über Aufklärung diskutiert. v.K.: Ja, und wir wollen was trinken. F.: Henry, das ist aufregend. v.K.: Frederic, so wie Du tickst, wirst Du Streß mit Österreich bekommen, vllt. auch noch Frankreich und Rußland, maybe. Paß auf, Dein Alter ist ein übler Tyrann, das bist Du auch, setze einfach das Wort Aufklärung vor Tyrannei, Tyrannei ist uncool, wegen Tyrannis und so, also Absolutismus, nicht schlecht Alter. F.: Aufgeklärter Absolutismus? v.K.: Yep. F.: Ich möchte in die Geschichte eingehen. v.K.: Und ich will Party haben, bau eine Datsche, schrullig bist Du ja eh schon, und hinterlasse ein paar nette Anekdoten. This is enough. M.
__________________ Hic Rhodus, hic salta! | |
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| | #5 | |
| Premiummitglied Registriert seit: 09.2009 Ort: Germania Inferior
Beiträge: 1.485
![]() ![]() | Zitat:
Was hat er gemacht in der Verwaltung, im Felde (Krieg) oder auch Recht? Wo hat er auf seinem Vater aufgebaut und wo gebrochen? Hat er sonst noch Interessen? Mit wem hat er sich getroffen? Als Denkanstösse gedacht. Apvar | |
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| | #6 |
| Mitglied Registriert seit: 10.2010
Beiträge: 140
![]() | Wir kennen ja nicht den Unterricht, den MariaM hatte. Thesen kann man meines Wissens erst formulieren, wenn man das Thema genau kennt. Und eine so vielfältige und facettenreiche Persönlichkeit wie Friedrich der Große ist kein leichtes Thema. |
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| | #7 |
| Mitglied Registriert seit: 03.2012 Ort: NRW
Beiträge: 166
![]() | Friedr. d. gr. Hallo Nur mal so als Denkanstöße Abolutismus - Aufklärung Mit wem traf er sich , pflegte Freuindschaften und mit wem hatte er regen Briefwechsel Preuß. Beamtentum Hugenotten - libelale Glaubenspolitik - Wirtschaftsentwicklung Wegbereiter der dt. Einheit - Bismarck Friedrich und Maria Theresia Als Einstieg würde ich dir Schoeps empfehelen, sollte aber in der Schule angebegeben sein, hatte ich vor 30 Jahren am Gymnasium in Geschichte auch als Lektüre zu Preußen. |
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| | #8 | |
| Mitglied Registriert seit: 10.2008 Ort: Grafschaft Mark
Beiträge: 342
![]() ![]() | Zitat:
Friedrich300 - Colloquien — perspectivia.net Es hilft sicher, wenn man sich mal anschaut was andere an Themen gefunden haben. ![]() | |
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| | #9 | |
| Mitglied Registriert seit: 03.2012 Ort: NRW
Beiträge: 166
![]() | Beamtentum Hallo Zitat:
mfg schwedenmann | |
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| | #10 | ||
| Mitglied Registriert seit: 10.2008 Ort: Grafschaft Mark
Beiträge: 342
![]() ![]() | Zitat:
Gorrisen, Steffan: Korruption und merkantilistische Staatswirtschaft. [usw.], in: Grüne, Niels/Slanicka, Simona: Korruption. Historische Annäherungen, Göttingen 2010, S. 327-344. Dort finden sich einige anschauliche Beispiele: 1759 scheiterte z.B. ein staatliches Ausfuhrverbot von schlesischem Leinengarn an der Bestechlichkeit der preußischen Beamten (S. 339). Das war kein Einzelfall. Wenn man sich eher für das Militär interessiert ist "Untertanengeist durch Militärpflicht?" von Martin Winter sehr zu empfehlen. Winters Arbeit beruht auf intensiven Recherchen in Stadtarchiven. Dadurch ergibt sich eine neue Perspektive auf den Staat, hat man doch früher eher die Bestände übergeordneter Behörden untersucht. Zitat:
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| | #11 |
| Mitglied Registriert seit: 02.2010 Ort: Lausitz
Beiträge: 1.476
![]() ![]() ![]() ![]() | M.W. gehörte nur Kurbrandenburg zum HRRDN, das eigentliche Königreich aber nicht. In den machtpolitischen Aktivitäten F.II. Bestrebungen zur deutschen Einheit sehen zu wollen, erscheint mir da doch sehr fragil. Grüße excideuil
__________________ Wenn der Staat am verdorbensten ist, gibt es die meisten Gesetze. Tacitus, Annales, 3,17,3 |
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| | #12 |
| Premiummitglied | Was bitte soll das denn? Wird das etwa so etwas wie "Was der König eroberte, der Fürst formte, der Feldmarschall verteidigte, rettete und einigte der Soldat"? Solche Traditionslinien formen zu wollen war schon immer eine unwissenschaftliche Verkürzung der historischen Begebenheiten.
__________________ hier entsteht in nicht absehbarer Kürze eine neue Signatur |
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| | #13 |
| Premiummitglied Registriert seit: 09.2009 Ort: Germania Inferior
Beiträge: 1.485
![]() ![]() | Was war Friedrich der Große? König von Preußen und Kurfürst der Mark Brandenburg. Warum hat er die Schlesischen Kriege geführt? Um Deutschland zu einigen? Nein, er wollte Preußen stärken und auch die verschiedenen Teile des Königreiches Preußen vereinen. Die lagen zum Teil arg weit auseinander, ohne Verbindung zu anderen Reichsteilen. Meine irgendwo gelesen zu haben, das ihm die Kaiserkrone angetragen worden währe, er sie aber abgelehnt hätte. Als Kaiser des HRRdN hätte er viel für die Deutsche Einheit tuen können, aber ihn hat vornehmlich Preußen interessiert. Apvar |
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| | #14 | |
| Mitglied Registriert seit: 01.2009
Beiträge: 1.178
![]() | Zitat:
Schlesien war ein vorindustrielles Gebiet im Gegensatz zu Ungarn oder der Bukowina in Österreich die Agrargesellschaften bis zum 1. Weltkrieg blieben. Arme Bauern die kaum selbst sich ernähren konnten, geschweige denn viele Steuern zahlen. Geändert von Zoki55 (02.05.2012 um 20:23 Uhr). | |
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| | #15 | |
| Mitglied | Zitat:
Hast Du denn Vergleiche zu anderen Staaten? Zum Teil wurde der bürokratische Apperat unter Friedrich II. auch von Frankreich abgekupfert. Warum wohl? 2. Das mit der Kompetenz halte ich für fragwürdig. Kompetenz hat ja viel mit Qualifikation zu tun. Und worin bestanden denn damals die Qualifikationen? Gab es schon Verwaltungshochschulen? Musste man zwangsläufig bspw. in bestimmten Posten Jura studiert haben? Dass Beamte für ihre Laufbahn Prüfungen ihrer Eignung ablegen mussten kam erst am Ende des 18.Jh. auf. Zum Thema Beamtenethos sollte man bedenken, dass das moderne Beamtentum im 18.Jh. erst im Werden begriffen war. Die Bindung der Beamten war oftmals noch auf den Herrscher nicht auf den Staat ausgerichtet.
__________________ "Si les guerres sont inévitables, ne nous haïssons pas , ne nous déchirons pas les uns les autres dans le sein de la paix ..." (Voltaire) | |
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| | #16 | |
| Mitglied | Zitat:
Generell war es eine Tendenz des 18.Jh., dass die Beamten über universitäre Bildung verfügen sollten, wobei neben dem Jurastudium dann auch zunehmend das Studium der "Kameralwissenschaften" an Bedeutung gewann. Allerdings muss man in Preußen auch feststellen, dass mit der Regierung Friedrich II. auf Wunsch des Monarchen wieder die Adligen zunehmend die Bürgerlichen aus den wichtigen Posten der Bürokratie verdrängten. Im Generaldirektorium waren sogar von den 20 zwischen 1740 und 1782 ernannten Beamten nur einer nichtadelig. Quantitativ blieb Preußen hinsichtlich des Anteils der Beamten und öffentl. Angestellten im Vergleich zur Gesamtbevölkerung noch weit hinter Frankreich und anderen Staaten zurück. Selbst um 1800, als die Zahl der Beamten u.ä. bereits auf 23.000 gestiegen war, hatte sie 1750 noch bei etwa 3.000 gelegen, war das Verhältnis zur Bevölkerung 1:500. Im Ancien Régime Frankreichs hingegen wird das Verhältnis auf 1:270 geschätzt. England verfügte um 1760 immerhin schon über 16.000 Beschäftigte, erreichte also schon zu dem Zeitpunkt das preußische Verhältnis von 1800 in Relation zur Gesamtbev.. * * Carlo Capra: "Der Beamte" S. 254 ff in: "Der Mensch der Auflärung" Magnus Verlag, Essen, 2004
__________________ "Si les guerres sont inévitables, ne nous haïssons pas , ne nous déchirons pas les uns les autres dans le sein de la paix ..." (Voltaire) | |
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| | #17 |
| Premiummitglied Registriert seit: 01.2007 Ort: Mainz/Mayence/Magenza/Moguntiacum
Beiträge: 3.399
![]() ![]() ![]() ![]() | Bei der Beurteilung des alten Fritz sollte man eines nicht unberücksichtigt lassen: Er war ein Hasardeur auf dem Königsthron und der Mann,der Preußen beinahe zugrunde gerichtet hätte.Letztlich ist es nur mehreren unglaublichen Glücksfällen ,zu allererst dem Thronwechsel in Rußland, zu verdanken,daß Preußen damals nicht untergegangen ist. In den machtpolitischen Aktivitäten F.II. Bestrebungen zur deutschen Einheit sehen zu wollen, da stimme ich mit exci überein , halte ich für mehr als fragwürdig. Friedrich kämpfte gegen die Truppen des Heiligen Römischen Reiches und gegen ihn war die Reichsexekution verhängt wordem.Er war also derjenige,der den Reichsfrieden gebrochen hatte.
__________________ - VIA LIGNISSIMA MELIOR QVAM NVLLA ! - - Mitglied im Club der Zeitzeugen des Wembley-Tors- |
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