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| | #41 |
| Mitglied Registriert seit: 07.2004 Ort: CCAA / Bonna
Beiträge: 2.951
![]() ![]() | dass der Lindow Man wahrscheinlich ein junger Druide war, entnahm ich dem Buch, welches ich in meiner Quelle angegeben habe. Habe im Internet auch noch einige Quellen gefunden. Einer der Forscher hieß Anne Ross, welche den Lindow Man untersuchten. Es wird wohl nur angenommen, dass er ein aristokratischer Druide war. Hätte ich wohl sollen auch in meinen Beitag deutlich machen sollen. Habe das als Tatsache dahingestellt. Sorry. Es gehört zwar gerade nicht hierher, aber weißt du, wie gut es mir tat, sowas zu lesen? Das bezieht sich nicht auf das Thema hier und schon gar nicht auf dich, aber nach zwei verbissenen Diskussionen, wo genau sowas nicht ein mal kam, ist es eine echte wohltat. Wenn mehr vom "Faktendenken" gerade in der Alten Geschichte ein wenig abrücken könnten, wäre der Wahrheitsfindung wesentlich mehr gedient. Also, mein großes Kompliment für dieses kleine Wort ![]()
__________________ Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der anderen, noch von der eigenen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen. Theodor W. Adorno |
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| | #42 | |
| Mitglied Registriert seit: 08.2004 Ort: Saarland
Beiträge: 94
![]() | Zitat:
Aber du hast wohl recht, in der Geschichte weiß man doch nie genau, wie es wirklich war. Es war ja auch keiner hautnah dabei, also kann man wohl nichts, was man nur vom Hörensagen kennt als Tatsache hinstellen...
__________________ Beleidigungen sind die Argumente derer, die Unrecht haben. (Jean Jacques Rousseau) | |
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| | #43 |
| Mitglied Registriert seit: 01.2005
Beiträge: 7
![]() | eine Theorie, die glaube ich in diesem Thread noch nicht aufgetaucht ist, ist dass es sich bei "den Druiden" nicht um eine einzige kultisch verschworene Gemeinschaft handelte, sondern um die gesamte intellektuelle Schicht der Kelten, vergleichbar den Brahmanen in Indien (Peter Berresford Ellis, "A Brief History of The Druids"). |
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| | #44 |
| Mitglied Registriert seit: 10.2006
Beiträge: 18
![]() | Hallo, ich habe mal 2 eher praktische Fragen zu den Druiden. 1. Wovon lebten die Druiden eigentlich ? Was die Drudien gemacht haben (Rechtsprechung, relig. Führung usw.) ist ja schon bekannt. Aber wovon finazierten sie sich ihr Leben und ihr täglich Brot? Bezogen sie in welcher Form auch immer sowas wie ein Gehalt ? Namen sie sowas wie Steuern oder Spenden von Gläubigen oder Rechtsuchenden? 2. Das normal keltische Leben zu Zeiten der keltischen Könige spielte sich ja überwiegend in kleinen Siedlungen (zu sehen zb. http://www.keltendorf-steinbach.de ) ab die schätzungsweise um die 30 Menschen beherbergten. Sicher wird in so einer kleinen Ansiedlung kein Druide gewohnt haben (oder doch ?). Die Zeiten größer Dörfer oder gar Städte kamen ja erst später. Ich frage mich halt wieviel Druiden auf 1000 keltische Einwohner ca. kam. Und wo diese Druiden wohnten, bzw. in welchem sozialem Umfeld sie angesiedelt waren (nur am "Königshof"?). Gleichzeitg frage ich mich wie die Verteilung kleiner Siedlungen (s.O.) und größerer Siedlungen war. Heute würde man das nach einer Frage nach der Land- und Stadtbevölkerung verstehen. |
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| | #45 |
| Mitglied Registriert seit: 12.2005
Beiträge: 767
![]() ![]() | Beide Fragen sind kaum zu beantworten, man hat einfach zu wenige Quellen. Archäologisch sind Druiden nicht zu fassen, etwa anhand von Grabbeigaben. Man hat auch noch keine goldene Sichel gefunden. ;-) Möglicherweise gab es "Fürstpriester", also eine Doppelfunktion als weltlicher und geistlicher Führer, das Grab der Fürstin von Reinheim könnte möglicherweise so etwas sein. Dort fand sich ein Bernsteinstab welcher als "Kultstab" gedeutet wird. |
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| | #46 | |
| Mitglied Registriert seit: 07.2006 Ort: wer hat Angst vor dem schwarzen Wald?
Beiträge: 1.401
![]() | Zitat:
nachdem gestern dieser Threat wieder auftauchte, habe ich ihn mir auch durch gelesen. Gerade zu diesem "die haben halt daran geglaubt, daß der Druide so mächtig ist, einen verfluchen zu können": Das gibt es doch heut auch noch: diese sich selbst erfüllende Prophezeiung. Wer daran glaubt, für den geht es im Positiven (z.B.: Krankheitsheilung) als auch im Negativen Hat sich halt in all den Jahren doch nicht alles geändert. ![]()
__________________ man braucht 2 Jahre um sprechen zu lernen und 50, um schweigen zu lernen. (Hemingway) | |
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| | #47 |
| Mitglied Registriert seit: 03.2004 Ort: Am Arsch der Welt, aber nicht in Bielefeld.
Beiträge: 3.690
![]() | Heute nennt man es u.a. NLP
__________________ Mensch sein heißt, an dem Ort zu stehen, wo ein neugieriger Affe einem stürzenden Engel begegnet. Gevatter Tod in Terry Pratchetts: Hogfather |
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| | #48 | |
| Premiummitglied Registriert seit: 04.2005 Ort: Gießen
Beiträge: 3.996
![]() ![]() ![]() ![]() | Zitat:
Frage 2: dazu lassen sich unmöglich Angaben treffen. In England und Frankreich sind größere Heiligtümer bezeugt, in Deutschland weiß man eigentlich nach wie vor sehr wenig darüber. Ebenso lässt sich das Verhältnis der Siedlungen kaum abschätzen, weil Flachlandsiedlungen erst in neuerer Zeit verstärkt erforscht werden. Manche der großen Oppida konnten ohne Frage mehrere tausend Leute beherbergen. Interessant finde ich die neuen Theorien zu den Viereckschanzen: Nachdem sie jahrzehntelang für Kultstätten gehalten wurden, mehren sich neuerdings die Ansichten, dass sie doch möglicherweise auch Gehöfte sein könnten. Und deren Zahl ist in Süddeutschland beträchtlich.
__________________ It all started with a big bang! | |
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| | #49 |
| Mitglied Registriert seit: 11.2005
Beiträge: 114
![]() | Man hat früher einfach alles Hexe und Druide genannt, was ein bisschen mehr Wissen hatte als man selber... http://www.druidenwelt.de/index5.html <- ganz lustig anzuschauen, auch wenn ich mich frage was zum Teufel so eine seite bringen soll ^^
__________________ |
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| | #50 |
| Mitglied Registriert seit: 04.2006 Ort: Thüringen
Beiträge: 1.948
![]() | Trifft so nur auf "Hexe" zu. Von Druiden wird eigentlich nur im Bezug auf den keltischen Kult gesprochen. Eine allgemeine Wortbedeutung des Wortes Druide als Bezeichnung für weise oder viel wissende Menschen, gibt es meines Wissens nicht.
__________________ "Die Sehnsucht lässt alle Dinge blühen, der Besitz zieht alle Dinge in den Staub." Marcel Proust |
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| | #51 |
| Gast
Beiträge: n/a
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| | #52 | |
| Mitglied Registriert seit: 08.2004 Ort: Lampertheim, Hessens Grenze und BadenWürttembergs Ende
Beiträge: 342
![]() | Zitat:
Geändert von Jürgen (22.10.2006 um 22:07 Uhr). Grund: Korrektur der Zeichensetzung | |
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| | #53 |
| Mitglied Registriert seit: 02.2007 Ort: Hunsrück
Beiträge: 14
![]() | Hallo, noch ein altes Thema. Die Frage, wo sich eine Druidenkaste in einem keltischen Einzelgehöft, also in einer Familie, definieren lässt, habe ich mir auch schon gestellt. Möglicherweise erfüllten einfach die "alten Männer" die Funktion eines Druiden, während ein Jüngerer den "Fürsten" abgab. Möglicherweise hatten aber auch mehrere Gehöfte einer Kleinregion eine(n) zentrale(n) weisen Mann/Frau. Müsste es für letztere Annahme nicht auch archäolgische Nachweise geben?! Zentrale Kultstätten finden sich IMHO erst in der späten Latènezeit, in meiner Region auf dem Martberg, eben in Zusammenhang mit einem Oppidum. Davor dürften die Druiden von der Landwirtschaft gelebt haben, oder eben von ihren Nachfahren mitversorgt worden sein. Gibt es eigentlich antike Quellen, die belegen, dass Druiden schon in der Hallstattzeit existierten? Gruss gabel Geändert von gabel (28.02.2007 um 22:03 Uhr). |
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| | #54 | |
| Mitglied Registriert seit: 10.2006
Beiträge: 18
![]() | Zitat:
Einem alter Mann auch wenn er sehr weise war fehlte damit das Wissen eines Druiden. Geändert von Ambicatus (14.03.2007 um 15:54 Uhr). | |
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| | #55 |
| Mitglied Registriert seit: 09.2009 Ort: Beuern
Beiträge: 374
![]() | Hallo Leute, da habt ihr ja einiges an Wissenswertem zusammen getragen. Ich finde es wichtig, dass das Fürstengrab vom Glauberg nach allem, was wir wissen können, tatsächlich ein "Druidengrab" ist, und zwar das bislang erste auf europäischem Boden. Dafür sprechen die Mistelkappe, das kleine Heiligtum zum Ahnenkult und besonders das Kalenderbauwerk. Es scheint deutlich, dass der hier Bestattete verschiedene Funktionen im Kult ausgeübt hat. Eine Betrachtung zur Rolle der Druiden hat also von hier auszugehen. Von besonderem Interesse sind nach dem oben gesagten die Funde von "Sonderbestattungen" in der Nähe des Grabhügels. Hier wurden Menschen gefesselt in ehemalige Vorratsgruben geworfen. Es ist kaum eine andere Deutung als die als "Menschenopfers" denkbar, also auch hier eine Bestätigung der Schriftquellen aus der Perspektive des Glaubergs. Jeder neue Fund bringt neue Antworten und - was noch besser ist - stellt viele neue Fragen.
__________________ "Wer die Enge seiner Heimat ermessen will, der reise. Wer die Enge seiner Zeit ermessen will, der studiere Geschichte" K. Tucholsky |
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| | #56 | |
| Mitglied Registriert seit: 08.2007 Ort: Marburg (Lahn)
Beiträge: 979
![]() ![]() | Zitat:
Dazwischen liegen die kelt. Wanderungen, die gerade für die Herausbildung der spätlaténezeitlichen Einheiten, äußerst wichtig gewesen sind. Das der Bestattete vom Glauberg eine hohe mglw. religiöse Stellung eingenommen haben kann, möchte ich damit nicht bezweifeln.
__________________ Der Geist ist was uns vom Tiere trennt | |
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| | #57 |
| Mitglied Registriert seit: 12.2011
Beiträge: 23
![]() | Das kann man nicht mit absoluter Wahrscheinlichkeit sagen. Mit absoluter Sicherheit ist die LaTéne Kultur keltisch. In der Hallstattzeit haben noch andere Völker währenddessen in Mitteleuropa gelebt. Einige Forscher meinen auch dass diese Völker die Hallstatt gegründet haben. Das Wort "Hall" ist auf jeden Fall keltisch und bedeutet Salz. In der Hallstatt wurden auch Opfer Rituale vorgenommen. Am Salzberg bei Hallstatt wurde 1846 von Johann Georg Ramsauer ein ausgedehntes Gräberfeld entdeckt und teilweise ausgegraben. Die Gräber zeichnen kontinuierliche Besiedlungsepochen die bis in die Steinzeit reichen. Die Etrusker gehörten vermutlich auch zur Hallstattkultur. Ihr Konflikt mit den Etruskern fuehrte zu deren Hilfeersuchen an Rom, das die Kelten sehr abschaetzig behandelte. Die erbosten Kelten besiegten die Roemer darauf in zwei Schlachten und eroberten und pluenderten anschliessend Rom. Dabei blieb nur der zur Festung augebaute Huegel des Kapitols in der Hand der Roemer. Von der Besetzung Roms mussten sich die Roemer durch Zahlung eines hohen Loesegelds frei kaufen. Geändert von Amazigh (23.12.2011 um 15:59 Uhr). |
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| | #58 |
| Moderator Registriert seit: 04.2005 Ort: En un lugar de la Mancha de cuyo nombre no quiero acordarme...
Beiträge: 29.787
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Ein kontinuierliches Was?
__________________ Chi vuku zik Ah xel roxa ru camay zak yuhuh. Und darum Kinder eins bedenket: Wer Trollen respondieret Zeit verschenket! |
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| | #59 |
| Mitglied Registriert seit: 12.2011
Beiträge: 23
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| | #60 |
| Mitglied Registriert seit: 07.2008 Ort: Österreich
Beiträge: 5.755
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Diese Ansicht war früher herrschend, wird mittlerweile aber infrage gestellt. Es gab natürlich Einflüsse, aber zugerechnet werden die Etrusker ihr normalerweise nicht. |
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