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| | #41 |
| Mitglied Registriert seit: 02.2008
Beiträge: 3.780
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | @Ammianus . Es waren die Waräger, die auf ihren Raub- und Handelszügen in Richtung Konstantinopel Stützpunkte an den russischen Flüssen gründeten und maßgelblich zur Entstehung erster Machtzentren beitrugen. Und obwohl sie wohl als kleine Oberschicht politisch dominierten waren sie die jenigen die sich assimilierten und Slawen wurden. die Waräger waren doch zur gleichen Zeit aktiv wie die Wikinger, ich lese grade Jared Diamonds "Kollaps" und die Wikinger/Normans sind ca. 800 in die Normandie eingefallen, haben dort sehr schnell die Oberschicht gestellt aber die französische Sprache ihrer Umgebung angenommen, ebenso wie die Waräger und nur 200 Jahre später erobern sie England. Aber dabei verändern sie die vormals angelsächsische Sprache zu englisch mit etlichen französisch/lateinischen Vokabeln. Das ist doch bemerkenswert. Oder war das nur möglich weil vorher in Britain schon ein lateinisch-germanisches ergo indoeuropäisches Gemisch nebeneinanderher gesprochen wurde und wo waren die keltischen Reste. Ich stelle fest, dass ich über die Sprachentwicklung in Britain nichts weiß.... |
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| | #42 | |
| Mitglied Registriert seit: 03.2008
Beiträge: 2.000
![]() | Zitat:
Weitere Beispiele: - Franzosen/Frankreich Aber auch Gegenbeispiele (Übernahme des Namens einer unterlegenen Bevölkerungsschicht), allerdings meist aus sehr komplexen politischen Gründen: - Briten/(Groß-) Britannien - Helvetier/Helvetien - Preußen | |
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| | #43 | |
| Gast
Beiträge: n/a
| Ach so, hier war ich noch eine Antwort schuldig... ![]() Zitat:
![]() Wo bitte? | |
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| | #44 |
| Mitglied Registriert seit: 03.2008
Beiträge: 2.000
![]() | Guck mal hier: Weikopf | Geschichtlicher Überblick Es ist eine recht umfangreiche Seite überhaupt was Sprachen angeht.... Weikopf | Sprachfamilien |
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| | #45 |
| Mitglied Registriert seit: 02.2008
Beiträge: 3.780
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | @deSilva Man könne allerdings vermuten, dass diese Art von Sprachentwicklung seit einer durchgreifenden Alphabetisierung abgeschlossen ist. Man spricht heute so, wie man schreibt, was eine starke Stabilisierung der Sprache zur Folge hat! Diese Meinung mag aber auch falsch sein :-) ich glaube, diese Frage müssen die nach uns Kommenden beantworten, die geschriebene Sprache ist auch Veränderungen unterworfen. @deSilva Ich wollte auf etwas anderes hinaus.. Was ist denn "Indisch" oder "Chinesisch"? So etwas gibt es einfach nicht! Es sind riesige Sprachmengen.. Wir kennen viel zu wenig Details! trotzdem gibt es doch eine lingua franca / Amtssprache, ist das nicht Han-Chinesisch und in Indien / vielen afrikanischen Ländern englisch, genauso wie etwa hochdeutsch um in deinem Eingangsbeispiel zu bleiben für uns |
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| | #46 |
| Mitglied Registriert seit: 02.2008
Beiträge: 3.780
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | @Tekker Wo bitte?das war eine sprachökonomische Vereinfachung mit Lehnworteffekt, ha ha und gute Nacht |
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| | #47 | |
| Gast
Beiträge: n/a
| Zitat:
![]() Kannst das sogar mit dem "Vorschau"-Button vorher anschauen, wie es dann veröffentlicht aussehen wird. | |
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| | #48 |
| Mitglied Registriert seit: 02.2008
Beiträge: 3.780
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | ok danke Hurvinek, ich hoffe das geht auch bei Zitaten aus mehreren Posts |
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| | #49 |
| Gast
Beiträge: n/a
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| | #50 | |
| Mitglied Registriert seit: 03.2008
Beiträge: 2.000
![]() | Zitat:
Aha, in Gallien spricht man "Lateinisch", das Keltische ist wohl verdrängt, ausgestorben. Aber wieso? Aha, in China spricht man Chinesisch, und hat immer Chinesisch gesprochen, ganz prima. Aha, in Indien spricht man Englisch, obwohl es noch Reste von Eingeborenendialekten gibt. Wieso eigentlich? Nein, ich meine, das ist eben NICHT so! Wenn heute viele Inder Englisch verstehen oder sogar sprechen, dann liegt das am Fernsehen; sie sprechen Dutzende verschiedener Sprachen, und oft nur diese. Ähnlich in China..... Die "Massenmedien" tun ihr Möglichstes zur "Zerstörung" dieser Vielfalt, aber das waren nicht die in den letzten tausend Jahren wirksamen Effekte - können es gar nicht gewesen sein... | |
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| | #51 |
| Gast
Beiträge: n/a
| Genau. Der Button mit den Gänsefüsschen oben ,neben "Zitieren", zuerst bei den Postings anklicken. Das letzte Posting was du zitieren willst dann auf "Zitieren" klicken. Dann frohes Schaffen beim Umsortieren, Löschen und Schreiben. Und beachten, die Textteile mit den eckigen Klammern (wo QUOTE drinsteht) nicht löschen! Zwischen den verschiedenen Zitaten kannst schreiben, wie auch nach allen Zitaten unten wech. |
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| | #52 |
| Ehemaliges Mitglied Registriert seit: 10.2007
Beiträge: 8.885
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Sprache hat nicht nur eine verbindende, sondern auch eine abgrenzende Funktion. Wer genau wissen will, was ich meine, kann sich mal in ein oberbayerisches Wirtshaus setzen. Sie schafft eine gemeinsame Gruppenidentität und hält Fremde außen vor. Dieser Aspekt kam noch gar nicht in der bisherigen Diskussion vor. Das Beharrungsvermögen und Überleben mancher Linguen kann ich mir nur so erklären. |
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| | #53 | |
| Mitglied Registriert seit: 03.2008
Beiträge: 2.000
![]() | Zitat:
Vielleicht ist dieser - politisch - so oft betonte "identitätsstiftende" Effekt einer gemeinsamen Sprache aber auch nur eine Fiktion (s. etwa serbo-kroatisch)... Die alten Griechen nannten die Leute, die "anders" sprachen als sie, Barbaren! Ob sich ein West- und ein Ostgrieche aber wirklich unterhalten konnte, weiß man nicht. Ich habe neulich irgendwo den Grundwortschatz alt-persisch und ionisch gesehen - wenig Unterschiede, als damals noch eng verwandte Sprachen! Urdu und Hindi ein anderes Beispiel, das sind nicht zwei verschiedene Sprachen... Eine Frage wäre, inwieweit hierbei ein "Missbrauch" der Sprache vorliegt, d.h. OBWOHL es für den Sprecher eigentlich nur (sprachökonomische) Nachteile mit sich bringt, hängt er an einer alten oder neu-erfundenen Sprache (Stichwort: "Sub-Kultur"). Ähnlich bei Elite-Sprachen (Fachsprache der Ärzte, Jäger,... Kirchenslawisch,...) Man könnte hier allerdings sagen: Dies bringt für den Sprecher (sprachökonomische) Vorteile: präzisere Ausdrucksweise, Zugriff auf einen wichtigen historischen Datenkanon,...) Möglicherweise liegt hier aber auch der Grund, warum herrschende Klassen ihre eigene Sprache aufgeben (Franken in Frankreich, Normannen in England, Waräger in Russland,...): keinerlei wirkliche Vorteile und ausreichend Selbstbewusstsein... Geändert von deSilva (25.03.2008 um 08:21 Uhr). | |
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| | #54 | |
| Mitglied Registriert seit: 02.2008
Beiträge: 3.780
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | balticbirdy Zitat:
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| | #55 | |
| Gast
Beiträge: n/a
| Zitat:
Letzteres kann durch verschiedene Szenarien geschehen: 1. Die Eroberung führt zu einer massiven Einwanderung von Sprechern der Eroberersprache. 2. Die Einheimischen werden gewollt oder unbeabsichtigt (z. B. durch Einschleppen von Seuchen, das dürfte in Amerika ein mitentscheidender Faktor gewesen sein) stark dezimiert 3. Die Einwanderer vermehren sich viel stärker als die Einheimischen, z. B. indem sie den Ackerbau mitbringen, der eine hundert- und tausendfach höhere Bevölkerungsdichte erlaubt als etwa die Sammler-und-Jäger-Wirtschaftsform. Darüber hinaus gibt es noch die Möglichkeit der gewaltsamen Unterdrückung einer Sprache, was allerdings vor dem 20. Jahrhundert nur selten vorgekommen sein dürfte. | |
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| | #56 |
| Ehemaliges Mitglied Registriert seit: 10.2007
Beiträge: 8.885
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | @Hyo, erkläre mir Ungarn. |
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| | #57 | |
| Mitglied | Zitat:
Beim Stichwort "Sprachpolitik" führt WP auf "Sprachimperialismus" weiter, wo Phillipsons Theorie erwähnt wird, also das 19. Jahrhundert. Sollte es tatsächlich davor nichts dergleichen gegeben haben? Via Sprach-Verbote die Identität eines Volkes zu beeinträchtigen, ist doch ein zu naheliegender Gedanke.
__________________ Man soll sich vor Menschen hüten, die nur ein Buch gelesen haben (Giacomo Casanova) | |
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| | #58 | |
| Gast
Beiträge: n/a
| In Ungarn gab es keine einheimische Sprechermehrheit. Das habe ich vor zehn Tagen in einem anderen Pfad bereits ausführlich erklärt: Zitat:
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| | #59 |
| Gast
Beiträge: n/a
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| | #60 | |
| Moderator Registriert seit: 04.2005 Ort: En un lugar de la Mancha de cuyo nombre no quiero acordarme...
Beiträge: 29.708
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Zitat:
Sprachreinigung als Mode würde ich eher im 19. denn im 20. Jahrhundert beginnend ansetzen - man nehme wiederum Spanien, aber auch Preußen, Großbritannien etc.
__________________ :urlaub: | |
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