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Alt 07.02.2017, 22:31   #41
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Riothamus Beitrag anzeigen
Das wäre dann aber immer eine andere Schrift.
Auch wenn wir einige andere Sonderzeichen (ä, ö, ü, ß) benutzen, so benutzen wir doch die gleiche Schrift wie Franzosen, Engländer, Spanier, Schweden, Dänen, Finnen, Polen, Tschechen, Katalanen...

Die meisten von den letztgenannten haben auch ihre Sonderzeichen. Spontan fallen mir nur die Engländer ein, die ohne Sonderzeichen auskommen.
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Alt 07.02.2017, 22:54   #42
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Zitat:
Carolus Beitrag anzeigen
Auch wenn wir einige andere Sonderzeichen (ä, ö, ü, ß) benutzen, so benutzen wir doch die gleiche Schrift wie Franzosen, Engländer, Spanier, Schweden, Dänen, Finnen, Polen, Tschechen, Katalanen...
Wir benutzen mehr oder weniger dieselben Zeichen. Die Regeln, wie die Zeichen gelesen werden, sind aber andere.

Die Buchstabenfolge "hier" wird im Deutschen anders gelesen als im Französischen.
Im Französischen entspricht das "h" keinem Laut, im Deutschen entspricht das "e" keinem Laut.
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Alt 07.02.2017, 23:55   #43
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Zitat:
Riothamus Beitrag anzeigen
Das wäre dann aber immer eine andere Schrift.
Ab wann es sinnvoll ist, von einer "anderen Schrift" zu sprechen.
Wer statt des Buchstabens "ß" die Buchstabenfolge "ss" verwendet, schreibt schon "eine andere Schrift"? Oder eine Variante derselben Schrift?
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Alt 19.02.2017, 13:37   #44
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Zitat:
Ugh Valencia Beitrag anzeigen
seit wann gibt es eigentlich die Berberschrift ...?
Hier eine bilinguale Inschrift aus Dougga/Thugga, Tunesien. Links Punisch, rechts Tifinagh:

inscription_bilingue_de_thugga.jpg

Vgl. dieses moderne Straßenschild:

panneau_de_signalisation_multilingue_-c3-a0_issers_-28alg-c3-a9rie-29.jpg
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Alt 21.02.2017, 18:14   #45
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Ugh Valencia sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
@ El: Danke für die beiden Bilder.

Ich kann keine große Ähnlichkeit zwischen den beiden Schriften der zweisprachigen Inschrift erkennen - bin da aber absoluter Laie drin (Ich weiß ja nicht mal, ob ich links oder rechts mit dem Schriftzeichenraten anfangen muss.) Die Ähnlichkeit zwischen der rechten Schrift auf dem bilingualen Bild und der mittleren im trilingualen ist für mich frappierend. Mit gutem Willen könnte ich vielleicht noch eine gewisse Ähnlichkeit zwischen Punisch und Arabisch erkennen.

Wird die bilinguale Inschrift aus Thugga der Zeit Massinissas zugeordnet? Interessant, dass beide Schriften in einer Zeit parallel verwendet wurden. Wie sicher ist es eigentlich, dass sich die altlybische Schrift aus der punischen entwickelt hat?
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Alt 21.03.2017, 10:06   #46
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Wolfgang K ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Zitat:
El Quijote Beitrag anzeigen
[...]

Ich würde mich an deiner Stelle mal an die Macher der Heidelberger Datenbank wenden (Kontaktmöglichkeiten findest du unten am Fuß der verlinkten Seite) und denen das Foto und eventuelle weitere Fotos schicken, mit möglcihst genauer Lokalisierung. Die können dir womöglich auch anhand des Stils mit der Datierung weiterhelfen.


Hallo El Quijote,


ich hatte an die angegeben Kontaktadresse (epigraphische.datenbank@uni...) Anfang Feb mal eine Mail geschrieben, aber bisher nichts gehört.
Gibt es einen noch einen anderen Kontakt?
Möglicherweise ist derjenige, der den Briefkasten betreut ja einer Mittelkürzung zum Opfer gefallen.



Grüße
Wolfgang
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Alt 22.03.2017, 17:03   #47
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Im mittelalterlichen Spanien findet man ja ganz interessante Beispiele in denen die spanische bzw. ladinische Sprache mal mit lateinischen, mal mit hebräischen oder arabischen Schriftzeichen geschrieben wurde je nach der religion des Schreibenden (Katholiken, Juden und spanischen Muslimen) und wenn ich micht nicht falsch erinnere auch mal das Hebräische mit arabischen Schriftzeichen. Nur das arabische wurde m.w. immer auf arabisch transkribiert.
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Alt 22.03.2017, 17:48   #48
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Du redest von den jarchas bzw. vom Aljamiado.
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Alt 23.03.2017, 00:11   #49
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Zitat:
El Quijote Beitrag anzeigen
Du redest von den jarchas bzw. vom Aljamiado.
Danke: Aljamiado war der Begriff den ich suchte.

Wobei die Jarchas nur eine Form davon waren. Neben lyrischen Texten gab es auch viel juristische und religiöse Literatur, darunter auch erstaunlich späte Beispiele aus nördlichen Gegenden wie Navarra und Aragón.

Das interessante bezogen auf diese Diskussion ist das in diesen Texten teilweise auf Arabisch, teilweise auf spanisch, jedoch alles mit arabischer Schrift geschrieben wurde. In anderen Fällen mit hebräischen Schriftzeichen.
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Geändert von Bdaian (23.03.2017 um 00:13 Uhr).
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Alt 23.03.2017, 07:25   #50
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Zitat:
Bdaian Beitrag anzeigen
Im mittelalterlichen Spanien findet man ja ganz interessante Beispiele in denen die spanische bzw. ladinische Sprache mal mit lateinischen, mal mit hebräischen oder arabischen Schriftzeichen geschrieben wurde je nach der religion des Schreibenden (Katholiken, Juden und spanischen Muslimen) und wenn ich micht nicht falsch erinnere auch mal das Hebräische mit arabischen Schriftzeichen. Nur das arabische wurde m.w. immer auf arabisch transkribiert.
Die Nachfahren der ab Ende des 15. Jahrhundert aus Spanien bzw. Portugal vertriebenen Juden benutzen noch heute das in hebräischen (aber auch in lateinischen) Buchstaben geschriebenen Ladino (https://de.wikipedia.org/wiki/Judens...Schriftsprache), eine Sprache die sich aus dem damaligen Spanisch entwickelt (und phonetisch einige archaische Züge bewahrt hat).

Ähnlich verhält es sich mit dem Jiddischen, das auf dem Mittelhochdeutschen beruht, und auch in hebräischen (aber auch lateinischen) Buchstaben geschrieben wird:

https://de.wikipedia.org/wiki/Jiddisch#Schrift
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