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Alt 02.10.2006, 22:59   #21
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Jürgen wird schon bald berühmt werden
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Aragorn Beitrag anzeigen
Hallo ,liebe User,
ich dachte mir, dieser Thread wäre doch das ideale Schlachtfeld für eine Diskussion, die sich mit den Pros und Contras der römischen Eroberung Germaniens und der daruffolgenden Romanisierung beschäftigt. Man muss sich also fragen:
Was wäre gewesen, wenn es das Jahr 9 n.Chr. für die römische Politik nie gegeben hätte, wenn Varus nicht zu sehr den Worten des Arminius getraut hätte, wenn Varus auf anderem Wege ins Winterlager zurückgekehrt wäre. Was hätte geschehen können, wenn Arminius nicht in Rom ausgebildet worden wäre, wenn er nie das Erbe seines Vaters angetreten hätte, wenn er einige germanische Stämme nicht zu einer Koalition bewegt hätte, die im Jahre 9 n.Chr. ihre Vollendung gefunden hat. In diesem Thread wollen wir darüber diskutieren, wie sich Germanien verändert hätte, wäre nicht das Jahr 9.n.Chr. den Römern in die Quere gekommen. Wie hätten sie Germanien zu einer römischen Provinz aufgebaut. ...?
Zur vollständigen Eroberung Galliens brauchte Caesar sieben Jahre (58 - 51 v. Chr.). Die Veteranen aus den Schlachten waren mit Land zu entlohnen. Aus der Verpflichtung zur Veteranenentlohnung entstanden in den neu eroberten Gebieten römische Kolonien, die wesentlich zur Romanisierung Galliens beitrugen.
Im Unterschied zu Gallien brauchte Rom einundzwanzig Jahre (12 v.Chr. - 9 n.Chr), um auch nur seinen Einfluss zwischen Donau und Elbe (West-Germanien) vorübergehend geltend zu machen, eroberte keine Gebiete nachhaltig oder dauerhaft, und musste seine Veteranen auf eigenem Gebiet ansiedeln.
Kommt hinzu, daß man Quintilius Varus nach Germanien entsandt hatte; einem Statthalter, dem es gelungen war, die reiche Provinz Palestina, wie eine Zitrone auszupressen.
Dieser Varus also, begann nach römischem Recht Gericht zu halten, in einer Provinz Germania, die noch gar keine römische Provinz war. Er verhängte Körperstrafen (z.B. Prügelstrafe), zu deren Verhängung nach germanischem Recht kein Mensch auf dieser Erde berechtigt war. Nur ein Priester konnte im Auftrag eines Gottes solch eine Strafe verhängen. Das germanische Volk war empört.
In dieser Situation ist Arminius aufgetreten. Er hat erkannt, was zu tun ist, und auch gewusst wie.
Die Atmosphäre war also auch so explosionsbereit. Den Römern wäre man auch so entgegengetreten - Sie hätten keine Freude gehabt - notfalls bis zu ihrem Untergang
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