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Alt 30.03.2017, 09:56   #1
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Italienische Einwanderung nach Frankreich

Ich hab ein bisschen zum Thema Immigration von Italienern nach Frankreich recherchiert und auf die schnelle ein paar Quellen im Netz gefunden.

Bpb, Historische Entwicklung der Einwanderung und Einwanderungspolitik | bpb

Frankreich hat eine lange Zuwanderungsgeschichte. Bereits im 18. und 19. Jahrhundert wurden Einwanderer aufgenommen, da es im Zuge des Industrialisierungsprozesses, bei gleichzeitig sinkenden Geburtenraten, zu einem Mangel an Arbeitskräften gekommen war. Damit stellte Frankreich in dieser Phase eine Ausnahme in Westeuropa dar. Die meisten anderen Industriestaaten, darunter auch Deutschland, hatten höhere Geburtenraten und waren primär Auswanderungsländer.

Durch den Bevölkerungsrückgang infolge der Kriege von 1870/71 und 1914–1918 verschärfte sich der Engpass auf dem französischen Arbeitsmarkt weiter. [1] Um diesen zu beseitigen, schloss Frankreich Anwerbeabkommen u.a. mit Italien [2] (1919), Polen (1919), der Tschechoslowakei (1920) und Spanien (1932). Zu Beginn der 1930er Jahre war Frankreich – gemessen in absoluten Zahlen – nach den USA das zweitwichtigste Einwanderungsland der Welt. Damals lebten etwa 2,7 Millionen Einwanderer in Frankreich (6,6% der Gesamtbevölkerung).

Mit Italien hatte Frankreich bereits vor dem Zustandekommen des Anwerbeabkommens vertragliche Regelungen zur Organisation von Arbeitskräftezuwanderung unterhalten. Das Land stellte traditionell die wichtigste Quelle für ausländische Arbeitskräfte dar. (bpb)

Wiki, https://de.wikipedia.org/wiki/Italienische_Auswanderung
Auch nach Frankreich zog es italienische Auswanderer. Bis in das frühe 20. Jahrhundert zog es Italiener aus dem Norden (Piemont, Venetien) und aus der Mitte des Landes (Marken und Umbrien) in den angrenzenden Südosten Frankreichs. Infolge des Zweiten Weltkrieges wanderten viele Menschen aus den südlichen Regionen Italiens in die industriell geprägten Gegenden Frankreichs, wie etwa Lothringen oder den Großräumen von Lyon und Paris aus. Heute sind 5 Millionen Franzosen italienischer Abstammung oder haben italienische Vorfahren. (Wiki)


Wiki, https://fr.wikipedia.org/wiki/Diaspo...enne_en_France, frei übersetzt

Nach verschiedenen Studien beläuft sich der Anteil der Franzosen mit italienischen Wurzeln auf 4 bis 5 Millionen bzw 6 bis 7,5 Prozent der Bevölkerung. Dazu kommen noch Franzosen aus Regionen Frankreichs, in denen eine italienische Bevölkerung lebt, die aber nie Teil Italiens (nach der Gründung des Nationalstaats) waren (Menton, einige Gemeinden in der Provence und andere).

Die Masseneinwanderung begann in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. 1851 lebten etwa 63.000 Italiener in Frankreich, 1900 waren es etwa 330.000, 1931 über 800.000. Danach sinken die Zahlen stark. Ein Teil ging natürlich wieder nach Hause, vor allem aber weil die Italiener jetzt zu Franzosen geworden sind.
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Alt 01.04.2017, 21:46   #2
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Zitat:
steffen04 Beitrag anzeigen
Frankreich hat eine lange Zuwanderungsgeschichte. Bereits im 18. und 19. Jahrhundert wurden Einwanderer aufgenommen, da es im Zuge des Industrialisierungsprozesses, bei gleichzeitig sinkenden Geburtenraten, zu einem Mangel an Arbeitskräften gekommen war.
Ein weiterer Grund könnte die massive "Abwanderung" von Hugenotten im 17.Jahrhundert aus Frankreich sein. Inwiefern Einwanderung nach Frankreich aus Italien auch eine Folge von französischer Auswanderung in die Kolonien ist, stell ich mal zur Frage.
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Geändert von Ugh Valencia (01.04.2017 um 22:31 Uhr).
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Alt 02.04.2017, 10:36   #3
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http://www.procida-family.com/docs/p...-italienne.pdf

Aus der Einleitung:

Die italienische Auswanderung begann zu Beginn des 19. Jahrhunderts aber die Zahlen sind erst belastbar seit 1876, nach der Gründung des nationalen statistischen Instituts Es verließen zwischen 1876 und 1985 mehr als 27,5 Millionen Italiener ihr Land. Das bedeutet für jeden Tag ein Dorf mit 650 Einwohnern...

Es folgt eine Tabelle aus welchen Regionen ausgewandert wurde und wohin die Reise ging.
Nach Frankreich zwischen 1901 und 1970 etwas mehr als 1,6 Millionen.
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