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Alt 27.04.2015, 21:20   #21
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Wie weit durfte eigentlich die DDR-Regierung die Aussenwirtschaftsbeziehungen selbst gestalten? Die SU oder besser gesagt die KPdSU hatte doch eigentlich sehr stark in die Wirtschaft der sozialistischen Brudervölker rein regiert. Zumindest Eisenbahnwesen sollte keiner alles anbieten können. Soweit ich weis wurde in der DDR eine schwere Diesellok entwickelt. Die Entwicklung wurde dann auf Intervention der SU eingestellt und die Taigatrommel wurde dann fast im gesamten Sozialistischen Wirtschaftsraum genutzt.
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Apvar
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Alt 27.04.2015, 21:40   #22
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Zitat:
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Wie weit durfte eigentlich die DDR-Regierung die Aussenwirtschaftsbeziehungen selbst gestalten? Die SU oder besser gesagt die KPdSU hatte doch eigentlich sehr stark in die Wirtschaft der sozialistischen Brudervölker rein regiert.
Wie in fasst allen Industriellen Bereichen, wurde die DDR von den Sowjets schwer zu Ader gelassen, vor allem in den Jahren nach den Krieg bis in die 60iger.

Hier mal ein Interessanter Link: Steckenpferd-Bewegung ? Wikipedia
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Alt 27.04.2015, 22:01   #23
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Zitat:
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Wie weit durfte eigentlich die DDR-Regierung die Aussenwirtschaftsbeziehungen selbst gestalten?

Apvar


Diese Frage ist gut.
Erinnert mich an den 03.12.1965, den Schuss im Büro.
Dieser Tag war dann wohl ein Wendepunkt, nach diesen Tag kam dann G. Mittag immer mehr in den Vordergrund.
Zumindest waren dies unsere Wahrnehmungen.

Hier ein Artikel vom Spiegel (Nr. 51/1965):
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46275300.html

Begriff: „Taigatrommel“.

Meinst Du:
· Die Diesellokomotiven oder
· Den Zappelfrosch 968
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Alt 27.04.2015, 22:07   #24
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Die Diesellokomotive. War sogar im Westen als solche bekannt.

Apvar
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Alt 28.04.2015, 07:28   #25
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Zitat:
Apvar Beitrag anzeigen
Wie weit durfte eigentlich die DDR-Regierung die Aussenwirtschaftsbeziehungen selbst gestalten? Die SU oder besser gesagt die KPdSU hatte doch eigentlich sehr stark in die Wirtschaft der sozialistischen Brudervölker rein regiert. Zumindest Eisenbahnwesen sollte keiner alles anbieten können. Soweit ich weis wurde in der DDR eine schwere Diesellok entwickelt. Die Entwicklung wurde dann auf Intervention der SU eingestellt und die Taigatrommel wurde dann fast im gesamten Sozialistischen Wirtschaftsraum genutzt.
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Apvar
Das sind die Abstimmungen über die fünfjährige RGW-Rahmenplanung, sozusagen RGW-interne Produktionsabstimmung, natürlich dominiert in den relevanten Bereichen von der SU.

Davon zu unterscheiden ist, was man mit vorhandenen Produkten im NSW-Export und zur Devisengewinnung anfing. Da wurde fast alles versucht, in den späten 70ern und 80ern.

Eine Besonderheit waren die speziellen "Aufbereitungen" dieser NSW-Exporte, zum Teil mit erheblichem Aufwand, der kapitalistische Kostenrechner die Schweißperlen auf die Stirn getrieben hätte. Das ging bis zu minimalen Sonderserien, rentabel nicht zu betreibender Sonderentwicklung, kleinteiliger Ersatzteilhaltung etc., "alles für den Export".
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Alt 28.04.2015, 15:35   #26
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Zitat:
El Quijote Beitrag anzeigen
[...]
Was waren also, neben den normalen seemännischen Kriterien Einstellungsvoraussetzungen, um bei der DDR-Handelsmarine Seemann zu werden? [...]
Hier ein Link zum Thema Berufsverbot von DSR-Seeleuten. Das dürfte deine Frage weitestgehend beantworten.
Zitat:
zitat
[...]
Die einstmals geheimen Vorschriften waren in den Vorgaben der Überprüfung wirklich gründlich. Politische Zuverlässigkeit eines DDR-Seemanns wurde nach folgenden Kriterien abgeprüft:

  • Bindung an die gesellschaftlichen Verhältnisse in der DDR, Wertschätzung der sozialen Sicherheit, grundsätzliche Übereinstimmung persönlicher und gesellschaftlicher Interessen, Übereinschätzung von Wort und Tat;
  • Bindung an die Familie, an Verwandte und Freunde, an die berufliche Tätigkeit und das Arbeitskollektiv;
  • Persönlichkeitsmerkmale, die den Schluss zulassen, dass feindlich-negative Beeinflussungs-, und Korruptions- und Missbrauchsversuchen widerstanden wird;
  • Persönlichkeitseigenschaften, die erwarten lassen, dass zu verwandtschaftlichen u. a. privaten Verbindungen nach nichtsozialistischen Staaten bzw. Westberlin eine gefestigte positive Einstellung als Bürger der DDR eingenommen wird. (Dabei beachten: mögliche Einflüsse von Personen, die ungesetzlich oder durch Übersiedlung die DDR verlassen haben, mögliche berufliche Entwicklungs- und Verdienstmöglichkeiten bei Nichtrückkehr, Erlangen von Erbschaften u. a. Vermögenswerten im Ausland);
  • Bindung an vorhandene materielle Werte, wie Wohnungseinrichtungen, Fahrzeuge, Wochenendgrundstücke, Ersparnisse u. a. Vermögenswerte;
  • Bindung an ideelle Werte, wie gesellschaftliche Auszeichnungen und Anerkennungen, berufliche und familiäre Traditionen, Heimatverbundenheit u. dgl.
[...]
Quelle: Berufsverbote für DSR-Seeleute
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Alt 02.05.2015, 23:00   #27
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@El Quijote: Noch ein Nachtrag; zum Schlagwort Reisekader gibt es auch Dokumente im Bundesarchiv zum Thema - Ermittlungen zu einem Auslandsreisekader für das Nichtsozialistische Wirtschaftsgebiet (NSW)
http://www.argus.bstu.bundesarchiv.d...f-5430fac01c4e
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Alt 15.04.2016, 08:44   #28
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Zitat:
muheijo Beitrag anzeigen
Ist da wirklich was dran, an den Zugfahrten? Ich sehe eigentlich nicht die Notwændigkeit, dies zu tun bzw. zu erlauben oder gar anzuordnen.
Das hat mir zumindest ein ehemaliger DDR-Seemann so erzählt. Er durfte auch mal seine Frau mit nach Mexiko nehmen. Die DDR behielt allerdings - wenn das auch sicher euphemistischer gehändelt wurde - die Kinder als Pfand zurück.
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Chi vuku zik Ah xel roxa ru camay zak yuhuh.

Und darum Kinder eins bedenket: Wer Trollen respondieret Zeit verschenket!
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Alt 15.04.2016, 12:32   #29
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Mitreisende Ehefrauen in der DDR Handelsmarine muss es gegeben haben.

Bitte mal hier bei "BStU" lesen.

Scrollen bis Text: „Besonderheiten“.
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Alt 15.04.2016, 13:01   #30
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Zitat:
Ralf.M Beitrag anzeigen
Mitreisende Ehefrauen in der DDR Handelsmarine muss es gegeben haben.
Ja, darin sehe ich auch kein Problem, und danke fuer den Link als Beleg.

Unverstændlich ist fuer mich aber immer noch, warum ein Seemann sein Schiff verlassen und heimreisen darf, egal auf welchem Schiff und unter welcher Flagge das sein mag.
Die Personaldecke eines Schiffes ist i.d.R. nicht üppig, jeder hat seine Aufgabe, und jedes Besatzungsmitglied weniger bedeutet Mehrarbeit für die anderen.
Es muesste also ein dringender Grund vorgelegen haben, wie z.B. Krankheit oder Todesfall eines Angehørigen - da ist dann auch das Risiko gering, dass der Seemann diesen Anlass nutzt, um der DDR den Rücken zu kehren.

Gruss, muheijo
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"Nicht diejenigen sind zu fürchten, die anderer Meinung sind, sondern diejenigen, die anderer Meinung sind, aber zu feige, es zu sagen." (Napoléon I.)
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Alt 22.04.2016, 02:56   #31
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Zitat:
El Quijote Beitrag anzeigen
Was waren also, neben den normalen seemännischen Kriterien Einstellungsvoraussetzungen, um bei der DDR-Handelsmarine Seemann zu werden?
Hab das Thema erst jetzt gelesen/gesichtet/entdeckt. Der Bruder des Mannes meiner Schwester war zu DDR-Zeiten bei der Handelsmarine. Ich pflege allerdings keinen Kontakt zu ihm, also kann ich ihn nicht befragen, wie das damals war. Kann mich aber erinnern, dass er auch mal in Südamerika (Guyana) an Land durfte. Ansonsten wurden (zumindest auf dem Schiff, auf dem er fuhr) mit der DDR verbruderte Länder angefahren, wie Kuba...
Soweit ich mich erinnere, waren seine Voraussetzungen: 3 Jahre bei der NVA und keinerlei Westverwandtschaft (auch keine verwinkelten 3. o. 4. Grades). Wieweit es bei ihm ideologisch aussah, kann ich nicht sagen, hatte nie irgendein Verhältnis zu ihm. Ausserdem hatte ich die DDR 1978 (als 19 Jähriger) verlassen, da war sowieso keinerlei Kontakt erwünscht. Ich glaube mich zu erinnern, dass er diese Tätigkeit nicht allzu lange ausführte, viell. 2 oder 3 Jahre. Zu dieser Zeit war er unverheiratet. Dann wurde er straffällig und danach hatte er keine Chance mehr, auf einem Handelsschiff der DDR zu arbeiten.
__________________
"Egal, wie dicht du bist - Goethe war Dichter"

Geändert von Rodriguez (22.04.2016 um 03:07 Uhr).
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