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Alt 01.01.2011, 16:02   #1
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roundabout ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Sklaverei

Guten Tag,
Ich suche ein buch, evtl, auch mehere, die in sriöser Weise Informationen über die Sklaverei in der Neuzeit liefern. Hierbei interessiert mich insbesondere die "Logistik", also wie und durch wen und wo wurden Sklaven rekrutiert, transportiert etc. Gedacht ist dies nicht für eine wiss. Arbeit, sondern um verläßliche Informationen zu erhalten. Wenn das Ganze auch noch gut zu lesen wäre, sollte es mich besonders freuen. Gruß roundabout
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Alt 01.01.2011, 16:12   #2
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El Quijote ist ein wunderbarer AnblickEl Quijote ist ein wunderbarer AnblickEl Quijote ist ein wunderbarer AnblickEl Quijote ist ein wunderbarer AnblickEl Quijote ist ein wunderbarer AnblickEl Quijote ist ein wunderbarer AnblickEl Quijote ist ein wunderbarer AnblickEl Quijote ist ein wunderbarer AnblickEl Quijote ist ein wunderbarer Anblick
Ich würde dazu die mehrbändige Reihe Dokumente zur Geschichte der europäischen Expansion von Eberhard Schmitt empfehlen. Dort wirst du mit thematisch geordneten, aufbereiteten und kommentierten Quellen konfrontiert. Das ganze ist auch für Laien und Neueinsteiger gut lesbar.

Edit: Darin wird natürlich in erster Linie der Dreieckshandel, also die Verschiffung von Sklaven von Afrika nach Amerika abgedeckt, weniger die Verbringung von Sklaven aus Afrika, Asien oder Amerika nach Europa.
__________________
Chi vuku zik Ah xel roxa ru camay zak yuhuh.

Und darum Kinder eins bedenket: Wer Trollen respondieret Zeit verschenket!

Geändert von El Quijote (01.01.2011 um 16:27 Uhr).
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Alt 01.01.2011, 17:03   #3
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Scorpio ist jedem bekanntScorpio ist jedem bekanntScorpio ist jedem bekanntScorpio ist jedem bekanntScorpio ist jedem bekanntScorpio ist jedem bekanntScorpio ist jedem bekannt
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Guten Tag,
Ich suche ein buch, evtl, auch mehere, die in sriöser Weise Informationen über die Sklaverei in der Neuzeit liefern. Hierbei interessiert mich insbesondere die "Logistik", also wie und durch wen und wo wurden Sklaven rekrutiert, transportiert etc. Gedacht ist dies nicht für eine wiss. Arbeit, sondern um verläßliche Informationen zu erhalten. Wenn das Ganze auch noch gut zu lesen wäre, sollte es mich besonders freuen. Gruß roundabout
Der Handel geschah durch Gesellschaften, die an der westafrikanischen Küste Faktoreien unterhielten. Für gewöhnlich gingen die Europäer nicht selbst auf Sklavenfang, sondern überließen das arabischen Zwisachenhändlern und lokalen Warlords und Potentaten. In Westafrika gelang es u. a. den Ashanti sich als Zulieferer im Sklavenhandel sich großen Einfluss zu sichern. Sklaven wurden bei Razzien und Jagden im Landesinneren erbeutet und zu Handelsposten an der Küste getrieben, wo Sklaven gegen Alkohol, Wekzeuge und Tinnef eingetauscht wurden.

Als Transporter dienten in der Regel schnelle Schiffe meist älterer Bauart, in die Zwischendecks eingebaut wurden, wo man die leicht verderbliche Ware Mensch regelrecht stapeln konnte. Verluste von bis zu 50 % wurden dabei einkalkuliert.

So segelte die Brigg Lord Ligonier am 5. Juli 1767 von der Gambia Mündung ab mit 140 Sklaven an Bord. das Schiff erreichte Annapolis/ Maryland am 29. September 1767 mit 98 überlebenden Sklaven. Der Autor Alex Haley war sich aufgrund langjähriger Recherchen sicher, dass sein Vorfahre Kunta Kinte auf diesem Schiff nach Amerika gelangte.


httP://en.wikipedia.org/wiki/Slave_ship
__________________
Man muss das Grundgesetz vor seinen Vätern schützen und die Verfassung vor ihren Schützern

Geändert von Scorpio (01.01.2011 um 17:05 Uhr).
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Alt 11.12.2011, 20:43   #4
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Dog Soup ist ein sehr geschätzer MenschDog Soup ist ein sehr geschätzer Mensch
Für ein Einführungswerk in den Sklavenhandel: Markus Rediker's "The Slave Ship"

Das ist quellenmäßig ein bisschen leicht auf der Brust, aber falsch sicher nicht, und gut zu lesen auf jeden Fall.

Für die Schiffslogistik: Russel K. Skowronek & Charles R. Ewen (Hrsg.): X Marks the Spot. The Archeology of Piracy.

Das sind archäologische Essays. Piratenschiffe waren oft ehemalige Sklavenschiffe (etwa die berühmte "Wydah"), daher lässt sich da viel rausziehen, wenn dich interessiert, wie das schiffstechnisch konkret aussah.
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Alt 16.07.2017, 09:10   #5
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silesia ist ein wunderbarer Anblicksilesia ist ein wunderbarer Anblicksilesia ist ein wunderbarer Anblicksilesia ist ein wunderbarer Anblicksilesia ist ein wunderbarer Anblicksilesia ist ein wunderbarer Anblicksilesia ist ein wunderbarer Anblicksilesia ist ein wunderbarer Anblicksilesia ist ein wunderbarer Anblick
Valongo Kai

Die Hafenanlage von Rio de Janeiro, über die zwischen 1811 bis 1831 nach Schätzungen bis zu einer Million afrikanischer Sklaven angelandet wurde, wurde jetzt im Juli als Gedenkstätte in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.

https://en.m.wikipedia.org/wiki/Valongo_Wharf
(einen deutschen Wiki-Artikel scheint es nicht zu geben)

In der ARD-Mediathek gibt es noch eine Sendung des SWR.
Valongo-Kai: Rio verdrängt die Erinnerung an sein schwarzes Erbe | SWR2 Audio | ARD Mediathek

Früher aufgrgriffen:
Ein morgen ohne gestern: Das schwarze Gedächtnis - taz.de
__________________
In der Theorie sind Theorie und Praxis das Gleiche. In der Praxis sind sie es nicht (Yogi Berra). Der Unterschied ist Unsicherheit (Stephen Ross).
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Stichworte
logistik, neuzeit, rekrutierung, sklaverei, transport

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