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| | #1 |
| Mitglied Registriert seit: 01.2012
Beiträge: 29
![]() | Vom Empire zum Commonwealth Hey Leute, zu dem Thema hätte ich eine Frage, zu der ich mir zwar schon das eine oder andere durchgelesen habe aber so ganz klar ist mir das Ganze noch nicht und ich hoffe jemand von euch kann da helfen. Ich soll für den Englischunterricht klären ob der Weg von den Kolonien in die Unabhängigkeit friedlich war oder nicht. Dazu habe ich gefunden, dass GB nach dem 2 Wk. aus verschiedenen Gründen versuchte die Kolonien friedlich in die Unabhängigkeit zu entlassen, sobald gute und sichere politische Rahmenbedingungen vorhanden waren. Aber in denselben Texten steht dann wieder das nach dem 2 Wk. in Afrika von GB Aufstände niedergeschlagen wurden. Und zu der Zeit vor dem 2 Wk. hab ich nicht wirklich etwas gefunden was sich direkt auf die Frage bezieht. Hab 3 Fragen: 1. Vor dem 2 Wk. wurden die Aufstände bzw. Separationsbewegungen niedergeschlagen und versucht auszuschalten oder? Nen kurzes Beispiel dazu wäre klasse. 2. Wie genau muss man das nach dem 2 Wk. einordnen? Ich würde das Ganze so erklären, dass man es friedlich versucht hat aber teilweise eben niedergeschlagen hat. Oder muss man das differenzierter sehen? 3.Was sind die Gründe für das Niederschlagen mancher Bewegungen? ( fehlende politische Rahmenbedingungen?, Versuchen des Errichtens eines totalitären oder kommunistischen Regimes der niedergeschlagenen Bewegungen?) Danke schonmal im Vorraus. ![]() |
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| | #2 |
| Mitglied Registriert seit: 09.2009
Beiträge: 2.617
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | @JanSch Ich bin kein Experte für Kolonialgeschichte, vllt. findet sich da noch ein Mitdiskutant der da fit ist. Zu Deinen Fragen. ad 1) Wenn Du vor dem II.WK schreibst, meinst Du wahrscheinlich die Zwischenkriegszeit und nicht auch das 17., 18. und 19. Jh.? Schau Dir doch einmal den Lebenslauf von Gandhi an: Mohandas Karamchand Gandhi ? Wikipedia ad 2) Ja, ich meine, dieses muß man differenzierter sehen. Nach dem II. WK wurden von der UNO durchaus noch Mandatsgebiete vergeben oder verlängert. Vergl.: Mandat (Völkerrecht) ? Wikipedia Die britische Kolonialverwaltung hat auch nach dem II. WK Kolonialkriege geführt. Vergl.: Mau-Mau-Krieg ? Wikipedia DER SPIEGEL*51/1963 - Mau-Mau oder Harambee? ad 3) Mit der Blockbildung im "Kalten Krieg" bist Du schon einmal auf der richtigen Fährte, allerdings spielen bei Kolonialkriegen, deren Ursachen und Auslöser, auch regionale Besonderheiten eine Rolle (z.B. Siederkolonie, Aktionen die die Kolonialmacht als demütigend empfand, inkl. rassistischer Motive etc.). M.
__________________ Hic Rhodus, hic salta! |
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| | #3 | ||
| Mitglied Registriert seit: 04.2010 Ort: SchwAlb
Beiträge: 184
![]() | Zitat:
Sudan / Kitchener / Mahdi ist auch ein schönes Beispiel. Oder Südafrika / Burenaufstand Zitat:
Denke zuerst innenpolitisch. GB war während der Entkolonialisierungsphase von 1945-52 und von 1964-70 Labour-regiert . Labour war schon immer kolonialskeptisch und hat sich ohne Bedauern (aber auch ohne Eifer) von den Kolonien getrennt. Die Torys konnten da nicht gegenhalten, selbst wenn sie es gewollt hätten. Alles was Blut, Geld und Wählerstimmen gekostet hätte, wurde schnell aufgegeben. Indien, Ägypten etc... oder Mandate wie Israel und Namibia. Die Kolonien in Afrika mit britischen Siedlern und schwachem Widerstand hat man versucht mit geringen Kosten zu halten. In Kenia (Mau-Mau, siehe Melchiors Beitrag) auch militärisch. Kämpfe zwischen Briten und kommunistischen Aufständischen gab es m.W. nur in Malaysia. Állerdings erst nach der Unabhängigkeit. Rhodesien wollte man in die Unabhängigkeit entlassen,dort hat sich aber alles ganz anders entwickelt. Die Siedler hätten sich mit Unterstützung des Mutterlandssicher noch länger halten können, daß ging damals aber weltpolitisch gar nicht. Hongkong wurde vertraglich bis 1999 gehalten. Gibraltar ist immer noch britisch. Die Falklands sind natürlich nicht argentinisch, trotzdem beachtlich, dass man wegen der paar Schafzüchternoch in den 80ern in den Krieg gezogen ist. Auch hier wieder Innenpolitik beachten. Das Fazit, das ich aus dem Schlamassel ziehen würde ist: Es war eine Entkolonialisierung auf Sicht. Kosten-Nutzen-Betrachtungen und Innenpolitik spielten eine grössere Rolle, als langfristige ideologische oder strategische Ziele. Ernsthaft militärisch konnte GB nur noch sehr begrenzt tätig werden. Rassismus spielte sicher auch eine Rolle. Den oft in englischen Public Schools ausgebildeten Indern und Ägyptern traute man einiges zu, den "WOG"s in Afrika halt nicht. Geändert von steffen04 (10.09.2012 um 16:11 Uhr). Grund: Tipfehler | ||
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| | #4 |
| Moderator | Zu Indien eine Anmerkung: Wenig beachtet wurde bislang, dass Großbritannien die Propaganda-Schlacht um den indischen Status nach dem Zweiten Weltkrieg 1941/42 in der amerikanischen Innenpolitik verloren hat. Die Publikationen der indischen nationalen Bewegung für Unabhängigkeit fanden in der US-Presse und in der Politik dagegen weite Beachtung. Atlantic-Charta und Lend-Lease-Act waren wichtige Stationen dafür, dass Großbritannien den Kampf um die Fortführung des Empire in Indien bereits während des Krieges als aussichtslos ansehen müsste. Das wurde auch Churchill gegen Kriegsende klar. Weigold: Churchill, Roosevelt and India, 2008. |
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| | #5 | |
| Mitglied Registriert seit: 08.2010 Ort: 53°09'16.75"N 8°13'27.25"O
Beiträge: 193
![]() | Zitat:
__________________ "That's the spirit! If nothing else, a total and utter pig-headed unwillingness to look facts in the face will see us through!" General Melchett | |
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| | #6 |
| Mitglied Registriert seit: 01.2012
Beiträge: 29
![]() | Ok super. Danke an alle. ![]() |
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