| Fernsehtipp | |||
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| Marokko - Im Labyrinth der alten Städte | Sa | 13:45 Uhr | |
| | #21 | |
| unvergessen Registriert seit: 07.2004 Ort: Jerichower Land
Beiträge: 13.736
![]() ![]() | Zitat:
Kann man einen Menschen für einen Weltkrieg verantwortlich machen?
__________________ Kritisches denken schützt vor Illusionen. Mitglied des Clubs des Ring- Zeigefingerproblems | |
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| | #22 |
| Mitglied Registriert seit: 06.2009
Beiträge: 330
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| | #23 |
| Mitglied Registriert seit: 02.2010 Ort: Frankfurt am Meer
Beiträge: 23
![]() | @Silesia Seine Einschätzungen von politischen oder personellen Gegebenheiten (im Sinne von: "Der ist doch intrigant...") in seiner Gegenwart - und das Eintreffen in der
__________________ Der hängt doppelt! |
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| | #24 |
| Mitglied Registriert seit: 05.2004 Ort: Landshut
Beiträge: 1.137
![]() | Ich kenne ja die Diskussion darüber, ob der Erste Weltkrieg mit einem Kanzler Bismarck zu verhindern gewesen wäre ... aber eine ernsthafte Diskussion darüber, ob jemand, der über 20 Jahre vorher von der "Brücke" abtrat für den Krieg Verantwortung trägt? Da könnte ich ja auch Adam und Eva für alles verantwortlich machen. Sicher mögen bestimmte Strukturen, die Bismarck (mit)geschaffen hat, für den Krieg eine Rolle gespielt haben, aber die sind ganz bestimmt nicht hinreichend. Soll heißen: der Krieg wäre immer noch zu verhindern gewesen, eine Zwangsläufigkeit ergibt sich nicht, da sind ganz andere Personen viel direkter verantwortlich (den Erfinder des Autos für alle Verkehrsunfälle verantwortlich zu machen ist auch etwas absurd). Gerade, wo Wilhelm II doch sein "persönliches Regiment" führen wollte und in manchen Bereichen mit Bismarcks Politik brach ... |
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| | #25 |
| Mitglied Registriert seit: 03.2010
Beiträge: 13
![]() | Schön gesagt Papa Leo, ich sehe das mittlerweile genauso wie ihr, hfftl mein Lehrer am Dienstag auch. Danke für eure Bemühungen! |
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| | #26 | |
| Mitglied Registriert seit: 03.2010
Beiträge: 3
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Aber für den zweiten doch sicherlich, der war doch schon von Anfang an "Hitlers Krieg" | |
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| | #27 |
| Mitglied Registriert seit: 12.2008 Ort: Einerseits ist Eden nur einen Schritt entfernt, andererseits unerreichbar.
Beiträge: 2.390
![]() ![]() | Aber für einen Krieg braucht's, wie bei einer Scheidung, mindestens zwei Parteien. Und du brauchst Soldaten, die dafür einstehen. Es war vor allem Hitlers Krieg, ja, aber für ihn gekämpft haben andere ...
__________________ "Man kann den Menschen nichts beibringen. Man kann ihnen nur helfen, es in sich selbst zu entdecken." (Galileo Galilei) |
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| | #28 | |
| Premiummitglied Registriert seit: 10.2007 Ort: Wo de Oostseewellen trekken an den Strand...
Beiträge: 7.457
![]() ![]() ![]() ![]() | Zitat:
Was willst du uns damit eigentlich wirklich Tiefgründiges sagen? Grüße aus dem Fehmarnbelt. bb
__________________ Semper aliquid haeret. | |
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| | #29 |
| Mitglied Registriert seit: 03.2010 Ort: Hessen
Beiträge: 9
![]() | die antwort lautet ganz klar nein. bismarck versuchte dt mit bündnissen zu sichern. ferner war seiner auffassung nach dt. saturiert. bei internationalen konflikten trat er des öfteren als schlichter ein und war hoch geachtet. die einzige 'schuld', die mir spontan einfällt, wäre die gefälschte (geänderte) emser depesche - aber das war vor dem 1.wk. |
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| | #30 |
| Mitglied Registriert seit: 03.2010 Ort: Hessen
Beiträge: 9
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| | #31 |
| Moderator | *** moderativer Hinweis: Bitte hier im Themenkomplex Das Deutsche Kaiserreich keine Diskussionen über Hitler und den Ausbruch des 2. Weltkrieges beginnen. Dafür ist der Themenkomplex 2. Weltkrieg im Forum vorgesehen. Das Thema hier lautet: Bismarck schuld am 1. Weltkrieg? Vielen Dank für die Beachtung! *** |
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| | #32 | |
| Mitglied Registriert seit: 02.2010 Ort: Rheinland
Beiträge: 28
![]() | Mhm, mir kommt eine "Schuld" Bismarcks am 1Wk doch ein wenig weit hergeholt vor. Erstens ist es ja schon sehr lange her, dass Bismarck aktiv am Geschehen teilnahm und zweitens fällt mir dazu die sehr vereinfachte Formel, "Bismarck = Gute Aussenpolitik + schlechte Innenpolitik" "Wilhelm II= Schlechte Aussenpolitik + gute Innenpolitik" ein. Auch wenn diese vereinfachte Formel natürlich sehr verallgemeinert, zeigt sie trotzdem die Gegensätze der betreffenden Personen. Viel interessanter finde ich die Frage, ob Bismarck den Krieg hätte verhindern wollen. Aber das ist ja ein anderes Thema. Gruss, Snork
__________________ Zitat:
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| | #33 | ||
| Mitglied Registriert seit: 02.2010 Ort: Rheinland
Beiträge: 28
![]() | Oh, da fällt mir gerade noch der Haffner in die Hand. Zitat:
Da es sich ja hier um eine mündliche Prüfung handelt, denke ich, dass die Multiperspektivität hier vielleicht extra Punkte bringt. Viel Glück! Snork
__________________ Zitat:
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| | #34 |
| Mitglied Registriert seit: 05.2008
Beiträge: 246
![]() | Allerdings weiß niemand so genau, was Bismarck eigentlich erreichen wollte. Ich habe auch schon umgekehrt gelesen, Bismarck habe Frankreich ganz bewußt als "Erbfeind" aufbauen wollen, um dadurch den Partikularismus im Inneren auszuschalten. Bismarck hat insofern "schuld" am 1. WK, als er eine bestimmte Auffassung von Außenpolitik im DR populär gemacht hat. Machiavellistische Außenpolitik, das Ausspielen und Aufhetzen der anderen Großmächte gegeneinander und dann im geeigneten Augenblick losschlagen. Die beiden Marokko-Krisen und ähnliche Manöver waren Versuche nach bismarckschem Rezept Außenpolitik zu betreiben.
__________________ Folgt mir Männer, ich übernehme die volle Verantwortung! - General Custer Wenn wir auch darüber zugrunde gehen, schön war's doch! - Falkenhayn |
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| | #35 | |
| Premiummitglied Registriert seit: 04.2008 Ort: Ganz in der Nähe der Elbe
Beiträge: 1.658
![]() ![]() | Zitat:
Mich würde interessieren, weshalb du meinst, das Kiderlen-Wächter mit seinen Vanbanquekurs mit der Bismarschen Diplomatie auf einer Ebene stellst? Die Marokkorkrise von 1911 läßt sich nicht unbedingt mit der "Krieg in Sicht Krise" vergleichen, da Bismarck die damalige internationale Lage ausloten wollte, während Kiderlen durchaus entschlossen war auch Krieg gegen Frankreich zu führen. Es war aber klar, vor allem nach dem Desaster der ertsten Markokrise von 1905, das Großbritannien nicht tatenlos beiseite stehen würde.
__________________ Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen. Heinrich Heine | |
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| | #36 | |
| Premiummitglied Registriert seit: 10.2007 Ort: Wo de Oostseewellen trekken an den Strand...
Beiträge: 7.457
![]() ![]() ![]() ![]() | Zitat:
PS: Wir simsen doch hier nicht. Ganz links, 2. von unten - das ist die Taste für die Großschreibung.
__________________ Semper aliquid haeret. | |
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| | #37 |
| Mitglied Registriert seit: 05.2008
Beiträge: 246
![]() | @Turgot Die Marokkokrise gleicht nicht der "Krieg ins Sicht"-Krise sondern der Krise um die Emser Depeche. Was Bismarck vorexerziert hat - Frankreich isolieren und dann militärisch zerschlagen - hätte Kiderlen-Wächter gerne nachexerziert. Das hat nur nicht geklappt weil Wilhelm II (Guillaume le timide) zu feige war. Bismarck hat durchaus va banque gespielt, nur eben nach der Reichsgründung nicht mehr.
__________________ Folgt mir Männer, ich übernehme die volle Verantwortung! - General Custer Wenn wir auch darüber zugrunde gehen, schön war's doch! - Falkenhayn |
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| | #38 |
| Mitglied Registriert seit: 05.2004 Ort: Landshut
Beiträge: 1.137
![]() | Allerdings würde ich bei Bismarck von zwei Phasen der Außenpolitik ausgehen und den Wechsel genau bei der Krieg-in-Sicht-Krise sehen. Dass Bismarck vorher seine Ziele mit kriegerischen Mitteln und Provokationen erreichte, ist unbestritten. Ich denke jedoch, dass sich mit der Krieg-in-Sicht-Krise diese AUßenpolitik änderte (gezwungenermaßen vielleicht, aber auch aus der Einsicht heraus, durch Krieg jetzt nicht mehr wirklich etwas gewinnen zu können). Da Bismarck selbst seine Außenpolitik also änderte und nicht mehr va banque spielte, nicht mehr Macchiavelli Pate stand ... denke ich nicht, dass man ihm hier irgend eine Verantwortung zuschreiben kann. Genau so könnte ich argumentieren, er hat überhaupt keine Schuld am Krieg, da er ja fast ein Jahrzehnt lang vormachte, wie man als "ehrlicher Makler" mit vorwiegend defensiven Bündnissen und einer ausgesprochen vorsichtigen Kolonialpolitik Krieg vermeidet. |
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| | #39 | |
| Premiummitglied Registriert seit: 04.2008 Ort: Ganz in der Nähe der Elbe
Beiträge: 1.658
![]() ![]() | Zitat:
Die Krisen lassen sich auch nicht so ganz miteinander vergleichen. Bismarck hat es geschafft, wenn auch mit fragwürdigen Methoden, eben die Redigierung der Depesche von Wilhelm, das Frankreich Preußen den Krieg erklärte. Allein dieser Umstand zeichnet dafür verantwortlich, das sich Großbritannien aus der Sache heraushielt. Kiderlen-Wächten hatte nicht ansatzweise das Format eines Bismarcks. Er hätte auch von sich aus losgeschlagen und Wihlem war nicht feige, sondern umsichtig. Er wollte für so eine sekundäre Frage keinen Krieg gegen Frankreich geführt wissen. Und Kiderlen-Wächter hatte offenkundig nicht die Lehren aus der ersten Marrokokrise gezogen, ansonsten hätte er anders, weniger säbelrasselend und großsprecherisch, agiert.
__________________ Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen. Heinrich Heine | |
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| | #40 | |
| Mitglied Registriert seit: 03.2010 Ort: Hessen
Beiträge: 9
![]() | Zitat:
hätte ich nat. beim zitieren weglassen müssen - sorry. übrigens würde ich ja gern auch im weltkrieg forum posten - darf aber nicht, da noch keine sonderrechte! gruß ad | |
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