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| | #1 |
| Mitglied Registriert seit: 11.2009
Beiträge: 1
![]() | Warum gab es im Deutsch-Französischen Krieg keine frühere Kapitulation Frankreichs? hi erstmal ![]() ich habe mich immer gefragt warum es nach sedan und der abdankung des kaisers nicht zu einem frieden gekommen ist. ich bin kein geschichtswissenschaftler und beziehe meine infos hauptsächlich aus dem internet insb der wiki (ich weiß, asche auf mein haupt in der steht, dass frankreich ca 400000 und preußen + verbündete ca 300000 soldaten zu beginn des krieges hatten und bei sedan über 100000 französische "ausgefallen" sind (durch tod, verwundung und gefangenschaft).wieso ist es dort schon nicht zu einem friedensschluss gekommen? deutschland wird einig und frankreich kriegt eine republik, heute würde man das als win-win-situation bezeichnen ![]() |
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| | #2 |
| Mitglied Registriert seit: 12.2008 Ort: civitas aurelia aquensis
Beiträge: 556
![]() ![]() ![]() ![]() | Nach der Niederlage von Sedan wurde durch Leon Gambetta die Republik ausgerufen. Und die Pariser Öffentlichkeit zog Parallelen zu 1789. Damals war nach dem Sturz von Louis XVI die Eindringlinge aus den reaktionären Nachbarländern durch ein Volksheer geschlagen und aus Frankreich vertrieben worden. Eine Mischung aus Nationalismus und revolutionären Phantasie ließ kein Gedanke an eine Kapitulation aufkommen. Und wenn man sich den weiteren Kriegsverlauf anschaut, waren diese Ansichten nicht völlig grundlos. Erst nach Sedan kamen die preußischen Truppen und die mit ihnen verbündeten Mächte in ernsthaftere militärischen Schwierigkeiten. Auch nicht zu vergessen, französische Politiker hofften damals auf ein Eingriffen ausländischer Mächte. Die Hoffnung war, dass auch der russische Zar, die Regierung in London sowie der Kaiser in Wien kein Interesse an einen deutschen Nationalstaat hätten und eine oder gar mehrere dieser Mächte zu Gunsten der Franzosen in den Krieg eingreifen könnte
__________________ Glücklich ist, wer in langweiligen Zeiten lebt. |
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| | #3 | |
| Mitglied Registriert seit: 05.2007 Ort: Darmstadt
Beiträge: 2.050
![]() ![]() ![]() | Zitat:
Das stellt sich die Frage nach einem Aufgeben doch eher nicht ... | |
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| | #4 |
| Mitglied Registriert seit: 05.2007 Ort: Darmstadt
Beiträge: 2.050
![]() ![]() ![]() | Schwierigkeiten in Bezug auf mühsam und zeitaufwendig - aber doch nie "ernsthaft" im einem Sinne, daß der preußische Sieg noch in Gefahr gewesen wäre. |
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| | #5 | |
| Mitglied Registriert seit: 12.2008 Ort: civitas aurelia aquensis
Beiträge: 556
![]() ![]() ![]() ![]() | Für die Belagerung von Paris wurden von Seiten der Preußen und ihrer Verbündeten 120.000 Mann Infanterie sowie 24.000 Reiter eingesetzt. In Paris befanden sich 300.000 Bewaffnete, deren militärischer Wert stark differierte. Trotzdem hinterließ uns der große Schweiger die Worte: Zitat:
Und im Hinterland hob die neue französische Regierung weitere Soldaten aus und stampfte neue Verbände aus der Erde. Am 9.11.1870 räumte General von der Tann die Stadt Orleans vor den anrückenden Franzosen. Kurz darauf verlor er bei Coulmiers eine Schlacht gegen die neuen Truppen der Franzosen. Dies war die erste "deutsche" Niederlage im Feldzug! Die Lage wurde dann am 28.11.1870 durch den Sieg von Prinz Friedrich Karl bei Beaune-la-Rolande wieder bereinigt. Aber nach Sedan war der Feldzug ja nicht zu Ende. Neben dem regulären Krieg wurden "deutsche" Besatzungstruppen niedergemacht, siehe Chatillon-sur-Seine und Ablis. War zu Beginn des Feldzuges große Begeisterung in der Heimat, gab es nun für die Bombardierung Straßburgs in der deutschen Presse Kritik. Aus heutiger Sicht können wir vielleicht feststellen, dass der Sieg der Koalition über Frankreich nicht gefährdet war. Aber die Beteiligten hatten diese Gewissheit wohl nicht. Alle Angaben aus Franz Herre "Anno 70/71", Köln 1970 entnommen.
__________________ Glücklich ist, wer in langweiligen Zeiten lebt. | |
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| | #6 | ||||
| Mitglied Registriert seit: 05.2007 Ort: Darmstadt
Beiträge: 2.050
![]() ![]() ![]() | Zitat:
Und in Deutschland wurden ja auch Verstärkungen rekrutiert (meine Vermutung, ich habe dazu keine Zahlen). Zitat:
Zitat:
Zitat:
Das lag wohl auch daran, daß den Zeitgenossen (gerade die deutschen Militärs) sehr bewußt war, daß Frankreich die letzten Jahrhunderte die dominante Militärmacht in Europa war. Bis dato hatte es immer eine Koalition mehrerer Großmächte gebraucht, um Frankreich zu besiegen (und das brauchte dann auch immer viele Jahre). Daß Deutschland wirklich in der Lage sein sollte, den Koloss ganz alleine und in vergleichsweise kurzer Zeit komplett zu besiegen - das hat wohl die Sieger ähnlich überrascht wie alle Beobachter. | ||||
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| | #7 | |
| Mitglied Registriert seit: 01.2005 Ort: Berlino
Beiträge: 3.683
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Zitat:
Die Später ausgehobenen Ersatztruppen waren dagegen zum Teil mit einfacheren aptierten Rückladern "A la tabatiere" und sehr oft nur mit traditionellen Vorderladern bewaffnet, hatten nur wenig Artillerie und diese bestand aus Bronzenen Vorderladern, zum Teil sogar noch glatt. Die Preussen verfügten dagegen über modernere Stahlhinterladergeschütze und in großer Anzahl. Das Dreyse Zündnadelgewehr war dem Chassepot zwar unterlegen, jedem Vorderlader aber überlegen. Die Bayern hatten sogar das noch modernere Werder-Gewehr mit Metallpatronen. Die bessere Bewaffnung und die größere Erfahrung, glich die größere Zahl an Soldaten mehr als aus. | |
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| | #8 |
| Mitglied Registriert seit: 04.2008 Ort: Ganz in der Nähe der Elbe
Beiträge: 4.356
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Am 01.September 1870 erhielt der deutsche Parlamentär Oberstleutnant Bronsart vom französischen General Reille ein Handschreiben Napoleons, aus dem hervorging, das er seinen Degen in die Hände des preußischen Königs lege. (1) Kurze Zeit später wurde bei den Übergabeverhandlungen die Frage gestellt, wessen Degen Napoleon übergeben hat. Die Antwort von General Castelnau lautete, dass es nicht der Frankreichs, sondern der Napoleon sei. Somit war klar, dass sich in Sedan keine Möglichkeit eröffnete, Friedensverhandlungen zu beginnen. Kurz danach kam es ja zum Umsturz in Paris. Der Krieg zog sich deshalb solange hin, da die neue Regierung unklugerweise hat verlauten lassen, das sie unter keinen Umständen bereit war, französischen Boden preiszugeben. Das war der Dreh- und Angelpunkt. Schon die Aushandlung eines Waffenstillstandes gestaltete sich außerordentlich schwierig und langwierig. Bismarck versuchte auf mehreren Gleisen zu einer Lösung zu gelangen. Er ließ nichts unversucht. Der Faden zu Napoleon wurde aufrechterhalten, der zu Eugenie wurde hergestellt et.etc. . Bismarck wolle zügig zum Abschluss gelangen, da er immer die Versuche der Einmischung anderen europäischen Großmächte, vor allem die Großbritanniens und Österreich-Ungarns, abzuwehren hatte. Bismarck stand unter sehr großen Druck und es war schon eine beachtliche Leistung, dass er es geschafft hat, die Interventionsversuche abzuwehren.
__________________ Lerne aus den Fehlern Anderer! Du hast nicht die Zeit sie selbst zu machen. Geändert von Turgot (22.11.2011 um 20:30 Uhr). |
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| | #9 |
| Mitglied Registriert seit: 04.2008 Ort: Ganz in der Nähe der Elbe
Beiträge: 4.356
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Kleiner Nachtrag Im Wahlkampf zu den französischen Parlamentswahlen im Februar 1871 traten die Monarchisten für den Frieden mit dem Deutschen Reich ein. Die Republikaner für eine Fortsetzung des Krieges. Die Wahlen haben aber die Monarchisten gewonnen. Es sollte noch bis 1877 dauern, bis die Republikaner die Regierung stellten, was dann aber keineswegs den Übergang zu einer Revanchepolitik bedeutete.
__________________ Lerne aus den Fehlern Anderer! Du hast nicht die Zeit sie selbst zu machen. |
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| | #10 |
| Mitglied Registriert seit: 01.2012
Beiträge: 16
![]() | Bismarck - Deutsch Französischer Krieg Hallo, ich habe eine Frage bzgl. des Deutsch - Französischen Krieges : Wäre ein Ausgleich mit Frankreich möglich gewesen? |
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| | #11 |
| Mitglied Registriert seit: 04.2008 Ort: Ganz in der Nähe der Elbe
Beiträge: 4.356
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Zu welchem Zeitpunkt?
__________________ Lerne aus den Fehlern Anderer! Du hast nicht die Zeit sie selbst zu machen. |
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| | #12 |
| Mitglied Registriert seit: 01.2012
Beiträge: 16
![]() | 1870/71 also zur Zeit der Reichsgründung... |
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| | #13 |
| Mitglied Registriert seit: 08.2008 Ort: Malm/Nord-Trøndelag
Beiträge: 1.298
![]() ![]() ![]() | Ich glaube, dass beide Seiten "heiss" auf den Krieg waren, ihn zumindest nicht geschæut haben. Ein Ausgleich, eine møgliche Annæherung zwischen Deutschland und Frankreich nach dem Krieg mussten an dem Verlust von Elsass-Lothringen scheitern. Ohne diese Abtretung wære sicher viel denkbar gewesen. Gruss, muheijo
__________________ "Nicht diejenigen sind zu fürchten, die anderer Meinung sind, sondern diejenigen, die anderer Meinung sind, aber zu feige, es zu sagen." (Napoléon I.) |
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| | #14 |
| Mitglied Registriert seit: 04.2008 Ort: Ganz in der Nähe der Elbe
Beiträge: 4.356
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Also während sich Preußen und Frankreich im Kriegszustand befanden. Hier im Thread sind einige Schwierigkeiten, die einen frühzeitigeren Frieden im Wege standen, benannt worden. Des Weiteren ist es sicher von Bedeutung, das Frankreich strikt Annektionen, gemeint war das Elsass und Lothringen, ablehnte. Das hatte den Prozesse der Anbahnung eines Waffenstillstandes und späteren Friedens enorm erschwert.
__________________ Lerne aus den Fehlern Anderer! Du hast nicht die Zeit sie selbst zu machen. Geändert von El Quijote (15.07.2012 um 00:47 Uhr). Grund: Themen zusammengeführt, Link daher überflüssig geworden. |
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| | #15 |
| Mitglied Registriert seit: 04.2008 Ort: Ganz in der Nähe der Elbe
Beiträge: 4.356
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Nachtrag zu Präliminarfrieden v. 26.02.1871 Interessant in diesem Kontext ist auch, das Bismarck Zweifel kamen, ob von Frankreich nicht zu viel gefordert wurde. So schrieb er unter dem Datum des 27.Febraur 1871 an seine Ehefrau:“ Gestern haben wir endlich unterzeichnet, mehr erreicht als ich für meine persönliche politische Berechnung nützlich halte. Wir nehmen Elsaß und Deutsch Lothringen, dazu auch Metz mit sehr unverdaulichen Elementen, nd über 1300 Millionen Thaler. (1) Bismarck, Gesammelte Werke ,Neue Friedrichsruher Ausgabe, Abt. 3, Band1, Dokument Nr. 1
__________________ Lerne aus den Fehlern Anderer! Du hast nicht die Zeit sie selbst zu machen. |
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| | #16 |
| Mitglied Registriert seit: 07.2008 Ort: Schleswig-Holstein
Beiträge: 1.642
![]() ![]() ![]() | Aus einer deutschen Publikation von 1896 über die französische Truppe von 70: "Die Verwertung der Waffen und die Vorschriften entsprachen nicht dem Wesen der Truppe. Die Reiterei war im Aufklärungsdienst höchst mangelhaft ausgebildet, verstand auch nicht, sich in großen Massen auf dem Manövrierfelde zu bewegen. Die Überlieferungen aus der zeit des gro´ßen Korsen waren verschwunden. Die Pferdepflege muß als mangelhaft bezeichnet werden... Die Erfolge des preußischen Zündnadelgewehrs von 1866 hatten einen eigentümlichen Einfluß auf die Gefechtsvorschriften der Franzosen geäußert. Die von Marschall Niel erlassenen betonten die Verteidigung. Man solle den Feind auflaufen lassen, mit dem Feuer des Chassepots zerschmettern und dann erst zum Angriff übergehen; eine Vorschrift, welche einerseits dem vorstürmenden französischen Naturell widersprach, und andererseits nur Wert hatte, wenn die Truppen ihre Waffen richtig zu verwenden wußte." Zur Artillerie: "Die Gewohnheit und Übung, in großen Massen zu wirken - wodurch Napoleon I. so bedeutende Erfolge erzielte - war verloren gegangen. Schon wegen ihrer thatsächlich schlechteren Waffe vermochte sie nirgens gegen die deutsche aufzukommen." Im Grunde verhielten sich die Franzosen fast immer defensiv und gaben damit das Gesetz des Handelns aus der Hand. Aber Frankreich besaß nach Sedan eine weiterhin intakte Industrie, hohe Steuerkraft und es beherrschte den deutschen Staaten gegenüber die Meere, war also in der Lage, sich alles zu beschaffen, was ihm fehlte. Die Zeit konnte durchaus Frankreich in die Hand spielen, zumal man ja auch immer noch Truppen ausheben konnte. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
__________________ "...solang die Semmelnknödeln aus mehreren Semmeln gemacht werden, sagt man unerbitterlich: Semmelnknödeln." Karl Valentin |
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| | #17 |
| Mitglied Registriert seit: 07.2008 Ort: Schleswig-Holstein
Beiträge: 1.642
![]() ![]() ![]() | Zudem: In Frankreich wollte man die Niederlage nicht wahrhaben. Frankreich war bis dahin die Kontinentalmacht. Eine solche Kette von Niederlagen konnte sich niemand vorstellen. Auch im Ausland war man erstaunt. Gleich nach Wörth tauchte bei den Franzosen das Wort Verräter auf. Insbesondere Napoleon III. und seine "goldverbrämten Possenreißer", aber auch Mac Mahon wurden in der Presse angegriffen. Wörth bis Sedan waren für die Franzosen erst einmal Napoleons und nicht Frankreichs Niederlagen.
__________________ "...solang die Semmelnknödeln aus mehreren Semmeln gemacht werden, sagt man unerbitterlich: Semmelnknödeln." Karl Valentin |
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| | #18 | |
| Mitglied Registriert seit: 04.2012
Beiträge: 5
![]() | Zitat:
Wurde erst im Laufe des ersten Weltkriegs wieder aufgegeben, als jede Nation gezwungen war, auch ältere Reservisten an wichtigen Stellen einzusetzen und anständig auszurüsten. | |
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| | #19 | |||
| Mitglied Registriert seit: 01.2005 Ort: Berlino
Beiträge: 3.683
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Zitat:
Das mit dem "vorstürmenden französischen Naturell" ist ein oft bemühtes Topos und hat eine Vorgeschichte die sich durch die ganze Zeit der italienischen Kriege zieht. Aus den blutigen Schlachten dort, haben die beteiligten entgegengesetzte Lehren gezogen. Die siegreichen Franzosen hatten durch das gut gezielte Feuer der Österreicher große Verluste erlitten, waren daraufhin vorsichtiger geworden und hatten beschlossen ein größeres Gewicht auf Schiessausbildung und Feuergefecht zu setzen (die traditionell ein geringeres Gewicht als in deutschen Armeen oder bei den Briten hatte) die Österreicher kamen zu dem Schluss, dass sie offensiver vorgehen müssten, was sie dann bei Königgrätz zu ihrem Verhängnis dann auch taten. Mangelhafte Qualität des Pferdematerials ist in Frankreich auch öfters in der Geschichte der Fall gewesen. Das Land war in dieser hinsicht Importabhängig, die eigene Produktion minderwertig, ausgenommen die Regimenter aus Nordafrika. Zitat:
Zitat:
Geändert von Bdaian (22.04.2012 um 20:19 Uhr). | |||
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| | #20 | ||
| Mitglied Registriert seit: 07.2008 Ort: Schleswig-Holstein
Beiträge: 1.642
![]() ![]() ![]() | Zitat:
Zwar besaßen die Franzosen die Mitrailleuse, die sie allerdings zusammen mit der Artillerie aufstellten, wodurch sie deren taktischen Möglichkeiten nicht ausnutzten. Zusammen mit der Infanterie ... Vielleicht wäre sie dafür aber auch zu schwerfällig gewesen. Technisch mit am interessantesten finde ich das Werder-Gewehr M69, welches die Bayern benutzten. Es verschoss bereits Metallpatronen mit Zentralfeuerzündung. Ließ sich unkomplizierter und dadurch schneller als die Papierpatronen der Zündnadelgewehre laden. Zitat:
Die Deutschen konzentrierten ab Spichern dagegen ihre Armeen und schlugen so mit System und überlegenen Kräften zu. Aus der damaligen englischen Presse: "Die Truppenbewegung hört keinen Augenblick auf, obgleich niemand erfährt, wohin sie gehen. Mit ihnen kommt die Feldpost und die Feldtelegraphie. Ein vollkommeneres Organisationssystem kann man sich nicht denken. Gleich großen Schlangen winden sich die Kolonnen durchs Land. Der eigentlichen Feldarmee folgen in kurzen Abständen die Ersatzmannschaften, die Landwehr und Etappentruppen."
__________________ "...solang die Semmelnknödeln aus mehreren Semmeln gemacht werden, sagt man unerbitterlich: Semmelnknödeln." Karl Valentin | ||
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