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| | #1 |
| Mitglied Registriert seit: 09.2010
Beiträge: 14
![]() | Hallo, habe nun doch nochmal eine Frage. Ich habe eine Tabelle mit Beschäftigten-Zahlen in der Baumwollindustrie von 1835 in Großbritannien. Diese ist wie folgt: England: Männer: 50.675 Frauen: 53.410 Jugendliche: 53.843 Kinder: 24.164 Wales: Männer: 250 Frauen: 458 Jugendliche: 354 Kinder: 89 Schottland: Männer: 6168 Frauen: 12.403 Jugendliche: 10.442 Kinder: 4082 Irland: Männer: 960 Frauen: 1553 Jugendliche: 847 Kinder: 436 Fragestellung: Ich soll diese Tabelle interpretieren, die Altersstruktur der Beschäftigten und die sozialen Probleme deshalb. Was ich nicht verstehe, warum sich das geografisch so unterscheidet. Liegt es an den Städten, die es mehr in England gab, mehr Industrie, die es da gab? Gab es die auf der restlichen Insel nicht? Finde die Zahlen irgendwie gerade etwas irrational, bzw. kann mir nichts darauf reimen. Hat jemand einen Tipp für mich? Ich wäre sehr dankbar! Liebe Grüße. :-) |
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| | #2 |
| Premiummitglied | Tipp: der erste Schritt wäre, pro Region die Summe zu berechnen und den Anteil der Männer, der Frauen, der Jugendlichen und Kinder an den 100 Prozent zu ermitteln. Dann kannst Du im zweiten Schritt die Prozentsätze vergleichen. Die Unterschiede in den Regionen sollten dann deutlich werden. Im Ergebnis wirst Du die Bedeutung der Frauen-t, die der Jugend- und der Kinderarbeit in der Baumwollindustrie erkennen können. Eine zweite Ebene der Betrachtung wäre, die Summe der einzelnen Regionen zu addieren und den Anteil der Beschäftigten an der Gesamtbeschäftignung im UK zu ermitteln. Das ergibt Hinweise auf die Bedeutung der Baumwollindustrie in den einzelnen Regionen. Eine Schilderung der damaligen Arbeitsbedingungen findest Du bei Marx als Hintergrundinfo. Engels - England: Baumwollindustrie, Bleicherei, Druckerei, Färberei |
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| | #3 |
| Moderator | Zu den Gründen, ist hier recht gut auf den Punkt gebracht: "Durch die steigenden Mechanisierung in der Baumwollindustrie, gab es immer mehr Produktionsprozesse, die weniger körperliche Kraft als motorische Geschicklichkeit erforderte. Dies begünstigte die Anstellung von gering zu entlohnenden Kindern. " Kinder - und Frauenarbeit im 19.JHD (im Vgl. zu Entwicklungs - und Schwellenlndern) Referat - Hausaufgaben / Referate => abi-pur.de - billig, gehorsam, genügsam - einfache Arbeitsprozesse durch Arbeitsteilung erlauben Beschäftigung Ungelernter Der bereits erreichte Grad der Mechanisierung bestimmt dann in den frühen Jahren das Ausmaß der Kinderarbeit, Heimarbeit und Erwachenenarbeit wird zT verdrängt.
__________________ Planen ist alles, Pläne sind nichts (Moltke d.Ä.) |
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| | #4 |
| Mitglied Registriert seit: 12.2008 Ort: Einerseits ist Eden nur einen Schritt entfernt, andererseits unerreichbar.
Beiträge: 2.382
![]() ![]() | Zumal Mädchen tatsächlich nur die Hälfte des Lohnes erhielten, den man den Müttern für die gleiche Arbeit hätte zahlen müssen. Letztens habe ich gehört, dass die Baumwolle erst geschlagen bzw. weichgeklopft wurde, bevor man sie weiter verarbeiten konnte. Ein Job, der einerseits in die Arme ging, andererseits auch in die Lunge. Man konnte diese Tätigkeit höchstens zwei Jahre lang durchhalten, dann war die Lunge am Ende, weil man die ganzen Stäube einatmete.
__________________ Für 1 Jahr säe einen Samen, für 10 Jahre pflanze einen Baum, für 100 Jahre erziehe einen Menschen. chin. |
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| | #5 | |
| Moderatorin Registriert seit: 03.2004 Ort: München
Beiträge: 9.688
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Zitat:
@luniquiera: hier eine englische Veröffentlichung aus dem Jahr 1836 zur Herstellung von Baumwolle i.A. sowie diversen Kostenkalkulationen, dort dürftest du auch einiges zu deiner Interpretationsfrage finden: The theory and practice of cotton ... - Google Bücher
__________________ Alle Menschen sind klug. Die einen vorher, die anderen nachher. | |
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| | #6 |
| Mitglied Registriert seit: 09.2010
Beiträge: 14
![]() | Hallo, erstmal danke für die Antworten. Habe jetzt mal Kreisdiagramme erstellt. Eine Frage bleibt mir trotzdem noch. Warum sind gerade in England so viele Baumwollbeschäftigte, warum in Wales so wenige? Liegt es an den Städten dort, muss ich mir die Karte genauer anschauen? Ich weiß nicht, warum sich die Zahlen regional so unterscheiden. Liebe Grüße :-) |
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| | #7 |
| Moderatorin Registriert seit: 03.2004 Ort: München
Beiträge: 9.688
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Du meinst die absoluten Zaheln? die sagen so im Vergleich erstmal gar nichts aus. Wenn schon, dann müsstest du sie ins Verhältnis zur Einwohnerzahl der genannten Regionen setzen um daraus ableiten zu können wie präsent der Industriezweig der Baumwollverarbeitung in der der jeweiligen Region ist. Aber ist das wirklich die Fragestellung die du auch bearbeiten sollst?
__________________ Alle Menschen sind klug. Die einen vorher, die anderen nachher. |
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| | #8 |
| Mitglied Registriert seit: 09.2010
Beiträge: 14
![]() | So, danke für die Antworten, hat mir weitergeholfen und ich bin da doch irgendwie durchgestiegen! Habe eineinhalb Seiten schreiben können und bin zufrieden damit. ![]() Noch eine weitere Frage wäre allerdings, da es ja im 18. Jahrhundert zu Produktivitätssteigerungen in der Landwirtschaft kam, inwiefern die Einhegung in England in diesem Zusammenhang von Bedeutung sind. Könnte mir da vielleicht noch irgendjemand helfen? Verstehe ich nicht so ganz. Und ja, es ist eine grauenvolle Hausarbeit. ![]() |
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| | #9 | |
| Moderator | Zitat:
Angesprochen ist hier die Agrarische Revolution in England. Bei den Einhegungen ist die Produktivität der Bodennutzung die Folge, hinzu kamen Neuerungen im Feldbau wie Rüben und Klee, die Fruchtwechselwirtschaft, Düngung nach der Formel: mehr Vieh - mehr Mist - bessere Ernten - mehr Vieh. Im Ergebnis stiegen die Erträge der Landwirtschaft erheblich. Ganz knapp dazu: Treue, Wirtschaftsgeschichte der Neuzeit, Kapitel 18. Jahrhundert, Landwirtschaft in England (in der Bibliothek besorgen)
__________________ Planen ist alles, Pläne sind nichts (Moltke d.Ä.) | |
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