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Alt 19.01.2006, 13:30   #1
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Fliegerangriffe im 1. Weltkrieg

Hallo zusammen,

wegen einer mir erzählten Geschichte wollte ich nachfragen, ob es im 1. WK Fliegerangriffe gab, bei denen auch Zivilisten zu schaden gekommen sind.
Mir wurde erzählt eine Verwandte sei 1918 durch die "Flieger" umgekommen? Oder habe ich sie akkustisch falsch verstanden oder meint die Bezeichnung Flieger noch etwas anderes?
Gab es im Dürener Raum Angriffe durch Flugzeuge?

Danke im Voraus.

Euer Rafael
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Alt 19.01.2006, 13:44   #2
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Ja, es gab einige Fliegerangriffe. Deutsche u.A. auf London und Umgebung und Italienische und Französische auf Östereich und den Süddeutschen Raum, z.B. die Zeppelinwerft in Friedrichshafen am Bodensee.(Gegen Wien gab es sogar eine berühmte Flugblattaktion durch Gabriele D'Annunzio.)

Bei den Angriffen auf den Londoner Hafen kamen einige Zivilisten zu Schaden. Die meisten jedoch durch wieder runterkommende Flakgranaten.

Ob es in D. Tote dadurch gab, weiss ich nicht, müsste erst einmal selbst recherchieren. Viel waren es vermutlich nicht. Ich schätze Du hast dich verhört und es war der zweite WK gemeint. Zumindest statistisch gesehen ist es viel wahrscheinlicher. Unmöglich ist es jedoch nicht.

Geändert von Bdaian (19.01.2006 um 13:47 Uhr).
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Alt 19.01.2006, 13:49   #3
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PS: War nicht vielleicht das "Fieber" gemeint? 1918 gab es Fleckenfieber, Thyphus und die berüchtigte Spanische Grippe.
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Alt 19.01.2006, 14:14   #4
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Ich hoffe, Dein Englisch ist gut genug, aber hier gibt es Interessantes zu einem Fliegerangriff auf eine Fabrik bei Düren am 20. Oktober 1917.

http://www.207squadron.rafinfo.org.uk/ww1/hpo400.htm

Ansonsten gab es noch einen zweiten Angriff am 1. August 1918.

Dazu sicher mehr unter "RAF Duren 1918" bei Google!
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Geändert von Albatros (19.01.2006 um 14:16 Uhr).
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Alt 19.01.2006, 14:17   #5
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Zitat:
Bdaian
PS: War nicht vielleicht das "Fieber" gemeint? 1918 gab es Fleckenfieber, Thyphus und die berüchtigte Spanische Grippe.
Natürlich gab es "Fliegerangriffe" 14-18, die deutschen griffen London anfangs mit den Zeppelinen an, später mit den Gothas, es gab sogar ein spezielles England-Geschwader der Kommandant hieß Brandenburg, später ein wichtiger Mann bei der Lufthansa.
Auch die Engländer hatten ein "strategisches" Bombergeschwader mit DeHavillands die Angriffe auf deutsche Städte flogen.
Im Vergleich zu 39-45 natürlich Kleinigkeiten, aber den Toten nützt das ja nichts.
Ich schau mal heute Nacht, ob ich näheres finde.

Grüße Repo
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Alt 19.01.2006, 14:40   #6
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Mark Mallokent ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Hier findest du auch einige Infos, allerdings auf Englisch.
http://www.firstworldwar.com/airwar/index.htm
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Alt 19.01.2006, 19:23   #7
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es gab wohl alleierte fliegerangriffe auf deutsche städte in südwestdeutschland (karlsruhe und freiburg) mit zahlreichen toten unter der zivilbevölkerung.
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Alt 19.01.2006, 22:24   #8
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Die Informationen sind ja klasse.

Ich kannte zwar den Baron von Richthofen und wusste, dass im 1. WK das erste Mal Flugzeuge im Krieg eingesetzt wurden, doch konnte ich mir keine solcher Bombenangriffe vorstellen.
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Alt 19.01.2006, 22:49   #9
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Zitat:
Rafael
Die Informationen sind ja klasse.

Ich kannte zwar den Baron von Richthofen und wusste, dass im 1. WK das erste Mal Flugzeuge im Krieg eingesetzt wurden, doch konnte ich mir keine solcher Bombenangriffe vorstellen.
Das ist nicht ganz korrekt. Der erste Krieg in dem ofiziell Flugzeuge verwendet wurden war der türkisch-italienische von 1912.
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Alt 20.01.2006, 04:51   #10
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Die erste Stadt, die planmäßig und wiederholt aus der Luft bombardiert wurde, war Tsingtau in China, ein ehemaliges Fischerdorf im Gebiet von Kiautschou, das 1897 vom Deutschen Reich besetzt und dann auf 99 Jahre gepachtet wurde, um über einen Stützpunkt in Ostasien zu verfügen. Innerhalb weniger Jahre war Tsingtau zu einer moderne Großstadt mit Werft, Hafen und Bierbrauerei ausgebaut worden.

Bei Beginn des Ersten Weltkrieges erhob Japan Anspruch auf die deutschen Besitzungen in China. Bereits am 2. September 1914 begann der Großangriff der Japaner (mit 40.000 Soldaten), vom Wasser, vom Land und aus der Luft. Sturm und Regen bremsten den japanischen Vormarsch, ihre Verluste waren hoch. Ein deutsches Torpedoboot schaffte es sogar, den Kreuzer "Takachiho" zu versenken. Doch als die deutschen Schiffe keine Munition mehr hatten, wurden sie von ihren Kommandanten in der Hafeneinfahrt versenkt. Als auch den Landtruppen die Munition ausging, waren am 7. November 1914 die Kämpfe beendet, wobei die Japaner insgesamt 12.000 Soldaten verloren; Deutschland verlor dagegen "nur" 200 Mann. (Link: Die deutsche Kolonie in China Kiautschou)

Aber Luftbombardements waren keine Erfindung der Deutschen oder Japaner. Das britische Empire hatte bereits in Kolonialkriegen wie im Sudan (1916) oder in Afghanistan (1919) Volksaufstände niedergebombt. Im Sommer 1920 gab es einen Aufstand der Araber im (von den Engländern aus den ehemaligen drei osmanischen Provinzen Basra, Bagdad und Mosul installierten) Irak als Folge der Verhaftung und Einkerkerung eines populären Scheichs, wobei Churchill als Rüstungs- und Kolonialminister 97 Tonnen Bomben auf die Aufständischen werfen ließ; mehr als 6.000 Menschen kamen um.


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Alt 20.01.2006, 09:38   #11
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Richthofen

Hallo Raffael,

Vielleicht interessiert dich dieses Detail:
Ernst Udet schreib nach WK 1 ein Buch, ich glaube, es hieß "Mein Fliegerleben", dass vor allem den ritterlichen Zweikampf in den Lüften beschrieb und tausende junge Deutsche in die Fliegerschulen der Nazis eintreten ließ..

http://www.dhm.de/lemo/html/biografi...nst/index.html

Zum Flächenbombardement auf Städte dienten vor allem die Zeppeline, hier noch ein interessanter Link zu einem dieser Geräte:

http://de.wikipedia.org/wiki/LZ_104

Er warf, wie dort zu lesen ist, alleine von Anfang 1918 bis zu seinem Absturz im April 6350 kg Bomben ab.
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Alt 24.01.2006, 17:40   #12
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Zitat:
Rodriguez
Die erste Stadt, die planmäßig und wiederholt aus der Luft bombardiert wurde, war Tsingtau in China, ein ehemaliges Fischerdorf im Gebiet von Kiautschou, das 1897 vom Deutschen Reich besetzt und dann auf 99 Jahre gepachtet wurde, um über einen Stützpunkt in Ostasien zu verfügen. Innerhalb weniger Jahre war Tsingtau zu einer moderne Großstadt mit Werft, Hafen und Bierbrauerei ausgebaut worden.

den Landtruppen die Munition ausging, waren am 7. November 1914 die Kämpfe beendet, wobei die Japaner insgesamt 12.000 Soldaten verloren; Deutschland verlor dagegen "nur" 200 Mann. (Link: Die deutsche Kolonie in China Kiautschou)
Fliegertechnisch ist natürlich Günther Plüschow besonders interessant:
http://www.deutsche-schutzgebiete.de/plueschow.htm

Die Bierbrauerei besteht anscheinend heute noch. Meine Tochter geht demnächst für ein paar Monate studienhalber hin, mal sehen ob sie mir ne Kiste Tsingtauer Fliegerbier mitbringt .

Die Flugzeug-Entwicklung von 1903 bis 1918 ist eine überaus beeindruckende Sache, mit einer schwindelerregenden Performance, eigentlich nur vergleichbar mit der Entwicklung der EDV in den letzten 20 Jahren.
Die Beschäftigung damit lohnt sich echt.

Grüße Repo
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Alt 27.01.2006, 13:45   #13
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Um mal vom Bier wieder auf das Thema zurückzukommen, möchte ich darauf hinweisen, dass die Kriegsplanungen beider Seiten schon vor dem Krieg sowohl den strategischen Luftkrieg (Angriffe gegen das feindliche Hinterland mit dem Zeil, dessen Infrastruktur und Rüstungspotential zu schädigen) als auch den taktischen Luftkrieg (Unterstützung der eigenen Land- und Seestreitkräfte) vorsahen. Insofern möchte ich dem Eindruck entgegenwirken, dass der deutsche Luftkrieg nur eine Kopie des japanischen oder britischen Luftkriegs gewesen sei.

Was den strategischen Luftkrieg angeht, beantwortete die britische Luftwaffe im November 1914 mit der Bombardierung von Zeppelinhallen in Köln und Düsseldorf sowie der Zepellinfabrik am Bodensee vorherige Angriffsfahrten deutscher Zeppeline gegen Häfen in England und Frankreich. Zudem griffen 1915 - nach dem Ersteinsatz von Chlorgas - britische Bomber die BASF in Ludwigshafen sowie die Mauser-Waffenwerke in Oberndorf an.

Interessanterweise zielte der strategische Luftkrieg von Anfang an auch darauf ab, Moral und Kampfbereitschaft der Zivilbevölkerung zu treffen:
  • Während der Marne-Schlacht (September 1914) wurden deutsche Bomben auf Paris abgeworfen mit der Aufforderung zu kapitulieren.
  • In Ergänzung zum uneingeschränkten U-Boot-Krieg ließ die OHL ab dem Frühjahr 1917 bis ins Frühjahr 1918 hinein vornehmlich London mit Riesenflugzeugen angreifen. Sowohl mit dem U-Boot-Krieg als auch mit dieser Luftoffensive sollte die britische Kampfbereitschaft beeinträchtigt und die britische Regierung gestürzt werden.
  • Unter Hinweis auf den Vergeltungscharakter fielen in England dann die Hemmnisse gegenüber eigenen Luftangriffen auf Städte an Rhein und Ruhr. Man beabsichtigte sogar 1918 Berlin anzugreifen. ABER dieses Projekt scheiterte an der großen Entfernung und der mangelnden Reichweite der Flugzeuge.
Die bis 1918 auf England abgeworfenen 300 t deutscher Bomben kosteten 1.400 Zivilisten das Leben und verwundeten knapp 5.000 Zivilisten. Mit 660 t bekämpfte das Royal Flying Corps deutsche Ziele. Wieviele deutsche Zivilisten infolge britischer Bomben zu Tode kamen und verwundet wurden, ist mir nicht bekannt.

Quelle: Wolfgang Schmidt in: Gerhard Hirschfeld, Gerd Krumeich, Irina Renz: Enzykolpädie Erster Weltkrieg, 2003, unter Luftkrieg (Seite 687 f.).
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Alt 30.01.2006, 21:14   #14
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Planungen für einen strategischen oder taktischen Luftkrieg vor Beginn des 1. WK sind eher unter Vision wie unter Planung einzuordnen. Well´s Buch z. B. erschien 1909, zu einem Zeitpunkt, als noch kein Deutscher die berühmte liegende Acht geflogen war.
Es gab beispielweise 1913 einen Fünfjahresplan der kaiserlich deutschen Marine, der für 1918 einen Flugzeugbestand von 38 Stück vorsah.

Den ersten Bombenangriff im 1. WK überhaupt flogen die Franzosen am 22. Aug. 1914 gegen die Luftschiffhalle in Metz.
Die ersten mit einem echten Großbomber waren die Russen mit Sikorskis berühmter Ilia Mourumetz eingesetzt ab Februar 1915.
Von deutschen Gothas und Staaken-Bombern wurden auf England 109t Bomben abgeworfen, bei Verlust von 70 Flugzeugen!
Italien hatte 1917/18 einige Staffeln Bomber in Frankreich, die von dort aus strategische Angriffe auf Deutschland flogen, die Franzosen hatten keine geeigneten Flugzeuge.
Für Herbst 1918/Frühjahr 1919 plante England eine strategische Bomberoffensive auf deutsche Städte, so war der 1. Angriff auf Berlin für den 9. November 1918 geplant, er musste wegen schlechtem Wetter verschoben werden.
Ziviltote durch Luftangriffe: 1.400 Engländer, 700 Deutsche, 300 Österreicher.
Die Zahl der Franzosen habe ich nirgends gefunden, sie müsste aber am höchsten sein.
Die Gegenrechnung: Deutsche Marineluftschiffe 436 Tote, Heeresluftschiffe 65 Tote, Kampfflieger 130 Tote. Summasumarum 631 tote Bombenwerfer und 1.400 zivile bombenopfer.
Die Entwicklung der Flugzeuge in den Jahren 1914-18 ist überaus faszinierend, wobei die Bomber nur ein geringer Teil des Ganzen sind.

Grüße Repo

NS.: Die Planung eines Luftangriffs auf Oberndorf/N. 1914/15 ist mir bekannt, wobei mir absolut neu ist, dass dieser tatsächlich durchgeführt wurde, gibt es dazu Quellen?
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Alt 07.02.2006, 14:24   #15
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Ich habe mal gehört, dass bei Bombenangriffen am Anfang Ziegel (oder so ähnlich) auf die Zivilisten geworfen wurden.
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Horaz, Oden, III
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Alt 07.02.2006, 16:23   #16
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Zitat:
Repo
Planungen für einen strategischen oder taktischen Luftkrieg vor

NS.: Die Planung eines Luftangriffs auf Oberndorf/N. 1914/15 ist mir bekannt, wobei mir absolut neu ist, dass dieser tatsächlich durchgeführt wurde, gibt es dazu Quellen?
Es würde mich echt interessieren, ob dieser geplante Luftangriff 1915 tatsächlich durchgeführt wurde.
Das Neckartal ist in Oberndorf sehr sehr eng und macht etliche Biegungen, die Hänge fast senkrecht ansteigend, ich könnte mir vorstellen, dass dies für Bomber des Jahres 1915 unlösbar war.
Auch im 2. WK wurde Mauser erst im Februar 45 richtig getroffen.

Grüße Repo
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Alt 07.02.2006, 16:44   #17
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Es gibt eine Facharbeit zum Bombenangriff auf Oberndorf am 12. Oktober 1916. Aber die wollen Geld :-(

http://www.grin.com/de/preview/32011.html
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Alt 07.02.2006, 17:22   #18
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Zitat:
Albatros
Es gibt eine Facharbeit zum Bombenangriff auf Oberndorf am 12. Oktober 1916. Aber die wollen Geld :-(

http://www.grin.com/de/preview/32011.html
Oh super danke!

Der Jens-Florian, eigentlich Napoleon-Forscher, ist mir persönlich bekannt. So klein ist manchmal die Welt.
Werde den mal befragen.

Also nochmals danke!

Grüße Repo
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Alt 07.02.2006, 20:46   #19
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Ich habe in einem alten Jahresbuch der Stadt Düren herausgefunden, dass wir hier einen Luftschiffhafen hatten.

Zur Zeit des ersten Weltkrieges soll es in Metz, Trier, Köln, Bonn und in Düren "Luftschiffstationen" gegeben haben. Von hier aus flogen die Zeppeline Einweisungsfahrten oder aber Angriffe über das englische und französische Feindgebiet.
Bei uns in Düren fanden zwei Zeppeline einen Platz. Ein Stammgast in dem Dürener Luftschiffhafen war LZ 107, der sogar der letzte Heeres-Zeppelin gewesen ist, da alle folgenden Marine-Luftschiffe waren.
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Alt 08.02.2006, 08:09   #20
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Die Luftschiffe waren am Boden äußerst gefährdet, jedes Gewitter, jeder Sturm konnte tötlich sein. (siehe Böblingen aber auch noch Lakehurst) Deshalb wurden Luftschiffhallen gebaut, in denen die Luftschiffe "geparkt" wurden.
Die Alliierten bemühten sich deshalb diese Hallen, die ja auch sehr große Ziele für Bomber waren, zu zerstören.
Der erste Luftangriff von einem Flugzeugträger überhaupt ging gegen die Luftschiffhallen.
Diie Bedeutung der Luftschiffe lag aber eher in der Seeaufklärung, während der Skagerrakschlacht waren 10 Zeppeline eingesetzt, die Ergebnisse hätten Scheer ermöglicht den Engländern zu entkommen.

Wenn es in Düren eine Luftschiffhalle gab, waren die Luftangriffe schon darauf gezielt.

Grüße Repo
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