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Alt 23.04.2014, 11:27   #1
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Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit

Die Berliner Charité will ihre Rolle im Dritten Reich aufarbeiten und einen Gedenkort für vertriebene Mitarbeiter einrichten. Auch andere Forschungseinrichtungen lassen erst jetzt ihre Vergangenheit untersuchen.

aus: Wissenschaftler unterm Hakenkreuz | Bildung | DW.DE | 18.04.2014
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Alt 25.10.2014, 08:58   #2
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Im Bayerischen Nationalmuseum in München werden Skulpturen ausgestellt, die zur Raubkunst von Hermann Göring gehörten (viele davon stellte er in Carinhall aus):

Madonnen und Ritter: Nationalmuseum erforscht Sammlung Göring

Bayerisches Nationalmuseum -November
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Alt 31.12.2014, 09:19   #3
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Deutsches Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg geplant

Die Bundesregierung will die Provenienzforschung weiter ausbauen. Deshalb plant sie die Gründung eines "Deutschen Zentrums Kulturgutverluste". Ziel ist es, Initiativen von Bund, Ländern und Kommunen zentral zu bündeln.

Bundesregierung | Kulturelles Erbe bewahren


das Besondere daran: es ist eine Kooperation zwischen Deutschland und Israel geplant:
NS-Raubkunst: Gemeinsame Provenienzrecherche | Kultur- Frankfurter Rundschau
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Alt 11.04.2015, 08:11   #4
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Rückgabe wertvoller Handschrift

"Rückgabe wertvoller Handschrift an polnische Kirche ist ein wichtiges Zeichen der Verständigung" - Bayern gibt "Plocker Pontifikale" an polnische Diözese zurück - Wissenschaftsminister Dr. Spaenle übergibt wertvolle Handschrift
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Alt 06.11.2015, 17:22   #5
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Die vergessenen KZ-Opfer von Allach (bei Dachau)

am 8.11. findet in Allach eine Gedenkfeier statt:
Die vergessenen KZ-Opfer von Allach | München Stadt


Vorgeschichte:
NS-Massengrab in Allach - Vergessenes Verbrechen - München - Süddeutsche.de
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Alt 06.11.2015, 17:26   #6
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Die braune Vergangenheit im Inneren

Die braune Vergangenheit im Inneren | Deutschland | DW.COM | 04.11.2015
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Alt 06.11.2015, 17:55   #7
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Turgot ist jedem bekanntTurgot ist jedem bekanntTurgot ist jedem bekanntTurgot ist jedem bekanntTurgot ist jedem bekanntTurgot ist jedem bekanntTurgot ist jedem bekannt

Dankeschön für den Link.
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Alt 06.11.2015, 18:20   #8
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zwar ist die Ausstellung schon vorbai, aber hier ein Bericht:
Historie: Forschung unterm Hakenkreuz: Die Tübinger Uni und die NS-Ideologie | Südwest Presse Online
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Tutto nel mondo è burla, l’uom è nato burlone. (Boito/Verdi, Falstaf)
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Alt 08.12.2015, 09:59   #9
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Berliner Zoo - dunkle Vergangenheit in einer Ausstellung

Bis zum Ende nächsten Jahres will der Berliner Zoo eine Dauerausstellung eröffnen:

Berliner Zoo: Dunkle Vergangenheit in einer Ausstellung
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Alt 13.12.2015, 12:30   #10
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Zu dem Thema verweise ich (mal wieder ) auf das in München 1987 erschienene Buch von
Ingo Müller "Furchtbare Juristen" (ISBN 3-426-03960-5)
Dort wird der fast nahtlose Übergang der NS-Juristerei in die Rechtswissenschaft und Justiz der Nachkriegszeit dargestellt .Eigentlich eine Pflichtlektüre für jeden der sich mit dem Thema befasst und für jeden Juristen sowieso.
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Alt 19.01.2017, 19:05   #11
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Warum gibt es in München keine Stolpersteine?

Vor meinem geistigen Auge sehe ich die Menschen, auf die man schon auf dem Boden liegend immer weiter eintrat und die mit schweren ledernen, stahlbekappten Stiefeln in die Transporter getreten wurden. Menschen, auf dem Boden kauernd, verletzt, sterbend oder bereits tot, wie in den Konzentrationslagern üblich. All das hat man vor Augen, als wäre es gestern erst geschehen. Diese Erinnerung begründet meine unbeirrbare Abwehrhaltung gegenüber jeder Gedenkform auf dem Boden – speziell gegenüber den Stolpersteinen.“Diese Worte sprach Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern (IKG), beim Stadtratshearing zum Thema Stolpersteine am 5. Dezember 2014 im Rathaus.

Darum hat sich die Stadt München bislang gegen Stolpersteine ausgesprochen. Jetzt gibt es in München eventuell einen anderen Weg, um an die Deportierten zu denken:

https://www.tz.de/muenchen/stadt/jur...g-7296476.html


(eigene Anmerkung: ich finde die Stolpersteine in Ordnung, wenn ich irgendwo bin, halte ich danach Ausschau und lese die Daten. Oft denke ich, dass die Steine besser gepflegt werden könnten.
Fallen euch die Steine auf? Wie denkt ihr darüber?)
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Alt 19.01.2017, 19:29   #12
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Mir fallen sie auf, erst heute habe ich welche gesehen, die sehr zerkratzt waren, wobei ich nicht weiß, ob das intentionell war oder einfach der Zahn der Zeit.

Ich finde ihre Existenz an sich gut, das Konzept, sie ins Laufpflaster einzulassen, nicht. Ich halte es da mit Muhammad Ali, der seinen Stern auf dem Walk of Fame nicht in die Straße eingelassen sehen wollte, damit niemand auf ihm herumtrampele. Genau das ist der Effekt der "Stolpersteine". Es wird daran erinnert, dass die Opfer aus unserer Mitte kamen, aber es bietet eben auch die Möglichkeit, auf ihnen herumzutrampen.
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Alt 19.01.2017, 19:34   #13
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Ich hab nur bei der Treppe an der Uni Wien sowas bemerkt. Bin mir nicht sicher ob ich das im Judenviertel von Wien auch gesehen hab.
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Alt 19.01.2017, 19:52   #14
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Ich meine, ich hätte vor Kurzem auch in Prag Stolpersteine gesehen.

Edit: Jau: https://de.wikipedia.org/wiki/Stolpe..._in_Tschechien

Edit 2: In Wien gibt es jede Menge: https://de.wikipedia.org/wiki/Stolpe...C3%96sterreich

Edit: 3:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_...n_M%C3%BCnchen https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_...Stolpersteinen
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Geändert von El Quijote (19.01.2017 um 19:58 Uhr).
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Alt 19.01.2017, 20:11   #15
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In Duisburg begegnet man den Stolpersteinen sozusagen fast auf Schritt und Tritt. Ich finde die Idee gut, denn so wird man daran erinnert, dass sich die Vergangenheit auch in der Gegenwart spiegelt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_...ne_in_Duisburg
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Alt 19.01.2017, 20:17   #16
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In Erfurt hat man „DenkNadeln“ für die Holocaust Opfer eingerichtet.
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Alles Alte, soweit es Anspruch darauf hat, sollen wir lieben, aber für das Neue sollen wir recht eigentlich leben“.
Theodor Fontane 1819 - 1898
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Alt 20.01.2017, 06:16   #17
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Zitat:
Ralf.M Beitrag anzeigen
In Erfurt hat man „DenkNadeln“ für die Holocaust Opfer eingerichtet.
Das finde ich auch eine interessante Möglichkeit der Erinnerung. Ist auch auffälliger als Steine im Boden!
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Alt 20.01.2017, 10:11   #18
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Zitat:
beetle Beitrag anzeigen
Das finde ich auch eine interessante Möglichkeit der Erinnerung. Ist auch auffälliger als Steine im Boden!
Bei ein paar Einweihungen war ich mit dabei. Im Anschluss ging es in die „Alte Synagoge“.
Alte Synagoge von Erfurt -> Wiki.
Ich hatte ja bedenken das sich ein paar Rowdys finden. Aber toi, toi, toi, bis jetzt alles in Ordnung, auch in abgelegenen Straßen mit wenig Verkehr und ich hoffe es bleibt so.
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Theodor Fontane 1819 - 1898
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Alt 20.01.2017, 10:23   #19
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thanepower ist jedem bekanntthanepower ist jedem bekanntthanepower ist jedem bekanntthanepower ist jedem bekanntthanepower ist jedem bekanntthanepower ist jedem bekanntthanepower ist jedem bekannt
Zitat:
Ralf.M Beitrag anzeigen
Ich hatte ja bedenken das sich ein paar Rowdys finden.
Das sind keine "Rowdys"! Und es gibt auch keinen Grund, den realen ideologischen Standpunkt dieser "Rowdys" zu "neutralisieren".

Ich will Dir persönlich damit absolut nichts unterstellen [damit es nicht mißverstanden wird !!!], aber es ist insgesamt - auch in den Medien - auffallend, dass häufig rechtsextremistische Taten durch die Nichtverwendung des Begriff nicht präzise als solche in der Öffentlichkeit bezeichnet werden.

Eine "wehrhafte Demokratie", auf der Basis des GG sollte schon deutlich ihre Feinde benennen, so ist auch die Rede des BP m.E. als Aufruf zu interpretieren.

In der Konsequenz läuft das jedoch auf eine Verharmlosung dieser durchaus nicht harmlosen Ideologie und ihrer Ziele hinaus. Ich schenke es mir, auf aktuelle Reden aus dieser Ecke einzugehen, obwohl sie durch die enge Verbindung zwischen der deutschen NS-Vergangenheit und aktuellen Entwicklungen an der Nahtstelle zwischen Historie und zeitgenössischer Geschichte angesiedelt wäre.

Und es deutet sich zumindest auch in Bezug auf den Holocaust ein Konflikt an, welche Deutung die deutsche Geschichte erfahren sollte.

Und es war ein Winkler, der m.E. sehr zutreffend bei der Diskussion über die "Kriegsschuld 1914" - rückwirkend betrachtet -mehr als gerechtfertigt, die Warnung aussprach, dass man sehr genau hinschauen solle, von welcher Seite die Zustimmung zur Ablehnung einer Kriegsschuld für 1914 kommen würde. Und vor der Gefahr warnte, dass ein "Dominostein-Effekt" auftreten könne, der einen massiven revisionistischen Rechtsruck in der Geschichtsschreibung nach sich ziehen könne.

An der Art der Reinterpretation des Holocaust wird sich zeigen, wer auf welcher Seite der Argumentation steht und Konservative werden deutlicher in "Wertkonservative" und "Rechtsextremisten" zu klassifizieren sein. Interessant wird es sein, wer sich welcher Gruppierung zurechnet.
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When the facts change, I change my mind. What do you do, sir? J.M. Keynes

Geändert von thanepower (20.01.2017 um 10:37 Uhr).
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Alt 20.01.2017, 10:27   #20
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Ein Betrunkener welcher im Suff, weder weiß das es ein Gedenkstein ist noch das es um Holocaustopfer geht, ist sicher kein Nazi.
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