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Alt 14.05.2011, 19:54   #21
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El Quijote Beitrag anzeigen
Interessant ist auch noch der Fall der Henriette von Schirach. Ihr Mann war ja Reichjugendführer und später Gauleiter in Wien. Insofern gehörten die Schirachs zum engeren Kreis um H. Henriette war auch zeitlebens eine Bewunderin H.s. Jedoch hat sie auf dem Berghof einen kleinen Skandal verursacht, über den Goebbels süffisant in seinem Tagebuch spottet. Sie habe H. auf die Deportation der niederländischen Juden aufmerksam gemacht, woraufhin dieser ihr Gefühlsduselie vorgeworfen haben soll.



Erzählt davon nicht H.'s Sekretärin in der Doku 'Hitler's Sekretärin' ? ....

Edit: Jop das hat sie xD
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Alt 14.05.2011, 19:54   #22
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Turgot Beitrag anzeigen
Die Bevölkerung war schon ein Stück naiv. Sie haben Hitler gerne losgelöst von der Partei gesehen, dabei übersahen sie, das Hitler die Partei war. Es wurde immer gemunkelt, "wenn das der Führer wüßte.." Der "Führer" wußte, nur das wollte in der Bevölkerung nicht so richtig wahrhaben
"Wenn das der Führer wüsste..." ist aber auch eine Form der Ausrede, mit der man seine potentielle Mitschuld an vom Nationalsoazialismus nicht trennbaren Verbrechen vor/für sich selbst erträglich macht.
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Alt 14.05.2011, 19:55   #23
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Erzählt davon nicht H.'s Sekretärin in der Doku 'Hitler's Sekretärin' ?
Traudl Junge? Kann sein, habe ich jetzt nicht auf dem Schirm. Goebbels schreibt jedenfalls darüber.
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Alt 14.05.2011, 19:56   #24
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Zitat:
Köbis17
Die Bevölkerung hat Hitler quasi an die Macht gehoben, wie um Himmelswillen sollte diese Bevölkerung nicht wissen, was der Mann so vorhat!
Da wurde schon von interessierter Seite reichlich nachgeholfen. Ursi nannte schon Papen, die Kamarilla um Hindenburg verdient auch Beachtung. In den Wahlveranstaltungen hatte Hitler den Leuten das gesagt, was sie hören wollten. Hätten die Leute richtig zugehört, dann wäre ihnen beispielsweise aufgefallen, das er eigentlich kaum über eine vernünftige Programmatik, Aufrüstung und Beseitigung von Verailles einmal außen vorgelassen, anbot. Mein Kampf wurde kaum gelesen oder nicht ernst genommen.
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Alt 14.05.2011, 19:56   #25
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Köbis17 ist jedem bekanntKöbis17 ist jedem bekanntKöbis17 ist jedem bekanntKöbis17 ist jedem bekanntKöbis17 ist jedem bekanntKöbis17 ist jedem bekannt
Zitat:
ursi Beitrag anzeigen
[...]
Glaubst du die Bevölkerung von 1933 wusste was 1942 geschehen würde?
Also nicht mit der heutigen Brille anschauen sondern mit der damaligen.
Also Ursi, ich bin kein Spezialist zu Themen des 3.Reiches und ich lass mich gern eines besseren Belehren, aber die Wahlergebnisse von Ender der 20iger bis Anfang der 30iger erzählen eine zumindest der Zuneigung der Bevölkerung eine deutliche Sprache.

Und um Himmelswillen, alle wussten spätestens, als die deutschen Kleinstädte von den alliiereten Bombardiert wurden, dass es ... ohe, okay, ich betrachte die Geschichte aus heutiger Sicht, klar, dass macht keinen Sinn.

Eine FRage an die Hitlerexperten im GF, gab es jemals einen Punkt, wo die NSDAP durch legale Mittel gestoppt hätte werden können, vor allem mit Blick auf das, was die Partei der Deutschen so vor hatte, vor allem mit dem Buch, Mein Kampf?
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Alt 14.05.2011, 19:57   #26
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Das will ich auch nicht bestreiten. Nur das die Situation damals eine komplett andere war, es Herrschte ein Kult um diesen Mann oO eine große Welle der Euphorie dem Volk geht es gut und naja die kleinen schwarzen Flecken denkt man sich gerne weg
Hier darst du nicht vergessen, dass es ein totalitärer Staat war. Die Menschen hatten auch grosse Angst.

Inge Deutschkorn beschrieb das in ihrem Buch: Ich trug den gelben Stern, sehr gut. Sie hat immer wieder mitansehen müssen, wie Juden aus Berlin deportiert wurden und das viele hinter den Vorhängen dies auch beobachtet haben. Auch sie erzählt in ihrem Buch, das sie zwar von Auschwitz gehört hätten, aber das Ausmass und den Massenmord nicht erahnen konnte. Sie wussten aber dass sie, wenn sie in den Osten gebracht wurden, nie mehr zurückkommen würden.
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Alt 14.05.2011, 20:01   #27
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Zitat:
ursi Beitrag anzeigen
Hier darst du nicht vergessen, dass es ein totalitärer Staat war. Die Menschen hatten auch grosse Angst.

Inge Deutschkorn beschrieb das in ihrem Buch: Ich trug den gelben Stern, sehr gut. Sie hat immer wieder mitansehen müssen, wie Juden aus Berlin deportiert wurden und das viele hinter den Vorhängen dies auch beobachtet haben. Auch sie erzählt in ihrem Buch, das sie zwar von Auschwitz gehört hätten, aber das Ausmass und den Massenmord nicht erahnen konnte. Sie wussten aber dass sie, wenn sie in den Osten gebracht wurden, nie mehr zurückkommen würden.
Ja ich weiß, aber zuerst war doch die Euphorie und DANN die Angst.
War es dann aber NUR die Angst oder waren die Menschen immernoch so von Hitler überzeugt?
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Alt 14.05.2011, 20:02   #28
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Zitat:
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Hier darst du nicht vergessen, dass es ein totalitärer Staat war. Die Menschen hatten auch grosse Angst.

Inge Deutschkorn beschrieb das in ihrem Buch: Ich trug den gelben Stern, sehr gut. Sie hat immer wieder mitansehen müssen, wie Juden aus Berlin deportiert wurden und das viele hinter den Vorhängen dies auch beobachtet haben. Auch sie erzählt in ihrem Buch, das sie zwar von Auschwitz gehört hätten, aber das Ausmass und den Massenmord nicht erahnen konnte. Sie wussten aber dass sie, wenn sie in den Osten gebracht wurden, nie mehr zurückkommen würden.
Unter den Dresdener Juden ging der Name Auschwitz wohl schon während des Krieges um, auch eine ungefähre Vorstellung von dem, was dort geschah. Quelle: Die Tagebücher von Victor Klemperer.

Es gibt auch ein Buch, welches die Scham der Berliner am Tag nach der Reichspogromnacht schildert. Leider weiß ich gerade weder Autorin noch Titel.
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Alt 14.05.2011, 20:03   #29
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Köbis17
Eine FRage an die Hitlerexperten im GF, gab es jemals einen Punkt, wo die NSDAP durch legale Mittel gestoppt hätte werden können, vor allem mit Blick auf das, was die Partei der Deutschen so vor hatte, vor allem mit dem Buch, Mein Kampf?
Wenn Hindenburg dem Drängen der interessierten Kreise noch länger widerstanden hätte, hätte sich der "Spuk" von selbst wieder erledigt, denn bei den Reichstagswahlen in November 1932 waren die Verluste der NSDAP schon erheblich. Die NSDAP hatte ihren Zenit in der Gunst der Bevölkerung überschritten gehabt. Und die Talsohle der Weltwirtschaftskrise war auch bereits durchschritten.
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Alt 14.05.2011, 20:03   #30
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hjwien ist einfach richtig netthjwien ist einfach richtig netthjwien ist einfach richtig netthjwien ist einfach richtig nett
Zitat:
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Glaubst du die Bevölkerung von 1933 wusste was 1942 geschehen würde?
Also nicht mit der heutigen Brille anschauen sondern mit der damaligen.
Man muß aber bedenken, daß nach der gewalttätigen Zeit der Weimarer Republik und vor allem nach den ersten Verhaftungswellen im Jahre 1933, ich denke da vor allem an die provisorischen Folterkeller der SA, kaum jemand im zweifel war, wie die Nazis mit ihren gegnern umgingen, und daß Mord ein legitimes Mittel ihrer Politik war.
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Ceterum censeo ...
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Alt 14.05.2011, 20:05   #31
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...., wie die Nazis mit ihren gegnern umgingen, und daß Mord ein legitimes Mittel ihrer Politik war.
Da muss man nur Potempa erwähnen.
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Alt 14.05.2011, 20:05   #32
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Wenn Hindenburg dem Drängen der interessierten Kreise noch länger widerstanden hätte, hätte sich der "Spuk" von selbst wieder erledigt, denn bei den Reichstagswahlen in November 1932 waren die Verluste der NSDAP schon erheblich. Die NSDAP hatte ihren Zenit in der Gunst der Bevölkerung überschritten gehabt. Und die Talsohle der Weltwirtschaftskrise war auch bereits durchschritten.
Ich denke eher weniger, Hitler hätte ihn so lange terrorisiert bis er nachgegeben hätte. Konnten wir ja an Österreich sehen.
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Alt 14.05.2011, 20:08   #33
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Ja ich weiß, aber zuerst war doch die Euphorie und DANN die Angst.
War es dann aber NUR die Angst oder waren die Menschen immernoch so von Hitler überzeugt?
Es gab alles, solche die bis zum Untergang und darüber hinaus von Hitler überzeugt waren, solche die es erkannt haben, solche die einfach unpolitisch war und es ihnen egal war oder auch die welche sich gegen das Regime stellten. Ist eine ganz schwierige Frage und sehr schwer zu beantworten, weil man dazu fast keine Quellen hat.

Die Bildquellen die man zum Beispiel von irgendwelchen Kundgebungen hat, die wurden vom Propagandaministerium gestellt. Das sind meistens inszenierte Aufnahmen. Es gibt einige Filmdokumente die von Hobbyfilmern aufgenommen wurden und die dann eher ein verzerrtes Bild zeigen.
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Alt 14.05.2011, 20:09   #34
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Turgot Beitrag anzeigen
Wenn Hindenburg dem Drängen der interessierten Kreise noch länger widerstanden hätte, hätte sich der "Spuk" von selbst wieder erledigt, denn bei den Reichstagswahlen in November 1932 waren die Verluste der NSDAP schon erheblich. Die NSDAP hatte ihren Zenit in der Gunst der Bevölkerung überschritten gehabt. Und die Talsohle der Weltwirtschaftskrise war auch bereits durchschritten.
a) Wie hätte Hindenburg länger widerstehen können? Die NSDAP war de facto die durch das Volk gewählte Partei, die Partei mit den meisten Stimmen. Er musste sie zur Regierungsbildung beauftragen, zumal seine eigene Partei der willfährige Koalitionspartner war.

b) Als "erheblich" sehe ich die Verluste nicht. Mit über 32 % die noch immer stärkste Partei im Reichstag.

Aber das haben wir hier im Forum schon an passenderer Stelle diskutiert, hier soll es um H. und den Holocaust gehen.
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Alt 14.05.2011, 20:11   #35
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hjwien Beitrag anzeigen
Man muß aber bedenken, daß nach der gewalttätigen Zeit der Weimarer Republik und vor allem nach den ersten Verhaftungswellen im Jahre 1933, ich denke da vor allem an die provisorischen Folterkeller der SA, kaum jemand im zweifel war, wie die Nazis mit ihren gegnern umgingen, und daß Mord ein legitimes Mittel ihrer Politik war.
Da waren aber viele auch froh, weil man dort ja 1933 die Kommunisten und Sozialisten hinbrachte. Und vor allem die Kommunisten waren auch bei der Bevölkerung nicht gern gesehen.

Man darf auch nicht aus den Augen verlieren, dass nach 1933 langsam ein totalitäter Staat aufgebaut wurde, der dann 1934 nach dem Mord an Röhm gefestigt war.
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Alt 14.05.2011, 20:16   #36
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El Quijote Beitrag anzeigen
a) Wie hätte Hindenburg länger widerstehen können? Die NSDAP war de facto die durch das Volk gewählte Partei, die Partei mit den meisten Stimmen. Er musste sie zur Regierungsbildung beauftragen, zumal seine eigene Partei der willfährige Koalitionspartner war.

b) Als "erheblich" sehe ich die Verluste nicht. Mit über 32 % die noch immer stärkste Partei im Reichstag.

Aber das haben wir hier im Forum schon an passenderer Stelle diskutiert, hier soll es um H. und den Holocaust gehen.
Ganz einfach, in dem er als gewähltes Staatsoberhaupt mit überragenden Vollmachten Hitler nicht zum Reichskanzler ernannt hätte. Hitler verfügte über keine parlamentarische Mehrheit. Und es gab durchaus Parteien im Reichstag die regierungsfähig waren. Hindenburg hätten seinem, in diesem Fall einmal berechtigtem ausgeprägten Misstrauen mehr Gehör schenken sollen und sich nicht so von seinem Sohn Oskar oder Nachbarn Oldenburg Januschau und natürlich Papen so dermaßen manipulieren lassen dürfen.

Die NSDAP hatte über 1 million Stimmen verloren, das ist schon erheblich. Des Weiteren ist 32 % einfach nicht ausreichend, denn da fehlten ja noch so ein paar Prozentpunkte. Schön, die NSDAP war stärkste Partei im Reichstag, daraus folgt aber nicht zwangsläufig, das sie mit der Regierungsbildung beauftragt wird und den Kanzler stellt. Du weißt, das es hierfür entsprechende Beispiele hierfür gibt.
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Geändert von Turgot (14.05.2011 um 20:57 Uhr).
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Alt 14.05.2011, 20:45   #37
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Hallöchen,

Einige NS-Forscher sind der Ansicht, dass Hitler ein "schwacher Diktator" war, der seine Untergebenen hat machen lassen; der nicht eingriff, wenn die Dinge halbwegs so liefen, wie er es sich vorstellte.

--> Revision:Hitler - Weak Dictator or Master of the Third Reich - The Student Room

Dass Hitler vom Holocaust wusste und ihn billigte, ist ziemlich sicher. Dass er ihn befahl ist strittig. Hitlers Ziel, die Juden aus seinem Machtbereich zu entfernen, wurde der Holocaust gerecht. Ebenso hätten es die ursprünglich geplanten Zwangsumsiedlungen nach Ostafrika (Madagaskarplan) getan.
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Alt 14.05.2011, 21:00   #38
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[QUOTE=Pitti;580474]Hallöchen,

Einige NS-Forscher sind der Ansicht, dass Hitler ein "schwacher Diktator" war, der seine Untergebenen hat machen lassen; der nicht eingriff, wenn die Dinge halbwegs so liefen, wie er es sich vorstellte.

Dazu empfehle ich doch einmal Jan Kershaw zu lesen und zwar:

Der NS-Staat. Seite 112 - 147


Zitat:
Dass Hitler vom Holocaust wusste und ihn billigte, ist ziemlich sicher. Dass er ihn befahl ist strittig.
Hast du die Beiträge hier gelesen? Es gibt keine Quelle die einen Hitlerbefehl zum Holocaust aufzeigt. Eine solchen Befehl hat es demzufolge nie gegeben. Denn der Historiker arbeitet mit Quellen und wenn solche nicht vorhanden sind, dann gibt es das eben nicht. Es gibt wie schon gesagt, abschriften und Hinweise dafür. Mehr kann man da nicht sagen.


Zitat:
Hitlers Ziel, die Juden aus seinem Machtbereich zu entfernen, wurde der Holocaust gerecht. Ebenso hätten es die ursprünglich geplanten Zwangsumsiedlungen nach Ostafrika (Madagaskarplan) getan.
Was meinst du mit dieser Aussage genau, irgendwie verstehe ich nicht was du damit sagen willst.
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Alt 14.05.2011, 21:04   #39
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balticbirdy ist ein Lichtblickbalticbirdy ist ein Lichtblickbalticbirdy ist ein Lichtblickbalticbirdy ist ein Lichtblickbalticbirdy ist ein Lichtblickbalticbirdy ist ein Lichtblick
Das hätte ich auch gern mal erläutert.
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Alt 14.05.2011, 21:12   #40
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Zitat:
Pitti
Hitlers Ziel, die Juden aus seinem Machtbereich zu entfernen, wurde der Holocaust gerecht. Ebenso hätten es die ursprünglich geplanten Zwangsumsiedlungen nach Ostafrika (Madagaskarplan) getan.
Du meinst der industriell organsierte Massenmord von 6 Millionen jüdische Menschen wurde Hitlers Plan, die Juden aus dem deutschen Machtbereich zu entfernen, gerecht?
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