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| | #1 |
| Mitglied Registriert seit: 07.2011
Beiträge: 8
![]() | SS-Mitgliedsnummern Hallo! Ich wäre prinzipiell davon ausgegangen, dass man von der SS-Mitgliedsnummer auf das Eintrittsdatum des Betreffenden in die SS schließen kann. Nun habe ich mir in der Wikipedia die SS-Nummern von einigen SS-lern angesehen und bin zu verwirrenden Ergebnissen gekommen, bspw: Johann Paul Kremer: Beitritt 1934 (Nr. 262 703) Fritz Reinhardt: Beitritt 1935 (Nr. 166.846) Walther Rauff: Beitritt Januar 1938 (Nr. 290.947) Günther Braschwitz: Beitritt am 28. November 1938 (Nr. 242.020) Heinrich Lankenau: Beitritt Januar 1939 (Nr. 310 496) Otto Skorzeny: Beitritt 1940 (Nr. 295.979) Wie ist das zu verstehen? Stimmen die bei der Wikipedia angegebenen Daten nicht? Oder nach welchem Prinzip wurden Mitgliedsnummern sonst vergeben? |
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| | #2 | |
| Mitglied Registriert seit: 09.2009
Beiträge: 2.615
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Zitat:
Das ist nicht ganz so einfach. Mitgliedsnummern (niedrige) konnten auch "verliehen" werden. Darüber hinaus hat der "SS-Sanitätsdienst", das SS-Personal-Hauptamt, bestimmt auch Abstimmungsprobleme bei der Vergabe von niedrigen Mitgliedsnummern. Insbesondere nach 1939, in welchen ff. Ordnungspolizei und "Waffen-SS" immer mehr "verschmolzen" und andererseits militärische Aufgaben der sog."Waffen-SS" andererseits, sowie der "SS" als Parteiorganisation immer größere Schnittmengen aufwiesen. Darüber Auskunft können nur die Archive im einzelnenn geben, z.B. als Start das Findbuch, Bundesarchiv, NS 34, SS-Personalhauptamt oder NS 19 "Persönlicher Stab Reichsführer SS". Dort wurden Personalien, auch Mitgliedsnummern, entschieden. Vergl.: http://startext.net-build.de:8080/ba...6C5D311F3C71BA M. Ob das hilfreich ist, das solltest Du selbst entscheiden. Dienstalterslisten der SS ? Wikipedia
__________________ Hic Rhodus, hic salta! Geändert von Melchior (28.08.2012 um 19:14 Uhr). | |
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| | #3 | |
| Mitglied Registriert seit: 07.2011
Beiträge: 8
![]() | Zitat:
Das heißt es wurden niedrigere Mitgliedsnummern freigehalten? Brachte eine niedrigere Nummer bei späterem Eintritt denn einen Vorteil? Und gab es auch Angehörige der Waffen-SS, die nicht bei der Allgemeinen SS waren und doch eine SS-Mitgliedsnummer bekamen? | |
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| | #4 | |
| Mitglied Registriert seit: 09.2009
Beiträge: 2.615
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Zitat:
Vergl.: Goldenes Parteiabzeichen der NSDAP ? Wikipedia Zur zweiten Frage. Ja, es gab Angehörige der Waffen-SS, die nicht in der Allgemeinen SS waren und es gab Angehörige der Allgemeinen SS, die nicht ihren Wehrdienst in der Waffen-SS ableisteten. Offiziersdienstgrade der Allgemeinen SS konnten allerdings die Uniformen der Waffen-SS tragen, allerdings kenntlich gemacht (Schulterstücke der Allgemeinen SS). Wenn Du Fragen zu einzelnen Namen hast, dann ist der exBDC Archivbestand im Bundesarchiv der richtige Ort, dort liegen die Personalakten aller NSDAP Gliederungen, so erhalten. Die Benutzung ist einfach, da das Archivgut verfilmt ist. Vergl.: Bundesarchiv - Unterlagen des ehemaligen BDC M.
__________________ Hic Rhodus, hic salta! | |
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| | #5 |
| Moderator | In der Literatur habe ich darüber nirgends etwas gefunden. Die in Archiven vorhandenen Mitgliedslisten lassen jedoch den Schluß zu, das sämtliche "Tausenderblöcke" nicht lückenlos gefüllt wurden. Daraus konnte man ableiten, dass die "Tausenderblöcke" anderen Kriterien als dem der zeitlichen Reihung folgten, zB nach Bezirken, Regionen, sachlichen Gruppierungen bzw. Bereichen der HSSPF. |
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| | #6 | ||
| Mitglied Registriert seit: 07.2011
Beiträge: 8
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Zitat:
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| | #7 | |
| Mitglied Registriert seit: 09.2009
Beiträge: 2.615
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Zitat:
Vergl.: dort S. 306 http://www.google.de/search?tbm=bks&hl=de&q=Waffen+SS%2C+Wehrstammrolle &btnG== M.
__________________ Hic Rhodus, hic salta! Geändert von Melchior (31.08.2012 um 12:26 Uhr). | |
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| | #8 | |
| Moderator | Zitat:
Dazu auch: Bastian Hein, Himmlers Orden - Das Auslese- und Beitrittverfahren zur Allgemeinen SS, in: VfZ 2011, S. 263-280 Mit der Passaushändigung dürfte auch die Mitgliedsnummer vergeben worden sein. Dazu schreibt Hein leider nichts. Geändert von silesia (01.09.2012 um 06:37 Uhr). | |
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| | #9 |
| Mitglied Registriert seit: 09.2009
Beiträge: 2.615
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | @silesia Richtig. Zumal die sog. Allgemeine SS bis 1934 eine Unterorganisation der SA war, also in der Aufbauorganisation folgendem Schema folgte: NSDAP => SA => Allgemeine SS Mir wäre, müßte ich darüber arbeiten unklar, ob nicht z.B. Mitgliedsnummern der SA gleichsam mitgenommen wurden z.B. bei einem systeminternen Übertritt von der SA zur SS bis 1934. Überhaupt wäre zu fragen, waren die Abschnitte und Oberabschnitte der Allgemeinen SS personell und organisatorisch überhaupt in der Lage (bis zur organisatorischen Trennung von der SA in 1934) eine einheitliche und zentral gesteuerte "Aufnahmepraxis" (auch Mitgliedsnummernvergabe) realiter umzusetzen? Mit Sicherheit gab es hierzu Dienstanweisungen und Richtlinien, nur wurden die auch in der Praxis umgesetzt? Hierzu müßte man Fallbeispiele eruieren (individuelle Mitgliedsnummernhistorien), den Schriftwechsel des "SS-Personalamt", ab 1939 "SS-Personalhauptamt" mit anderen Personalämtern der NSDAP, Vergabepraxis der sog. "Ehrenwinkel" etc. Ich würde aus ferner Sicht vermuten wollen, daß es in der Zeit von 1932 bis 1934 eventuell bis 1935 ein organisatorisches Chaos gab, so wie Du schon w.o. schriebst. Hinzu kamen vermutlich, dem "Führerprinzip" folgend, willkürliche Eingriffe der obersten Führungsorgane. M.
__________________ Hic Rhodus, hic salta! |
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| | #11 |
| Mitglied Registriert seit: 01.2010 Ort: 1. Registrierung 10.2007
Beiträge: 2.541
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Wahrscheinlich wurde die Numerierung nicht so konzequent durchgeführt, wie bei den KZ-Häftlingen! Hätten die SS Männer sich doch auch ihre Mitgliedsnummer tätowiert, wie bei den Häftlingen, wär bei der Verfolgung nach dem Krieg so manch einer der nierdrächtigen der nierderdrächten SS-Männer einfacher aufzufinden gewesen! Komischerweise waren unsere braven Buchhalter nur bei der Verwaltung derer gründlich, die nach der Verwaltung zu den Akten gelegt werden konnten!
__________________ Manche Menschen drücken nur deshalb ein Auge zu, um besser zielen zu können. Billy Wilder Geändert von Köbis17 (22.09.2012 um 09:28 Uhr). |
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| | #12 |
| Moderator | Die SS-Tätowierungen betrafen die Blutgruppen, siehe hier: Tätowierung bei der SS |
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| | #13 | |
| Mitglied Registriert seit: 07.2011
Beiträge: 8
![]() | Ich habe - wenn auch zufällig - noch etwas zum Thema „Mitgliedsnummern“ gefunden (wenn auch nicht über die der SS, sondern der NSDAP): Und zwar ging 1934 ein Teil des Steirischen Heimatschutzes mehr oder weniger in der steirischen NSDAP auf. Dazu gab es mehrere Abkommen, in denen z.B. festgehalten wurde, dass das Eintrittsdatum in den Heimatschutz als Eintrittsdatum in die NSDAP gewertet wird, usw. Darunter findet sich auch folgender Passus: Zitat:
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| | #14 | |
| Mitglied Registriert seit: 09.2009
Beiträge: 2.615
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M. ![]()
__________________ Hic Rhodus, hic salta! | |
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| | #15 |
| Mitglied Registriert seit: 01.2012
Beiträge: 17
![]() | Eine sechsstellige SS-Mitgliedsnummer würde ich nicht als niedrig bezeichnen. Die Frage die sich hier eigentlich stellt ist: Steht das Eintrittsdatum überhaupt in einem Zusammenhang mit der Mitgliedsnummer? Der Freiwillige stellt einen Aufnahmeantrag und wird zum SS-Bewerber. Als solcher bekommt er einen Ausweis, trägt Uniform und versieht Dienst in der SS aber hat noch eine zweijährige Bewährungszeit vor sich. Danach wird er zum SS-Anwärter. Nun beginnt nochmals eine mindestens zweijährige Bewährungszeit in der er unter anderem auch Dienst im Reichsarbeitsdienst und seinen Wehrdienst ableisten muß. Erst wenn diese Bedingungen erfüllt sind wird er als Vollmitglied aufgenommen und dieses Datum ist dann das eigentliche Beitrittsdatum. Seine Mitgliedsnummer hingegen wird er schon mit seinem Ausweis als SS-Bewerber bekommen haben. Was den steirischen Heimatschutz anbelangt, ist die Problematik eine andere. Als Österreicher konnten sie erst in die NSDAP eintreten als diese in Österreich zugelassen war. Bis dahin diente ihnen der Heimatschutz als eine Art Ersatzvereinigung. Was sie nun anstrebten war eine Gleichstellung mit deutschen Parteimitgliedern denen der Parteieintritt, mit der Wiederzulassung der NSDAP in Deutschland, wesentlich eher möglich war. |
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| | #16 | ||
| Mitglied Registriert seit: 07.2011
Beiträge: 8
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