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| | #1 |
| Mitglied Registriert seit: 04.2005
Beiträge: 12.483
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Fliegerausbildung im Vergleich 39-45 Ich habe vor kurzem die Kriegserlebnisse eines Torpedo-Fliegers gelesen. Jahrgang 1921 November 1939 meldet er sich zur Luftwaffe Nach Kriegsabitur 10. Januar 1940 eingezogen. Stau in den Fliegerschulen, Spritmangel, immer mal wieder in Baubataillonen "geparkt" April 1943 Ausbildung auf Ju 88 "Sturzangriff gegen Seeziele" Juni 1943 Abbruch dieser Ausbildung Es wird umgestellt auf Torpedoangriffe. Dazu zuerst Blindflugschule Dann Torpedoschule Riga Ab April 1944 Einsätze im Mittelmeer und Kanal Zusammengefasst: In dem Fall ging es 4 Jahre und 3 Monate bis die Ausbildung beendet war.
__________________ Built and Tested in the Mountains. |
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| | #2 |
| Premiummitglied Registriert seit: 02.2006 Ort: Z' Minga
Beiträge: 3.847
![]() ![]() ![]() | Schwer zu verstehen. Ich dachte immer, dass in Kriegszeiten die Ausbildung verkürzt wurde, um schnell neue Piloten für Kampfeinsätze zu bekommen. Über 4 Jahre Ausbildung hat man sich doch eigentlich gar nicht leisten können... |
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| | #3 |
| Mitglied Registriert seit: 10.2010
Beiträge: 97
![]() | Meines Wissens wurde die Ausbildung für Jagdflieger in der zweiten Hälfte des Krieges mehrmals verkürzt. Die Gründe: zu wenig Treibstoff und hohe Verluste der Frontverbände, die Ersatz benötigten. Deshalb musste der Nachwuchs schneller ausgebildet werden und kam mit immer weniger Flugstunden zum Einsatz. |
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| | #4 | ||
| Mitglied Registriert seit: 04.2005
Beiträge: 12.483
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Zitat:
Zitat:
Fakt ist aber anscheinend ein anderer. Die angehenden Piloten hatten meinem Torpedo-Flieger nach nur einmal freie Entscheidung. Nach Ablegung des A-Scheines ob Einmot (Jäger) oder Mehrmot (Bomber). Alles andere wäre "fremdbestimmt" worden. Die RAF hätte ihre Bomber-Piloten in 4 Monaten "frontreif" gemacht. Was bei der Luftwaffe immer als Negativ-Beispiel genannt worden wäre.
__________________ Built and Tested in the Mountains. | ||
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| | #5 |
| Mitglied Registriert seit: 10.2010
Beiträge: 97
![]() | Ich bin keine auf Militärgeschichte spezialisierte Historikerin, hatte aber mal als Korektorin mit dem Thema zu tun und musste mich vorher schlau machen. Die fundiertesten Beiträge aus deutscher Sicht zu diesem Thema hat Horst Boog, früher Historiker im MGFA, verfasst. Möglicherweise handelt es sich bei deinem Beispiel ja um eine Sondereinheit, die ein spezielles Training erforderte. |
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| | #6 | |||
| Gesperrt Registriert seit: 06.2009 Ort: Oberbayern
Beiträge: 422
![]() | Hier haben sich einige Fehler eingeschlichen. 1.) Zitat:
So verkürzen sich die angeblichen 4 Jahre und 3 Monate um etliches. 2.) Natürlich war die Ausbildung von Kampffliegern erheblich langwieriger als die von Jagdfliegern (egal ob Tag- oder Nachtjagd). Bei dem Beispiel wird der Soldat dazu weitergebildet zum Torpedoflieger. 3.) Die Ausbildung aller Piloten wurden mehrfach verkürzt. Die Stundenzahlen der Jagdschüler werden allerdings immer wieder als Beispiel genannt. Zitat:
4.) Zitat:
Eine gute, in manchen Teilen allerdings auch umstrittene, Dissertation hat Ernst Stilla geschrieben. Im folgenden Link frei herunterladbar. ULB Bonn ::: Dissertation - Ernst Stilla: Die Luftwaffe im Kampf um die Luftherrschaft, 2005 Horst Boog´s Bücher zur Luftwaffe sind natürlich Grundlage bei Arbeiten über die Luftwaffe, obwohl er nmM in manchen Teilen etwas übertreibt. Geändert von mhorgran (01.01.2011 um 09:26 Uhr). | |||
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| | #7 | |||||||
| Mitglied Registriert seit: 04.2005
Beiträge: 12.483
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Nein. Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Er widerspricht mit jedem Wort Deinem Standpunkt. ![]() Zitat:
Horst Boog "übertreibt" Deiner Meinung nach "in manchen Teilen". ![]()
__________________ Built and Tested in the Mountains. | |||||||
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| | #8 | ||||||||||
| Gesperrt Registriert seit: 06.2009 Ort: Oberbayern
Beiträge: 422
![]() | Zitat:
Zitat:
Aber Repo, vielleicht -wahrscheinlich- isses in deinem Universum anders. Zitat:
Alles klar? Zitat:
Zitat:
b.) Wenn du es sagst -latürnich und ebenso latürnich "in jedem Wort", du hast allerdings "in jedem einzelnen" vergessen. Zitat:
Da dir diese Werke eh nicht bekannt sind lassens wir dabei, für deine Geschichtchen genügend Landser, Kurowski etc. allemal. War das unfreundlich oder "unangemessen"? Ja und Absicht. | ||||||||||
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| | #9 | ||
| Mitglied Registriert seit: 04.2005
Beiträge: 12.483
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Zitat:
Gefasel, sonst nichts. Horst Boog ist ein anerkannter Luftkriegsexperte. Warum soll er nicht dem einen oder anderen Irrtum aufsitzen? Aber den muss man dann konkret nennen, so bißchen Ross und Reiter und so, und doch nicht Zitat:
Der Rest Deines Posts ist das übliche widerlegtes nochmal behaupten. In ganz normalem mhorgran-Stil, lohnt nicht sich damit auseinanderzusetzen.
__________________ Built and Tested in the Mountains. Geändert von Repo (02.01.2011 um 13:18 Uhr). | ||
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| | #10 | |
| Gesperrt Registriert seit: 06.2009 Ort: Oberbayern
Beiträge: 422
![]() | latürnich, was sonst Zitat:
Warum sollte ich bei DIR "Roß und Reiter" nennen? Auf Voreingenommenheit wie du sie schon in deinem "Antwort"-Post zeigst? Das DU, Geschichtchen-Repo, von der Thematik nur auf einem Landser- Kurowski- Konsalikniveau Ahnung hast kann man -wenn man sich die Mühe antut deine "Posts" zu lesen- sehr leicht und klar feststellen. | |
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| | #11 | |
| Moderator | Zitat:
Das Basic Training/der Aircrew Classification process dauerte urrpünglich 2 Jahre, in dieser Zeit wurden auch die Piloten gefiltert, sowie ungeeignetes Personal aussortiert. Ab 1940 wurde der Ablauf erheblich verkürzt. Sodann folgte für die Piloten das pre-flying training von 4/9/12 Wochen (unterschiedliche Laufzeiten in den 1930ern und dann während des Krieges) - hier waren auch die Navigatoren, Bordschützen etc. erfasst. Das eigentliche Pilotentraining schloss erst an die pre-flying-Phase an. Dieses dauerte 12 Monate, unterteilt in primary (1. bis 10. Woche), basic (11. bis 21. Woche) und advanced (letzteres unterteilt in single-engine und 2-engine, bis zur 33. Woche). Danach folgten spezielle Ausbildungen, so dass die Piloten nach 46 bis 54 Wochen zu den Airforce-Verbänden gelangten. AAF-History, Band 6: The Individual Training of Flying Personnel, S. 557 ff.
__________________ Planen ist alles, Pläne sind nichts (Moltke d.Ä.) | |
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| | #12 | |
| Mitglied Registriert seit: 04.2005
Beiträge: 12.483
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Zitat:
Die Briten haben 1940 ähnliche Probleme wie die Deutschen durch "Auskämmen" der Fliegerschulen zu lösen versucht, und sich dann mit Müh und Not in das Jahr 41 gerettet. Daraufhin wurde immenser Wert auf solide Ausbildung gelegt. (Sie hatten dann ja auch Zeit...) Bei den US-Amerikanern wurde schon seit München der Pilotenausbildung der selbe Stellenwert wie der Aufrüstung eingeräumt. Ich habe es entsprechend recherchiert, Diemer hat recht, die Pilotenausbildung der Luftwaffe war einerseits zeitlich überaus in die Länge gezogen, andererseits von der Qualität her ungenügend. Was sich mit der Kriegsdauer ungemein verschärfte. Schon 1939 wurden Freiwillige die die Eignungsprüfung zum Flugschüler bestanden hatten, deutlich später eingezogen wie "normale" Wehrpflichtige. Später kamen die potentiellen Flugschüler mit bestandenem Eignungstest, mangels Schulungsmöglichkeit zuerst ein Jahr zu Luftwaffenfelddivisionen! Verbluten im Infanterie-Einsatz. Es gab immer insbesondere erheblich zu wenig Schulflugzeuge, insbesondere die modernen Einsatzmuster gab es in den Schulen viel zu wenige. Immer aufs neue, bereits bei der Rheinlandbesetzung, wurden die Flugschulen ausgekämmt, Personal und Flugzeuge weggenommen, die sie nie wieder bekamen. !942, als mal wieder alles auf eine Karte gesetzt wurde, gab es von Frühjahr bis Herbst gar keine Flugschulung! Man darf sich von den "Jagd-Flieger-Assen" der Luftwaffe mit hohen Abschusszahlen nicht täuschen lassen. Die Masse war für die Angloami-Flieger Kanonenfutter.
__________________ Built and Tested in the Mountains. | |
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| | #13 | |
| Moderator | Zitat:
__________________ Planen ist alles, Pläne sind nichts (Moltke d.Ä.) | |
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| | #14 | |
| Mitglied Registriert seit: 04.2005
Beiträge: 12.483
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__________________ Built and Tested in the Mountains. | |
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| | #15 |
| Moderator | Anhand der Daten ergibt sich übrigens Folgendes: 1. Riga Kampfschulgeschwader 2 Vermutlich Kampfschulgeschwader 2, bzw. der Nachfolger Kampfgeschwader 102, aus der Torpedoschule der Luftwaffe gebildet, 1943 in Riga stationiert. 2. Die Einsätze im Mittelmeer 1944 müßten das KG 26 von Südfrankreich aus betreffen. Auf "Einsätze im Kanal" 1944 kann ich mir momentan kein Reim machen, das wären 1944 als Torpedoflieger wegen der alliierten Luftherrschaft reine Selbstmordangriffe gewesen.
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| | #16 | |
| Mitglied Registriert seit: 04.2005
Beiträge: 12.483
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Zitat:
Die haben lt. Diemer tatsächlich die Nachschublinie der Invasion angegriffen, bei Nacht in Höhen zwischen 5 und 10 Metern. Von 44 Besatzungen hätten 3 überlebt. von den selben Flughäfen aus wie die Mittelmeerangriffe, mit Zwischenlandung in Cognac. Bei Interesse schau ich heute Abend nach.
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| | #17 | |
| Moderator | Zitat:
Ich schaue mal bei Schmidt (operative Geschichte des KG 26) nach, die Einheit hatte erhebliche Verluste im Juni und Juli 1944: Flugzeugbestand und Bewegungsmeldungen, III./KG26 Juni: 12 Juli: 7 Nachtangriffe waren durchaus üblich, und wurden von Torpedofliegern schon gegen die Invasionsflotte vor Algier Ende 1942 und vor Anzio/Nettuno 1944 geflogen. Hier die US-Ausbildung (AAF-History VI, S. 551) -sorry für die schlechte Bildqualität
__________________ Planen ist alles, Pläne sind nichts (Moltke d.Ä.) Geändert von silesia (04.01.2011 um 19:51 Uhr). | |
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| | #18 |
| Premiummitglied Registriert seit: 01.2007 Ort: Mainz/Mayence/Magenza/Moguntiacum
Beiträge: 3.008
![]() ![]() ![]() ![]() | Mein Vater war Jahrgang 1925 kam 1943 nach der Grundausbildung an die Luftnachrichtenschule Halle Ausbildung zum Bordfunker in Halle und am Fliegerhorst Finsterwalde 01.02.1943 bis 01.07.1943 Gelernt wurde auf der Ju 86 ,He 111 und Ju 88 Dann Versetzung zum Fliegeranwärter-Bataillon "Monte Rosa" der 10.Fliegerdivision in in St. Brieuc.Anfang Mai 1944 weiterer Lehrgang in Finsterwalde. Da sich das Bataillon zwischenzeitlich in den Wirren der Invasion aufgelöst hatte und eh nicht mehr genug Sprit zum Fliegen vorhanden war, Versetzung zur 116. Panzerdivision "Windhund" incl. Teilnahme an der Schlacht im Hürtgenwald Habe übrigens ne interessante Seite entdeckt: Flugbücher - Last Names beginning with S
__________________ - VIA LIGNISSIMA MELIOR QVAM NVLLA ! - - Mitglied im Club der Zeitzeugen des Wembley-Tors- Geändert von zaphodB. (04.01.2011 um 19:51 Uhr). |
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| | #19 | |
| Mitglied Registriert seit: 04.2005
Beiträge: 12.483
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Zitat:
Die Einheit wurde im Oktober 1944 nach Norwegen verlegt. Da "Maier" (Original Benennung durch den Autor) seinem Führer zu Weihnachten noch einen versenkten Flugzeugträger schenken wollte. Nach der Kapitulation hätten die Briten zugestimmt, dass sämtliche in Norwegen befindlichen Flugzeuge über Kurland nach Deutschland flogen. Verwundete mitnehmen. Dass das geschah, war mir bekannt, es wurde aber ansonsten so dargestellt, dass das die persönliche Entscheidung der Besatzungen war. Heroische Treue zu den Kameraden... Keineswegs so, dass da ein höherer Wille und Abmachungen dahinter standen.
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