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Alt 08.05.2007, 09:24   #21
amicus
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in den ersten 3 kriegsjahren kann man eben nicht von einem treibstoffmangel sprechen, die die beweglichkeit der deutschen wehrmacht eingeschränkt hätte.
.
Im Winter 1941 ging bei der Luftwaffe nicht mehr viel zusammen. Nicht einmal die Hälfte der Maschinen war einsatzklar. Grund waren Treibstoffmangel für kalte Temperaturen und natürlich fehlende Ersatzteile.
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Alt 08.05.2007, 09:24   #22
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wie gross hätten denn die reserven sein sollen/müssen, um von einer "ausreichenden" menge zu sprechen?

in den ersten 3 kriegsjahren kann man eben nicht von einem treibstoffmangel sprechen, die die beweglichkeit der deutschen wehrmacht eingeschränkt hätte. die lieferungen aus rumänien und der su, die eigenen quellen, die hydrierwerke konnten den steigenden bedarf immer noch abdecken. zudem war die deutsche strategie ja nicht auf einen langen abnutzungskrieg ausgelegt, sondern bezog dieses problem ein.

dramatisch verändert hat sich die situation erst durch die bombardierung der hydrierwerke und der rumänischen quellen 1944.
übrigens, an dieser stelle wurde schon einmal darüber diskutiert.
1941 gab es dann den Aufstand im Irak gegen die Briten. von den Deutschen kaum unterstützt. Ging ja Barbarossa los.
War Saddams Onkel nicht einer der Aufstandsführer?
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Alt 08.05.2007, 09:26   #23
amicus
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Es gab auch Pläne für einen französisch/britischen Luftangriff auf die Ölfelder bei Baku
Die Angst vor diesen Luftangriffen war "einer" der Gründe für Hitler um auf dem Balkan militärisch einzugreifen.
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Alt 08.05.2007, 09:28   #24
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Im Winter 1941 ging bei der Luftwaffe nicht mehr viel zusammen. Nicht einmal die Hälfte der Maschinen war einsatzklar. Grund waren Treibstoffmangel für kalte Temperaturen und natürlich fehlende Ersatzteile.
In Russland wurden Versuche mit allem möglichen an erbeuteten Ölen und Treibstoffen gemacht. Bis zum Sonnenblumenöl in LKW Tank´s.
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Alt 08.05.2007, 09:29   #25
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wie gross hätten denn die reserven sein sollen/müssen, um von einer "ausreichenden" menge zu sprechen?

in den ersten 3 kriegsjahren kann man eben nicht von einem treibstoffmangel sprechen, die die beweglichkeit der deutschen wehrmacht eingeschränkt hätte. die lieferungen aus rumänien und der su, die eigenen quellen, die hydrierwerke konnten den steigenden bedarf immer noch abdecken. zudem war die deutsche strategie ja nicht auf einen langen abnutzungskrieg ausgelegt, sondern bezog dieses problem ein.
Mir ging es weniger um die Versorgungsstatistik

(im anderen thread war z.B. die Frage zum Transport aufgeworfen: die Donau-Tankerflotte stieg während des Krieges von 150 auf 500 Tanker an, worüber die Transporte in der Masse liefen)

sondern um die Engpaßlage der Treibstoffversorgung und ihre Auswirkungen auf die militärischen Entscheidungen. Der Westfeldzug (zunächst ein weiteres Vabanque-Spiel in der Sicht der militärischen Führung) war danach allein aus der kriegswirtschaftlichen Sicht Hitlers so schnell wie möglich durchzuführen, um die Niederlage 1940 zu vermeiden. Die Engpaßlage besserte sich erst 1940, und auch Rumäniens Quellen öffneten sich erst nach dem Sieg im Westen in vollem Umfang. Auch die SU steigerte ihre Lieferungen zu kriegswirtschaftlicher Bedeutung erst 1940. Die Hydrierung deckte 1940 nur das Allernötigste. Siehe link.
Anderes Beispiel: für die Invasion Maltas 1942 fehlten schlicht die erforderlichen Treibstoffmengen für die italienische Marine (ca. 200.000 to. pro Monat)

Vielleicht kann die Moderation ja beide Themen zusammenfassen?
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Alt 08.05.2007, 11:44   #26
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Mir ging es weniger um die Versorgungsstatistiksondern um die Engpaßlage der Treibstoffversorgung und ihre Auswirkungen auf die militärischen Entscheidungen. Der Westfeldzug (zunächst ein weiteres Vabanque-Spiel in der Sicht der militärischen Führung) war danach allein aus der kriegswirtschaftlichen Sicht Hitlers so schnell wie möglich durchzuführen, um die Niederlage 1940 zu vermeiden. Die Engpaßlage besserte sich erst 1940, und auch Rumäniens Quellen öffneten sich erst nach dem Sieg im Westen in vollem Umfang. Auch die SU steigerte ihre Lieferungen zu kriegswirtschaftlicher Bedeutung erst 1940. Die Hydrierung deckte 1940 nur das Allernötigste. Siehe link.
Anderes Beispiel: für die Invasion Maltas 1942 fehlten schlicht die erforderlichen Treibstoffmengen für die italienische Marine (ca. 200.000 to. pro Monat)

Vielleicht kann die Moderation ja beide Themen zusammenfassen?
wie ich selbst schon gesagt habe, die deutsche strategie des blitzkrieges war sicher auch durch die kriegswirtschaftlichen abhängigkeiten vorgegeben. wie die erfahrungen von 14-18 nicht nur hitler, sondern allen fachleuten gezeigt haben, war deutschland nicht in der lage, einen langen krieg zu führen. ein vabanque-spiel war es m.e. aber nicht nur wegen der rohstofflage, sondern auch, weil die französische und britische armee zumindest auf dem papier der wehrmacht ebenbürtig waren.

ich glaube nicht, dass treibstoffmangel der grund für die nicht-invasion maltas gewesen ist. solange die luftüberlegenheit der briten nicht gebrochen werden konnte, wäre jeder invasionsversuch ein himmelfahrtskommando gewesen.
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Alt 08.05.2007, 11:44   #27
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Anderes Beispiel: für die Invasion Maltas 1942 fehlten schlicht die erforderlichen Treibstoffmengen für die italienische Marine (ca. 200.000 to. pro Monat)
Bei den Italienern wirkte sich der Treibstoffmangel meines Wissens noch viel früher und mit noch prekäreren Folgen aus. Obwohl die italienische Flotte zahlenmäßig stark war, war sie weder in der Lage, die Bodenoperationen 1942 zu begleiten, noch die alliierten Flotten bei der "Operation Torch" im Herbst 1942 bzw. der Landung auf Sizilien 1943 entscheidend zu stören. Schon früh waren sie darauf angewiesen, die Deutschen um Überlassung von Treibstoff zu bitten. Allerdings vermuteten diese ihrerseits, dass die Italiener den Treibstoffmangel vorschoben, um ihre Flotte zu schützen. Dennoch war dieser sicherlich ein großes Problem für die Italiener.
Was den Treibstoffmangel der Deutschen betrifft: Trotz der offenkundigen Versorgungsknappheit bin ich erstaunt, was trotzdem noch möglich war - etwa Luftoperationen wie "Bodenplatte" oder auch die Tatsache, dass noch am letzten Kriegstag deutsche Jäger in die Luft gingen und noch zahlreiche U-Boote in den Weltmeeren operierten. Ich denke, dass die Verkürzung der "inneren Linie" die Versorgungsknappheit zu einem gewissen Grad auffing ebenso wie die Tatsache, dass auch der Bestand der motorisierten Einheiten, Flugzeugstraffenln stark zusammenschrumpfte. Immerhin konnten die Deutschen den Krieg auch nach dem Verlust des Erdölfelds von Ploiesti noch neun Monate weiterführen (und der Bedarf ließ sich aus dem einzigen verbliebenen bedeutenden Erdölgebiet, Nagykanisza, nicht mehr decken).
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Alt 08.05.2007, 17:28   #28
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Was den Treibstoffmangel der Deutschen betrifft: Trotz der offenkundigen Versorgungsknappheit bin ich erstaunt, was trotzdem noch möglich war - etwa Luftoperationen wie "Bodenplatte" oder auch die Tatsache, dass noch am letzten Kriegstag deutsche Jäger in die Luft gingen und noch zahlreiche U-Boote in den Weltmeeren operierten. Ich denke, dass die Verkürzung der "inneren Linie" die Versorgungsknappheit zu einem gewissen Grad auffing ebenso wie die Tatsache, dass auch der Bestand der motorisierten Einheiten, Flugzeugstraffenln stark zusammenschrumpfte. Immerhin konnten die Deutschen den Krieg auch nach dem Verlust des Erdölfelds von Ploiesti noch neun Monate weiterführen (und der Bedarf ließ sich aus dem einzigen verbliebenen bedeutenden Erdölgebiet, Nagykanisza, nicht mehr decken).
Es waren bis zum letzten Kriegstag noch Jäger in der Luft, aber nur noch die "Eliten". Es konnten bei weitem nicht mehr alle verfügbaren Flugzeuge eingesetzt werden.

Enigma und der fehlende Treibstoff - die Lösung manches Rätsels.
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Alt 08.05.2007, 20:28   #29
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ich glaube nicht, dass treibstoffmangel der grund für die nicht-invasion maltas gewesen ist. solange die luftüberlegenheit der briten nicht gebrochen werden konnte, wäre jeder invasionsversuch ein himmelfahrtskommando gewesen.
Die britische Luftwaffe auf Malta war Anfang Mai zerstört, die Zerstörer und U-Boote aus La Valetta wegen der Luftangriffe zurückgezogen. Diese deutsche Luftoffensive war Vorbereitung der Invasion Maltas, von Kesselring befürwortet. Fallschirmjäger waren bereits nach Sizilien verlegt worden (Hercules/Operazione C3).
http://digilander.libero.it/avantisa...C3%20Malta.htm

Vordergründig war der nachfolgende (!) Abzug wesentlicher Luftstreitkräfte in Verbindung mit der Offensive Rommels und der Heeresgruppe Süd die Ursache. Eine echte "Entscheidungslage" - wie von Hitler im Brief an Mussolini mit Absage der Invasion angedeutet - bestand aber faktisch nicht.

http://www.regiamarina.net/others/fuel/fuel_us.htm

Grund war dafür die Forderung der Regio Marina auf Zuführung umfangreicher Ölmengen, die für die Invasion mit 200.000 to beschrieben wurden. Zu dem Zeitpunkt waren bereits Ölbunker der italienischen Schlachtschiffe auf Zerstörer umgepumpt worden, die italienische Marine sah sich z. B. außerstande, mehr als 3 Kreuzer in der Adria zum Schutz der Geleitzüge fahren zu lassen. Die Ölforderungen für die Invasion konnten nicht erfüllt werden, auch die Kriegsmarine saß schon auf ihren eisernen Beständen.


Eine Blitzkriegs-Konzeption für Frankreich ist seit Jahrzehnten umstritten (vgl. z. b. Frieser, Die Blitzkriegs-Legende, vorher schon Jacobsen, Fall Gelb). Dazu kann man auf die ersten Feldzugentwürfe bis zum Feb. 1940 verweisen, die nur eine Besetzung der Niederlande und Belgiens, Teilen von Nordfrankreich bis zum Kanal vorsahen (Gewinnung von Stützpunkten gegen England).

Bei den Luftwaffeneinsätzen Jan-Mai 1945/insbesondere Bodenplatte wurden die Treibstoffmengen zusammengespart, u.a. mit Verzicht auf Abwehreinsätze gegen alliierte Bomber. Bei "Clarion" im Feb.1945 flogen rd. 30-40 deutsche Flugzeuge über dem Reichsgebiet. Die Ausbildung war seit 1944 drastisch reduziert worden, aus Treibstoffmangel auf wenige Flugstunden, mit ein Grund für sehr hohe Verluste (auch normale Flugunfälle mit hohen Quoten).

Zitat:
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Enigma und der fehlende Treibstoff - die Lösung manches Rätsels.
Genau das ist es, die Treibstofffrage erklärt tatsächlich viele Vorgänge!

amicus hatte oben richtig schon den Balkan-Feldzug angesprochen, hier wurde, wie bereits im BARBAROSSA-thread besprochen, die Feldzugplanung der Heeresgruppe Süd nach Auftreten britischer Flugzeuge und Landtruppen in Griechenland entscheidend beeinflußt.
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Alt 08.05.2007, 22:05   #30
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Genau das ist es, die Treibstofffrage erklärt tatsächlich viele Vorgänge!
so einfach kann man es sich nicht machen, der spruch gilt höchstens für das letzte kriegsjahr, nachdem durch die bombardierung und verlust der rumänischen quellen und bombardierung der hydrierwerke die bewegungsmöglichkeiten der wehrmacht auf ein minimum geschrumpft war.

aber für die ersten kriegsjahre gilt es eben nicht. trotz der knappen reserven (hier stellt sich für mich die frage, welche reserven eigentlich die briten und franzosen hatten), führte die wehrmacht bis ende 42 einen offensiven bewegungskrieg. der verbrauch stieg ständig und trotzdem konnte, obwohl ab juni 41 die sowjetischen lieferungen ausblieben, der bedarf bis 43/44 gedeckt werden.

eine ausnahme: der afrikafeldzug, der ja zu 100% immer vom nachschub aus italien abhängig war (wenn man damals gewusst hätte, was unter der libyschen wüste verborgen war...).

aber nicht die abgeblasene invasion maltas:

zum einen zeigen doch gerade die angriffe der achsen-luftwaffen, dass zumindest diese nicht unter treibstoffmangel litten (und wer viel flugbenzin produziert, produziert noch mehr schiffsdiesel bzw. schweres heizöl). das die raf auf malta zerstört gewesen sein soll, ist mir neu. den briten gelang es immer wieder, wenn auch unter schweren verlusten, flugzeuge und vorräte nach malta zu schaffen.

ein angriff mit überwassersteritkräften wäre aber nicht nur wegen der flugzeuge ein himmelfahrtskommando gewesen. die britischen u-boote waren zwar aus malta abgezogen worden, aber nicht aus dem seegebiet. zudem hatten die briten immer noch genügend überwassereinheiten im mittelmeer, um den italienern paroli zu bieten. es ist anzunehmen, dass diese im falle eines invasionsversuch ebenfalls zum einsatz gekommen wären.
die luftlandeoperation ist abgeblasen worden, weil die beinahe-katastrophe von kreta gezeigt hatte, wie riskant solche operationen waren.
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Alt 08.05.2007, 22:38   #31
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ist jetzt fast off topic und verdient eigentlich einen eigenen thread "Malta":

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zum einen zeigen doch gerade die angriffe der achsen-luftwaffen, dass zumindest diese nicht unter treibstoffmangel litten (und wer viel flugbenzin produziert, produziert noch mehr schiffsdiesel bzw. schweres heizöl).
Das ist ein Mißverständnis, nicht die Flugeinsätze, sondern schweres Heizöl für die italienische Marine war Mangelware. Und hier sind sind andere Tonnagen erheblich als bei Flugzeugen. Quelle: siehe link oben, ansonsten:
Baum/Weichold, Der Krieg der Achsenmächte im Mittelmeerraum
Meier-Dörnberg, Wilhelm, Die Ölversorgung der Kriegsmarine
Reuth, Entscheidung im Mittelmeer
Schreiber, Gerhard, Revisionismus und Weltmachtstreben. Marineführung und deutsch-italienische Beziehungen 1919 bis 1944
Bradford, Ernle, Bastion im Mittelmeer -Malta 1940-1943
Fechter/Hümmelchen, Seekriegsatlas Mittelmeer/Schwarzes Meer 1940-1943
im übrigen: diverse Sondervermerke im KTB der Seekriegsleitung über die Frage der Ölversorgung der italienischen Marine,

Zitat:
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das die raf auf malta zerstört gewesen sein soll, ist mir neu. den briten gelang es immer wieder, wenn auch unter schweren verlusten, flugzeuge und vorräte nach malta zu schaffen.
Ist im Prinzip richtig, aber nicht für April und Mai 1942: die RAF existierte Anfang Mai 1942 nicht mehr auf Malta.
Karl Gundelach, Die deutsche Luftwaffe im Mittelmeer, 1940 - 1945.

Zitat:
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ein angriff mit Überwasserstreitkräften wäre aber nicht nur wegen der flugzeuge ein himmelfahrtskommando gewesen. die britischen u-boote waren zwar aus malta abgezogen worden, aber nicht aus dem seegebiet. zudem hatten die briten immer noch genügend überwassereinheiten im mittelmeer, um den italienern paroli zu bieten. es ist anzunehmen, dass diese im falle eines invasionsversuch ebenfalls zum einsatz gekommen wären.
die Regia Marina war zur Deckung der Invasionsflotte und zum Nachschub vorgesehen. Bei dem Niveau der im Mai erzielten Luftüberlegenheit über Malta wäre ein Einsatz der Royal Navy einem Himmelfahrtskommando gleich gekommen, schau Dir mal die Malta-Geleitzüge von März-August 1942 im Mittelmeer und den Abzug der Seestreitkräfte der Royal Navy im Mai 1942 an.
dazu Playfair, The Mediterranean an the Middle East, Vol. III sowie Roskill, The Royal Navy 1939-45, Vol . II.
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Alt 09.05.2007, 07:34   #32
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so einfach kann man es sich nicht machen, der spruch gilt höchstens für das letzte kriegsjahr, nachdem durch die bombardierung und verlust der rumänischen quellen und bombardierung der hydrierwerke die bewegungsmöglichkeiten der wehrmacht auf ein minimum geschrumpft war.
.
Natürlich ist das eine Simplifizierung.

Aber wie viele Flugstunden z. b. 1943 hatte ein US-Pilot, wieviele ein britischer und wieviele ein deutscher bis man ihn zum Sterben schickte?
Die "Stars" und späteren Memoirenschreiber Hartmann, Galland usw. litten keinen Mangel, aber alle alle anderen?

Welchen Sinn macht die deutsche Kaukasus-Offensive 1942 außer Maikop Baku usw.?
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Alt 09.05.2007, 07:59   #33
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Das Ausbildungsprogramm alliierter Flugzeugführer war - was man auch an die sehr hohen Zahl von Trainings-Flugzeugen sehen kann - sorgfältig und umfassend. Die Stunden müßte ich nachschlagen, ich schätze über 400.

Die Luftwaffe reduzierte hier im Kriegsverlauf erheblich, die Ausbildung war allerdings nie hoch geschätzt worden (7% trainer in 1942, unzureichende Treibstoffkontingente). Ähnliche Zahlen sind für Jäger häufig zu finden: insgesamt 150 Flugstunden in Ausbildung 1944, davon 30 auf dem Einsatzmuster, manche nur mit 10 Stunden. Nur 20% überlebten den 10. Einsatzflug. Folge: viele Flugunfälle, Alkoholismus ...

Ernst Stilla, Die Luftwaffe im Kampf um die Luftherrschaft.
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Alt 09.05.2007, 08:29   #34
amicus
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Bis 1942 haben die deutschen Piloten mehr Flugstunden als die britischen gehabt, bevor sie an die Front aus der Ausbildung entlassen worden sind.

Hier hat sich dann auch Stalingrad auch katastrophal ausgewirkt, denn die enormen Verluste dort, waren nicht mehr auszugleichen.

Ab 1943 hat sich dies geändert. Da kamen deutsche Piloten schon mit 160 Flugstunden an die Front und 1944 waren es schon weniger als 100.

Geändert von amicus (09.05.2007 um 09:00 Uhr).
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Alt 09.05.2007, 14:38   #35
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Zitat:
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Ab 1943 hat sich dies geändert. Da kamen deutsche Piloten schon mit 160 Flugstunden an die Front und 1944 waren es schon weniger als 100.
Meine Worte kein Sprit.
Wobei der 100 Oktanige Flugzeugsprit den Deutschen eh Mühe machte.
OT:
Die Geschichte der Flugmotoren ist eh Hightech pur. Die haben tatsächlich alle Mittel schon ausgereizt. Kompressoren, Turbolader, Wassereinspritzung in Brennräume... alles da. Der Name Felix Wankel taucht schon auf. Die Amis kamen mit Lachgas. (Daher ziehen die Dragster heute ihre kurzzeitigen Irrsinnigen MotorLeistungen)
Eine gutmotorisierte Me109 konnte mit Vollgas gar nicht mehr starten.

NS: Eröffnet bloß kein Forum mit Technik-Geschichte. Dann kann ich nur noch halb so oft OT schreiben.
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Geändert von Repo (09.05.2007 um 14:45 Uhr).
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Alt 09.05.2007, 19:36   #36
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Wieder etwas mehr zum Treibstoffnachschub:
In Afrika ist Rommel ja nicht nur an der Zahl der Gegner, sondern auch am eigenen Nachschub gescheitert. Ich habe für den Sommer 1942 die Zahl von 66% Verlust des Nachschubs gefunden, wie groß waren die Verluste des Feldzugs insgesamt? Der verlorene Treibstoff wurde ja erstmal produziert und hätte auch Panzer im Osten antreiben können.

Solwac
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Alt 09.05.2007, 20:56   #37
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Die 66% sind wohl etwas hoch.

Folgende Tabelle aus dem AHF für die Lieferungen in 1942:
Month - personnel sent - personnel arrived - total cargo sent - dry cargo delivered - fuel delivered

Feb-42 - 531 - 531 - 59,468 - 34,507 - 24,458
Mar-42 - 391 - 284 - 57,541 - 32,483 - 15,105
Apr-42 - 1,349 - 1,349 - 151,578 - 102,358 - 48,031
May-42 - 4,396 - 4,241 - 93,188 - 67,858 - 18,581
Jun-42 - 1,474 - 1,249 - 41,519 - 26,759 - 5,568
Jul-42 - 4,566 - 4,435 - 97,794 - 67,590 - 23,901

Die gesamten gelieferten Treibstoffmengen (deutsche Mengen):
Month, Year Tonnage received

06-40 -
07-40 8,820
08-40 13,709
09-40 10,992
10-40 371
11-40 8,142
12-40 5,486

01-41 2,897
02-41 10,682
03-41 4,059
04-41 23,676
05-41 20,027
06-41 35,850
07-41 11,570
08-41 37,201
09-41 13,108
10-41 11,951
11-41 2,471
12-41 7,133

01-42 22,842
02-42 24,458
03-42 15,105
04-42 48,031
05-42 18,581
06-42 5,568
07-42 23,901
08-42 22,503
09-42 31,061
10-42 12,308
11-42 21,731
12-42 2,058

01-43 24

Und Tabelle nach Sadkovich, La Marina Italiana nella Seconda Guerra Mondiale, Verluste an italienischen und deutschen Treibstofflieferungen 1942:
Juni 18%
Juli 11%
August 42%
September 23%

P.S. Gut sichtbar ist übrigens die Niederhaltung Maltas durch die schweren Luftangriffe von März bis Mai 1942. Nach dem Abzug der Luftwaffe ab Ende Mai 1942 stiegen die Verluste bis Ende des Jahres wieder an.
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Geändert von silesia (09.05.2007 um 20:59 Uhr).
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Alt 10.05.2007, 09:26   #38
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Die 66% Prozent (des Treibstoffs) habe ich an mehreren Stellen gefunden. Aber das kann natürlich alles auf einer Quelle beruhen.

Ich habe Silesias Daten mal mit denen aus Rohwer/Jacobsen, "Entscheidungsschlachten des zweiten Weltkriegs" zusammengestellt:

Code:
	  Treibst. Transport  Verluste  Anteil   Anteil
	           (BRT)      (BRT)    Treibst.  Verluste
Jun 40	              28.163       440   0,00%   1,56%
Jul 40	     8.820   162.462             5,43%   0,00%
Aug 40	    13.709   166.033     3.298   8,26%   1,99%
Sep 40	    10.992   238.211       813   4,61%   0,34%
Okt 40	       371   160.952     6.463   0,23%   4,02%
Nov 40	     8.142   182.519             4,46%   0,00%
Dez 40	     5.486   299.995    13.694   1,83%   4,56%
Jan 41	     2.897   389.672     7.331   0,74%   1,88%
Feb 41	    10.682   591.375     8.452   1,81%   1,43%
Mrz 41	     4.059   668.119    13.839   0,61%   2,07%
Apr 41	    23.676   596.340    25.611   3,97%   4,29%
Mai 41	    20.027   496.607    40.162   4,03%   8,09%
Jun 41	    35.850   436.743    15.356   8,21%   3,52%
Jul 41	    11.570   528.801    23.829   2,19%   4,51%
Aug 41	    37.201   572.434    31.007   6,50%   5,42%
Sep 41	    13.108   332.357    63.624   3,94%  19,14%
Okt 41	    11.951   237.262    33.471   5,04%  14,11%
Nov 41	     2.471   164.876    54.990   1,50%  33,35%
Dez 41	     7.133   119.245    38.757   5,98%  32,50%
Jan 42	    22.842   173.952    18.839  13,13%  10,83%
Feb 42	    24.458   127.591    15.942  19,17%  12,49%
Mrz 42	    15.105   173.647     8.729   8,70%   5,03%
Apr 42	    48.031   274.242     5.519  17,51%   2,01%
Mai 42	    18.581   393.539    12.392   4,72%   3,15%
Jun 42	     5.568   135.847    15.666   4,10%  11,53%
Jul 42	    23.901   274.337     8.819   8,71%   3,21%
Aug 42	    22.503   253.005    59.972   8,89%  23,70%
Sep 42	    31.061   197.201    15.598  15,75%   7,91%
Okt 42	    12.308   205.599    40.012   5,99%  19,46%
Nov 42	    21.731   168.577    27.637  12,89%  16,39%
Dez 42	     2.058    40.398    17.852   5,09%  44,19%
Jan 43	        24    31.465    12.242   0,08%  38,91%
	   476.316 8.821.566   640.356
Was mich sehr dabei überrascht ist der geringe und vor allem wechselnde Anteil Fracht an den eingesetzten BRT (für Feb 42 komme ich nur auf einen Wert von 59.468t mit 127.591 BRT).

Die Gesamtmenge von einer knappen halben Million Tonnen entspricht dem zweieinhalbfachen Monatsbedarf der italienischen Flotte oder dem halben Lagerbaestand der Wehrmacht bei Kriegsausbruch.

Bei Ansicht der Zahlen (und selbst mit der Annahme, dass Treibstofftanker überproportional von den Verlusten betroffen war) sehe ich die Verluste an Treibstoff zwar als ernste Einschränkung an, nicht aber für den Grund, wie ich es dachte. Wobei für eine mobile Panzertruppe natürlich der Mangel an benötigtem Treibstoff zu einer Zeit nicht durch eine spätere Lieferung ausgeglichen werden kann.

Solwac
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Alt 10.05.2007, 11:21   #39
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Dazu hätte ich ein paar Anmerkungen:

1. Die desolate Geleitzuglage hat 1941 sogar zeitweise dazu geführt, dass italienische U-Boote mit 80to Nachschub-Treibstoff als "Frachter" herübergeschickt wurden. Vom ökonomischen Standpunkt ein Witz.

2. Einige schwierige Situationen konnten durch erbeutete britische Treibstofflager ausgeglichen werden.

3. Man sieht die Einflussphasen Maltas: Die Versorgungskrise Ende 1941 führte zum hastigen Abzug der Kesselring-Luftflotte, die die Heeresgruppe Mitte unterstützte, schon vor der Moskau-Krise. Danach besserte sich im Frühjahr 1942 die Lage. Als die Flugzeuge wieder (u.a. nach Osten) abgezogen wurden, gingen die Versenkungszahlen in die Höhe. Also wurden ab Spätsommer 1942 wieder Flugzeuge von der Ostfront, u.a. auch mehrere Kampfgruppen von HG Süd vor Stalingrad, Jagdgruppen etc. wieder in das Mittelmeer geworfen. Die Luftwaffe war für einen Dreifronten/Vierfrontenkrieg nicht ausgestattet und völlig überfordert. Halder hatte bereits Ende 1940 prophezeit, dass die Versorgungslage die Kämpfe letztlich entscheidet, und nicht lokale taktische Erfolge Rommels, die nicht zu halten waren. Die Verlegung von Luftgeschwadern mit Bodenorganisation über solche Strecken kostete damals Monate, von dem Ressourcenverbrauch ganz zu schweigen.
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Alt 12.05.2007, 13:54   #40
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Einige Daten zur Kriegsmarine:

Mobilmachungsbedarf und Z-Plan-Bauprogramm der Kriegsmarine:
1.1.1937: Plan 1.400.000 to Heizöl p.a. (für Flottenstand 1939)
1.1.1941: Plan 3.000.000 to. Heizöl p.a. (für Flottenstand 1941)
1.1.1948: Plan 6.000.000 to. Heizöl p.a. (für Flottenstand 1947/48)

der Bedarf an Dieselöl stieg von 400.000 to p.a. 1941 auf 2.000.000 to 1947/48 im Schiffs-Bauplan.

Zum Vergleich: 1938 war der gesamte Verbrauch des Deutschen Reiches an Mineralölerzeugnissen rd. 6.150.000 to., davon stammten lediglich 2.400.000 to. aus heimischer Produktion. Jährlich sollten nun 450.000 to. zusätzlich (!!) eingelagert werden (2-3 neue Großlager), insgesamt für rd. 10.000.000 m3 in der Ausbaustufe 1945. Die Bevorratung plus zu steigernde Eigenproduktion sollte in 1948 eine 12-monatige Kriegführung ermöglichen. Die gleichen Mob.-Fall-Reserven waren im Prinzip für Luftwaffe und Heer vorzusehen.

Einige Details:
Die estnischen Ölschieferquellen lieferten zunächst auf Konzessionsbasis und später nach Besetzung bis 1944 jährlich 5-10 % der Verbrauchmenge der Kriegsmarine.
5 Jahre wurde sich bemüht, Konzessionen bzw. Beteiligungen im Irak einzugehen. Mit Mexiko lag 1938 ein unterschriftsreifer Vertrag vor, der Antrag über die für den Irak gesperrten Devisenreserven für Mexiko wurde vom Reichswirtschaftsministerium abgelehnt.


Zu den Engpaßentscheidungen bzgl. des Westfeldzuges: Auf den Zusammenhang mit der Öffnung der rumänischen Quellen wurde schon hingewiesen. Im März 1940 erklärte Göring die Umwidmung von 200.000 to. Dieselöl der Kriegsmarine an das Heer, weil sonst die (für Mai 1940 geplante) Landkriegsführung nicht durchgeführt werden kann. Zusätzlich mußten naoch 30.000 to an die Landwirtschaft abgegeben werden. Dennoch wurde die KM bis Anfang 1941 reibungslos versorgt, bevor die Lage kritisch wurde.
Meier-Dörnberg, Ölversorgung der Kriegsmarine 1935-1945.
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