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#1 |
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Mitglied
Registriert seit: 12.2006
Beiträge: 67
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Wehrpasseintrag
Hallo,
kann mir vielleicht jemand helfen und sagen, was dieses "Rü-43 Tausch" als Eintrag im Wehrpass zu bedeuten hatte. Im voraus besten Dank. Das ist als Entlassungsgrund angegeben. Das Bild habe ich aufgrund den entsprechenden Symbolen darauf wieder entfernt. Gruss Daniel Geändert von Daniel Hebron (02.02.2007 um 19:26 Uhr). |
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#2 | |
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Premiummitglied
Registriert seit: 02.2006
Ort: Z' Minga
Beiträge: 3.850
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Zitat:
Aus welchem Land und aus welcher Zeit ist der Wehrpass? |
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#3 | ||
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Mitglied
Registriert seit: 06.2006
Ort: Irgendwo links oben
Beiträge: 1.198
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Googles erstes Suchergebnis führt zu einer frz. Arbeit mit dem Titel "Die Ausbeutung französischer Arbeitskräfte in der deutschen Eisen- und Stahlindustrie während des Zweiten Weltkriegs".
http://www.cairn.info/load_pdf.php?I...=RHMC_503_0148 Darin heißt es: Zitat:
Meine ungefähre Übersetzung: "Eine zweite Aktion mit dem Codenamen "Rü-43 Tausch" ( "Tausch 1943 für Rüstung"), fordert die Fabriken auf, die nicht Kriegsfähigen [wörtl.: diejenigen, die nicht für die Armee geeignet sind] und die Facharbeiter [wörtl.: diejenigen, die qualifizierte Arbeiter sind] für eine Übersendung in die Rüstungsfabriken zu nennen. Sie sollten als Austausch Arbeiter in entsprechender [ausgleichender] Quantität bekommen. Es ist klar, dass die Industriebesitzer mit Missfallen und Sorge ihre letzten spezialisierten Arbeitskräfte weggehen sahen, nur teilweise ersetzt durch nicht qualifizierte und wenig produktive Arbeiter." Soweit ich den Text überflogen habe, geht es grob über die dt. Verwendung frz. Arbeiter und auch den Ausgleich mit "Ostarbeitern". Falls du mehr Infos willst, einfach nachfragen, ich les mich da mal durch.
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Zitat:
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#4 |
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Premiummitglied
Registriert seit: 03.2004
Ort: Am Tor zum Spessart
Beiträge: 14.723
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Es war ein Wehrpass der Wehrmacht mit Entlaßvermerk.
Wenn ich mich recht entsinne von 1945.
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Er schreibt Ketzereien, aber zwischen den Zeilen ist er positiv. Wieslaw Brudzinski |
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#5 |
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Mitglied
Registriert seit: 12.2006
Beiträge: 67
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Wehrpasseintrag
Hallo,
vielen Dank fuer Deine Antwort. Was ich aber nicht verstehe, ist dass "Rü-43 Tausch" als Entlassungsgrund im Wehrpass eines Deutschen steht, der zudem kein Arbeiter sondern Kaufmann war. Wie gesagt, ich will aus rechtlichen Gruenden kein Bild anhaengen, wegen dem "Pleitegeier" drauf. Gruss Daniel Der Entlassungsstempel ist von 1943. |
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#6 |
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Premiummitglied
Registriert seit: 03.2004
Ort: Am Tor zum Spessart
Beiträge: 14.723
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Tausch erschien mir als Unterschrift des den Vermerk Ausstellenden.
Dokumente dürfen auch mit Pleitegeier veröffentlicht werden sofern das nicht zu Propaganda- und Hetzzwecken geschieht. Das ist hier eindeutig nicht der Fall. Also bitte: Bild.
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Er schreibt Ketzereien, aber zwischen den Zeilen ist er positiv. Wieslaw Brudzinski |
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#7 |
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Mitglied
Registriert seit: 12.2006
Beiträge: 67
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Wehrpasseintrag
Hallo,
Bild. Gruss Daniel Geändert von Daniel Hebron (21.05.2007 um 20:09 Uhr). |
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#8 | |
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Mitglied
Registriert seit: 06.2006
Ort: Irgendwo links oben
Beiträge: 1.198
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Könntest du den Text des Wehrpasses bitte auch noch mit ins Forum stellen? Die kleine Schrift in der Mitte ist recht schwer zu erkennen.
@ Mercy: Tausch steht aber in Anführungsstrichen, scheint keine Unterschrift zu sein (siehe unten)
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Zitat:
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#9 |
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Mitglied
Registriert seit: 12.2006
Beiträge: 67
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Wehrpasseintrag
Hallo,
der Text: Entlassung Auf Grund "Rü-43 Tausch" am 7. April 1943 nach ärtztl. Untersuchung und Belehrung über Spionage, Sabotage, Landesverrat, Wahrung des .....geheimnisses, Wehrüberwachung Fürsorge und .....Heilbehandlung entlassen. nach Kleinsteinbach/Baden als ? G.V.H. Entlassungsurteil Entlassungsfaehig, ärztl. Behandlung nicht erforderlich ................Truppenarzt ........Hauptmann u. Komp.-Chef |
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#10 | |
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Mitglied
Registriert seit: 09.2004
Ort: 51° nord
Beiträge: 4.534
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(Sorry, habe den Strang nur mit einem Auge verfolgt
)Google "Rü-43 Tausch" Zitat:
Wenn mich mein Französisch nicht ganz verlassen hat, heisst der Eintrag, dass der Herr Soldat in die Rüstungsindustrie abgezogen wurde.
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Whatever Geändert von Pope (03.02.2007 um 08:38 Uhr). |
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#11 | ||
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Mitglied
Registriert seit: 06.2006
Ort: Irgendwo links oben
Beiträge: 1.198
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Zitat:
Siehe oben: Wehrpasseintrag So wie ich den Text verstehe, werden nich Kriegsfähige und Facharbeiter aus der Stahlindustrie in die Rüstungsfabriken geschickt und als Ersatz gibt es zwar weniger qualifizierte Arbeiter, dafür aber in großer Anzahl. Das Poblem: Soldaten tauchen da nicht auf, es scheint ein Arbeiterwechsel stattzufinden ![]()
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Zitat:
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#12 | |
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Premiummitglied
Registriert seit: 03.2004
Ort: Am Tor zum Spessart
Beiträge: 14.723
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Hier ein mir übermittelter Hinweis:
Zitat:
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Er schreibt Ketzereien, aber zwischen den Zeilen ist er positiv. Wieslaw Brudzinski |
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#13 |
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Mitglied
Registriert seit: 12.2006
Beiträge: 67
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Hallo,
das ist eine gute Antwort. Dann ist er also von einem Betrieb angefordert und deshalb abgezogen worden. Habe ich das richtig verstanden? Gruss Daniel Was heisst eigentlich BMfBuM g.v.H.? |
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#14 |
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Moderator
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Hallo,
wenn ich nicht irre: a.v. = arbeitsverwendungsfähig g.v.H. = garnisonsdienstverwendungsfähig (Heimat) MfBuM = Ministerium für Bewaffnung und Munition (das B davor - BMfBuM - kenne ich nicht) Grüße Thomas Geändert von silesia (05.02.2007 um 22:23 Uhr). |
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#15 |
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Mitglied
Registriert seit: 12.2006
Beiträge: 67
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Hallo,
vielen Dank fuer die Infos. Aber das bedeutet im Klartext, wenn man wusste wie, und wenn man dementsprechend kreativ war, konnte man ohne Parteimitglied zu sein 1943 von der Wehrmacht entlassen werden um nie mehr von denen zu hoeren. Gruss Daniel Geändert von Daniel Hebron (05.02.2007 um 23:10 Uhr). |
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#16 | |
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Premiummitglied
Registriert seit: 07.2004
Ort: Jerichower Land
Beiträge: 13.766
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Zitat:
Nein, nicht ganz. Wer wirklich wichtig für die Wirtschaft war, der hatte wohl seine Ruhe. Verwechsle da nicht etwas. Auch das zivile Berufsleben war wichtig für die Erhaltung der Wehrkraft. Da musste man schon mal Kompromisse eingehen. Es kann ja nicht sein, das zB. gute Wissenschaftler im Krieg verheizt werden könnten, die für die Volkswirtschaft wichtig waren. |
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#17 |
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Moderator
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Hallo,
wie kommst Du darauf? Da es um einen Tausch Wehrmacht-Rüstungswirtschaft und um die entsprechende Einstufung a.v. oder g.v.H. ging (daneben nicht gerade um Führungspositionen, sondern Arbeit "am Band"), vermute ich doch, dass hier medizinische Einstufungen maßgeblich waren. Sicherlich werden trotzdem in dem einen oder anderen Fall "Beziehungen" hilfreich gewesen sein. Über die haben einfache Soldaten sicher nicht verfügt, somit war es für die Masse der 150.000 ein Tauschverfahren. Grüße Thomas |
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#18 |
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Mitglied
Registriert seit: 12.2006
Beiträge: 67
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Hallo,
ich verstehe das so, wenn ich zu dieser Zeit keinen Kriegsdienst machen wollte, was wuerde ich tun??? Verweigern war ja nicht moeglich. 1) Erstmal schauen, dass ich nicht "voll" tauglich bin (med. Einstufung). 2) Jede Moeglichkeit nutzen, in diesem Fall einen Betrieb finden, der mich anfordert. Der Mann war Kaufmann und kein Arbeiter. Auch nachweislich nicht in der Partei. So hat zumindest er es geschafft, den Krieg zu ueberleben ohne auch nur einen einzigen Schuss auf einen Menschen abgegeben zu haben. Gruss Daniel |
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