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Alt 08.01.2017, 08:43   #1
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Terminalesabi ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Erinnerungskultur

Soll an Geschichte und Vergangenheit erinnert werden?
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Alt 08.01.2017, 09:11   #2
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silesia ist ein wunderbarer Anblicksilesia ist ein wunderbarer Anblicksilesia ist ein wunderbarer Anblicksilesia ist ein wunderbarer Anblicksilesia ist ein wunderbarer Anblicksilesia ist ein wunderbarer Anblicksilesia ist ein wunderbarer Anblicksilesia ist ein wunderbarer Anblicksilesia ist ein wunderbarer Anblick
Sicher, warum nicht?

Eine Chronik schreibt nur derjenige, dem die Gegenwart wichtig ist.
Johann Wolfgang von Goethe

Gemeinsame Erinnerungen sind manchmal die besten Friedensstifter [und Warnungen].
Marcel Proust

Ohne Vergangenheitsanalyse weder Steuerung noch Geschäftsplan.
Ein unbekannter Controller.
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Man kann nicht mehr jeden Dreck reden, weil jeder Jedes weiß, wegen google, wikipedia. Man muss so aufpassen. Handystrahlung tötet. (Dieter Nuhr).
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Alt 09.01.2017, 19:56   #3
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Adolina kann nur auf Besserung hoffen
Zitat:
Terminalesabi Beitrag anzeigen
Soll an Geschichte und Vergangenheit erinnert werden?
Besser nicht, bringt Dir das nicht nur Nachteile?

Geändert von Adolina (09.01.2017 um 20:02 Uhr).
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Alt 09.01.2017, 19:57   #4
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Sepiola ist einfach richtig nettSepiola ist einfach richtig nettSepiola ist einfach richtig nett
So unterscheiden sich die Meinungen.
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"Nun ja! denkt sich der Jägersmann. Jetzt zieh' ich meine Handschuh an!" (W. Busch)
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Alt 09.01.2017, 20:00   #5
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Adolina kann nur auf Besserung hoffen
Zitat:
Sepiola Beitrag anzeigen
So unterscheiden sich die Meinungen.
Unterscheiden sich nicht auch die Lagen?: ist nicht in den USA z.B. die Erinnerungskultur völlig frei?

Geändert von Adolina (09.01.2017 um 20:05 Uhr).
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Alt 09.01.2017, 21:25   #6
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Carolus ist ein LichtblickCarolus ist ein LichtblickCarolus ist ein LichtblickCarolus ist ein LichtblickCarolus ist ein Lichtblick
Unsere Gegenwart ist durch die unmittelbare Vergangenheit geprägt, diese wiederum durch die vorhergehende Vergangenheit usw.

Um die Gegenwart zu verstehen, hilft oftmals ein Blick in die Geschichte.

Zitat:
silesia Beitrag anzeigen
Sicher, warum nicht?

Eine Chronik schreibt nur derjenige, dem die Gegenwart wichtig ist.
Johann Wolfgang von Goethe

Gemeinsame Erinnerungen sind manchmal die besten Friedensstifter [und Warnungen].
Marcel Proust

Ohne Vergangenheitsanalyse weder Steuerung noch Geschäftsplan.
Ein unbekannter Controller.
sehr schöne Zitate....
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Butter statt Kanonen!
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Alt 09.01.2017, 23:03   #7
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Ralf.M ist ein sehr geschätzer MenschRalf.M ist ein sehr geschätzer Mensch
Zitat:
Terminalesabi Beitrag anzeigen
Soll an Geschichte und Vergangenheit erinnert werden?
Wenn nein, man hätte ein Fach weniger in der Schule.

Ich sehe es immer so...
Gerade in der heutigen Zeit halte ich Kenntnisse zur Geschichte für sehr wichtig.
Weil, der Ahnungslose fällt auf die herein, die nichts aus der Geschichte gelernt haben (haben wollen) und da sind inzwischen einige Unterwegs.
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Alles Alte, soweit es Anspruch darauf hat, sollen wir lieben, aber für das Neue sollen wir recht eigentlich leben“.
Theodor Fontane 1819 - 1898
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Alt 10.01.2017, 06:53   #8
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silesia ist ein wunderbarer Anblicksilesia ist ein wunderbarer Anblicksilesia ist ein wunderbarer Anblicksilesia ist ein wunderbarer Anblicksilesia ist ein wunderbarer Anblicksilesia ist ein wunderbarer Anblicksilesia ist ein wunderbarer Anblicksilesia ist ein wunderbarer Anblicksilesia ist ein wunderbarer Anblick
Zitat:
Adolina Beitrag anzeigen
Besser nicht, ...nur Nachteile?
Der Ökonom sieht sich in seiner ironischen Variante von advocatus non calculat bestätigt. Der erfahrene Jurist weist im Smalltalk darauf hin, dass sich bekanntlich und doch überraschend vor Gericht auch die Vergangenheit ändern kann, und im Übrigen der liebe Gott vor das Urteil den Sachverhalt gesetzt hat.

Der Soziologe bietet ein zugehöriges Verhaltensmodell, der Mathematiker berechnet ihm dafür die Wahrscheinlichkeiten.
Und der Psychoanalytiker freut sich über die Betätigungsfelder.
__________________
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Alt 10.01.2017, 09:18   #9
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Mitgliederbild von thanepower
 
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thanepower ist jedem bekanntthanepower ist jedem bekanntthanepower ist jedem bekanntthanepower ist jedem bekanntthanepower ist jedem bekanntthanepower ist jedem bekanntthanepower ist jedem bekannt
Zitat:
silesia Beitrag anzeigen
Der Ökonom sieht sich in seiner ironischen Variante von advocatus non calculat bestätigt. Der erfahrene Jurist weist im Smalltalk darauf hin, dass sich bekanntlich und doch überraschend vor Gericht auch die Vergangenheit ändern kann, und im Übrigen der liebe Gott vor das Urteil den Sachverhalt gesetzt hat.

Der Soziologe bietet ein zugehöriges Verhaltensmodell, der Mathematiker berechnet ihm dafür die Wahrscheinlichkeiten.
Und der Psychoanalytiker freut sich über die Betätigungsfelder.
Boah, das nenn ich mal einen wirklich interdisziplinären Ansatz!
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Es dient nicht dem nationalen Interesse, die Ergebnisse historischer Analysen zu verschleiern oder zu behindern. Herwig: Clio deceived, S. 43
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Alt 10.01.2017, 16:19   #10
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thanepower ist jedem bekanntthanepower ist jedem bekanntthanepower ist jedem bekanntthanepower ist jedem bekanntthanepower ist jedem bekanntthanepower ist jedem bekanntthanepower ist jedem bekannt
Die Erinnerung an bestimmte Ereignisse schafft ein kollektives Gedächtnis. Diese Form der kollektiven Erinnerung spielt im politischen und sozialen Bewußtsein eine zentrale Rolle, vor allem in den Nationalstaaten.

Verbunden sind Formen des kollektiven Gedächtnisses auch mit den jeweiligen Gründungsmythen von Gesellschaften (vgl. Münkler "Die Mythen der Deutschen")

Die Deutung bzw. die Definition der Inhalte von Erinnerung sind dabei politisch heftig umstritten. Wie auch teilweise an den Diskussion im Forum erkennbar.

Ein wichtiger aktueller Vertreter zu dem Thema ist A. Assmann.

https://de.wikipedia.org/wiki/Aleida_Assmann

Grundsätzliche Darstellung
https://books.google.de/books?id=Gsz...ssmann&f=false

Und eine Kritische Sicht auf die Zukunft der Erinnerungskultur
https://books.google.de/books?id=oTo...ehagen&f=false

Zur schnellen weiteren Orientierung:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kollek...ed%C3%A4chtnis

https://de.wikipedia.org/wiki/Erinnerungskultur

https://de.wikipedia.org/wiki/Erinnerungsort

In diesen Kontext gehört natürlich auch die Frage nach der Rekonstruktion von Geschichte und damit auch der "Objektivität" von Narrativen. Also der Frage, wer den "Wahrheitsgehalt" von Aussagen beurteilt. Und da sind wir wieder unweigerlich bei der Frage nach den Kriterien von Wissenschaft.

vgl. zum Einlesen auch Jan Assmann
http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/p...htnis_1988.pdf
__________________
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Geändert von thanepower (10.01.2017 um 16:23 Uhr).
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Alt 10.01.2017, 16:27   #11
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Papa_Leo ist ein sehr geschätzer MenschPapa_Leo ist ein sehr geschätzer Mensch
Das kommt nun drauf an, ob Vergangenheit das ist, was wirklich passiert ist, oder das, was wir annehmen, dass passiert ist. Und wenn vor Gericht (oder auch in anderem Zusammenhang) bestimmte Aspekte der Vergangenheit genauer untersucht werden, kann es schon passieren, dass man zugeben muss, dass das, was wir bisher (und zwar völlig ohne Wertung oder Beurteilung) als Vergangenheit erachteten eben nicht die Vergangenheit ist.
Der gute Nero wurde uns damals noch als größenwahnsinniger Tyrann im Geschichtsunterricht beigebracht, der Christen verfolgte und Rom einäscherte ... heute sieht man dieses Urteil wesentlich differenzierter und kritischer.
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Alt 10.01.2017, 18:50   #12
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thanepower ist jedem bekanntthanepower ist jedem bekanntthanepower ist jedem bekanntthanepower ist jedem bekanntthanepower ist jedem bekanntthanepower ist jedem bekanntthanepower ist jedem bekannt
Zitat:
Papa_Leo Beitrag anzeigen
... heute sieht man dieses Urteil wesentlich differenzierter und kritischer.
Deswegen ist ja:

1. Die intersubjektive Nachprüfbarkeit und die kritische Sichtung der Quellen weiterhin wichtig

2. Der ungehinderte und globale Diskurs der Scientific Community zentral für den Erkenntnisgewinn, der sich um die Objektivierung jenseits ideologische Paradigmen bemüht

3. Die permantente Reformulierung des Narrativ durch revisionistische Ansätze, aber auch mit der - möglichen - Konsequenz, dass Generationen "ihre" Sicht auf Geschichte neu erfinden im Rahmen

4. Einen sehr speziellen Fall bilden dabei radikale konstruktivistische Ansätze.

5. Und letztlich ist das aber auch die Perspektive, dass man einen aufbauenden Erkenntnisgewinn auch für die Sozialwissenschaften erkennen kann. Jenseits der Frage, welches Erkenntnismodell (also KR oder KT als typische Vertreter) vertreten wird. Der kollektive Diskurs der Fachleute wird übergreifend als letztes Wahrheitskriterium mittlerweile mehrheitlich akzeptiert.

Aber das sind sicherlich Aspekte, die Du Deinen Schülern vermutlich ohnehin ähnlich beibringst.
__________________
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Geändert von thanepower (10.01.2017 um 18:58 Uhr).
thanepower ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.01.2017, 21:40   #13
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Beiträge: 56
Goldkrone befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Zitat:
Terminalesabi Beitrag anzeigen
Soll an Geschichte und Vergangenheit erinnert werden?
So allgemein, wie du die Frage gestellt hast, muss man sie mit Sicherheit bejahen.
Grundsätzlich lernt man im Laufe seines Lebens vor allem durch das Hinterfragen, also das Erinnern an die eigene Vergangenheit - wieso sollte das, was für den Menschen und seine individuelle Vergangenheit im Kleinen gilt, also nicht auch für die Menschheit und die Menschheitsgeschichte im Großen gelten?

Außerdem wirst du in einem Geschichtsforum wohl niemanden finden, der das Erinnern an die Geschichte für Quatsch hält...
__________________
Wenn man sein Gewicht halten will, muss man eben auch mal essen, wenn man keinen Hunger hat.
Goldkrone ist offline   Mit Zitat antworten
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Stichworte
deutschland, erinnerung, gesellschaft, vergangenheit

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