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Alt 01.07.2015, 18:47   #161
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Im Übrigen halte ich die Kuh-, Schaf- und Ziegenhaltung für die beste Methode, aus dem für den Menschen ungenießbaren Gras wertvolle Nahrung zu gewinnen.
So etwas nennt man eine "Milchmädchenrechnung".
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Alt 01.07.2015, 20:28   #162
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So etwas nennt man eine "Milchmädchenrechnung".
Ja? Inwiefern?
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Alt 01.07.2015, 20:33   #163
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Kühe, Schafe, Ziegen: jede Menge Milch
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Alt 02.07.2015, 06:27   #164
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Ja? Inwiefern?
Wie viel Gras benötigt ein Herbivore, um ein Kilo Fleisch zu produzieren?
Wie viel Kilo Herbivorenfleisch benötigt ein Carnivore, um ein Kilo Fleisch zu produzieren?

Wie viele Kühe bekommen überhaupt noch Gras und nicht stattdessen Mais oder Soja aus Monokulturen?
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Alt 02.07.2015, 21:43   #165
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Beaker Beitrag anzeigen
Wie viel Gras benötigt ein Herbivore, um ein Kilo Fleisch zu produzieren?
Das ist nicht der Punkt, denn das Gras ist ohne Kühe etc. wertlos für Menschen. Kühe machen also aus Wertlosem Wertvolles: Milch (+ Käse) und Fleisch. Das sind Produkte, die uns u.a. groß und mächtig gemacht haben.

Aber wir sollten das nicht weiter vertiefen, denn das Thema ist ein anderes.
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Alt 16.07.2015, 23:20   #166
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Zitat:
dekumatland Beitrag anzeigen
(scherzando)

das ist Ketzerei!
in der Heiligen Schrift wird gefordert, dass man sich mehren und sich die Erde untertan machen solle.
Auch wenn es plausibel so scheinen kann, oder muss, dass sich der Erfolg dieser Vorstellung seinem Ende nähert,
so ist es doch schwerlich zu bestreiten, dass diese Vorstellung selbst erfolgreich war.
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Alt 04.04.2016, 20:46   #167
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Zitat:
Hulda Beitrag anzeigen
Um einmal einen anderen Aspekt in die Diskussion zu bringen (ich meine ihn in diesem Faden noch nicht gefunden zu haben. Falls ich ihn übersehen haben sollte, bitte meinen Beitrag einfach löschen):

Interessant finde ich den Ansatz des Biologen Hansjörg Küster: Am Anfang war das Korn, erschienen bei Beck. Er beschreibt, dass seit dem Beginn der Kultivierung von Getreide die Staatenbildung etc. begonnen habe mit all den (kulturellen) Möglichkeiten, die sich durch die Sesshaftigkeit ergeben (haben).

Stellt sich mir nun - unabhängig von Küsters - die Frage: Welche Kulturen werden die auf Dauer (in langen Zeitspannen gedacht) für das Überleben (auf) der Erde erfolgreicheren sein: Die der Nichtsesshaften, die ressourcenschonend vorgegangen sind, oder die der Sesshaften, die sich durch Überkultivierung zwar extrem ausbeuterisch verhalten, aber auch erfinderisch sind in der "Schadensbegrenzung" sowie "Erneuerung"?

Ich komme an der Stelle noch nicht wirklich weiter und wäre dankbar für eine bunte Diskussion.
Geht man davon aus, dass eine kulturelle Evolution (im Sinne des evolutionären Algoritmus) stattfindet, und zudem das Substrat unvermeidlich schwankend ist, dann neigt man dazu, es für noch nicht entschieden zu halten.
Es wird Verzweigungen im Lauf des Zeitenstroms geben, bei denen kleine Einflüsse überprortional groß Richtungen bestimmen werden.

Vielleicht kann man dabei nicht weiterkommen, weil die Zukunft stets neu geboren wird.

Grüße hatl
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Alt 07.07.2016, 20:13   #168
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hatl ist ein sehr geschätzer Menschhatl ist ein sehr geschätzer Mensch
Also wie? Evolution der Kultur?

… das in dem Sinne, dass kulturelle Fähigkeiten, einer Gruppe,
(denn eine solche setzt ja Kultur, die per se eine Gruppenleistung ist, voraus)
einem ungeplanten Entwicklungsverlauf folgten,
dessen zutreffende Beschreibung der „evolutionäre Algorithmus“* sei.

Nun, feststellen lässt sich jedenfalls, dass auch geplante Entwicklungen stets Ungeplante nach sich ziehen.
Und weiterhin scheint mir naheliegend anzunehmen, dass letztere in ihrer Wirkmächtigkeit wenigstens nicht geringer zu schätzen sind.
(Das wäre wohl zu diskutieren.)

Spannend fand ich dazu einen Beitrag des Soziologen Wolfgang Lempert zur „Taylorisierung der Verantwortung“.
http://www.ssoar.info/ssoar/bitstrea...pdf?sequence=1

Ganz grob, was sagt er:
Die Industrialisierung geht (ging) mit einer Spezialisierung (Taylorisierung) einher, welche nicht nur die Arbeitsteiligkeit befördert, sondern auch die Dequalifizierung goßer Bevölkerungsanteile.
Diese Dequalifizierung betrifft auch die Verantwortlichkeit und Verantwortungsfähigkeit des handelnden Individuums und begünstigt die Entwicklung des industriellen Massenmords durch das 3. Reich.

Na, daran hat der Taylor wohl ebenso wenig gedacht wie der Benz an den Klimawandel,
oder sonstwer an sonstwas.
Man kann annehmen, ich lass mir gerne widersprechen, dass Kultur, und Unkultur, eben nicht hervorgehoben das Ergebnis weitsichtiger Planung durch den Menschen, womöglich gar des Einzelnen, sind,
sondern irgendwelchen anderen Regeln folgen, sofern solche als solche, abseits des reinen Zufalls, existieren sollten.

hatl

(* Replikation, Variation, Selektion.)
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